„Der Herr der Zahlen“

Jochen Klapheck ist neuer Leiter des Ressorts Statistik, Stadtforschung und Wahlen

Klapheck, Jochen_Foto Esther Schöttke
Jochen Klapheck leitet seit dem 1. Juni 2018 das Ressort Statistik, Stadtforschung und Wahlen bei der Stadt Hagen. (Foto: Esther Schöttke/Stadt Hagen)

Wie viele Menschen leben heute in Hagen? Und wie viele sind es 2030? Die Antworten geben Statistiken, Analysen und Prognosen, die das Ressort Statistik, Stadtforschung und Wahlen der Stadt Hagen regelmäßig veröffentlicht. Wer hier arbeitet, muss sich bestens mit empirischer Forschung auskennen und darf bei großen Daten- und Zahlenmengen nicht den Überblick verlieren. „Manche würden sagen, dass ich ein wenig ‚nerdig‘ bin“, sagt Jochen Klapheck, „ich selbst würde mich eher als ‚Zahlenmensch‘ beschreiben, der einfach Spaß an der Arbeit mit Daten hat.“

Seit dem 1. Juni arbeitet der Diplom-Sozialwissenschaftler als neuer Ressortleiter für die Themen Statistik, Stadtforschung und Wahlen bei der Stadt Hagen.

Aufgewachsen in Bottrop, Studium an der Ruhr-Universität in Bochum, zurzeit in Velbert Zuhause – Klapheck ist ein Kind des Ruhrgebiets. Lange arbeitete er als Datenanalyst und Projektmanager in der freien Wirtschaft für verschiedene Marktforschungsinstitute. Jetzt war es für ihn Zeit für einen Perspektivwechsel und eine neue Herausforderung. „Als Sozialwissenschaftler faszinierten mich schon immer Wahlen und die Sozialstrukturen in einer Stadt“, sagt Klapheck. Erste Berührungspunkte hatte er damit schon 1999 im Studium, als er ein Praktikum bei der Stadt Essen im Wahlamt absolvierte. „Aus der Analyse der Briefwahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 1999 ergab sich sogar das Thema meiner Diplomarbeit“, sagt der 44-Jährige.

Die Statistik als Grundlage für Entscheidungen

Dabei hat Klapheck bereits ein Ziel, wie er den gesamten Bereich weiterentwickeln möchte: „Wir werden den engen Kontakt zu den Ämtern suchen und so Dienstleister und Ansprechpartner zugleich für alle Bürger und Ämter sein.“ Dafür fragt er mit seinem Team, das aus sechs weiteren Mitarbeitern besteht, bei verschiedenen Ämtern Zahlen ab, bereitet diese beispielsweise in Diagrammen auf, analysiert sie und stellt anschließend Prognosen über die Stadtentwicklung an. Diese helfen, ein möglichst konkretes Bild der Stadt zu erhalten und zu sehen, wie sich diese in den nächsten Jahren entwickelt. „Durch unsere Arbeit schaffen wir Planungs- und Entscheidungsgrundlagen für die gesamte Stadt, können aber auch früh Chancen und Risiken in der Stadtentwicklung erkennen“, sagt Klapheck. Dabei geht es um weit mehr als die Anzahl von Frauen und Männern in Hagen: Gerade Daten wie die Haushaltsgröße, die Bildung oder das Einkommen geben als sozioökonomische Größen wichtige Aufschlüsse auf den Bedarf an Kindertagesstätten, Schulen oder sozialem Wohnraum.

Wahlen – eine anspruchsvolle und zeitintensive Arbeit

Wahlbezirke organisieren, Briefwahlbögen versenden und geeignete Wahlbüros auswählen – alle Aufgaben rund um die Organisation von Wahlen liegen ebenfalls in den Händen des Ressorts. „Die Organisation von Wahlen ist sehr aufwendig“, sagt Klapheck. „Als ‚Neuling‘ in diesem Bereich kann ich mich auf jahrzehntelange Erfahrung im Team verlassen.“

Die Arbeit im Team hat oberste Priorität

Der 44-Jährige leitet nicht nur, er packt selbst an, hilft mit und will verstehen, wie welche Arbeiten erledigt werden. Transparenz, Kommunikation, Mitarbeiterzufriedenheit und Teamgeist – daraus besteht seine Leitlinie. „In meinem Team ziehen alle an einem Strang. Damit das auch so bleibt, habe ich eine wöchentliche Teamsitzung eingeführt“, sagt Klapheck. Zuversichtlich und voller Elan – so geht Jochen Klapheck seine neue Stelle an. Die Europawahl 2019, für die bereits die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, kann damit kommen.

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Babyrekord in Hagen

Maren Esser | Hagen | Der Storch hat es gut gemeint mit dem Agaplesion Allgemeinen Krankenhaus Hagen im vergangenen Monat: 135 Babys erblickten hier im Juni das Licht der Welt, und „damit so viele wie noch nie“, freut Dr. med. Marc Schüssler, Chefarzt der Frauenklinik. „Das in uns gesetzte Vertrauen zeigt, dass unser Konzept der sanften und sicheren Geburtshilfe geschätzt wird“, so Chefarzt weiter.

AKH-BabyrekordJuni2018
Die Hebammen Sr. Beata und Sr. Luise freuen sich mit Dr. med. Marc Schüssler, Chefarzt der Frauenklinik  (v.li.n.re.), über das besonders volle Geburtenbuch für den Juni 2018

Dabei hatte das männliche Geschlecht im letzten Monat die Nase vorn: 78 Jungen kamen in Hagens Geburtsklinik auf die Welt; dem gegenüber stehen 57 neugeborene Mädchen. Einmal gab es sogar doppeltes Babyglück bei einer Zwillingsgeburt. Das schwerste Kind wog 4750 Gramm, das leichteste gerade einmal 580 Gramm. Das Hagener Krankenhaus verfügt über ein zertifiziertes Perinatalzentrum Level 1, in dem auch Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 500 Gramm rundum versorgt werden können. „Selbstverständlich profitieren aber auch reife Kinder von unserer langjährigen Erfahrung im Perinatalzentrum“, betont Dr. Schüssler weiter.

Mit zu dem Geburtenrekord beigetragen hat auch die KW 24 vom 11. bis 17. Juni 2018. In dieser Woche wurden im AKH 44 Babys geboren – und damit ebenfalls so viele wie noch nie in einer Woche in diesem Krankenhaus. So kann die Hagener Geburtshilfe sich über gleich zwei Rekorde in einem Monat freuen.

Im Agaplesion Allgemeinen Krankenhaus kommen jedes Jahr über 1200 Kinder zur Welt. Die umfassende medizinische und persönliche Betreuung dieser Neugeborenen und ihrer Eltern steht dabei im Mittelpunkt der täglichen Arbeit in der Geburtshilfe. Die Elternschule am AKH unterstützt dieses Anliegen und vermittelt werdenden oder frisch gebackenen Eltern wichtige Informationen rund um Neugeborene im ersten Lebensjahr und bietet Unterstützung und Hilfe vor und nach der Geburt.

Lkw fährt auf der A 45 in die Böschung – lange Sperrung

Polizei BMW © Hans Leicher.
Symbolfoto © Hans Leicher.

Polizei Dortmund | Ein Lkw ist am heutigen Dienstagmorgen auf der A 45 in die Böschung geraten. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt, er hatte jedoch eine länger andauernde Sperrung zur Folge.

Es war gegen 8.30 Uhr, als ein 49-jähriger Litauer mit seinem Lkw
zwischen der Anschlussstelle Dortmund-Süd und dem Autobahnkreuz
Dortmund/Witten aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der
Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug überfuhr die dortige Schutzplanke und
kippte auf die Seite. Im abfallenden Böschungsbereich kam es
schließlich zum Stillstand.

Ein Rettungswagen brachte den Fahrer zunächst in ein Krankenhaus,
von hier wurde er aber unverletzt entlassen.

Nach einer zwischenzeitlichen Vollsperrung der Richtungsfahrbahn
Oberhausen war bis ca. 11 Uhr der rechte Fahrstreifen gesperrt. Ab
diesem Zeitpunkt musste die Fahrbahn für die Bergungsarbeiten wieder
komplett gesperrt werden.

Seit ca. 15.25 Uhr fließt der Verkehr wieder.

Neu: Schachtreff in den Ferien in der Stadtbücherei Hagen ab Samstag

© Hans Leicher.
© Hans Leicher.

Zu einem Schachtreff für Anfänger und Könner lädt die Stadtbücherei auf der Springe alle Kinder ab acht Jahren jeden Samstag in den Ferien ein. Erstmalig trifft sich der Schachnachwuchs am Samstag, 21. Juli, von 11 bis 12.30 Uhr. Ehrenamtliche Helfer erklären das Spiel und geben hilfreiche Tipps. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Telefon 02331/207-3591 oder im Internet unter www.hagen-medien.de.

25.07.: Informationsveranstaltung rund um Adipositas

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Foto: ESV

„Adipositas, metabolisches Syndrom, Insulinresistenz und Diabetes – Was nun?“, so lautet der Titel der Informationsveranstaltung im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe, Brusebrinkstraße 20. Am Mittwoch, 25. Juli, um 18.00 Uhr informieren Dr. med. Claas Brockschmidt, Leiter und Chefarzt des zertifizierten Adipositas Zentrums in Hagen, sowie Koordinationsassistent Christian Erlemeyer über die verschiedenen Therapiebausteine zur Behandlung von starkem Übergewicht.

„Eine Operation reduziert nicht automatisch das Gewicht“, betont Dr. Brockschmidt. „Es geht nicht darum, ein Stück des Fettgewebes wegzuoperieren oder abzusaugen, sondern um eine Veränderung des Magen-Darm-Traktes, die einen Gewichtsverlust und nachfolgend Gewichtsstabilität ermöglicht.“ Deshalb ist die Operation in Hagen-Haspe eingebettet in ein Gesamtkonzept von Diättherapie, Bewegungstherapie, psychologische Beratung und Teilnahme an einer Adipositas-Selbsthilfegruppe. „Adipositas beginnt bei einem BMI von 30“, weiß der. Chefarzt. „Die Möglichkeiten etwas dagegen zu tun viel früher. Gesunde Ernährung und genug Bewegung sind besser als jede Diät. Schon Kinder sollten das lernen.“

Wer unter Adipositas leidet,  kann im Adipositas-Zentrum Hilfe finden. „Wenn man gemeinsam mit anderen Betroffenen den neuen Weg einschlägt, ist es leichter“, weiß Christian Erlemeyer. Er berichtet über seine eigenen Erfahrungen mit seinem Übergewicht. Zu seiner Spitzenzeit wog er über 220kg und konnte bereits mit Hilfe des Adipositas Zentrums über 100kg abnehmen. Erlemeyer hat das Adipositas Netzwerk NRW gegründet und wird aus erster Hand über seine Erfahrungen mit Adipositas berichten und steht auch noch nach dem Vortrag für Fragen zur Verfügung.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel.: 0 23 31/476 34 00.

25.07.: Spaziergang zum Wirtschaftswunder und Wiederaufbau in Hagen

Hagen, Friedrich-Ebert-Platz © Hans Leicher.
Hagen, Friedrich-Ebert-Platz © Hans Leicher.

Zu einem Stadtspaziergang mit dem Thema „Auf den Spuren des Wirtschaftswunders und des Wiederaufbau“ lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit dem Hagener Heimatbund alle Interessierten am Mittwoch, 25. Juli, von 18 bis 19.30 Uhr ein.

Michael Eckhoff, Stadtheimatpfleger, führt die Geschichtsinteressierten vom Volkspark ausgehend durch die Hagener Innenstadt bis zum Graf-von-Galen-Ring. Auf der Tour erhalten die Teilnehmer einen spannenden Einblick in das kulturelle Erbe der Hagener Innenstadt. Der Wiederaufbau der Hagener Innenstadt geschah im Sinne des damaligen europäischen Zeitgeistes. Dieser zeigt sich zum Beispiel in der Architektur und in der Ausrichtung auf eine autogerechte Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschlossen sich die Stadtväter, die historische Straßenstruktur mit Körner-, Bahnhof- und Elberfelder Straße beizubehalten. Eine besondere Rolle fiel dem Volkspark zu.

Die Führung findet im Rahmen des „Hagener Urlaubskorbes“ statt und stellt einen Beitrag des Heimatbundes zum „Europäischen Kulturerbejahr 2018“ („Sharing Heritage“) dar. Die Teilnehmer treffen sich am Haupteingang der SIHK an der Ecke Bahnhofstraße/Karl-Marx-Straße. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch eine Anmeldung unter Angabe der Kursnummer 1048 unter Telefon 02331/207-3622 erforderlich.

Wohnungseinbruch in der Haldener Straße

cropped-logo201506-30.pngPolizei Hagen | Zwei Mieter einer Erdgeschoßwohnung in der Haldener Straße wurden am Montag Opfer eines Wohnungseinbruchs.

Die beiden 26und 39 Jahre alten Männer hatten gegen 06.00 Uhr die Etagentür
verschlossen und bei ihrer Rückkehr um 19.30 Uhr war sie nach wie vor
verschlossen und unbeschädigt. Aus dem Besitz der Männer fehlten
allerdings ein Tablet-Computer und ein Fernsehgerät. Weiterhin war
ein Koffer durchwühlt und augenscheinlich verschiedene Gegenstände
bewegt worden. Möglicherweise ist den Geschädigten ein auf Kipp
stehende Fenster zum Verhängnis geworden. Die eingesetzten Polizisten
legten eine Anzeige vor und die Kripo sicherte Spuren. Hinweise bitte
an die 986 2066.

Gevelsberg: 16-jähriger bei Verkehrsunfall verletzt

Kreispolizei EN |Gevelsberg | Am Montag, gegen 16.15 Uhr, fuhr ein 57-jähriger Schwelmer mit seinem Mercedes auf der Mühlenstraße in Richtung Jahnstraße. In Höhe der Haus-Nr. 5 fuhr ein 16-.jähriger Gevelsberger mit einem Kleinkraftrad aus einer Grundstückseinfahrt auf die Fahrbahn. Der 57-Jährige sah den 16-Jährigen aufgrund der am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeuge zu spät und konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Bei dem Unfall zog sich der Zweiradfahrer schwere Verletzungen zu. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht.

Leserbrief zum Thema „CDU Wehringhausen“

Ruth Sauerwein, Hagen

>>Wehringhausen und die EU

Die CDU Ortsunion Wehringhausen/Kuhlerkamp fordert von Bundesarbeitsminister Heil, dass er umgehend das EU-Recht auf Freizügigkeit „nachbessert“. Konkret heißt das wohl, dass die Zuwanderung aus Südosteuropa gestoppt werden soll. Nach der Festung Europa jetzt die Festung Deutschland? Reisefreiheit nur noch für die Menschen, die uns genehm sind? Lassen sich die Probleme, die zweifellos bestehen, so einfach lösen? Es dürfte Minister Heil kaum möglich sein, das EU-Recht umzukrempeln. Und auch der Staatsministerin für Integration dürfte das nicht so rasch gelingen. Also müssen andere Lösungen her. Sicher ist es sinnvoll, Politiker aus Berlin einzuladen, damit sie das konkrete Leben kennenlernen. Wenn es zu einer solchen Begegnung kommt, wäre es sinnvoll, die Menschen in Wehringhausen dazu einzuladen, die haupt- und ehrenamtlich für ein gedeihliches Zusammenleben im Stadtteil arbeiten. Und der hohen Politik klarzumachen, dass Städte wie Hagen besondere Unterstützung brauchen – mehr Geld für Sozialarbeit, Arbeitsbeschaffungs-maßnahmen, Sprachkurse auch für EU-Zuwanderer, Hilfe bei der Integration. Hagen und Wehringhausen können Unterstützung dieser Art dringend brauchen.

Ruth Sauerwein<<