Stadtarchiv erhält Nachlass von Leni Timmermann

Das Westfälische Musikarchiv im Stadtarchiv Hagen freut sich über Zuwachs: Durch zahlreiche Original-Aufnahmen auf Schellack und Tonband, Zeitungsberichte und andere Dokumente erhalten Interessierte jetzt einen Einblick in das Leben und Wirken der Musikpädagogin und Pianistin Leni Timmermann, geborene Pahlenberg. Ihr Sohn, Franz Hubert Timmermann, übergab ihren Nachlass an Heinz Dietz, Mitarbeiter des Stadtarchivs.

Nachlass Leni Timmermann_Foto Francine Rohlffs
Franz Hubert Timmermann (rechts) übergab den Nachlass seiner Mutter an Heinz Dietz, Mitarbeiter des Stadtarchivs. (Foto: Francine Rohlffs)

Leni Timmermann wurde 1901 in Herbede in Witten geboren, ihre Familie stammte aus Lüdenscheid und sie heiratete in Letmathe. Ihre Verbundenheit mit der Region drückte sie in diversen Liedern wie dem „Lüdenscheider Wanderlied“ oder dem „Lüdenscheider Heimatlied“ aus. Diese Stücke überlebten den Zweiten Weltkrieg, obwohl die Komponistin sich weigerte, der Reichsmusikkammer beizutreten und sie in dieser Zeit ein Berufsverbot erhielt. Ihre Lieder wurden in viele Sprachen übersetzt, darunter englisch, lettisch, russisch und chinesisch. Zudem nahmen viele Künstler ihre Lieder in ihr eigenes Repertoire auf. Ihr Werk findet sich daher auf vielen Tonträgern wieder.

Das Westfälische Musikarchiv (WMA) ist Teil des Hagener Stadtarchives und wurde am 3. März 1962 auf Initiative des damaligen Stadtarchivars Walter K. B. Holz gegründet. In diesem befinden sich die Nachlässe westfälischer Musiker, Komponisten und Musikwissenschaftler. Der Schwerpunkt der Bestände stammt von Musikern, die zwischen 1860 und 1970 lebten. Insgesamt umfasst das Musikarchiv die (Teil-)Nachlässe von rund 300 Persönlichkeiten. Daneben gibt es Dossiers von etwa 950 Musikern.

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