Rennen: Und wieder zwei Fußgänger mehr auf Dortmunds und Hagens Straßen

Dortmund und Hagen haben erneut zwei Fußgänger mehr zu verzeichnen: Polizei Dortmund | Nach dem Verdacht eines illegalen Kraftfahrzeugrennens wurden der Führerschein eines Delinquentes beschlagnahmt und beiden die Weiterfahrt untersagt.

Aufmerksam wurden Polizeibeamte auf die Rennfahrer auf dem Wall am
3.6. um 2:10 Uhr Nachts. An der Ampel Hoher Wall / Luisenstraße
beobachteten die Polizeibeamter aus kurzer Distanz die Absprachen
mittels Handzeichen durch die geöffneten Fensterscheiben beider Pkw.

Kurz darauf heulten die Motoren auf. Zwischengasgeräusche und
Fehlzündungen der Motoren waren zu vernehmen. Bei Grün rasten die
beiden Mercedesfahrer auf dem linken und mittleren Fahrstreifen los
und hielten erst wieder an der nächsten roten Ampel Hiltropwall /Hohe
Straße. Dort das gleiche Spiel: Lautes Motorenaufheulen, Gas bei Grün
und mit hoher Geschwindigkeit bis zur nächsten roten Ampel am Südwall
/ Elisabethstraße. Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer:
Fehlanzeige! Dieses Vorgehen wiederholte sich.

Das Rennen fand für den 21-jährigen Dortmunder in seinem Mercedes
ein jähes Ende nach der Ampel am Südwall / Ruhrallee. Er hielt sein
Auto umgehend an, als die Beamten Blaulicht und Martinshorn
einschalteten und ihn zum Anhalten aufforderten.

Der 32-jährige Mercedes Fahrer aus Hagen reduzierte hingegen seine
Geschwindigkeit nicht. In der Nacheile mussten die Polizeibeamten
nahezu 90 km/h fahren, um ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Er
konnte schließlich erst am Ostwall 2 auf der dortigen Nebenfahrbahn
angehalten werden.

Auf Vorhalt, ein illegales Rennen gefahren zu sein, zeigten sich
beide erstaunt bis uneinsichtig. Schließlich würde man sich nahezu
immer an die erlaubten Geschwindigkeiten halten und nie viel Gas
geben. Auch die vier Mitfahrer des 21-Jährigen verschätzten sich in
ihren Beteuerungen, nicht schneller als etwa 55 km/h gefahren zu
sein.

Was weder die Möchtegernrennfahrer noch die Mitfahrer ahnen
konnten: Die Polizeibeamten hatten von dem „nicht stattgefundenen
Rennen“ Bildmaterial in Form von Videos mittels der
Beweissicherungskamera gefertigt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft sollten die
Führerscheine sichergestellt werden. Der 32-Jährige zeigte sich
uneinsichtig, so dass sein Führerschein beschlagnahmt wurde. Der
Dortmunder gab an, seinen Führerschein verloren zu haben. Dies ist u.
a. Gegenstand der Ermittlungen. Das Auto habe er mit mehreren
Personen für mehrere Wochen geliehen.

Beiden Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt.

Die Ermittlungen dauern an.