„Gegen das Vergessen – 80. Gedenktag zur Pogromnacht 1938“ – vielfältiges Programm in Hagen

Anlässlich des 80. Jahrestages der Pogromnacht (Kristallnacht) hat die Kooperative K mit der Jüdischen Kultusgemeinde Hagen und der Stadt Hagen ein Konzept entwickelt, um an die Ereignisse dieser Nacht und an ihre Folgen zu erinnern. Mehrere Tage der Erinnerung stehen unter dem Motto „Das Klavier an der Volme“. Die Planungsphase begann schon vor einem Dreivierteljahr. Durch enge Zusammenarbeit mit Herrn Mook, Stadt Hagen (Büro des Oberbürgermeisters), ist ein Programm entstanden. Nach derzeitigen Recherchen wird keine andere Stadt in Deutschland ein derartig vielfältiges und stark an jungen Menschen orientiertes Programm anbieten.

K

Am 9. November jährt sich zum 80. Mal einer der unrühmlichsten Tage der deutschen Geschichte. Mit der Pogromnacht begann die systematische Ausgrenzung, Verfolgung und letztendlich Vernichtung unser jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Es ist in Hagen wie in vielen anderen Städten gelebte Verantwortung, an diese schicksalhafte Nacht jedes Jahr mit einer Gedenkveranstaltung zu erinnern. Herr Oberbürgermeister Erik O. Schulz hat die letztjährige Gedenkveranstaltung im Ratssaal im Rathaus an der Volme zum Anlass genommen, seine Verwaltung zu beauftragen, für dieses runde Erinnerungsjubiläum und für die kommenden Jahre eine neue Form der Erinnerungs- und Gedenkkultur zu entwickeln, die insbesondere auch junge Menschen anspricht und mit einbindet. Wie wichtig eine derartige lebendige Erinnerungskultur ist, haben nicht nur die vergangenen Wochen, Stichwort Chemnitz, gezeigt. Die Verharmlosung von im Nationalsozialismus durchgeführten Verbrechen, die Ausgrenzung von Andersdenkenden und Andersaussehenden und eine schleichende Radikalisierung unserer Gesellschaft erleben gerade leider eine unheimliche Renaissance.

Um den 80. Gedenktag zur Pogromnacht am 9. November 1938 auch und gerade für Jugendliche und junge Menschen erlebbarer werden zu lassen, haben sich verschiedene Institutionen – im Einzelnen die Jüdische Gemeinde Hagen, der Jugendring Hagen, der Geschichtsverein Hagen, die Künstlervereinigung Kooperative K, das Theater Hagen, das Rahel van Hagen-Kolleg und die Stadtkanzlei der Stadt Hagen – zusammengeschlossen und insgesamt die folgenden sieben Bausteine geplant und entwickelt:

  1. Kunstinitiative „Das Klavier in der Volme“ der Kooperative K

  2. Aktionen des Jugendring Hagen

  3. Auftritt des Vokalensemble Vigholin

  4. Zentrale Gedenkveranstaltung in/an der Synagoge

  5. Produktion „WEICHEN STELLEN“ des Theater Hagen

  6. Thematisch orientierte Stadtrundgänge in Hagen

  7. Digitale Erfassung der Hagener Stolpersteine

Kunstinitiative „Das Klavier in der Volme“ der Kooperative K

Einen zentralen Baustein der Hagener Erinnerungskultur zur Pogromnacht 1938 hat die Hagener Künstlervereinigung Kooperative K mit der Kunst-Initiative „Das Klavier an der Volme“ entwickelt. Eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher kreativer und künstlerischer Aktionen regen den Betrachter gleichermaßen zum Nachdenken und zum Mitmachen an.

Im Folgenden sollen die Programmelemente im Einzelnen vorgestellt werden:

Baustein „Das gelbe Klavier“

In Erinnerung an das am 9. November 1938 in die Volme geworfene Klavier des Fleischers Simon Cohn soll ein gelbes Klavier an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet zum Einsatz kommen. Die Max Reger-Musikschule wird diese Aktion unterstützen. Musikschulleiter Martin Rösner wird bei seinen Klavierlehrerinnen und –lehrern sowie bei seinen und Schülerinnen und Schülern für eine Beteiligung werben.. Auch an Schulen kann das Klavier transportiert und dort natürlich auch genutzt werden. Dietmar Schneider, Projektkoordinator der Kooperative K, wird eine Excel-Liste vorbereiten, in der die jeweiligen Zeiten und Standorte vermerkt sind.

Baustein „Zahlenbanner an den Brücken“

An der Stelle, an der am 9. November 1938 das Hab und Gut des Fleischers Simon Cohn aus dem Fenster in die Volme geworfen wurde, sollen gelbe an Stahlseilen im Fluss angebrachte Banner an die Zahl der Todesopfer, der zerstörten Synagogen und weitere wichtige Zahlen der Geschichte erinnern.

Baustein „Videoprojektion an der Volmepromenade“

Auf der Seitenfassade des Gebäudes „Märkischer Ring 92“ soll in einer Videosimulation ein gelbes Klavier wieder aus dem Wasser aufsteigen. Symbolisch wird damit zum Ausdruck gebracht, dass es nicht möglich ist, die Zeit zurückzudrehen, gleichwohl aber, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen..

Baustein „Info-Point vor der Synagoge“

Der Info-Point wird in Form eines Containers auf dem Grundstück vor der Synagoge aufgebaut. Er soll täglich zwischen 16:00 und 22:00 Uhr geöffnet sein. In ihm werden Bücher und Begleitmaterial sowie Informationen rund um das Thema der Gesamtaktion angeboten. Außerdem soll hier ein Kommunikationszentrum entstehen und die geplanten Stadtrundgänge sollen von hier starten. Die Bücher kommen vom Bücherladen QUADRUX. Auch die Kooperative K wird noch Informationsmaterial zur Verfügung stellen. Der Container soll darüber hinaus auch Treff- und Ausganspunkt der geplanten Stadtrundgänge sein.

Baustein „Der Gelbe Faden“

Insgesamt 80 Opfernamen von jüdischen Mitbürgern, Widerstandskämpfern und Zwangsarbeitern sollen auf 3 x 0,75 m großen gelben Bannern aufgebracht und im Stadtgebiet an gut einsehbaren Orten (z.B. Brücken) angebracht werden. Die Jüdische Gemeinde hat der Kooperative K eine Liste mit jüdischen Opfern des Holocaust zur Verfügung gestellt. Der Geschichtsverein hat diese um die Namen von Widerstandskämpfern und Zwangsarbeitern ergänzt.

Baustein „Info-Container im Stadtgebiet“

An mehreren Stellen in Hagen sollen 2,50 x 3 m große Info-Container aufgestellt werden, in denen mittels Audioübertragungen über Schicksale jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger informiert werden. Der Hagener Geschichtsverein, die Jüdische Gemeinde Hagen und die Kooperative K haben hier die passenden Geschichten herausgesucht. Alle Übertragungen sollen zweisprachig (deutsch / englisch) erfolgen. Der Geschichts-Projektkurs des Rahel Varnhagen-Kollegs mit seinem Lehrer Pablo Arias hat darüber hinaus angeregt, die Geschichten von Jugendlichen sprechen zu lassen und an einzelnen Standorten auch weitere Sprachen (türkisch / arabisch) mit aufzunehmen. Auch diese Ideen sind von der Kooperative K mit aufgegriffen worden.

Baustein „Die großen Steine in der Volme“

Steine, die mit reflektierenden gelben Stoffen überzogen werden, erinnern an die kleinen Steine, die auf jüdischen Gräbern zu finden sind..

Baustein „Skulpturenbau mit Schülerinnen und Schülern“

Diese vom niederländischen Künstler Leon Duniec unter dem Titel „Zurück in die Zukunft.“ durchgeführte Aktion, in der von Hagener Schülerinnen und Schülern insgesamt 1.400 Ytong-Blöcke als Symbol für 1.400 während der November-Pogrome in Deutschland zerstörten Synagogen individuell gestaltet werden sollen, startet bereits Mitte Oktober in einem 8 x 8 Meter großen Zelt auf dem Theaterplatz an der unteren Elberfelder Straße – bei schlechtem Wetter in einem leerstehenden Ladenlokal in der Volme Galerie. Die Steine werden in drei verschiedenen Formen angeliefert. Am 8. November wird das Zelt dann in den Ferdinand David-Park verlagert, wo auch die kleinen Kunstwerke ausgestellt werden sollen. Die komplette Ausstellung wird danach in Warschau und anschließend in Israel präsentiert.

Baustein „Malaktion Hagener Grund- und Förderschulen“

In der Aktion „Schau mich an. Erkenne Dich in mir.“ sollen sich Schülerinnen und Schüler Hagener Grundschulen auf hellem Stoff in einer Größe von ca. 40 x 80 cm (Breite x Höhe) gegenseitig malen. Ziel des Projektes ist es, dass sich Kinder möglichst unterschiedlicher Herkunft oder Religion gegenseitig malen, sich dabei genau beobachten und Besonderheiten oder Gemeinsamkeiten entdecken, das Interesse und die Empathie füreinander fördern. Anmeldungen der Grund- und Förderschulen, die bereits alle schriftlich über die Aktion informiert wurden, werden unter der Email-Adresse Kooperative@gmail.com entgegengenommen.

Baustein „Ballett in Ladengeschäften“

Geplant sind die Balletttänze in leerstehenden Ladenlokalen in der Stadtmitte und in Wehringhausen. Symbolisch soll dadurch daran erinnert werden, dass viele Bürgerinnen und Bürger 1938 zwar nicht direkt beteiligt waren, aber als Zuschauer hingesehen haben. Compagniemitglieder des Balletts des Theater Hagen haben ihre Unterstützung bereits zugesagt.

Baustein „Lichtinstallationen“

Lichtstrahler auf dem Dach der Hagener Synagoge weisen in alle Himmelsrichtungen und erinnern daran, dass Erinnerung und Gedenken zeit- und raumlos ist.

Baustein „Ausstellungsräume“

Im Millhoff-Center in der Grabenstraße werden sich bildende Künstlerinnen und Künstler mit der Thematik „Erinnerung und Gedenken“ auf unterschiedliche Art und Weise auseinandersetzen.

Baustein „Rückgrat zeigen“

Es werden gelbe Schutzhüllen für Radfahrer produziert, die nicht nur dazu dienen, in der dunklen Jahreszeit besser erkennbar zu sein, sondern auch, um symbolisch Rückgrat zu zeigen und damit Teil einer Gesamtbewegung zu werden.

Baustein „MUT haben“

Das Fotoprojekt MUT des Künstlers Lutz Tim Tölle wird akustisch und optisch auf der Bühne neben der Synagoge neu interpretiert. Die über 2 Meter großen eisernen Buchstaben sind nicht nur Blickfänger, sondern gleichzeitig auch Klangkörper.

Baustein „Botschaft von Oben“

An drei zentralen Orten werden zu einem bestimmten Zeitpunkt, der vorher nicht verraten werden soll, Flyer von Dächern auf die Straße geworfen, die mit konkreten Botschaften versehen sind. Damit wird an die Flugblätter erinnert, die im zweiten Weltkrieg aus Flugzeugen abgeworfen wurden, um die Bevölkerung zu informieren.

Aktionen des Jugendrings Hagen

An den vier dem Gedenktag vorgelagerten Tagen werden an vier weiterführenden Hagener Schulen (Gesamtschule Eilpe, Ricarda-Huch-Gymnasium, Fichte-Gymnasium, Albrecht-Dürer-Gymnasium) Teile einer Wanderausstellung des Fachbereichs Kultur der Stadt Hagen zum Thema „Jugend und Leben im Nationalsozialismus“ präsentiert. Der Jugendring übernimmt die Abstimmung der genauen Ausstellungsorte in den Schulen und liefert im Vorfeld Informationsmaterial an die Schulen. .

Am 9. November wird 19:00 Uhr im Rahmen der Veranstaltung „Gegen das Vergessen“ in der Pelmke der Film „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ gezeigt. Geöffnet ist die Pelmke bereits ab 17:00 Uhr, so dass vor und nach dem Film ausreichend Zeit für persönliche Gespräche bleibt. Allen weiterführenden Schulen wurden zur Information Plakate zur Verfügung gestellt.

Auftritt des Vokalensemble Vigholin

Am Samstag, 10. November 2018, tritt um 18:00 Uhr das Hohenlimburger Vokalensemble Vigholin im Auditorium des Schumacher Museums auf. Der Chor hat schon mehrere Programme mit hebräischer und jiddischer Chormusik gestaltet, z.B. zur Erinnerung an die Befreiung am 8. Mai 1945 oder eben auch zur Pogromnacht. Der Eintritt ist kostenfrei.

Der gemischte Chor besteht aus ca. 30 Erwachsenen, die seit ihrer Jugend miteinander singen, viele Konzerte geben und auch auf Auslandsreisen gegangen sind. Sie sind kein jüdischer Chor, interessieren sich aber auch sehr für diese Chormusik.

Die Chorleiterin Tela Zabel-Röspel ist Musiklehrerin am Fichte-Gymnasium Hagen und leitet den Chor seit 20 Jahren. Auch im letzten Jahr hat Vigholin die Gedenkfeier im Rathaus Hagen musikalisch umrahmt.

Das Programm beinhaltet jiddische Lieder und Psalmvertonungen, die aus der Zeit vor der Nazi-Verfolgung stammen. Danach folgt ein Block mit Liedern zu Vertreibung und Vernichtung, u.a. von Viktor Ullmann, der die Chormusik im KZ Theresienstadt geschrieben hat. Der letzte Block enthält Lieder aus heutiger Zeit bzw. aus Israel heute. Mit dem Konzert soll gezeigt werden, dass es ein reichhaltiges Musikleben im Judentum gegeben hat und weiterhin gibt und dass man Positives und Negatives nicht vergessen soll.

Das Konzert dauert ca. 65 Minuten, kurze Textansagen machen den Inhalt verständlich.

Gedenkveranstaltung an der Synagoge in der Potthofstraße

Die Gedenkveranstaltung findet am 9. November aufgrund des bevorstehenden Sabbat bereits um 10:30 Uhr an der Synagoge statt. Geplant sind kurze Redebeiträge von Oberbürgermeister Erik O. Schulz und dem Leiter der Jüdischen Gemeinde Hagen, Hagay Feldheim. Darüber hinaus sollen drei Kurzansprachen durch Vertreter bzw. Vertreterinnen des evangelischen Kirchenkreises Hagen/Wetter, des katholischen Dekanats Hagen/Witten und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gehalten werden. Mitglieder des Jugendclubs des Hagen Theaters übernehmen dazwischen Sprechtexte über einzelne Schicksale jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Da der Innenraum der Synagoge nur rund 100 Besucher fasst, soll auf Wunsch der Jüdischen Gemeinde die Veranstaltung auf einer Bühne hinter der Synagoge stattfinden und auf die andere Volmeseite übertragen werden, wo sich dann weitere Besucherinnen und Besucher platzieren können. Für stehbeeinträchtige Gäste wird es eine Audio- und Video-Übertragung in die Synagoge geben.

Nach der Gedenkveranstaltung sollen alle Besucherinnen und Besucher in eine symbolische Umarmungsaktion zwischen Marktbrücke und Rathausbrücke eingebunden werden.

Gegen 16:00 Uhr soll vor der Synagoge zur Einleitung des Sabbat mit Einbindung verschiedener Chöre ein Gebet mit gemeinsamem Gesang stattfinden.

Produktion „WEICHEN STELLEN“ des Theater Hagen

Bei diesem vom Theater Hagen produzierten Stück geht es um die Schicksale von Kindern, die während der Judenverfolgung im Dritten Reich mit den sogenannten Kindertransporten ins Ausland transportiert wurden und somit dem sicheren Tod entgehen konnten. Der Jugendclub des Theaters Hagen hat sich in seiner theatralen Auseinandersetzung auf geschichtliche Pfade begeben und begegnete dabei mutigen Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um ihnen Unbekannte zu retten. Die Geretteten waren damals Kinder und Jugendliche – teils im selben Alter wie die Spielenden es heute sind. Was bewegte die Retter und warum halfen sie?

Man kann Weichen stellen und etwas verändern, (falsch) abbiegen oder sich stellen, man kann den Lauf der Dinge lenken, etwas beeinflussen, eingreifen, oder einfach nur mitfahren. Entstanden ist ein Zugstück, in dem die Sicht der Kinder und Helfer beleuchtet wird.

Präsentiert wird das Stück zweimal in der Synagoge in der Potthofstraße, und zwar am Donnerstag, 15.11., um 18:30 Uhr und am Sonntag, 18.11., um 16:30 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. Da die Zuschauerzahl auf knapp 100 Personen beschränkt ist, wird um Anmeldung unter der Email-Adresse miriam.walter@stadt-hagen.de gebeten.

Thematisch orientierte Stadtrundgänge in Hagen

Gleich zwei Gruppen haben sich überlegt, zu der Thematik neue Stadtrundgänge zu entwickeln und anzubieten. Die Jüdische Kultusgemeinde Hagen, die Kooperative K. und der Hagener Heimatbund haben mit der Hilfe von Dr. Günther Müller und Prof. Hermann Zabel unterschiedliche Stadt- und Stadtteilrundgänge entwickelt, welch sich thematisch mit dem Thema „Judenverfolgung während des Nationalsozialismus“ auseinandersetzen. Die Führungen werden am 12., 13. und 14. November jeweils um 15:00 Uhr und am 15. November um 14:00 Uhr jeweils am Info-Container vor der Synagoge starten.

Darüber hinaus hat der Projektkurs Geschichte des Rahel-Varnhagen-Kollegs unter der Leitung seines Lehrers Pablo Arias in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen (Hagener Geschichtsverein, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg, Wirtschaftsbetriebe Hagen, Stadt Hagen – Amt für Geodaten und Liegenschaftskataster und Jüdische Gemeinde Hagen) für den Veranstaltungszeitraum 09. – 18. November Stadtteil-Rundgänge auf Emst und in Hohenlimburg zum Thema „Pogrom und Verfolgung während der NS-Zeit in Hagen“ entwickelt und wird diese auch anbieten. Die genauen Zeiten stehen spätestens Anfang der kommenden Woche fest.

Digitale Stolpersteine

Der Projektkurs Geschichte des Rahel Varnhagen-Kollegs hat unter der Leitung seines Lehrers Pablo Arias noch ein weiteres Projekt gestartet und gemeinsam mit dem Amt für Geodaten und Liegenschaftskataster der Stadt Hagen und dem Hagener Geschichtsverein ein Projekt gestartet, in dem alle in Hagen verlegten Stolpersteine digital erfasst werden. Außerdem wird jeder Stolperstein mit weiteren Informationen zu den betroffenen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern versehen werden. Im Endzustand sollen hier auch audiovisuelle Dateien hinterlegt werden. Ein erster Zugriff auf die digitale Datenbank soll Anfang November möglich sein. Dies wird eine wertvolle Ergänzung für den Fachunterricht in den Hagener Schulen werden.

Advertisements