GRÜNE: Kommunikations-konzept der Stadt Hagen bei Extremlagen soll geprüft werden

Hagen. Das Kommunikationskonzept bei Extremlagen der Stadt Hagen, insbesondere die Erfahrungen aus dem Sturmtief „Friederike, soll nach Ansicht der Hagener Grünen überprüft werden. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für die Sitzung des Umweltausschusses am 21.02.2018 beantragt:

>>Kommunikationskonzept bei Extremlagen der Stadt Hagen – Erfahrungen aus dem Sturmtief „Friederike“

Beschlussvorschlag:

Die Stadt Hagen prüft, welche Kommunikationswege während einer Gefahrenlage seitens der Stadt und öffentlichen Einrichtungen wie Feuerwehr, Polizei, Schulen, Kindergärten etc. zur Verfügung stehen und entwickelt ein Konzept, wie diese in einer stadtweiten Bedrohungslage zentral angesteuert und eingesetzt werden können. Widersprüchliche Handlungsaufforderungen an die Bevölkerung durch verschiedene Dienststellen sind zukünftig auszuschließen.

Begründung:

Der Deutsche Wetterdienst hat am 17.01.2018 eine Unwetterwarnung der Stufe 4
(höchste Stufe, Warnung vor extremen Unwetter) erteilt. Ebenfalls gab die
Bezirksregierung Arnsberg am gleichen Tage bekannt, dass der Besuch von Schulen in
der Eigenverantwortung der Eltern bzw. der volljährigen Schüler liege. Während einige
Schulen bereits am 17.01. die Schüler benachrichtigten, dass die Schule am folgenden
Tag geschlossen bleibt, haben andere Schulen darauf hingewiesen, dass es
grundsätzlich kein freier Schultag sei und Kinder in der Schule abgemeldet werden
müssten. Viele Eltern, Kindergartenkinder und Schüler haben sich daher am 18.01. auf den Weg zu den Einrichtungen gemacht; eine zentrale Information konnten sie aber vor allem
aus Mundpropaganda und sozialen Netzwerken erhalten, da die Telefone bei
Kindergärten und Schulen verständlicherweise überlastet waren.
Zur weiteren Verunsicherung haben einige Schulen Eltern telefonisch noch vormittags
aufgefordert, die erst teilweise vor wenigen Momenten abgelieferten Kinder schnell
wieder abzuholen.
Zudem hat die Feuerwehr Hagen per Facebook und Twitter die Bevölkerung kurzfristig
aufgefordert, alle Kindergartenkinder und Schüler/-innen sofort bis 11 Uhr abzuholen,
ansonsten sei eine Abholung bis 16 Uhr nicht erwünscht (s. Anlage)
Viele Angehörige haben sich in eine Gefahrenlage bringen müssen, um bei einigen
Einrichtungen festzustellen, dass die Anweisung der Feuerwehr Hagen nicht bekannt war und der Unterricht trotzdem weitergeführt wurde.
Bekanntermaßen haben sechs Menschen in Deutschland ihr Leben bei diesem Sturm
verloren, etliche Verletzte waren zu beklagen. Auch in Hagen waren Tage danach
neben vielen anderen Beispielen zwei Grundschulen aufgrund eines Baumsturzes
unbenutzbar, einer Kita wurde gänzlich das Dach abgedeckt.
Hagener Bürger wurden aufgrund der dezentralen und widersprüchlichen Kommunikation unnötig in Lebensgefahr gebracht.<<

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