Ökofaire Beschaffung von Textilien in der Diakonie: Fachtag liefert Impulse und Praxisbeispiele

Hagen. Kirche und Diakonie und Textilien: Was hat das miteinander zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Vielleicht denken manche an die Talare der Pfarrer, doch sehr viel mehr Textilien werden in Einrichtungen wie Tagungsstätten, Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen verbraucht: Bettwäsche, Handtücher, Arbeitskleidung.

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Vor diesem Hintergrund hat die Diakonie Deutschland gemeinsam mit der Vereinten Evangelischen Mission zu einem Fachtag zum Thema „Ökofaire Beschaffung von Textilien“ eingeladen, der im Wichernhaus der Diakonie Mark-Ruhr in Hagen stattfand. Nicht nur, dass der Veranstaltungsort für die Teilnehmenden aus ganz Deutschland gut erreichbar war, auch inhaltlich passte der Ort, denn auch die Diakonie Mark-Ruhr ist dabei, ihre Flachwäsche und Arbeitsbekleidung auf ökofaire Textilien umzustellen, wie Fabian Tigges von der Diakonie Mark-Ruhr den Tagungsteilnehmern im Rahmens eines Praxisvortrags mitteilte.

Wir haben bereits zusammengetragen, wer innerhalb der Diakonie Mark-Ruhr wo und in welchem Umfang Textilien bestellt. Wir möchten auf der einen Seite Synergien nutzen, vor allem aber unseren Teil dazu beitragen, auf nachhaltig und fair produzierte Textilien zu setzen“, so Pfr. Martin Wehn, Geschäftsführer Diakonie Mark-Ruhr. Dies konkretisiere den Unternehmensleitsatz „Unser Handeln ist geprägt von sozialer und wirtschaftlicher Kompetenz, von Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung“.

Pfarrer Dietrich Weinbrenner, Beauftragter für nachhaltige Textilien in der Ev. Kirche von Westfalen und der Vereinten Ev. Mission, hat den Fachtag gemeinsam mit Dr. Marianne Dehne vom Zentrum Recht und Wirtschaft der Diakonie Deutschland, organisiert. Dietrich Weinbrenner unterstützt und überzeugt mit beispielgebendem Engagement Diakonie und Kirche bei der Frage, wie eine ökofaire Beschaffung von Textilien in der Diakonie aussehen kann. Auch dazu gab der Fachtag viele Antworten.