Leserbrief: Dobrindt und der Islam

 

>>In Deutschland bemühen sich vor Ort zahllose Menschen um ein gutes, friedliches Zusammenleben von Deutschen und Migranten, hier Geborenen und Zuwanderern, Christen, Muslimen und Atheisten. Sie engagieren sich in interkulturellen Arbeitskreisen, Runden Tischen der Religionen, in Integrationsräten, organisieren multikulturelle Feste (wie in Hagen demnächst Schwarz-Weiß-Bunt) und Tage der Offenen Moschee. Ihnen allen schlägt Dobrindt mit seinen undifferenzierten Aussagen zu Muslimen und Flüchtlingen ins Gesicht. Offenbar setzt er mehr auf Konfrontation als auf ein gutes Zusammenleben – zu dem sicher auch Diskussionen über hierzulande fremde Sitten und Gebräuche und um Normen des Zusammenlebens gehören. Aber eben auf der Basis, dass niemand aufgrund seiner Religion, seiner Rasse und Nationalität, seines Geschlechts ausgegrenzt wird – ganz wie es unser Grundgesetz vorschreibt. Und was Dobrindts Aussage betrifft, er kenne keine Fluchtbewegung von Christen in muslimische Länder, lohnt ein Blick in die Geschichte: Als in Deutschland die Nazis regierten flüchteten viele rassisch und politisch Verfolgte unter anderem auch in die Türkei. „In der Zeit des Nationalsozialismus gingen mehrere hundert Verfolgte ins Exil in der Türkei. Diejenigen, die von Deutschland ausgebürgert wurden oder aus anderen Gründen staatenlos[1] waren, bekamen z. T. `heimatlos` in den Pass gestempelt, was zu einem Synonym für den Status der Exilanten wurde und als haymatloz in die türkische Sprache eingegangen ist.“ (Wikipedia)<<

Ruth Sauerwein, Hagen

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