CDU Hagen: Filetstück nicht vor dem Garen tranchieren!

(CDU Hagen) >>„So nicht!“ Mit diesem gemeinsamen Signal in Richtung des Baudezernenten Thomas Grothe wendet sich die Ratsmehrheit aus CDU, Grünen, Hagen Aktiv und FDP gegen die Ignoranz politischer Ziele bei der Bahnhofshinterfahrung. Grothe hatte wiederholt sein persönliches Konzept der Westside Bahnhof gezeichnet und dabei politische Vorgaben ausgeklammert.

„Wir wollen das Gute nicht übersehen“, so der CDU-Fraktions- und StEA-Vorsitzenden Dr. Stephan Ramrath: „Endlich finden wir die gerade Verlängerung des Bahnsteigtunnels in der Planung. Doch wem nützt diese fußläufige Erschließung für sieben Millionen Euro, wenn wir an deren Ende nicht einmal eine verkehrliche Anbindung finden? Mir erscheint an diesem Plan noch vieles unausgegoren.“ Deshalb hat der Stadtentwicklungsausschuss beschlossen, auch die bisher planerisch vorgesehene Nutzungen qualifizieren und entwickeln zu lassen.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Claus Thielmann begrüßt das Ergebnis: „Unser Stadtbaurat darf nicht immer dieselben Fehler wiederholen!“ Er überplane und zerteile Flächen in Baufenster mit konkreten Nutzungen. Hübsche Bilder würden eine entsprechend Nachfrage suggerieren. Doch potentielle Investoren brächten eigene Ideen mit. Nach drei verprellten Ansiedlungswünschen sollen wir uns schließlich fünf Jahre später über eine neue Autowaschanlage freuen. Das war schon in Kückelhausen unerträglich, stellt Thielmann fest und fordert: „Grothe darf das Filetstück hinter dem Bahnhof nicht schon wieder vor dem Garen tranchieren!“

Für die Grünen- Fraktionssprecherin Nicole Pfefferer ist essentiell, „dass wir auf der Westside endlich eine brauchbare Anbindung für Fernbusse erhalten. Wir können die Fahrgäste nicht dauerhaft an den Rand eines Gewerbegebiets lotsen, um von dort in die Republik oder ins europäische Ausland zu starten. Seit der Planungsphase machen wir regelmäßig darauf aufmerksam. Gehör findet es nicht.“

Der Vorsitzende der Fraktion Hagen Aktiv, Dr. Josef Bücker, ist inzwischen „angesäuert“: „Der Baudezernent wird nicht müde, bei jeder Gelegenheit auf seinen vermeintlichen Personalmangel hinzuweisen. Dann verstehe ich nicht, warum er mit den knappen Ressourcen und Steuergeldern immer wieder persönlichen Wunschvorstellungen zu Papier bringen lässt. Das muss jetzt aufhören! Die ersten Ergebnisse der Fachforen zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) zeigen uns: Wir brauchen mehr Flexibilität und mehr Durchmischung – nicht mehr Verwaltungs-Kopfgeburten!“<<

Erster „Ewigkeitsbrunnen“ auf dem Friedhof Delstern

Der erste Spatenstich ist gesetzt: Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) errichtet einen „Ewigkeitsbrunnen“ auf dem Friedhof Delstern, Am Berghang 30. Das gemeinsam mit dem Wetteraner Steinmetz Timothy C. Vincent entwickelte Bestattungskonzept ist deutschlandweit einmalig. Der „Ewigkeitsbrunnen“ ist ein Bestattungsort, an dem die Asche Verstorbener sowohl direkt nach der Einäscherung als auch nach Ablauf der Ruhezeit von Urnenstelen oder vergleichbaren Beisetzungsarten auf unbegrenzte Zeit verbleiben kann.

Die Bestattungskultur in Deutschland befindet sich im Wandel: Urnenbestattungen nehmen zu, die Nachfrage nach Kolumbarien und Gemeinschaftsgräbern steigt. Mit dem „Ewigkeitsbrunnen“ schaffen der WBH und Steinmetz Timothy C. Vincent einen würdevollen Ort, an dem die Asche von Verstorbenen verbleiben kann. Diese Art der Bestattung erfordert minimalen Pflegeaufwand, trägt aber zu einem positiven Gefühl der Friedhofbesucher bei und schafft gleichzeitig einen Ort zum Trauern und Erinnern.

In dem „Ewigkeitsbrunnen“ wird die Asche in einer aus ungebranntem Ton bestehenden Urne in einer Bestattungskaverne (ein unterirdischer Hohlraum) beigesetzt. Oberhalb befindet sich eine Gedenkstätte, deren Gestaltung an einen Brunnen erinnert. Die Namen der Beigesetzten können auf Wunsch der Hinterbliebenen auf Natursteinstelen aus dem heimischen Ruhrsandstein mit vertiefter Schrift eingehauen werden. Wenn die Aufnahmekapazität des Brunnens erreicht ist, wird dieser „für die Ewigkeit“ verschlossen, bleibt aber so lange erhalten, wie der Friedhof besteht.

Bereits in der Vergangenheit hat der WBH gemeinsam mit Timothy C. Vincent neue Bestattungskonzepte entwickelt und an Wettbewerben zu innovativen Bestattungskonzepten wie „Neue Wege auf dem Friedhof“ teilgenommen.

Der Polizeibericht

Ladendieb packte Süßigkeiten ein

Hagen (ots) – Ein Zeuge glaubte am Ostersamstag seinen Augen nicht
zu trauen, als er in einem Discounter am Gotenweg in Hohenlimburg
einen Kunden bemerkte, der reichlich Süßigkeiten in eine Sporttasche
packte und das Geschäft ohne zu bezahlen verließ. Die alarmierten
Polizisten konnten den 41 Jahre alten Mann in der Nähe antreffen und
kontrollieren. Er hatte 73 Schokoriegel unterschiedlicher
Geschmacksrichtungen sowie ein Tafel Schokolade eingesteckt und war
den Beamten nicht unbekannt. In der Vergangenheit ist er schon
mehrfach wegen des Diebstahls größerer Mengen von Lebensmitteln oder
Pflegeprodukten aufgefallen. Nach eigenen Angaben versucht er diese
zu verkaufen, um seine Drogensucht zu finanzieren. Die Polizisten
legten eine erneute Anzeige gegen den Mann vor und brachten die
Süßigkeiten zurück in den Laden. Weitere Ermittlungen dauern an.

Einbruch in Ausfluglokal

Hagen (ots) – In der Nacht zu Ostersonntag sind Unbekannte in ein
Ausfluglokal eingedrungen und haben dort einen Sparfachkasten
aufgebrochen. Zusätzlich zu dem Inhalt ließen sie noch die
Trinkgelder der Mitarbeiter mitgehen. Der Inhaber bemerkte am
Sonntagmorgen den Einbruch und alarmierte die Polizei. Nach ersten
Ermittlungen gelangten der oder die Täter über die Terrassentür in
das Lokal in der Straße Auf der Halle und die Kripo sicherte Spuren
am Tatort. Eine Angestellte hatte gegen 01.30 Uhr als letzte die
Gaststätte verlassen und abgeschlossen. Zeugen, die verdächtige
Beobachtungen gemacht haben, melden sich bitte unter der 986 2066.

 

Radfahrer angefahren

Hagen (ots) – Ein 12 Jahre alter Schüler wurde am Ostersamstag auf
dem Sporbecker Weg von einem Auto erfasst und verletzt. Gegen 19.25
Uhr war ein 19-jähriger Volkswagen-Fahrer auf der leicht abschüssigen
Strecke unterwegs in Richtung Herdecker Straße. Vor ihm fuhren zwei
Kinder auf Rädern hintereinander am rechten Fahrbahnrand und der
junge Mann setzte zum Überholen an. Unvermittelt vor ihm bog der
vordere Radfahrer nach links in die Straße Am Ringofen ein. Der
nachfolgende 12-Jährige bog ebenfalls nach links ab, zu diesem
Zeitpunkt hatte der 19-Jährige allerdings bereits zum Überholen
angesetzt. Trotz Vollbremsung erwische er den 12-Jährigen, der ohne
Helm unterwegs war, lud ihn auf die Motorhaube und von dort prallte
er in die Windschutzscheibe. Die zersplitterte durch den Aufprall und
der Junge fiel auf die Straße. Nach erster medizinischer Versorgung
hatte der Schüler offenbar Glück im Unglück und nur einige
Schürfwunden davongetragen. Vorsorglich musste er allerdings die
Nacht im Krankenhaus bleiben. Das Unfallkommissariat übernimmt die
weiteren Ermittlungen.

Kellereinbruch in der Marienstraße

Hagen (ots) – Als eine Mitarbeiterin einer Spielhalle am
Ostersonntag gegen 11.30 Uhr ihre Arbeit in der Marienstraße aufnahm,
stellte sie fest, dass im Keller des Hauses mehrere Verschläge
aufgebrochen waren. Während der Anzeigenaufnahme meldete sich ein
Anwohner, der am Sonntagmorgen gegen 07.00 Uhr bereits im Keller war
und dort den Einbrecher überrascht hatte. Daraufhin lief der aus dem
Haus und flüchtete in Richtung Prentzelstraße. Der Zeuge beschreibt
ihn als etwa 1,90 Meter groß, von kräftiger Statur maskiert mit einer
Sturmhaube mit Schlitzen für Augen und Mund. Am Tatort hat der Täter
eine Zange zurückgelassen, die von den Beamten sichergestellt wurde.
Die Kripo sicherte Spuren, Hinweise im Zusammenhang mit dem Einbruch
bitte an die 986 2066.

Mobiltelefon entwendet

Hagen (ots) – Am Montagabend gegen 21.30 Uhr befand sich ein 56
Jahre alter Mann zu Fuß in der Badstraße auf dem Weg zwischen
Volmepark und Emilienplatz. Während er mit seinem Handy telefonierte,
kamen ihm drei junge Männer entgegen und kaum, dass sie einander
passiert hatten, griff einer von ihnen von hinten zu und nahm ihm
ohne Gewaltanwendung das Mobiltelefon aus der Hand. Anschließend
liefen die drei in Richtung Park davon. Der Geschädigte konnte
lediglich sagen, dass die jungen Männer dunkel gekleidet waren.
Hinweise bitte an die 986 2066.

Viel Arbeit für Lüdenscheids Polizei

Lüdenscheid (ots) – Am Sonntag, gegen 5.45 Uhr, kam es im Rahmen
von Feierlichkeiten in einem Kulturzentrum an der Altenaer Straße zu
einer Schlägerei. Polizeibeamte fanden sich unmittelbar nach
Eintreffen inmitten einer handfesten Auseinandersetzung wieder, in
der mehrere Personen mit Fäusten aufeinander einschlugen. Die Beamten
gingen sofort dazwischen und brachten zwei Lüdenscheider (23 und 24)
zu Boden. Diese wehrten sich mit Leibeskräften gegen die
Ingewahrsamnahme, indem sie die Polizisten massiv traten und
schlugen. Nur unter Zuhilfenahme von Reizgas sowie
„Einsatzmehrzweckstock“ gelang es den Widerstand zu brechen und die
Männer zu fesseln. Drei weitere Männer (22, 23 und 27 aus
Lüdenscheid) versuchten auf die Maßnahme einzuwirken. Hier musste
mehrfach mit Reizgas gedroht werden, um sie auf Abstand zu halten.
Weitere Verstärkung sowie der Rettungsdienst wurden angefordert.
Hintergrund war nach bisherigen Erkenntnissen eine Auseinandersetzung
zwischen dem eingesetzten Sicherheitsdienst sowie einer Gruppe von
jungen Männern. Letztere sollten den Veranstaltungsort verlassen,
nachdem es zu verbalen Streitigkeiten gekommen war. Hieraus entstand
eine Schlägerei.

Mehrere Personen erlitten hierdurch leichte Blessuren
(Kopfplatzwunde, Schwellungen). Zwei Verletzte waren aufgrund des
Einsatzes des Reizgases zu verzeichnen. Drei Platzverweise wurden
ausgesprochen. Der 23-jährige Lüdenscheider wurde in Gewahrsam
genommen. Der 24-Jährige musste aufgrund seiner Verletzungen ins
Krankenhaus gebracht werden. Polizeibeamte wurden glücklicherweise
nicht verletzt. Die Polizeibeamten fertigten Strafanzeigen wegen
Körperverletzung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Ebenfalls am Sonntag, gegen 4.45 Uhr, kam es zu einer
Auseinandersetzung an einer Diskothek am Rathausplatz. Nach zunächst
verbalem Streit, kam es zu einer Schlägerei zwischen mehreren
Personen. Die Polizei wurde hinzugerufen. Bei Eintreffen der
Polizeibeamten versuchte ein 26-jähriger Lüdenscheider einen
Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes zu schlagen. Den Polizisten
gelang es den Angriff zu unterbinden und den Angreifer zu Boden zu
bringen. Hiergegen sperrte er sich er sich und schlug mehrfach in
Richtung eines Polizisten. Der alkoholisierte Mann musste in
Gewahrsam genommen werden. Er verbrachte die Zeit bis zu seiner
Ausnüchterung in der Zelle. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen
versuchter Körperverletzung und Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte.

Am Donnerstag, zwischen 8 und 15 Uhr versuchten sich Unbekannte
Zutritt zu einer Wohnung an der Lohmühlenstraße zu verschaffen. Dies
misslang. Sachschaden: 500 Euro.

Zwischen Freitagmittag und Samstagmorgen hebelten Einbrecher die
Tür zu einem Geschäft an der Talstraße auf. Innen versuchten sie den
Tresor zu knacken. Dies misslang. Aus der Kasse ließen die
unbekannten Täter Bargeld mitgehen. Sie flüchteten unerkannt und
hinterließen etwa 1000 Euro Sachschaden.

In der Notaufnahme des Klinikums gerieten am Sonntag, gegen 2.15
Uhr, zwei Männer (44 und 37 aus Lüdenscheid) aneinander. Im Verlauf
des Streits schlugen sie aufeinander ein. Dabei wurden beide leicht
verletzt. Bei der Schlägerei stießen sie gegen einen Schrank, auf dem
ein Drucker stand. Dieser fiel um und das Gerät zu Boden. Es wurde
hierbei beschädigt (Sachschaden: etwa 500 Euro). Die Hintergründe des
Streits sind noch nicht geklärt. Sie erwartet ein Strafverfahren
wegen Körperverletzung.

Hinweise nimmt die Polizei Lüdenscheid unter 02351/9099-0
entgegen.

 

Schwerer Raub in Wohnhaus: Zeugen dringend gesucht

Schalksmühle (ots) – Aus ermittlungstaktischen Gründen wendet sich
die Polizei erst heute mit folgendem Sachverhalt an die
Öffentlichkeit:

   Am vergangenen Mittwoch kam es gegen 20.20 Uhr zu einem schwerenRaub in einem Wohnhaus. Am Heckenweg klingelten zur Tatzeit dreimaskierte und bislang unbekannte Täter an dem Haus. Als derHauseigentümer öffnete, sprühte einer der Täter dem Mann Pfeffersprayins Gesicht. Die Männer drangen in das Haus ein und bedrohten den77-jährigen Eigentümer sowie seine 77-jährige Ehefrau. Weitere Gewalt wendeten sie nicht an.

   Während ein Täter das Paar in Schach hielt, durchsuchten die
Mittäter das Wohnhaus. Insgesamt hielten sich die Täter rund 60
Minuten im Haus auf. Schließlich erbeuteten sie unter anderem Schmuck
und Bargeld. Mit ihrer Beute flüchteten sie vom Tatort. Angaben zu
Fluchtmittel oder -richtung sind nicht möglich.

Die drei Täter konnten wie folgt beschrieben werden: Männlich,
etwa 170 – 180 Zentimeter groß, circa 20 – 25 Jahre alt, zwei Täter
mit „normaler“ Statur, der dritte „stabiler“. Zur Tatzeit trugen sie
schwarze Kapuzenpullover mit aufgezogener Kapuze, Sturmhauben mit
ausgeschnittenen Augen, Nase und Mund sowie schwarze Hosen und
schwarze Handschuhe. Alle Täter waren bewaffnet mit schwarzen
Schlagstöcken. Zwei der Täter sprachen akzentfreies Deutsch. Ein
Täter sprach mit leichtem südländischem Dialekt.

Die Opfer wurden glücklicherweise nicht verletzt. Sie werden durch
den polizeilichen Opferschutz betreut.

Nun werden Zeugen gesucht: Wer hat vor, während oder nach der Tat
verdächtige Beobachtungen gemacht? Wer hat in den Tagen vor der Tat
verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Umfeld gesehen?

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Lüdenscheid unter
02351/9099-5214 oder 9099-0 entgegen.

Rettungswagenbesatzung angegriffen

Altena/Werdohl (ots) – Eine Rettungswagenbesatzung war am
Donnerstagabend am Markaner im Einsatz. Dort hielt sich ein
59-jähriger Mann aus Nachrodt-Wiblingwerde auf. Zeugen hatten
angerufen, weil der Mann stark alkoholisiert war. In der Folge konnte
er kaum mehr selbst stehen und fiel ständig um. Nachdem er sich
zunächst ruhig verhalten hatte, versuchte der Mann plötzlich
unvermittelt einen der Rettungsassistenten zu schlagen. Es gelang den
Schlägen auszuweichen und den Mann zu fixieren. Als er sich beruhigt
hatte, setzte man ihn in den Rettungswagen und fuhr mit ihm Richtung
Krankenhaus Werdohl. Während der Fahrt begann der 59-Jährige erneut
zu randalieren, löste den Gurt und griff den Sanitäter an, der sich
gemeinsam mit ihm im hinteren Bereich des Fahrzeugs aufhielt. Der
Fahrer setzte einen Notruf ab, hielt in Höhe des Höllmecker Wegs an
und eilte seinem Kollegen zur Hilfe. Polizeibeamte kamen hinzu und
begleiteten den RTW ins Krankenhaus. Den 59-Jährigen erwartet ein
Strafverfahren wegen versuchter Körperverletzung. Die
Rettungssanitäter blieben glücklicherweise unverletzt.

Rettungskräfte beleidigt und angegriffen

Plettenberg (ots) – Am Lindengraben waren Samstag, gegen 18.34
Uhr, Rettungsassistenten im Einsatz. Passanten hatten eine stark
alkoholisierte hilflose Person gemeldet. Als die RTW-Besatzung
eintraf, pöbelte und griff der 60-jährige Plettenberger die
Rettungskräfte sofort und unvermittelt an, in dem er sie mehrfach
massiv schubste. Gemeinsam gelang es den Mann bis zum Eintreffen der
Polizei in Schach zu halten. Bei Eintreffen der Polizeibeamten
beleidigte er auch diese unmittelbar und verhielt sich auch ihnen
gegenüber höchst aggressiv. Er musste zu Boden gebracht und gefesselt
werden. Nach der Sachverhaltsaufnahme hatte sich sein Gemütszustand
beruhigt. Dem Platzverweis kam er ohne Widerworte nach. Ihn erwartet
nun ein Strafverfahren wegen Beleidigung und versuchter
Körperverletzung. Verletzt wurde niemand.

Wetter – Zusammenstoß bei Wendemanöver

Wetter (ots) – Am 02.04.2018, gegen 17.45 Uhr, kam es bei einem
Wendemanöver eines 34-jährigen Fahrers aus Haltern mit einem Pkw
Rover auf der Hagener Straße in Richtung Hagen in Höhe der
Hauptstraße zu einem Zusammenstoß mit einem von hinter folgenden Pkw
BMW eines 44-jährigen Fahrers aus Wetter. Bei dem Zusammenstoß
erlitten zwei Mitfahrer in dem Pkw BMW leichte Verletzungen. Sie
begaben sich selbständig in ärztliche Behandlung. Der nicht mehr
fahrbereite Pkw BMW wurde abgeschleppt.

Weihbischof Zekorn kommt zum Geistlichen Donnerstag in die Hagener Marienkirche

Zum Geistlichen Donnerstag kommt am 5. April 2018 der Münsteraner Weihbischof Dr. Stefan Zekorn in die Marienkirche in der Hagener City.

Das Thema in der Osterwoche lautet: „Leid – Geheimnis des Lebens“.

Das Pontifikalamt mit der Predigt von Weihbischof Zekorn beginnt am 5. April um 18.00; am Schluss ist Gelegenheit zu einer Einzelsegnung. Vor der Meßfeier ist ab 16.30 Rosenkranzgebet, eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit.

Auf dem kirchenmusikalischen Programm steht die Missa brevis F-Dur von Joseph Haydn für Soli, Chor, Orgel und Orchester.

Deutsche Umwelthilfe kritisiert Amazon, Media Markt und andere Onlinehändler

Tests zur Umsetzung der Rücknahmeverpflichtung von Elektroaltgeräten bei Onlinehändlern ergaben systematische Gesetzesverstöße bei mehr als der Hälfte der untersuchten Unternehmen – DUH kritisiert die behördliche Nichtkontrolle und massive Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des stationären Handels – Nichtumsetzung gesetzlicher Pflichten durch Onlinehändler und Schikanen bei der Rücknahme mitverantwortlich für Nichterreichung gesetzlicher Sammelquoten – DUH wird gegen festgestellte Rechtsverstöße konsequent vorgehen – Onlinehandel muss verbraucherfreundliche Rücknahme von Elektroschrott gewährleisten

Seit dem 24. Juli 2016 können Verbraucher ausgediente Elektrogeräte auch bei Händlern abgeben. Damit will die Bundesregierung die aktuell viel zu niedrige Sammelmenge von etwa 40 Prozent erhöhen und mehr Elektrogeräte in die Wiederverwendung und das Recycling bringen. Aktuell durchgeführte Tests der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bei 30 Onlinehändlern zeigen jedoch, dass die Mehrzahl der untersuchten Handelsfirmen, darunter große Unternehmen wie Amazon, Media Markt, Saturn, Conrad und Bauhaus, gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen. Insgesamt 16 der 30 untersuchten Onlinehändler verstießen gegen die gesetzlichen Informations- oder Rücknahmepflichten zu ausgedienten Elektrogeräten. Aber auch Unternehmen, die korrekt gesetzliche Mindeststandards umsetzen, erschweren die Rückgabe durch umständliche Anfragen beim Kundendienst, einen hohen Packaufwand oder versteckte Informationen.

Die DUH fordert den Handel auf, die festgestellten Gesetzesverstöße sofort zu beenden, Verbraucher aktiv darüber aufzuklären, wie sie ihre alten Elektrogeräte zurückgeben können und die Rückgabe einfach und verbraucherfreundlich zu gestalten. Ziel müsse es sein, bis 2019 mindestens 65 Prozent der Elektroaltgeräte für die Wiederverwendung aufzubereiten oder zu recyceln. Die DUH wird die Rücknahmepflicht im Handel weiterhin kontrollieren und konsequent gegen Gesetzesverstöße vorgehen.

„Bei der Nichtumsetzung gesetzlicher Rücknahme- oder Informationspflichten durch Onlinehändler wie Amazon handelt es sich um keine Einzelfälle, sondern faktisch um einen branchenweiten Boykott zu Lasten der Umwelt und Verbraucher. Zudem ist es eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber den Ladengeschäften, die eine funktionierende Rücknahmelogistik vorhalten und finanzieren müssen. Es gehört ein hohes Maß an Verantwortungslosigkeit dazu, Umweltgesetze, die bereits seit mehr als anderthalb Jahren gelten, zu ignorieren und Verbraucher mit ihrem Elektroschrott allein zu lassen. Solange die für die Kontrolle des Elektrogesetzes zuständigen Landesbehörden untätig bleiben, wird die DUH die Einhaltung notfalls auf dem Rechtsweg durchsetzen“, sagt der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Der Vollzug der Informations- und Rücknahmepflichten durch die Bundesländer müsse sofort und konsequent umgesetzt werden. Ohne einen funktionierenden Vollzug können die gesetzlichen Mindestsammelquoten für Elektroaltgeräte und Elektroschrott nicht erreicht werden.

„Es ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten, dass beispielsweise der Online-Handel von Bauhaus nach eigener Aussage nur unbeschädigte Elektrogeräte zurücknimmt, obwohl das Gesetz eine solche Einschränkung nicht erlaubt und viele Altgeräte gerade deshalb zurückgegeben werden, weil sie nicht mehr funktionieren“, kritisiert Resch.

Andere Onlinehandelsunternehmen wie Amazon, Saturn oder Media Markt stehlen sich zudem durch praxisuntaugliche Rücksendeangebote aus der Verantwortung. „Wenn Verbraucher bei einem Onlinehändler alte Elektrogeräte zurückgeben wollen, müssen sie sich oft durch eine Vielzahl von Webseiten klicken, dabei jede Menge persönlicher Daten preisgeben und am Ende die Geräte selbst aufwendig verpacken. Das schreckt viele Verbraucher ab und darauf spekuliert der Onlinehandel“, erklärt der stellvertretende DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Philipp Sommer. Die paketgestützte Rückgabe könne lediglich als Ergänzung des Rücknahmeangebots dienen. Stattdessen sollten Onlinehändler flächendeckende stationäre Sammelmöglichkeiten schaffen.

Hinzu kommt, dass sich Energiesparlampen nicht für den Paketversand eignen, da diese Quecksilber beinhalten und Bruchgefahr besteht. Onlinehändler wie etwa Medion fordern Ihre Kunden jedoch genau dazu auf. Amazon, Conrad, Redcoon und Saturn bieten zum Versand von quecksilberhaltigen Energiesparlampen zudem DHL-Rücksendeetiketten an, obwohl DHL den Versand aus gefahrgutrechtlichen Gründen ausschließt. Es werden somit keine ordnungsgemäßen Abgabemöglichkeiten für Energiesparlampen angeboten, womit klar gegen das Elektrogesetz verstoßen wird.

Bei Onlinehändlern wie zum Beispiel Bauhaus, Cyberport, Ikea oder Hornbach müssen sich Verbraucher vor der Abgabe bestimmter Elektrogeräte per E-Mail oder Telefon an den Kundenservice wenden. „Der Aufwand, sich mit dem Kundenservice auseinanderzusetzen, schreckt viele Kunden ab. Wenn, wie im Fall von Bauhaus und Cyberport, die E-Mail-Anfrage schlicht nicht beantwortet wird, wird offenkundig, wie groß der Widerstand dieser Firmen ist, alte Elektrogeräte zurückzunehmen“, kritisiert Sommer.

„Noch immer wissen viele Verbraucher nicht, wo und wie alte Elektrogeräte abgegeben werden können. Daher ist es wichtig, dass die Händler ihren Informationspflichten nachkommen und über die Rückgabemöglichkeiten informieren. Bei Händlern wie Cyberport, Dell, Hagebaumarkt, Hellweg, Hornbach oder Lidl-Online sind die Informationen selbst bei einer gezielten Suche kaum auffindbar, indem sie etwa in den AGBs versteckt sind“, sagt Sommer. Die DUH fordert, dass ein gut sichtbarer Hinweis zu den Entsorgungsmöglichkeiten oder ein Link, der zu diesen Informationen führt, auf jeder Produktseite mit Elektrogeräten vorhanden sein muss.

Hintergrund:

Seit dem 24.7.2016 können Verbraucher alte Elektrokleingeräte kostenlos bei Händlern zurückgeben, die Elektrogeräte auf einer Fläche von mindestens 400 Quadratmetern verkaufen – bei Onlinehändlern gilt die Versand- und Lagerfläche. Die Zahlen der Stiftung Elektro-Altgeräte Register zeigen, dass die gesetzliche Sammelquote für Elektroaltgeräte von 45 Prozent für das Jahr 2016 voraussichtlich nicht erreicht wird. Dies liegt unter anderem an den nicht ausreichenden Rücknahmebemühungen des Onlinehandels. Insgesamt fallen in Deutschland etwa 1,7 Millionen Tonnen Elektroschrott pro Jahr an.

TÜV Rheinland: Bei Elektrogeräten aus China auf Gewährleistung achten

Smartphones, Tablets und Wearables namhafter Marken zu Dumpingpreisen locken Verbraucher hierzulande oft auf chinesische Online-Verkaufsportale. Stephan Scheuer, Experte für Elektronikprodukte bei TÜV Rheinland, empfiehlt vor dem Kauf, die günstig angebotenen Produkte genau zu prüfen. Details zu Funktionalität, Garantie, Prüfzertifikaten, Verzollung, Einfuhrgebühren und Umsatzsteuer sollten vorab geklärt sein. „So besteht die Möglichkeit, von einem Schnäppchen zu profitieren“, sagt Scheuer.

Gewährleistung und Garantieerklärung beachten

Bei günstigen Elektronikprodukten von namhaften Herstellern rät der Experte zu dem Vergleich von Konfiguration und Ausstattung mit einem gleichen Modell auf dem hiesigen Markt. „Gerade bei Smartphones oder Tablets kann es durch eine unpassende Frequenzkonfiguration vorkommen, dass das gekaufte Gerät in Deutschland keinen Empfang hat“, erklärt Scheuer. Ärgerlich ist auch, wenn sich das vermeintliche Schnäppchen als minderwertige Kopie und damit Fälschung entpuppt. Ein Umtausch oder eine Kostenerstattung kann sich zudem als äußerst schwierig erweisen. Der Experte empfiehlt zudem, in den Geschäftsbedingungen zu prüfen, ob dem Produkt eine gültige Gewährleistungs- und Garantieerklärung einer europäischen Niederlassung beiliegt und die betreffende Firma zur Sicherheit zu kontaktieren.

Vorsicht bei Weiterverkauf

Zusatzkosten lauern bereits beim Zoll, wenn dieser feststellt, dass der Artikel steuerfrei und ohne korrekte Zoll- und Einfuhrdokumente importiert wurde. Dann können Nachzahlungen fällig werden. Fehlt das für den europäischen Markt nötige CE-Zeichen, droht gar das Einfuhrverbot. „Zur eigenen Sicherheit sollte unbedingt auch auf unabhängige Sicherheits- und Qualitätszertifizierungen geachtet werden“, so Scheuer. Fehlen Hinweise auf der Website hierzu, direkt beim Anbieter anfragen. Vorsicht ist übrigens auch beim Weiterverkauf von China-Importen geboten, wenn die Ware nur für den Wiederverkauf deklariert wurde. Denn für Schäden und fehlende Steuerabgaben haftet dann gegebenenfalls auch der hiesige Weiterverkäufer.