Hagener Baumpflegesatzung kommt

Hagen | In zwei Wochen wird Hagen eine neue Baumpflegesatzung bekommen. Dann wird der Rat der Stadt voraussichtlich den gemeinsamen Satzungsentwurf von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Hagen Aktiv, Die Linke und Bürger für Hohenlimburg/Piraten verabschieden.

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v.l.n.r.: Ralf Sondermeyer (Die Linke), Frank Schmidt (BfHo/Piraten), Hans-Georg Panzer, Dr. Josef Bücker (Hagen Aktiv) und Jörg Klepper (CDU). Foto: privat.

Für den Vorsitzenden des Umweltausschusses, Hans-Georg Panzer (Bündnis 90/Die Grünen), „geht damit ein lange gehegter Wunsch endlich in Erfüllung. Vor 11 Jahren hat der Rat die damals gültige Baumschutzsatzung aufgehoben. Das war für uns damals kein gutes Signal. Umso glücklicher bin ich heute. Mit der deutlich bürgerfreundlicheren und schlankeren Satzung nehmen wir die Bäume wieder unter Schutz und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“

Hagen Aktivs Fraktionsvorsitzender Dr. Josef Bücker sieht in der Einrichtung der Baumschutzsatzung einen Teilaspekt des Artenschutzes verwirklicht: „Ich verbinde damit die Hoffnung, dass wir Artenschutzmanagement und Baumpflege im Rahmen einer Person in der Verwaltung verankern können. Schließlich suchen wir bereits seit Jahren nach Möglichkeiten, einen Artenschutzmanager einzustellen.“

Bei der CDU-Fraktion steht die Bürgerfreundlichkeit im Vordergrund: „Wir wollten eben keine Baumpolizeitruppe, sondern ein einfaches Online-Verfahren und Gebührenfreiheit für jene, die sich korrekt verhalten. Das haben wir erreicht. Deshalb begrüßen wir diese Satzung“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jörg Klepper.

Frank Schmidt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bürger für Hohenlimburg/Piraten steht im Mittelpunkt, „dass in dieser Satzung die Stadt und ihre Unternehmen genauso wie die Bürger in die Pflicht genommen werden.“

Deutlich schärfer hätten sich die Vertreter der Linken eine neue Satzung vorstellen können, so Ratsherr Ralf Sondermeyer: „Wir waren 2007 gegen die Abschaffung  und wären deutlich weiter gegangen. Jetzt freuen wir uns über einen breit getragenen Kompromiss!“

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