192 ehrenamtliche Feuerwehrangehörige übten unter realistischen Bedingungen

PHOTO-2018-10-28-20-11-52Schwelm | Die EN-Feuerwehren hatten am Wochenende eine außergewöhnliche
Übungsmöglichkeit. Sowohl Samstag und Sonntag rückte ein Verband der
Feuerwehr nach Münster zum Außengelände des Instituts der Feuerwehr
aus. Die beiden Tage wurden durch den Kreisfeuerwehrverband EN
organisiert und unterstützt.

In der Frühe um 7 Uhr traf man sich uman beiden Tagen in
Alt-Wetter. Dort wurde der Verband zusammengestellt. Am Samstag
rückten 117 Teilnehmer mit 24 Fahrzeugen in das Münsterland im
geschlossenen Verband ab. Am Sonntag waren es 75 Teilnehmer und 14
Fahrzeuge. An beiden Tagen wurden hier insgesamt 70 Einsatzübungen
durchgeführt.

Das erste Übungsziel war bereits beim Eintreffen erreicht. Mit den
Teilnehmern wurde die seltene Verbandfahrt geübt. Die vielen
Einsatzfahrzeuge stellten ein eindrucksvolles Bild dar.

„Auf dem Gelände kann sehr realistisch geübt werden. In dem
kleinen Übungsdorf haben wir u.a. einen Personenzug, einen
Kesselwagen, mehrere Mehr- und Einfamilienhäuser mit Garagen und eine
Baugrube für realistische Übungen zur Verfügung“, so Übungsleiter
Benedikt Danz.

Die Übungseinsätze der einzelnen Löschgruppen wurden vor Ort durch
einen Einsatzleitwagen der Feuerwehr Schwelm koordiniert. An den
Übungsstationen wurden die Lagen durch erfahrene Ausbilder der
einzelnen Feuerwehren vorbereitet und bewertet. So wurden die
einzelnen Feuerwehrgruppen wie im realen Leben zu einem Garagenbrand,
zu Einsätzen mit ABC-Gefahren, einem Zug Brand und zu Technischen
Hilfeleistungen alarmiert. Nach der 30- 45 minütigen Übung gab es
dann ein konstruktives Feedback zum Vorgehen. An zwei weiteren
Ausbildungsstationen wurde das Wissen zu Tragbaren Leitern und über
einen Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen erweitert.

Zum Abschluss beider Tage stand eine große Verbandübung an: Hier
wurde eine größere Lage mit vielen akut gefährdeten Patienten
simuliert. Am Samstag brannten drei Mehrfamilienhäuser. Über 15
Personen mussten hier aus dem verrauchten Bereich gerettet und
anschließend versorgt werden. Am Sonntag mussten 20 Personen aus
einem brennenden Personenzug gerettet werden. Bei diesen Übungen
nahmen alle Löschgruppen unter einer Einsatzleitung und
Abschnittsleitung teil. So arbeiteten die Kameraden aus
unterschiedlichen Kommunen des Kreises Hand in Hand.

Zu Besuch war auch Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm der sehr
beeindruckt von der Leistungsbereitschaft seiner Kameraden war. „Es
macht mich stolz zu sehen mit welchem Engagement alle bei der Sache
sind um den Bürgern des Ennepe-Ruhr Kreises noch besser helfen zu
können. Für Mich – Für Alle, hier wird es wieder gelebt“, so
Rolf-Erich Rehm.

Verpflegt wurden die Teilnehmer durch eine Verpflegungseinheit der
Feuerwehr Witten. Ein Rettungswagen des ASB stellte den Eigenschutz
sicher. Insgesamt war das ganze Wochenende auch für die Übungsleiter
Benedikt Danz, Thomas Schuckert und Markus Göbel eine logistische
Herausforderung.

Die Teilnehmer waren von dem Wochenende und den realistischen
Bedingungen positiv beeindruckt, waren aber auch nach den
anstrengenden Tagen sehr erschöpft.

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