ÖFFENTLICHE FÜHRUNG IM OSTHAUS MUSEUM


Am Sonntag, den 2. Dezember findet ab 12.15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung „Hermann Nitsch – Eine Werkschau“ statt. Anlässlich des 80. Geburtstags des Künstlers zeigt das Osthaus Museum in einer Ausstellung Aspekte des Lebenswerks dieses bedeutendsten österreichischen Künstlers. Nitsch wollte ursprünglich Kirchenmaler werden und kopierte alte Meister, bis er sich später mit der Literatur, der klassischen Dichtung, der griechischen Tragödie, den deutschen Expressionisten, den französischen Symbolisten, der Tiefenpsychologie und der Musik von Richard Wagner intensiv auseinandersetzte. Ab seinem Kindesalter führte ihn die Kunst und besondere Sicht der Dinge über die gegenständliche, abstrakte und später informelle Malerei zum Gesamtkunstwerksentwurf, dem sog. Orgien Mysterien Theater. Dieses Konzept hat Nitsch bereits im Alter von 19 Jahren verschriftlicht und es ist auch heute noch Topos seines Lebens. In den darauffolgenden Dekaden wurden sein Leben und seine Schaffen von Verhaftungen, Verurteilungen, Gefängnisstrafen, Skandalen, Morddrohungen und unzählige Anfeindungen begleitet. Heute ist der inzwischen renommierte und national wie international vielfach ausgezeichnete österreichische Staatspreisträger eine Kunstikone und ein gefeierter Weltstar, der in Prinzendorf sein eigenes Theater aufbaute, dem bereits zu Lebzeiten monografische Museen in Österreich und Italien gewidmet wurden. Die Lebensaufgabe des nunmehr 80-jährigen Hermann Nitsch ist weiterhin die kompromisslose Verwirklichung seines Opus Magnum. Mit seinem Konzept und den für viele als radikal empfundenen Aktionen revolutionierte Hermann Nitsch den Theaterbegriff des 20. Jahrhunderts. Im Osthaus Museum werden in der Zentralen Halle und in der Neuen Galerie spezifische Räume mit Werken Nitsch zu sehen sein. Gezeigt werden: Malerei, Installationen, Graphiken, Fotos von Aktionen, Videodokumentationen seines O.M. Theater und ein dokumentarischer Film zu Leben und Werk.
Für den einstündigen Rundgang durch die Ausstellung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es wird jedoch um Verständnis dafür gebeten, dass nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen werden kann.

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