Betrug bei Internet-Date

Kierspe | Das Internet öffnet auch Betrügern Tür, Tor und 
vor allem Geldquellen. Ein Kiersper ist auf die Mitleidsmasche 
hereingefallen.

Über ein Dating-Portal hatte er Kontakt bekommen zu einer Frau, die angeblich im europäischen Ausland lebt. Sie sei im 
Militär-Einsatz, gaukelte die Dame vor. Und nicht nur das: Ständig 
gab es Notlagen in der Familie. Über verschiedene Wege transferierte der gutgläubige Portal-Nutzer binnen weniger Tage kleinere und größere Geldbeträge an verschiedene Personen rund um den Globus.

   Der Trick ist alt und wird von Ermittlern als „Love-Scramming“ 
bezeichnet. Die Täter suchen ihre Opfer in Online-Partnerbörsen oder in sozialen Netzwerken. Auf innigste Liebesbekundungen folgen schnell vermeintliche Hilferufe: Mal spiegeln die Betrüger eigene Notlagen vor, mal sollen enge Verwandte Hilfe benötigen. Da wurden angeblich Koffer gestohlen oder das Kind braucht eine lebenswichtige, teure Operation. Auch die Behauptung, gerade im Militär-Einsatz zu stecken und deshalb nicht an das eigene Geld zu kommen, ist typisch. Deshalb bitten die Täter(-innen) ihren vermeintlichen neuen Internet-Partner, Geld zu überweisen via Western Union oder MoneyGram. Die Täter setzen
ihre verliebten Opfer einem hohen emotionalen Stress aus.

   Die Polizei warnt: Telefonate oder Skype-Kontakte mit Bild bieten 
keine Gewähr, dass das Gegenüber „echt“ ist. Die Betrüger verwenden gerne Prepaidhandys, die eine Rückverfolgung fast unmöglich machen. 
Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich 
kennengelernt hat, kein Geld überweisen. Im Internet tummeln sich 
viele Betrüger, die ihr Geld mit der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen verdienen. Seien Sie also immer misstrauisch!

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