Abfall brannte in einer Halle – Brandausbreitung wurde verhindert

Feuerwehr HLF
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Christian Arndt | Feuerwehr Herdecke | Die Freiw. Feuerwehr Herdecke wurde am Montagmorgen gegen 7:46 Uhr zu einem Entsorgungsbetrieb in die Nierfeldstraße alarmiert. Dort brannte Mischabfall in einer 15.000 m2 großen Halle.

Die Betriebsangehörigen hatten den Brand frühzeitig erkannt und
richtigerweise die Feuerwehr alarmiert. Bei Eintreffen der ersten
Einsatzkräfte brannte ein ca. 80 m3 großer Abfallhaufen. In der Halle
konnte eine leichte Verrauchung vorgefunden werden.

Die Halle wurde durch die Feuerwehr geräumt. Mit einem C-Rohr
unter Atemschutz wurde die Brandbekämpfung vorgenommen. Mit einem
Bagger des Unternehmens wurde der brennende Abfall von weiteren
Lagerungen getrennt. Auch Betonwände zur Trennung der Lagerung
zahlten sich in der Halle zur Verhinderung der Brandausbreitung aus.
Im weiteren Verlauf wurde der brennende Abfall mit dem Bagger
sukzessive von oben abgetragen und aus der Halle verbracht. Hierdurch
wurden auch immer wieder Glutnester freigelegt. Ein Radlader brachte
den Müll an einen Außenlagerplatz abseits der Halle. Dort wurde
wiederum mit einem C-Rohr und Netzmittelzusatz abgelöscht. Die Rauch-
und Wärmeabzugsanlage der Halle wurde durch die Feuerwehr aktiviert
und sorgte für gute Einsatzbedingungen.

In der Halle war auch zerkleinertes PVC Granulat gelagert. Dieser
Stoff ist höchst brennbar und wurde von den Einsatzkräften
entsprechend vor dem Brand geschützt und kontinuierlich kontrolliert.
Zur Verteidigung lagen zwei C-Rohre und ein Hydroschild bereit. Es
wurden durch Einsatzleiter Arnd Langohr insgesamt drei
Einsatzabschnitte gebildet. Der Einsatzleitwagen der Feuerwehr
Herdecke übernahm die Funkkommunikation und die Dokumentation des
Einsatzes. In regelmäßigen Abständen wurden hier Lagebesprechungen
durchgeführt.

Die Einsatz war sehr personal- und zeitintensiv: Daher wurden
durch die Einsatzleitung frühzeitig weitere Kräfte der Feuerwehr
Witten (Löscheinheiten Rüdinghausen und Schnee) zur Einsatzstelle
angefordert. Auch ein Tanklöschfahrzeug (TLF 24/50) der Feuerwehr
Witten war vor Ort. Atemschutzgeräte wurden durch die
Kreisfeuerwehrzentrale aus Gevelsberg zur Einsatzstelle gebracht. Für
die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Die
Rauchentwicklung war äußerst gering und nach der Erstphase kaum noch
wahrnehmbar. Die Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster, die Untere
Wasserbehörde, die Bezirksregierung Arnsberg, das Ordnungsamt sowie
die Polizei waren an der Einsatzstelle. Die Bürgermeisterin dankte
den Einsatzkräften.

Insgesamt waren 40 Einsatzkräften mit elf Fahrzeugen vor Ort. Die
Einsatzkräfte wurden vor Ort durch das Unternehmen und im weiteren
Verlauf an der Feuerwache versorgt. Der Einsatz konnte um 11 Uhr
beendet werden. Eine Brandwache verblieb bis 12:30 vor Ort. Den
ganzen Nachmittag wurden technische Mittel der Feuerwehr wieder
aufgerüstet und gesäubert.

Die Pressebetreuung der anwesenden Medienvertreter übernahm auf
Anforderung der Pressesprecher der Feuerwehr Wetter (Ruhr).

„Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen sowie mit allen am Einsatz
beteiligten Behörden funktionierte vorbildlich. Bei den überörtlichen
Kräften, mit denen wir seit mehreren Jahren eng zusammenarbeiten,
möchten wir uns herzlich für die kameradschaftliche Unterstützung
bedanken“, so der stellv. Leiter der Feuerwehr Christian Arndt
abschließend.

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