Autofreie Innenstadt mit kostenlosem ÖPNV – Hagener diskutieren intensiv die Zukunft ihrer Stadt

Hagen plant weiter – in fünf Stadtbezirkswerkstätten können sich alle Bürgerinnen und Bürger aktiv in das integrierte Stadtentwicklungskonzept „HAGENplant 2035“ einbringen. Am Dienstag trafen sich über 50 Interessierte aus dem Bezirk Mitte im Gemeindesaal der Pauluskirche in Wehringhausen.

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© Clara Berwe

Mitarbeiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung und Vertreter des Planungsbüros Plan-lokal führten durch den Abend. An acht Arbeitstischen wurden Ideen gehört, vorhandene Defizite ermittelt und Vorstellungen abgefragt, wie sich der Stadtbezirk Mitte in Zukunft entwickeln soll. Baudezernent Thomas Grothe zeigte sich von der kreativen Mitarbeit und dem Engagement der Bürger begeistert. Einige Themen traten schon während der Arbeitsphase deutlich hervor. So wurde mehrheitlich der Wunsch nach einer autofreien oder zumindest verkehrsreduzierten Innenstadt mit kostenlosem ÖPNV, guter Luft und hoher Aufenthaltsqualität geäußert. Gemeinschaftsgärten sollen als Begegnungsräume im öffentlichen Raum eingerichtet werden, ebenso gelten Seniorenheime künftig als Treffpunkte für Jung und Alt aller Herkunftsländer.

Alternatives, gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Wohnen zum Beispiel in modernisierten alten Fabrikgebäuden und der Erhalt des identifikationsstiftenden historischen Gebäudebestands waren weitere Themen, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Herzen lagen. Darunter teils sehr visionäre und auch kostspielige Gedanken.

Grothe erläuterte, dass der Rat als Souverän der Stadt über das Finanzielle entscheide. Dieser wird daher abschließend eine Priorisierung der Projekte und Maßnahmen vornehmen, die im Rahmen von „HAGENplant 2035“ entwickelt werden. Stadtentwicklung sei eine Daueraufgabe und mit dem Stadtentwicklungskonzept werde ein gemeinsames Ziel definiert, auf das gemeinsam hingearbeitet werde. Grothe: „Da das Stadtentwicklungskonzept neben der Vorbereitung des neuen Flächennutzungsplans auch eine Grundlage für den Zugang zu Fördermitteln darstellt, liegt hier ein weiterer Ansatzpunkt zur Finanzierung von Projekten und Folgeprojekten.“

Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der an dem Abend ebenfalls teilnahm, betont: „Ich freue mich sehr, dass eine ganze Reihe guter Ideen und Ansätze entwickelt wurde, die sicherlich in den weiteren ISEK-Prozess einfließen werden. Es wurde an diesem Abend wieder deutlich, wie wichtig es ist, auf eine breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu bauen, um gemeinsam die Zukunft unserer Stadt zu entwickeln.“

Nächste Woche geht es dann „hoch in den Norden“ Hagens. Die Stadtbezirkswerkstatt Nord findet am Dienstag 19. Juni, von 19 bis 22 Uhr im Saal der Melanchthonkirchengemeinde, Schwerter Straße 122, statt. Hagenerinnen und Hagener aller Generationen sind herzlich dazu eingeladen.

Die Stadtbezirkswerkstatt Eilpe/Dahl findet am 26. Juni um 18 Uhr in der Herz-Jesu-Gemeinde, Eilper Straße 14, und die Stadtbezirkswerkstatt Haspe am 3. Juli um 19 Uhr im Vereinshaus St. Bonifatius, Berliner Straße 110a, statt. Alle Veranstaltungsorte sind barrierefrei zu erreichen.

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