Hagen unterliegt Chemnitz beim Heimauftakt 77:83

Logo201506 30Am Samstag  hieß es in Hagen endlich wieder: Heimspiel am Ischeland. Am zweiten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA traf Phoenix Hagen vor 2.318 Zuschauern auf die NINERS Chemnitz. Nach einem guten Start seitens der Feuervögel konnten sich die Gäste immer mehr durchsetzen und die Partie 83:77 (37:35) für sich entscheiden.

Kevin Magdowski konnte an diesem Abend bis auf den verletzten Marco Hollersbacher und Jugendspieler Tobias Wegmann auf den gesamten Kader zurückgreifen. In der Starting Five standen Kris Davis, Jannik Lodders, Jonas Grof, Dominik Spohr und Alex Herrera. Für die NINERS Chemnitz liefen zuerst Lukas Wank, Jonas Richter, Robin Lodders, Kavin Gilder-Tilbury und Matthew Vest auf.

Die Gäste legten punktetechnisch einen schnellen Start durch Gilder-Tilbury hin, doch Jonas Grof legte sofort doppelt nach (4:2). Dominik Spohr versenkte seinen ersten Dreier bereits nach einer guten Minute zum 7:2. Bis zur H

älfte des ersten Viertels (5:24 Min.)  spielten sich die Feuervögel, unter anderem durch einen zweiten Spohr-Dreier, 12:6 in Führung. Marlin Mason erzielte seine ersten Punkte vor heimischem Publikum zum 18:9 und zwang Chemnitz-Coach Rodrigo Pastore zur ersten Auszeit. Die Feuervögel gewannen das erste Viertel 19:17.

Joel Aminu setzte zum Viertelauftakt direkt ein Zeichen zum 22:17 per Drei-Punkte-Wurf. Zu weiteren Punkten kam der 21-Jährige direkt im Anschluss durch ein unsportliches Foul von Jonas Richter und stellte das 24:17 her. NINERS-Kapitän Malte Ziegenhagen brachte sein Team zum 26:24 ran und auch Phoenix Headcoach Kevin Magdowski nahm nun das erste Timeout der Partie (7:38 Min.). Daraufhin erzielte auch Alex Herrera, der unter großem Jubel in die Krollmann Arena eingelaufen war, seine ersten Punkte zum 28:24. Nach vier punktelosen Minuten für die Gäste konnten Malte Ziegenhagen und Kavin Gilder-Tilbury per Dreier zum 31:29 verkürzen. Zeit für ein weiteres Timeout auf Hagener Seite (2:53 Min.). Zum ersten Führungswechsel der Partie kam es  durch Kavin Gilder-Tilbury zum 31:32. Ein spektakulärer Dunk von Javon Baumann zum 33:35 (00:54 Min.) folgte, bevor Dominik Spohr 30 Sekunden vor Schluss per Freiwurf zum 35:35 ausglich. Den Halbzeitrückstand der Feuervögel verursachte Ex-Phoenix-Spieler Ivan Elliott zum 35:37.

Matthew Vest zum 35:39 baute die Gäste-Führung im ersten Angriff der zweiten Halbzeit gleich noch weiter aus. Abermals traf auch Kavin Gilder-Tilbury für seine Farben zum 35:41. Nachdem Jonas Richter den Chemnitzer Start in die zweite Spielhälfte durch einen Dreier perfekt machte, rief Kevin Magdowski zur Auszeit (8:38). Für Aufatmen auf den Rängen sorgte Alex Herrera, der nach über zwei Minuten für Hagen scorte (35:44) und ebenfalls zum 39:46 traf. Nachdem Jonas Richter das 43:52 per Dreier herstellte, antwortete Kris Davis mit einem Dreier zum 46:52. Joel Aminu legte gleich zwei Mal nach und sorgte für das 52:54. Die Chemnitzer zogen jedoch bis eine Minute vor Viertelende wieder auf 52:59 weg. Der dritte Spielabschnitt ging 55:62 an die Gäste aus Chemnitz und endete mit einem technischen Foul für Kapitän Malte Ziegenhagen.

Kris Davis brachte Phoenix Hagen zu Beginn des vierten Viertels wieder in Reichweite (61:65). Doch Virgil Matthews (61:70) und Malte Ziegenhagen (61:73) legten direkt nach. Phoenix-Coach Magdowski griff zur Auszeit. Daraufhin verkürzte Jonas Grof auf 63:73, doch richtig nah dran brachte Jonas Grof sein Team erst zum 71:76. Dann hieß es noch einmal Timeout Chemnitz. Kapitän Spohr traf noch zum 75:80, bevor Jonas Richter an die Freiwurflinie durfte und 30 Sekunden vor Schluss auf 75:81 erhöhte. Nach einer weiteren Auszeit von Kevin Magdowski stellte Kavin Gilder-Tilbury, ebenfalls an der Freiwurflinie, den 77:83-Endstand her.

Phoenix-Headcoach Kevin Magdowski: „Chemnitz war heute ohne Wenn und Aber die bessere Mannschaft. Wir hatten einen guten Start, haben dann aber von der Intensität her nicht ins Spiel gefunden. Wir wollten unsere Waffen ausspielen, haben es aber nicht geschafft. Später haben wir es mit einer kombinierten Verteidigungsstrategie versucht. Besonders überrascht haben uns die Dreier von Jonas Richter, darauf waren wir nicht eingestellt.“

Phoenix Hagen: Spohr (17), Grof (14), Davis (13), Aminu (13), Herrera (11), Mason (4), Lodders (3), Baumann (3), Günther.

NINERS Chemnitz: Ziegenhagen (19), Gilder-Tilbury (17), Richter (16), Elliott (11), Vest (4), Matthews (4), Lodders (4), Voigtmann (2), Scott (3), Wank (3).

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9-jähriger Junge stirbt bei Verkehrsunfall in Altena

Altena | Polizei und Feuerwehr wurden heute gegen 13.04 Uhr
über einen Verkehrsunfall an der Lennepromenade informiert. Vor Ort
stellte sich heraus, dass es zu einer Kollision zwischen einem
24-jährigen Skoda-Fahrer aus Iserlohn und einem 9-jährigen Jungen aus
Altena gekommen war. Der Junge verstarb noch an der Unfallstelle. Der
PKW wurde sichergestellt. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft
wurde ein Sachverständiger zum Unfallort bestellt. Die Ermittlungen
zur Unfallursache dauern an. Zeugen werden gebeten sich bei der
Polizei Altena unter 02352/9199-0 zu melden.

Feuerwehr fordert: „Schützen Sie uns vor Gewalt“

Die 65. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) hat heute in Erfurt (Thüringen) die Resolution „Unsere Einsatzkräfte – unsere Sicherheit! Nein zur Gewalt gegen Feuerwehrangehörige“ beschlossen. „Der Respekt und die Unterstützung der Einsatzkräfte der Feuerwehren und Rettungsdienste haben in den letzten Jahren immer mehr nachgelassen. Einsatzkräfte werden häufiger bei der sachgerechten Ausübung ihrer Tätigkeit behindert und sogar verbal und körperlich angegriffen“, verdeutlichen die 170 Delegierten aus ganz Deutschland. „Wir fordern daher die Gesellschaft, insbesondere Politik, Justiz, Bevölkerung und Medien, dazu auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und uns vor Gewalt zu schützen“, so die Forderung.

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Die 65. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes fordert mehr Respekt vor Einsatzkräften: „Feuerwehrmänner und -frauen sind zur Stelle, wenn Menschen in Not sind. Sie riskieren dabei sowohl in der Brandbekämpfung als auch im Rettungsdienst uneigennützig und oftmals im Ehrenamt ihr eigenes Leben. Als zentrale Säule der Gefahrenabwehr ist die Feuerwehr auf Unterstützung und Respekt bei der Ausübung ihrer Aufgaben angewiesen“, heißt es in der Resolution. Der Schutz von Feuerwehrangehörigen sei daher für ein funktionierendes Feuerwehrwesen wie auch das Gemeinwesen insgesamt unerlässlich.

Die Delegierten fordern auf, die unterschiedlichen Kampagnen und Projekte zur Sensibilisierung der Bevölkerung in einer bundesweiten, konzertierten und nachhaltigen Kampagne zusammenzuführen. „Durch eine derartige Kampagne sollte eine breite Debatte in der Öffentlichkeit ausgelöst und die Bürgerinnen und Bürger dazu motiviert werden, die sachgerechte Ausübung der Tätigkeit der Einsatzkräfte zu unterstützen“, so der Beschluss.

Um die Wertevermittlung und Wertschätzung zu verbessern, fordern sie eine starke Berücksichtigung von Bildungsangeboten zum Thema „Ehrenamt in schulischen Einrichtungen“ ein: „Bislang klären die Feuerwehren im Rahmen der Brandschutzerziehung über ihre Arbeit auf. Diese Angebote müssen erweitert werden, damit Kinder und Jugendliche ehrenamtliche Arbeit kennen und wertschätzen lernen.“

Die Delegiertenversammlung als oberstes Verbandorgan verlangt die Strafverschärfung und konsequente Strafverfolgung: „Um Gewalttaten zu verhindern und ein klares Signal setzen zu können, müssen verbale Bedrohungen und Gewaltaufrufe, die bislang unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit liegen, zwingend strafrechtlich verfolgt werden können“, heißt es in der Resolution. „Jeder Angriff auf Feuerwehrangehörige bedeutet auch eine Gefährdung unserer inneren Sicherheit und richtet sich damit auch immer mittelbar gegen den Täter und die Gesellschaft selbst. Es ist daher im Interesse der Gesellschaft, dass die Strafverfolgung und Aburteilung durch Gerichte in diesem Bereich konsequent erfolgt“, bekräftigen die Delegierten.

Die Resolution setzt sich für die Einrichtung einer zentralen bundesweiten Anlaufstelle für Betroffene von Gewalt ein. Man dürfe betroffene Feuerwehrangehörige nicht im Stich lassen: „Ziel ist die Etablierung einer flächendeckenden Beratungsstruktur für Betroffene“, erklären die Delegierten. Gebraucht würden niedrigschwellige Meldeangebote für Vorfälle jeglicher Art. Außerdem solle der Dienstherr seinen Einsatzkräften Hilfsangebote zur Seite stellen – sei es in Form von rechtsberatender oder psychosozialer Unterstützung. Ebenfalls müsse im gebotenen Umfang für Aufklärungs- und Schulungsmaßnahmen Sorge getragen werden.

Die Resolution wird vom Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag sowie dem Deutschen Städte- und Gemeindebund mitgetragen. Sie steht unter www.feuerwehrverband.de/keinegewalt.html online zum Download.

Vorausgegangen waren der Resolution ein Positionspapier des DFV-Präsidiums sowie die Möglichkeit zur basisdemokratischen Mitarbeit für alle Feuerwehrangehörigen in Deutschland. Begleitend gibt es einen Online-Clip sowie Aufkleber, die unter www.feuerwehrversand.de bestellt werden können. Unterstützt wird die Kampagne durch das Projekt „Faktor 112“ im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.