© Hans Leicher.

Rettungsgasse einhalten, ja – aber so nicht!

Dortmund. Ein Lob an alle, die die Rettungsgasse einhalten und vertreten –
aber so nicht!:

Eigentlich waren der 35-jährige Dortmunder und seine 36-jährige
hochschwangere Frau ohnehin schon sehr aufgeregt mit ihrem Auto am
späten Samstagabend (24.02) auf der B 236 unterwegs. Die 36-Jährige
hatte nämlich starke Wehen und das Krankenhaus war nicht wirklich in
Sichtweite.

Gegen 23.30 Uhr geriet das Ehepaar dann auf der Bundesstraße
Richtung Dortmund in einen Stau, der sich durch einen Verkehrsunfall
ergeben hatte.

In ihrer Not riefen die beiden „Baldeltern“ den Polizeinotruf 110.
Die Polizeibeamten halfen dem Ehepaar sofort und lotsten sie per
Telefon durch die Rettungsgasse, die zum Glück frei war.

Nach einem ersten Aufatmen blieb den beiden Dortmundern dann aber
doch die Luft im Halse stecken. Kurz vor der Ausfahrt zum Borsigplatz
sprang ein Mann aus seinem Auto und blockierte die Rettungsgasse für
das Paar in Not, so dass diese anhalten mussten.

Mit unzähligen Schimpfwörtern und drohenden Gebärden verteidigte
der Fremde die Rettungsgasse. Aus Sorge der Mann würde seine „Fäuste
sprechen lassen“, blieb das Ehepaar im Wagen und schloss sich ein.
Der Unbekannte setzte noch einen drauf: Er vertrat nicht nur die
Rettungsgasse, sondern trat gegen die Stoßstange und urinierte dem
Pärchen auf die Front des Autos.

Unberührt von den Hilferufen – insbesondere die der Frau, die ihr
Kind erwartete – blockierte der Fremde geschätzte 10 Minuten lang die
freie Fahrt für das Paar in Not.

Nun ermittelt die Polizei gegen ihn. Zu seiner Person gibt es
Hinweise, sodass er der Kripo sicher bald mit Namen bekannt sein
wird.

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