„Gegen das Vergessen – 80. Gedenktag zur Pogromnacht 1938“ – vielfältiges Programm in Hagen

Anlässlich des 80. Jahrestages der Pogromnacht (Kristallnacht) hat die Kooperative K mit der Jüdischen Kultusgemeinde Hagen und der Stadt Hagen ein Konzept entwickelt, um an die Ereignisse dieser Nacht und an ihre Folgen zu erinnern. Mehrere Tage der Erinnerung stehen unter dem Motto „Das Klavier an der Volme“. Die Planungsphase begann schon vor einem Dreivierteljahr. Durch enge Zusammenarbeit mit Herrn Mook, Stadt Hagen (Büro des Oberbürgermeisters), ist ein Programm entstanden. Nach derzeitigen Recherchen wird keine andere Stadt in Deutschland ein derartig vielfältiges und stark an jungen Menschen orientiertes Programm anbieten.

K

Am 9. November jährt sich zum 80. Mal einer der unrühmlichsten Tage der deutschen Geschichte. Mit der Pogromnacht begann die systematische Ausgrenzung, Verfolgung und letztendlich Vernichtung unser jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Es ist in Hagen wie in vielen anderen Städten gelebte Verantwortung, an diese schicksalhafte Nacht jedes Jahr mit einer Gedenkveranstaltung zu erinnern. Herr Oberbürgermeister Erik O. Schulz hat die letztjährige Gedenkveranstaltung im Ratssaal im Rathaus an der Volme zum Anlass genommen, seine Verwaltung zu beauftragen, für dieses runde Erinnerungsjubiläum und für die kommenden Jahre eine neue Form der Erinnerungs- und Gedenkkultur zu entwickeln, die insbesondere auch junge Menschen anspricht und mit einbindet. Wie wichtig eine derartige lebendige Erinnerungskultur ist, haben nicht nur die vergangenen Wochen, Stichwort Chemnitz, gezeigt. Die Verharmlosung von im Nationalsozialismus durchgeführten Verbrechen, die Ausgrenzung von Andersdenkenden und Andersaussehenden und eine schleichende Radikalisierung unserer Gesellschaft erleben gerade leider eine unheimliche Renaissance.

Um den 80. Gedenktag zur Pogromnacht am 9. November 1938 auch und gerade für Jugendliche und junge Menschen erlebbarer werden zu lassen, haben sich verschiedene Institutionen – im Einzelnen die Jüdische Gemeinde Hagen, der Jugendring Hagen, der Geschichtsverein Hagen, die Künstlervereinigung Kooperative K, das Theater Hagen, das Rahel van Hagen-Kolleg und die Stadtkanzlei der Stadt Hagen – zusammengeschlossen und insgesamt die folgenden sieben Bausteine geplant und entwickelt:

  1. Kunstinitiative „Das Klavier in der Volme“ der Kooperative K

  2. Aktionen des Jugendring Hagen

  3. Auftritt des Vokalensemble Vigholin

  4. Zentrale Gedenkveranstaltung in/an der Synagoge

  5. Produktion „WEICHEN STELLEN“ des Theater Hagen

  6. Thematisch orientierte Stadtrundgänge in Hagen

  7. Digitale Erfassung der Hagener Stolpersteine

Kunstinitiative „Das Klavier in der Volme“ der Kooperative K

Einen zentralen Baustein der Hagener Erinnerungskultur zur Pogromnacht 1938 hat die Hagener Künstlervereinigung Kooperative K mit der Kunst-Initiative „Das Klavier an der Volme“ entwickelt. Eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher kreativer und künstlerischer Aktionen regen den Betrachter gleichermaßen zum Nachdenken und zum Mitmachen an.

Im Folgenden sollen die Programmelemente im Einzelnen vorgestellt werden:

Baustein „Das gelbe Klavier“

In Erinnerung an das am 9. November 1938 in die Volme geworfene Klavier des Fleischers Simon Cohn soll ein gelbes Klavier an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet zum Einsatz kommen. Die Max Reger-Musikschule wird diese Aktion unterstützen. Musikschulleiter Martin Rösner wird bei seinen Klavierlehrerinnen und –lehrern sowie bei seinen und Schülerinnen und Schülern für eine Beteiligung werben.. Auch an Schulen kann das Klavier transportiert und dort natürlich auch genutzt werden. Dietmar Schneider, Projektkoordinator der Kooperative K, wird eine Excel-Liste vorbereiten, in der die jeweiligen Zeiten und Standorte vermerkt sind.

Baustein „Zahlenbanner an den Brücken“

An der Stelle, an der am 9. November 1938 das Hab und Gut des Fleischers Simon Cohn aus dem Fenster in die Volme geworfen wurde, sollen gelbe an Stahlseilen im Fluss angebrachte Banner an die Zahl der Todesopfer, der zerstörten Synagogen und weitere wichtige Zahlen der Geschichte erinnern.

Baustein „Videoprojektion an der Volmepromenade“

Auf der Seitenfassade des Gebäudes „Märkischer Ring 92“ soll in einer Videosimulation ein gelbes Klavier wieder aus dem Wasser aufsteigen. Symbolisch wird damit zum Ausdruck gebracht, dass es nicht möglich ist, die Zeit zurückzudrehen, gleichwohl aber, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen..

Baustein „Info-Point vor der Synagoge“

Der Info-Point wird in Form eines Containers auf dem Grundstück vor der Synagoge aufgebaut. Er soll täglich zwischen 16:00 und 22:00 Uhr geöffnet sein. In ihm werden Bücher und Begleitmaterial sowie Informationen rund um das Thema der Gesamtaktion angeboten. Außerdem soll hier ein Kommunikationszentrum entstehen und die geplanten Stadtrundgänge sollen von hier starten. Die Bücher kommen vom Bücherladen QUADRUX. Auch die Kooperative K wird noch Informationsmaterial zur Verfügung stellen. Der Container soll darüber hinaus auch Treff- und Ausganspunkt der geplanten Stadtrundgänge sein.

Baustein „Der Gelbe Faden“

Insgesamt 80 Opfernamen von jüdischen Mitbürgern, Widerstandskämpfern und Zwangsarbeitern sollen auf 3 x 0,75 m großen gelben Bannern aufgebracht und im Stadtgebiet an gut einsehbaren Orten (z.B. Brücken) angebracht werden. Die Jüdische Gemeinde hat der Kooperative K eine Liste mit jüdischen Opfern des Holocaust zur Verfügung gestellt. Der Geschichtsverein hat diese um die Namen von Widerstandskämpfern und Zwangsarbeitern ergänzt.

Baustein „Info-Container im Stadtgebiet“

An mehreren Stellen in Hagen sollen 2,50 x 3 m große Info-Container aufgestellt werden, in denen mittels Audioübertragungen über Schicksale jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger informiert werden. Der Hagener Geschichtsverein, die Jüdische Gemeinde Hagen und die Kooperative K haben hier die passenden Geschichten herausgesucht. Alle Übertragungen sollen zweisprachig (deutsch / englisch) erfolgen. Der Geschichts-Projektkurs des Rahel Varnhagen-Kollegs mit seinem Lehrer Pablo Arias hat darüber hinaus angeregt, die Geschichten von Jugendlichen sprechen zu lassen und an einzelnen Standorten auch weitere Sprachen (türkisch / arabisch) mit aufzunehmen. Auch diese Ideen sind von der Kooperative K mit aufgegriffen worden.

Baustein „Die großen Steine in der Volme“

Steine, die mit reflektierenden gelben Stoffen überzogen werden, erinnern an die kleinen Steine, die auf jüdischen Gräbern zu finden sind..

Baustein „Skulpturenbau mit Schülerinnen und Schülern“

Diese vom niederländischen Künstler Leon Duniec unter dem Titel „Zurück in die Zukunft.“ durchgeführte Aktion, in der von Hagener Schülerinnen und Schülern insgesamt 1.400 Ytong-Blöcke als Symbol für 1.400 während der November-Pogrome in Deutschland zerstörten Synagogen individuell gestaltet werden sollen, startet bereits Mitte Oktober in einem 8 x 8 Meter großen Zelt auf dem Theaterplatz an der unteren Elberfelder Straße – bei schlechtem Wetter in einem leerstehenden Ladenlokal in der Volme Galerie. Die Steine werden in drei verschiedenen Formen angeliefert. Am 8. November wird das Zelt dann in den Ferdinand David-Park verlagert, wo auch die kleinen Kunstwerke ausgestellt werden sollen. Die komplette Ausstellung wird danach in Warschau und anschließend in Israel präsentiert.

Baustein „Malaktion Hagener Grund- und Förderschulen“

In der Aktion „Schau mich an. Erkenne Dich in mir.“ sollen sich Schülerinnen und Schüler Hagener Grundschulen auf hellem Stoff in einer Größe von ca. 40 x 80 cm (Breite x Höhe) gegenseitig malen. Ziel des Projektes ist es, dass sich Kinder möglichst unterschiedlicher Herkunft oder Religion gegenseitig malen, sich dabei genau beobachten und Besonderheiten oder Gemeinsamkeiten entdecken, das Interesse und die Empathie füreinander fördern. Anmeldungen der Grund- und Förderschulen, die bereits alle schriftlich über die Aktion informiert wurden, werden unter der Email-Adresse Kooperative@gmail.com entgegengenommen.

Baustein „Ballett in Ladengeschäften“

Geplant sind die Balletttänze in leerstehenden Ladenlokalen in der Stadtmitte und in Wehringhausen. Symbolisch soll dadurch daran erinnert werden, dass viele Bürgerinnen und Bürger 1938 zwar nicht direkt beteiligt waren, aber als Zuschauer hingesehen haben. Compagniemitglieder des Balletts des Theater Hagen haben ihre Unterstützung bereits zugesagt.

Baustein „Lichtinstallationen“

Lichtstrahler auf dem Dach der Hagener Synagoge weisen in alle Himmelsrichtungen und erinnern daran, dass Erinnerung und Gedenken zeit- und raumlos ist.

Baustein „Ausstellungsräume“

Im Millhoff-Center in der Grabenstraße werden sich bildende Künstlerinnen und Künstler mit der Thematik „Erinnerung und Gedenken“ auf unterschiedliche Art und Weise auseinandersetzen.

Baustein „Rückgrat zeigen“

Es werden gelbe Schutzhüllen für Radfahrer produziert, die nicht nur dazu dienen, in der dunklen Jahreszeit besser erkennbar zu sein, sondern auch, um symbolisch Rückgrat zu zeigen und damit Teil einer Gesamtbewegung zu werden.

Baustein „MUT haben“

Das Fotoprojekt MUT des Künstlers Lutz Tim Tölle wird akustisch und optisch auf der Bühne neben der Synagoge neu interpretiert. Die über 2 Meter großen eisernen Buchstaben sind nicht nur Blickfänger, sondern gleichzeitig auch Klangkörper.

Baustein „Botschaft von Oben“

An drei zentralen Orten werden zu einem bestimmten Zeitpunkt, der vorher nicht verraten werden soll, Flyer von Dächern auf die Straße geworfen, die mit konkreten Botschaften versehen sind. Damit wird an die Flugblätter erinnert, die im zweiten Weltkrieg aus Flugzeugen abgeworfen wurden, um die Bevölkerung zu informieren.

Aktionen des Jugendrings Hagen

An den vier dem Gedenktag vorgelagerten Tagen werden an vier weiterführenden Hagener Schulen (Gesamtschule Eilpe, Ricarda-Huch-Gymnasium, Fichte-Gymnasium, Albrecht-Dürer-Gymnasium) Teile einer Wanderausstellung des Fachbereichs Kultur der Stadt Hagen zum Thema „Jugend und Leben im Nationalsozialismus“ präsentiert. Der Jugendring übernimmt die Abstimmung der genauen Ausstellungsorte in den Schulen und liefert im Vorfeld Informationsmaterial an die Schulen. .

Am 9. November wird 19:00 Uhr im Rahmen der Veranstaltung „Gegen das Vergessen“ in der Pelmke der Film „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ gezeigt. Geöffnet ist die Pelmke bereits ab 17:00 Uhr, so dass vor und nach dem Film ausreichend Zeit für persönliche Gespräche bleibt. Allen weiterführenden Schulen wurden zur Information Plakate zur Verfügung gestellt.

Auftritt des Vokalensemble Vigholin

Am Samstag, 10. November 2018, tritt um 18:00 Uhr das Hohenlimburger Vokalensemble Vigholin im Auditorium des Schumacher Museums auf. Der Chor hat schon mehrere Programme mit hebräischer und jiddischer Chormusik gestaltet, z.B. zur Erinnerung an die Befreiung am 8. Mai 1945 oder eben auch zur Pogromnacht. Der Eintritt ist kostenfrei.

Der gemischte Chor besteht aus ca. 30 Erwachsenen, die seit ihrer Jugend miteinander singen, viele Konzerte geben und auch auf Auslandsreisen gegangen sind. Sie sind kein jüdischer Chor, interessieren sich aber auch sehr für diese Chormusik.

Die Chorleiterin Tela Zabel-Röspel ist Musiklehrerin am Fichte-Gymnasium Hagen und leitet den Chor seit 20 Jahren. Auch im letzten Jahr hat Vigholin die Gedenkfeier im Rathaus Hagen musikalisch umrahmt.

Das Programm beinhaltet jiddische Lieder und Psalmvertonungen, die aus der Zeit vor der Nazi-Verfolgung stammen. Danach folgt ein Block mit Liedern zu Vertreibung und Vernichtung, u.a. von Viktor Ullmann, der die Chormusik im KZ Theresienstadt geschrieben hat. Der letzte Block enthält Lieder aus heutiger Zeit bzw. aus Israel heute. Mit dem Konzert soll gezeigt werden, dass es ein reichhaltiges Musikleben im Judentum gegeben hat und weiterhin gibt und dass man Positives und Negatives nicht vergessen soll.

Das Konzert dauert ca. 65 Minuten, kurze Textansagen machen den Inhalt verständlich.

Gedenkveranstaltung an der Synagoge in der Potthofstraße

Die Gedenkveranstaltung findet am 9. November aufgrund des bevorstehenden Sabbat bereits um 10:30 Uhr an der Synagoge statt. Geplant sind kurze Redebeiträge von Oberbürgermeister Erik O. Schulz und dem Leiter der Jüdischen Gemeinde Hagen, Hagay Feldheim. Darüber hinaus sollen drei Kurzansprachen durch Vertreter bzw. Vertreterinnen des evangelischen Kirchenkreises Hagen/Wetter, des katholischen Dekanats Hagen/Witten und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gehalten werden. Mitglieder des Jugendclubs des Hagen Theaters übernehmen dazwischen Sprechtexte über einzelne Schicksale jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Da der Innenraum der Synagoge nur rund 100 Besucher fasst, soll auf Wunsch der Jüdischen Gemeinde die Veranstaltung auf einer Bühne hinter der Synagoge stattfinden und auf die andere Volmeseite übertragen werden, wo sich dann weitere Besucherinnen und Besucher platzieren können. Für stehbeeinträchtige Gäste wird es eine Audio- und Video-Übertragung in die Synagoge geben.

Nach der Gedenkveranstaltung sollen alle Besucherinnen und Besucher in eine symbolische Umarmungsaktion zwischen Marktbrücke und Rathausbrücke eingebunden werden.

Gegen 16:00 Uhr soll vor der Synagoge zur Einleitung des Sabbat mit Einbindung verschiedener Chöre ein Gebet mit gemeinsamem Gesang stattfinden.

Produktion „WEICHEN STELLEN“ des Theater Hagen

Bei diesem vom Theater Hagen produzierten Stück geht es um die Schicksale von Kindern, die während der Judenverfolgung im Dritten Reich mit den sogenannten Kindertransporten ins Ausland transportiert wurden und somit dem sicheren Tod entgehen konnten. Der Jugendclub des Theaters Hagen hat sich in seiner theatralen Auseinandersetzung auf geschichtliche Pfade begeben und begegnete dabei mutigen Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um ihnen Unbekannte zu retten. Die Geretteten waren damals Kinder und Jugendliche – teils im selben Alter wie die Spielenden es heute sind. Was bewegte die Retter und warum halfen sie?

Man kann Weichen stellen und etwas verändern, (falsch) abbiegen oder sich stellen, man kann den Lauf der Dinge lenken, etwas beeinflussen, eingreifen, oder einfach nur mitfahren. Entstanden ist ein Zugstück, in dem die Sicht der Kinder und Helfer beleuchtet wird.

Präsentiert wird das Stück zweimal in der Synagoge in der Potthofstraße, und zwar am Donnerstag, 15.11., um 18:30 Uhr und am Sonntag, 18.11., um 16:30 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. Da die Zuschauerzahl auf knapp 100 Personen beschränkt ist, wird um Anmeldung unter der Email-Adresse miriam.walter@stadt-hagen.de gebeten.

Thematisch orientierte Stadtrundgänge in Hagen

Gleich zwei Gruppen haben sich überlegt, zu der Thematik neue Stadtrundgänge zu entwickeln und anzubieten. Die Jüdische Kultusgemeinde Hagen, die Kooperative K. und der Hagener Heimatbund haben mit der Hilfe von Dr. Günther Müller und Prof. Hermann Zabel unterschiedliche Stadt- und Stadtteilrundgänge entwickelt, welch sich thematisch mit dem Thema „Judenverfolgung während des Nationalsozialismus“ auseinandersetzen. Die Führungen werden am 12., 13. und 14. November jeweils um 15:00 Uhr und am 15. November um 14:00 Uhr jeweils am Info-Container vor der Synagoge starten.

Darüber hinaus hat der Projektkurs Geschichte des Rahel-Varnhagen-Kollegs unter der Leitung seines Lehrers Pablo Arias in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen (Hagener Geschichtsverein, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg, Wirtschaftsbetriebe Hagen, Stadt Hagen – Amt für Geodaten und Liegenschaftskataster und Jüdische Gemeinde Hagen) für den Veranstaltungszeitraum 09. – 18. November Stadtteil-Rundgänge auf Emst und in Hohenlimburg zum Thema „Pogrom und Verfolgung während der NS-Zeit in Hagen“ entwickelt und wird diese auch anbieten. Die genauen Zeiten stehen spätestens Anfang der kommenden Woche fest.

Digitale Stolpersteine

Der Projektkurs Geschichte des Rahel Varnhagen-Kollegs hat unter der Leitung seines Lehrers Pablo Arias noch ein weiteres Projekt gestartet und gemeinsam mit dem Amt für Geodaten und Liegenschaftskataster der Stadt Hagen und dem Hagener Geschichtsverein ein Projekt gestartet, in dem alle in Hagen verlegten Stolpersteine digital erfasst werden. Außerdem wird jeder Stolperstein mit weiteren Informationen zu den betroffenen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern versehen werden. Im Endzustand sollen hier auch audiovisuelle Dateien hinterlegt werden. Ein erster Zugriff auf die digitale Datenbank soll Anfang November möglich sein. Dies wird eine wertvolle Ergänzung für den Fachunterricht in den Hagener Schulen werden.

Erfolgreich mit Teilzeitausbildung: Julia Harbecke (37) hat in zwei Jahren das Friseurhandwerk gelernt

Nein, einfach war es nicht. Dass sie viel lernen musste und sogar auf dem Spielplatz die Lehrbücher mithatte, daraus macht Julia Harbecke keinen Hehl. Doch für die Alleinerziehende hat es sich gelohnt, zwei Jahre lang eine Teilzeitberufsausbildung zur Friseurin zu machen. Denn nun hält sie stolz ihren Gesellenbrief in den Händen. Auf die verkürzte Ausbildung für Erwachsene mit Betreuungsaufgaben war Julia Harbecke vom Jobcenter aufmerksam gemacht worden und erhielt dort auch Beratung zu den Rahmenbedingungen.

Harbecke_Groll

„Die Ausbildung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich würde sie jedem empfehlen“, sagt die 37-jährige Hagenerin. Allerdings musste sie sich selbst und die Kinderbetreuung gut organisieren. Denn obwohl ihr Lehrbetrieb, der Salon Catwalk, ihr eine Ausbildung mit 25 Ausbildungsstunden pro Woche ermöglichte, war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gar nicht so einfach zu stemmen. „Als mein Kind in den Kindergarten kam, war es häufig krank. Zum Glück hat es mein Chef geduldig ertragen“, freut sich die frischgebackene Friseurin.

Für Karsten Groll von Catwalk war es das erste Mal, dass er in Teilzeit ausgebildet hat: „Das Modell ist schon gut. Wir brauchen qualifizierten Nachwuchs.“ Auch er verheimlicht nicht, dass es Auswirkungen auf den Betriebsablauf haben kann, wenn der oder die Auszubildende nur eingeschränkt einsetzbar ist. Aber für Karsten Groll überwiegen die positiven Aspekte, die die Teilzeitberufsausbildung bringt: erwachsene Azubis mit höherer Bildung und großer Zuverlässigkeit.

Julia Harbecke, die im Vorfeld schon über das Abitur und eine Ausbildung als Kosmetikerin verfügte, konnte ihre Lehre trotz verkürzter Wochenarbeitszeit sogar in der Gesamtdauer verkürzen. Statt drei Jahren dauerte die Ausbildung bei ihr nur zwei Jahre. Die Berufsschule besuchte sie nicht, sondern lernte die Theorie aus den Fachbüchern. „Ich rate aber jedem, die Berufsschule zu besuchen. Bei mir hat es leider zeitlich wegen der Kinderbetreuung nicht funktioniert“, sagt die Alleinerziehende.

Die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des Jobcenters Hagen berät Kundinnen und Kunden des Jobcenters zu Teilzeitberufsausbildung. Informationen gibt es im Internet unter www.jobcenter-hagen.de oder telefonisch unter 02331/36758-745. Der Werkhof berät im Rahmen des Projektes „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP) ebenfalls zu Teilzeitberufsausbildung. Ansprechpartnerin ist Frau Ina Schulz, Telefon 92285–61.

ver.di-Bezirkskonferenz wählt ersten gemeinsamen Vorstand nach der Fusion

Die Bezirkskonferenz der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Südwestfalen
ist geglückt! Sie war das Fernziel nach der Fusion der beiden Bezirke
Alt-Südwestfalen und Siegen-Olpe. In der Stadthalle Hagen wählten die 80 Delegierten
den ersten gemeinsamen Vorstand. Alter und neuer Bezirksvorsitzender
für die nächsten vier Jahre ist Thomas Köhler (Hagen). Seine beiden Stellvertreterinnen
sind Tanja Krönert (Siegen) und Christin Spangenberg (Lüdenscheid).

2018-09-15 Bezirkskonferenz wirsindmehr
Unter dem #wirsindmehr setzten die Delegierten und Gäste der Bezirkskonferenz
Südwestfalen gemeinsam mit den Beschäftigten des Bezirks ein Zeichen gegen
Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit.

„Wir freuen uns sehr über die Wahl dieser bewährten ehrenamtlichen Mitstreiter.
Alle drei engagieren sich seit Jahren gewerkschaftlich und sind den Delegierten
gut bekannt“, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin Bettina Schwerdt.
Die beiden Alt-Bezirksvorsitzenden Thomas Köhler (Südwestfalen) und Elke
Fleßner (Siegen-Olpe) eröffneten die Bezirkskonferenz, verbunden mit einem
Dank für die geleistete Arbeit an die ausscheidenden Mitglieder in den gewerkschaftlichen Gremien und im Bezirksvorstand. Grußworte sprachen der Hagener
Oberbürgermeister Erik O. Schulz und der Regionsgeschäftsführer des DGB
Ruhr-Mark sowie Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes Hagen, Stefan Marx.
Die stellvertretende Landesbezirksleiterin Corinna Groß hielt ein Kurzreferat zur
aktuellen gewerkschaftspolitischen Lage.
Jürgen Weiskirch, Geschäftsführer des ver.di Bezirks Südwestfalen, gab einen
Überblick über die Arbeit der vergangenen vier Jahre und erläuterte den Geschäftsbericht.
Nach der Aussprache dazu war der weitere Vormittag von verschiedenen
Wahlgängen geprägt. Der neue Vorstand repräsentiert die im Bezirk
vertretenen Fachbereiche und Personengruppen, die vier Ortsvereine sowie die
rund 32.000 Mitglieder des ver.di Bezirks Südwestfalen.
Die Delegierten berieten über sieben Anträge und zwei Resolutionen, die sich mit
gesellschaftlichen Problemen, mit Bildungspolitik, mit Tarif- und Arbeitsmarktpolitik,
aber auch mit innerorganisatorischen Fragen beschäftigen.

Die Gewerkschaftsmitglieder wollen die Straße nicht den Rechtspopulisten überlassen.
Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse in Chemnitz fordern die Delegierten
der Bezirkskonferenz den Bezirksvorstand und die Regionalvorstände in
Südwestfalen auf, öffentlich wirksame Aktionen wie Kundgebungen, Demonstrationen,
Konzerte, Filmabende und andere Veranstaltungen für eine solidarische,
weltoffene und von einer Willkommenskultur geprägte Gesellschaft durchzuführen.
„Für ver.di sind die Werte Solidarität und Toleranz Grundlage des Selbstverständnisses.
Die aktuellen Geschehnisse geben Anlass dazu, diese Werte entschlossen
zu verteidigen“, erklärte Geschäftsführer Jürgen Weiskirch.

 

Soziale Herkunft spielt immer noch eine sehr starke Rolle

Statistisch gesehen sind sie unwahrscheinlich: Berufliche Karrieren von Bildungsaufsteigern. Mit welchen Herausforderungen diese konfrontiert sind und ob Migranten zusätzliche Barrieren bewältigen müssen, beleuchtete ein Vortrag, den das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen im Rathaus an der Volme veranstaltete.

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Prof. Dr. Ahmet Toprak und Dr. Christina Möller, die selbst den Bildungsaufstieg in höhere Positionen trotz ihrer sozialen Herkunft schafften, zeigten mit wissenschaftlichen Befunden aus der Bildungsforschung auf, dass obwohl es in den vergangenen Jahren eine Verbesserung gab, der sozioökonomische Hintergrund immer noch eine sehr starke Rolle beim Bildungserfolg von Kindern spielt.

Kinder aus Arbeiterfamilien und bildungsfernen Hintergründen haben immer noch eine vielfach geringere Chance, einen hohen Bildungsabschluss oder gar eine Professur zu erreichen als Kinder aus Akademikerfamilien. Anhand ihrer eigenen Biographien zeigten Prof. Dr. Toprak (Ausschnitte aus seinem neuen Buch „Auch Alis werden Professor“ wurden verlesen) und Dr. Möller, beide ehemalige Hauptschüler, jedoch auf, dass es trotzdem möglich ist, den (Bildungs-)Aufstieg zu schaffen. Hierfür aber Mentoren aus dem Bildungsbereich oder hohen gesellschaftlichen Positionen eine starke Rolle spielen, um den Glauben an sich und die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

Mehr Zeit für gute Schulen

KPV-Hagen | >>Deutlich mehr Zeit für die Projekte im Rahmen des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ will NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) den Kommunen geben. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs von Hagener Delegierten der Kommunalpolitischen Vereinigung(KPV) mit der Ministerin in Haltern.

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(v.l.n.r.): Treffen sich in Haltern am See zum Meinungsaustausch: Der stellvertretende KPV-Vorsitzende und Fraktionsvize Jörg Klepper, Ministerin Ina Scharrenbach, der Hagener KPV-Vorsitzende Dr. Peter Krauß-Hoffmann, der KPV-Bundesvorsitzende Christian Haase MdB.

Mit einer Fristverlängerung von 18 Monaten sollen Städte und Gemeinden die Möglichkeit erhalten, die Fördermittel komplett zu verbauen. „Nicht alle Städte waren in der Lage, entsprechende Projekte schnell genug vorzubereiten“, wie der Hagener KPV-Vorsitzende Dr. Peter Krauß-Hoffmann aus Erfahrung berichtet. „Dazu kommt, dass der „Handwerkermarkt“ derzeit wie leergefegt ist. Kommen dann noch unvorhersehbare Probleme beim Bau dazu, wird es für die Kommunen eng. Deshalb ist die Ankündigung von Ina Scharrenbach für alle NRW-Kommunen bares Geld wert!“

Der stellvertretenden KPV-Vorsitzenden Jörg Klepper resümiert, „dass wir in Hagen mit beinahe allen Projekte gut im Zeitplan liegen. Unsere Verwaltung ist hier gut aufgestellt. Dennoch gibt es an mehreren Bauwerken Probleme und Verzögerungen bei der Umsetzung. Wenn wir dafür mehr Zeit erhalten, entlastet das nicht zuletzt die erheblich unter Erfolgsdruck stehenden Handwerker. Insofern ist das nicht nur ein gutes Signal in Richtung Kommunen, sondern ein noch viel besseres in Richtung Mittelstand.“<<

6-Jähriger angefahren – Rettungshubschrauber im Einsatz

1Iserlohn | Am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr wurde kurz vor der Einmündung Baarstraße / Am Westhang ein sechsjähriger Junge durch ein Auto angefahren und schwer verletzt. Der Rettungsdienst alarmierte für den Transport zur Uni-Klinik Essen den nachtflugtauglichen Rettungshubschrauber „Akkon Bochum 89-1“ aus Marl. Der Lande- und Startbereich auf einer Wiese wurde durch die Feuerwehr abgesichert und ausgeleuchtet. Die Baarstraße war für die Rettungsarbeiten und der anschließenden Unfallaufnahme durch die Polizei bis gegen 21.00 Uhr voll gesperrt. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr sowie die Löschgruppen Bremke und Iserlohner Heide der Freiwilligen Feuerwehr.

Nur eine Ergänzung geplant: Fußballer wollen an Vergaberichtlinie festhalten

cropped-logo201506-301.pngRund 50 Vertreter aus den heimischen Fußballvereinen, Sportverbänden und der Kommunalpolitik waren der Einladung des Servicezentrums Sport zum „Runden Tisch“ ins Vereinsheim des TSV Fichte Hagen gefolgt. Mit Blick auf die künftige Vergabe von Trainings- und Spielzeiten auf den städtischen Fußballplätzen, und hier speziell auf den Kunstrasenplätzen, sprach sich die Versammlung dafür aus, die bestehende Regelung beizubehalten. Bei drei Enthaltungen wurde zudem dafür votiert, künftig den Rückzug von Mannschaften aus dem laufenden Spielbetrieb mit Punktabzügen im Vergabesystem zu sanktionieren. Dies soll, vorbehaltlich der notwendigen Zustimmung durch den Sport- und Freizeitausschuss sowie durch den Rat der Stadt Hagen, ab der Spielzeit 2019/2029 gelten.

Junge Gründerin eröffnet Salzgrotte in Hagen

Stress loslassen und entspannen im Salz-Mikroklima

kompr_15x10cmEntspannung für Hagen! – Der Bau von Hagens Salzgrotte hat begonnen „Spätestens Anfang Dezember ist es soweit“, berichtet die junge Gründerin Christina Gieseler (33),„dann gibt es endlich auch in Hagen eine Salzgrotte“. Am 10. Oktober hat der Bau der Salzgrotte in der ehemaligen Malerschule in Hagen-Fley begonnen. Wie in Iserlohn, Dortmund, Bochum oder Lüdenscheid können bald auch die Hagener in Wellness-Salzräumen auf angenehmen Liegen unter kuscheligen Decken und sogar in warmen Wasserbetten tiefenentspannen.

„Gestresste Hagener brauchen mehr Möglichkeiten zum Entspannen“
08kompr (1)„Aus der Stressforschung weiß man, dass rund 2/3 der deutschen Bevölkerung sich häufig oder manchmal gestresst fühlen“, erklärt die Gesundheitstrainerin Christina Gieseler, die bereits 2016 ein Unternehmen für Gesundheitsprävention und Stressmanagement in Hagen gegründet hat und Präventionskurse für Privatpersonen und die Betriebliche Gesundheit anbietet. „In unserer Gesellschaft – und erst recht in unserer Stadt – fehlt es noch stark an attraktiven Wellness- und Erholungseinrichtungen, wo die Menschen ihre Batterien wieder aufladen können“. In einer Salzgrotte kann man sich innerhalb von 20-45 Minuten eine Atempause in wohltuender Sole-Luft mitFarblichttherapie und Entspannungsmusik gönnen. „Danach kehrt man deutlich erholter in den Alltag zurück“, sagt die Gesundheitstrainerin, die selbst viele Salzgrotten ausprobiert hat und nun die besten Ideen in Hagen umsetzen will. Dabei hat sie eine vielfältige Angebotspalette ausgearbeitet, die es bisher so in keiner der 400 Salzgrotten in Deutschland gibt.

Stressbewältigung und Entspannung in Präventionskursen und Yoga in der Salzgrotte
salzgrotte2„Mein Ziel ist es, aktive Gesundheitsförderung und Wellness miteinander zu kombinieren“, erklärt Christina Gieseler, die nach ihrem Lehramts-Staatsexamen und einem langwierigen Burnout auf die Gesundheitsprävention umgesattelt hat. „Statt als Lehrerin in einer Schule zu arbeiten, bringe ich Menschen Gesundheitsbildung näher und weiß aus meinen eigenen Erfahrungen, wovon ich spreche.

salzraumDie Salzgrotte soll Gesundheitseffekte bieten, während mein Team und ich den Gästen in
angenehmen Kursformaten praktisches und sinnvolles Wissen für mehr Lebensbalance und Gelassenheit näherbringen. Da geht es um Fähigkeiten, die wir heute dringend brauchen, aber nicht in der Schule gelernt haben.“ Daher sollen zertifizierte Gesundheitskurse für Stressbewältigung und Entspannung sowie Kurse für Yoga, Pilates und Faszien-Rückentraining mit ins Programm. Bei einigen Kursen erhalten die Teilnehmer 80-100% der Kursgebühren von ihren gesetzlichen Krankenkassen zurückerstattet. Auch weitere Kooperationen mit Krankenkassen und Unternehmen im Rahmen Betrieblicher Gesundheit sind geplant.

Titelseite Webseite &amp; Facebook_Logo und Slogan_KOMPRWellness pur mit Klangmassagen im Wasserbett und Angebote für Familien Neben Salzsitzungen und Kursangeboten wird es auch Wellness-Klangschalen-Massagen im Wasserbett, Beratung bei Stress & Burnout sowie Entspannungs- und Yoga-Workshops in der Salzgrotte geben. Ein Mini-Bio-Café und ein kleiner Salz- & Geschenkartikel-Shop soll nach der Entspannungspause im Salzraum zum Verweilen und Nachruhen einladen. Für Familien mit Kindern sind besondere Familien-Salzsitzungen, Vorlese-Nachmittage in der Salzgrotte sowie Eltern-Kind-Yoga und Kinder-Yoga geplant.

Logo mit FragezeichenMitentscheiden beim Logo und den Baufortschritt mitverfolgenApropos, was das Logo und den Slogan betrifft, lädt Christina Gieseler alle Hagener zum Mitentscheiden ein. Eine anonyme Umfrage zum Abstimmen gibt es auf:
https://www.surveymonkey.de/r/JKFHQBK
Neuigkeiten über den Baufortschritt und den Start der Eröffnungswochen mit besonderen Willkommens-Angeboten können Sie mitverfolgen auf http://www.mindful-balance.de sowie auf Facebook unter https://www.facebook.com/SalzgrotteHagen/.

Ausländerrechtliche Kontrolle: 260 Personen in zwölf Häusern kontrolliert

Symbolbild Ordnungsamt © Hans Leicher.Unter der Federführung der Ausländerbehörde haben am Mittwoch Mitarbeiter der Polizei, des Jobcenters, der Wohnungs- und Bauaufsicht und des Stadtordnungsdienstes rund 260 Personen in zwölf Häusern in Wehringhausen und Haspe aufgesucht, um unter anderem den Meldestatus und die Lebensverhältnisse dieser zu überprüfen.

Von acht angetroffenen, jedoch nicht gemeldeten Personen wurden die Ausweisdokumente eingezogen. In diesen Fällen findet eine Echtheitsüberprüfung statt. Zudem erfolgt eine Abfrage im Ausländerzentralregister, ob Ausschreibungen zur Festnahme sowie Beschränkungen zum Freizügigkeitsrecht vorliegen. Sofern sich herausstellt, dass alles in Ordnung ist, werden die Ausweise nach einer kurzen ausländerrechtlichen Beratung wieder ausgehändigt.

Darüber hinaus werden 15 Personen abgemeldet, da diese an den überprüften Adressen nicht mehr wohnen. Sofern diese Personen im öffentlichen Leistungsbezug stehen sollten, wird das Jobcenter Leistungseinstellungen überprüfen, um möglichen Leistungsmissbrauch einzudämmen. Zudem wurden wieder Müll- und Wohnungsmängel festgestellt, welche den zuständigen Stellen gemeldet werden.
Seit Ende 2015 wurden 66 Kontrollen durchgeführt und dabei 569 Häuser in verschiedenen Ortsteilen mit insgesamt 15.739 gemeldeten Personen überprüft. Davon wurden 1.235 abgemeldet und 745 Ausweisdokumente von Personen eingezogen, die angetroffen wurden, jedoch nicht gemeldet sind.

Wehringhauser Straße am Mittag nach Verkehrsunfall gesperrt

© Hans Leicher.
© Hans Leicher.

Hagen | Am Donnerstag, um 12:15 Uhr, ereignete sich ein
Verkehrsunfall auf der Wehringhauser Straße, in dessen Folge die
Straße kurzzeitig in beiden Richtungen gesperrt war. Ein 83-jähriger
Mann wollte mit seinem Mercedes in Höhe Wehringhauser Straße 120
wenden und kollidierte leicht mit einem Opel, der auf der
Gegenfahrbahn verkehrsbedingt warten musste. Beide Insassen blieben
durch das Unfallgeschehen unverletzt, allerdings könnte nach
bisherigem Kenntnisstand ein medizinischer Notfall zu dem
Zusammenstoß geführt haben. Der 83-jährige Mann wurde mit einem
Rettungswagen in ein Hagener Krankenhaus gebracht. An den beiden
Autos entstand leichter Sachschaden.

Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen auf Emst

Symbolbild Rettungsdienst - Krankenwagen Hagen © Hans Leicher.
Symbolbild Rettungsdienst – Krankenwagen Hagen © Hans Leicher.

Hagen | Am Mittwochnachmittag, gegen 14:00 Uhr, ereignete
sich auf der Emster Straße ein Auffahrunfall, bei dem zwei Personen
leicht verletzt wurden. Eine 66-Jährige fuhr mit ihrem VW Polo aus
bisher ungeklärter Ursache auf einen vorausfahrenden Fiat Panda einer
80jährigen Frau auf. Die Beteiligten klagten über Nackenschmerzen und
Kreislaufprobleme nach dem Zusammenstoß. Die 66-jährige Frau wurde in
ein Krankenhaus gebracht, konnte dieses aber nach ambulanter
Behandlung wieder verlassen. Es entstand Sachschaden in Höhe von
7.500 Euro. Der VW musste abgeschleppt werden.

Der Polizeibericht

Foto: TV58.de
Foto: TV58.de

Vier Autoreifen zerstochen

Hagen | Am Dienstag stellte ein 38-jähriger Autofahrer
seinen Seat Altea gegen 20.30 Uhr auf einem Parkplatz an der Hagener
Straße ab. Als er am Mittwoch um 01.00 Uhr zu dem Auto zurückkehrte,
waren alle vier Reifen zerstochen. Es entstand ein Schaden von rund
350 Euro. Die Polizei erbittet sachdienliche Hinweise unter der
Rufnummer 02331/986-2066.

Ladendieb wird erwischt und kann flüchten

Hagen| Am Mittwoch betrat ein bislang unbekannter Mann
einen Drogeriemarkt auf der Kölner Straße. Gegen 15.00 Uhr steckte er
mehrere Packungen Parfüm in seine Jackentasche und versuchte, das
Geschäft zu verlassen. Eine 20-jährige Angehörige des Drogeriemarkts
bemerkte den Diebstahl und sprach den Mann an. Der folgte ihr auch
zunächst bereitwillig in ein Büro. Als der Dieb mitbekam, dass die
Polizei informiert werden sollte, flüchtete er in unbekannte
Richtung. Der Ladendieb kann wie folgt beschrieben werden: Der Mann
ist ca. 180 groß und 40 bis 50 Jahre alt. Er ist schlank und hat
kurze graue Haare. Zur Tatzeit war der Dieb mit einer schwarzen
Lederjacke und einer blauen Jeans bekleidet. An seinem linken Ohr
trug er einen Ohrring. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der
Rufnummer 02331/986-2066 zu melden.

Wetter- Kradfahrer fährt Fußgängerin an und verletzt sie
schwer- ohne sich um sie zu kümmern, fährt er weiter

Wetter | Am Mittwoch, gegen 20:15 Uhr, wurde eine 16-jährige
Fußgängerin beim Überqueren der Oberwengerner Straße schwer verletzt.
Die junge Wetteranerin wollte von der Bushaltestelle Voßhöfener
Straße zu Fuß über die Oberwengerner Straße in Richtung Voßhöfener
Straße gehen. Auf der Fahrbahn wurde sie von einem rechts kommenden
Motorrad erfasst. Sie wurde in die Luft geschleudert und blieb schwer
verletzt auf dem Boden liegen. Der aus Richtung Wengern kommende
Motorradfahrer setzte seine Fahrt in Richtung Wetter-Stadtmitte fort.
Zeugen, die den Unfall beobachteten, kamen dem Mädchen zur Hilfe und
verständigten die Rettungskräfte. Die 16-Jährige wurde mit einem
Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Nach ersten Zeugenangaben
soll der Motorrad-Typ ähnlich einer Crossmaschine sein und eine
dunkle Farbe haben. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Angaben zu dem
Unfallgeschehen machen können. Ist jemandem das Motorrad zu dieser
Zeit in der Nähe der Unfallörtlichkeit aufgefallen? Kennt jemand eine
solche Maschine im Umfeld des Unfallortes? Hinweise nimmt jede
Polizeidienststelle entgegen.

Vielfältiges Herbstferienprogramm im Kinder- und Jugendpark Haspe

cropped-logo201506-301.pngEin buntes Herbstferienprogramm bietet der Kinder- und Jugendpark Haspe, Talstraße 32/40, von Samstag, 13. Oktober, bis Samstag,  27. Oktober, an verschiedenen Veranstaltungsstätten für Kinder und Jugendliche an. Treffpunkt ist jeweils der Abenteuerspielplatz und eine Anmeldung immer erforderlich.

Zu Beginn der Ferien bietet der Kinder- und Jugendpark am Samstag, 13. Oktober, einen Ausflug zum Erlebnispark in Gevelsberg von 10 bis 17 Uhr an. Kinder von sechs bis zwölf Jahren können sich hierzu anmelden, die Kosten betragen 3,50 Euro. Am Montag, 15. Oktober, findet von 10 bis 16.30 Uhr ein Mädchentag im Wasserschloss Werdringen für Mädchen zwischen sechs und elf Jahren statt. Die Kosten liegen bei 1,50 Euro. Weiter geht es mit einem Besuch in der Trampolinhalle Sprungwerk am Dienstag, 16. Oktober, von 11.30 bis circa 15.30 Uhr für Kinder von acht bis zwölf Jahren. Der Ausflug kostet 3,50 Euro; es wird gebeten, an Sport- sowie Wechselkleidung zu denken. Am Mittwoch, 17. Oktober, steht von 10.30 bis etwa 17 Uhr ein Ausflug in die Kletterhalle „Bergwerk“ in Dortmund auf dem Programm. Kinder von sieben bis zwölf Jahren können sich hierzu anmelden, die Teilnahme kostet 3 Euro. Die Teilnehmer sollen Turnschuhe und Sportkleidung mitbringen. Zum „Familientag“ auf dem Abenteuerspielplatz im Kinder- und Jugendpark Haspe, Talstraße 40, sind am Donnerstag, 18. Oktober, alle Kinder mit ihren Eltern herzlich eingeladen. Dieser öffnet um 13 Uhr, ab 15 Uhr wird gemeinsam am Lagerfeuer Stockbrot gebacken. Auch Kinder unter sechs Jahren können in Begleitung ihrer Eltern an der Veranstaltung teilnehmen. Ein Überraschungstag zum Thema Fledermaus wartet am Freitag, 19. Oktober, von 11 bis 14 Uhr auf dem Abenteuerspielplatz. Kinder zwischen sieben bis zwölf Jahren können an der Aktion teilnehmen.

Die zweite Ferienwoche beginnt am Montag, 22. Oktober, mit einem gemeinsamen Frühstück und einer anschließenden Fahrt zum Indoor-3D-Minigolf von 11 bis circa 16 Uhr. Kinder von sieben bis zwölf Jahren können mitmachen, die Kosten betragen 1,50 Euro. Ein gemeinsamer Kinobesuch findet am Dienstag, 23. Oktober, statt. Die Uhrzeiten werden kurzfristig am Donnerstag, 18. Oktober, bekanntgegeben. Anmelden können sich Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren, dazu wird ein Kostenbeitrag von 3,50 Euro erhoben. Ein Besuch auf dem Marienhof steht am Mittwoch, 24. Oktober, von 8.30 bis 14.30 Uhr auf dem Programm, bei dem die kleinen Teilnehmer unter anderem Apfelsaft herstellen können. Alle Kinder von sieben bis zwölf Jahren können mitfahren, eine Teilnahme kostet 3,50 Euro. Am Donnerstag, 25. Oktober, findet um 13 Uhr wieder der „Familientag“ auf dem Abenteuerspielplatz statt, an dem Kinder gemeinsam mit ihren Eltern teilnehmen können; auch Kinder unter sechs Jahren dürfen im Beisein ihrer Eltern mitmachen. Ab 15 Uhr wird am Lagerfeuer Stockbrot geröstet. Am Freitag, 26. Oktober, geht es von 11 bis etwa 16 Uhr zur Kluterthöhle in Ennepetal, in der die Teilnehmer eine gruselige Halloweenführung erwartet. Anmelden können sich Kinder von sieben bis zwölf Jahren. Die Kosten liegen bei 1 Euro. Der Abschluss der Herbstferien wird am Samstag, 27. Oktober, von 13 bis etwa 19 Uhr mit einer Halloweenparty im Jugendzentrum Eckesey gefeiert. Mitmachen können Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren, die Teilnahme kostet 1 Euro.

Das gesamte Programm sowie die Anmeldeformulare und weitere Informationen gibt es beim Kinder- und Jugendpark Haspe unter Telefon 02331/41471.

Fossilien- und Mineraliensuche im Steinbruch Hohenlimburg

cropped-logo201506-301.pngZu einer spannenden Fossilien- und Mineraliensuche im Steinbruch der Hohenlimburger Kalkwerke, Oegerstraße 39, lädt das Museum Wasserschloss Werdringen zusammen mit der Agentur GeoTouring am Sonntag, 14. Oktober, ein.

Die Exkursion beginnt um 11 Uhr vor der Verwaltung der Kalkwerke mit einer kurzen Einführung der Diplom-Geologin Antje Selters über die Entstehung von Massenkalk. Im Anschluss begeben sich die Teilnehmer im Steinbruch selbst auf die Suche nach Fossilien und Mineralien aus vergangenen Zeiten. Das Programm endet gegen 15 Uhr.

Der vierstündige Ausflug ist für Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren geeignet. Unbedingt erforderlich ist festes Schuhwerk. Ebenfalls mitzubringen sind Hammer, Lupe und Taschen oder Beutel für die gesammelten Fundstücke. Für Kinder muss ein Fahrradhelm mitgenommen werden, Erwachsene können sich vor Ort einen Helm ausleihen. Schutzbrillen können ebenso mitgebracht oder gegen eine Gebühr entliehen werden. Die Exkursion kostet für Kinder 10 Euro, für Erwachsene 15 Euro. Eine Anmeldung ist dringend notwendig und wird unter Telefon 02331/207-2740 oder 0178/1964177 angenommen.

Fußballfans aufgepasst: Exklusive Rabattaktion für Sparkassenkunden

Menschen_Kinder_Fußballmuseum_DSGVVom 30. Oktober bis zum 4. November 2018 bietet das Deutsche
Fußballmuseum Dortmund allen Sparkassenkunden einen Rabatt
an: Gegen Vorlage der SparkassenCard erhält der Inhaber der
Karte beim Kauf eines Tickets an der Tageskasse ein
gleichwertiges zweites Ticket gratis dazu. Hinweis: Diese Aktion
gilt nicht in Kombination mit anderen Rabatten und nicht für
Gutscheintickets.
Link: https://www.fussballmuseum.de

Großer Spieleherbst in der Stadtbücherei auf der Springe

Foto: TV58.de
Foto: TV58.de

Nach dem Erfolg von „Hagen spielt“ im letzten Jahr können sich die Besucher auch in diesem Herbst von Montag, 15. Oktober, bis Sonntag, 4. November, auf einen großen Spieleherbst mit verschiedenen Events in der Stadtbücherei auf der Springe freuen.

Der Spieleherbst startet am Montag, 15. Oktober, mit einem Schachworkshop für Kinder ab acht Jahren. Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr können die Teilnehmer dort unter Anleitung von zwei Profis Schach spielen und wertvolle Tipps erhalten. Der Workshop ist kostenlos und eine Anmeldung nicht erforderlich.
Am Dienstag, 16. Oktober, ist der Hagener Spieleautor Martin Schlegel um 16 Uhr zu Gast. Im Gepäck hat er einige seiner Spiele, unter anderem „4ty4“, eine taktische Mancala-Variante für zwei oder drei Spieler, die sogar mit nach Hause genommen werden kann. Schlegels Spiele sind im Schnitt für Spieler ab zehn Jahren geeignet. Auch diese Veranstaltung ist kostenlos und erfordert keine Anmeldung.
Am Samstag, 27. Oktober, lädt von 10.30 bis 14.30 Uhr eine große Spielebörse in der Stadtbücherei auf der Springe zum Stöbern und Kaufen ein. Wer Spiele verkaufen möchte, muss sich unter Telefon 02331/207-3591 oder unter stadtbuecherei@stadt-hagen.de einen kostenlosen Stand reservieren.
Der große Spieletag „Hagen spielt“ mit vielfältigem Programm findet am Sonntag, 4. November, von 11 bis 18 Uhr auf der Springe statt. Die Teilnehmer können auf eigene Faust Brettspiele ausprobieren oder sich Spiele erklären lassen. Spieleautoren präsentieren ihre neuesten Projekte, Mitglieder von NUTS (Neue und traditionelle Spiele), vom Spielkult sowie der Backgammon-Club Dortmund sind zu Gast. Zudem können sich die Spielefans auf eine Virtual Reality-Brille (ab zwölf Jahren), Konsolenspiele, ein mörderisches Krimidinner, ein Pen & Paper-Rollenspiel, einen Spieleverkauf, ein Turnier zum Spiel „Trick’n’Trouble“, ein Tabletop-Spiel, Spiele im XXL-Format und einen Escape-Room von Final-Escape aus Wuppertal freuen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch einen Zauberer am Nachmittag.

Neben diesen Events finden in der Stadtbücherei auf der Springe sowie in den Stadtteilbüchereien regelmäßige Spieletreffs statt. In der Stadtteilbücherei Haspe, Kölner Straße 1, gibt es jeden vierten Dienstag im Monat ab 16.30 Uhr einen Spielenachmittag für Kinder ab fünf Jahren. In der Stadtteilbücherei Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8, wird freitags ab 16 Uhr mit Kindern ab sechs Jahren gespielt. Auf der Springe treffen sich jeden Samstag ab 11 Uhr erwachsene Schachspieler, ein Schachtreff für Kinder gibt es jeden ersten Samstag im Monat ab 12.30 Uhr. Zweimal monatlich wird donnerstags um 16 Uhr die SpielBar, ein Spieletreff für Erwachsene, in der Stadtbücherei auf der Springe geöffnet.

Alle regelmäßigen Veranstaltungen werden ehrenamtlich betreut. Wer Interesse hat, regelmäßig samstags mit Kindern in der Stadtbücherei zu spielen, meldet sich unter Telefon 02331/207-3591 oder unter stadtbuecherei@stadt-hagen.de.