Stadt Hagen setzt Zeichen für atomare Abrüstung

cropped-cropped-logo201506.pngRuth Sauerwein | Hagen | An diesem Wochenende weht am Rathaus die Flagge der „Bürgermeister für den Frieden“. Dieses weltweite Netzwerk mahnt seit 2012 damit Schritte zur atomaren Abrüstung an. Die Stadt Hagen beteiligt sich seit 2013 an der Aktion.

Die Initiative HAGENER FRIEDENSZEICHEN wird sich zum Flaggentag am Samstag, den 7. Juli, um 11 Uhr am Rathaus versammeln und im Anschluss daran am Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße Unterschriften sammeln. Jugendliche von East-West-East Germany werden mit eigenem Beitrag die Aktion unterstützen.

Am 7. Juli 2017 haben 122 Staaten der UNO Lagerung, Besitz, Transport und Finanzierung von Atomwaffen durch ihre Unterschriften völkerrechtlich geächtet. Die Bundesregierung ist bisher aus außenpolitischen Rücksichten dem Vertrag noch nicht beigetreten. Das HAGENER FRIEDENSZEICHEN will mit der Unterschriftensammlung die Bundesregierung auffordern, diesen Schritt endlich zu vollziehen.

Der Flaggentag erinnert an ein Urteil des Internationalen Gerichtshofes. Am 8. Juli 1996 erklärten die Richter den Einsatz und die Drohung mit Atomwaffen für völkerrechtswidrig. Daran soll dieses Hissen der Flagge in jedem Jahr erinnern.

Die „Bürgermeister für den Frieden“ fühlen sich besonders verantwortlich für die atomare Abrüstung, weil gerade die Städte und ihre Bewohnerinnen und Bewohner Opfer von Atombomben werden würden. Die Stadt Hagen gehört seit 1984 diesem internationalen Städtebündnis an.