ver.di fordert die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen bei Geschäftsöffnungen an Heiligabend

Obwohl der Heiligabend in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, dürfen Einzelhandelsgeschäfte in Nordrhein-Westfalen unter ganz bestimmten Voraussetzungen öffnen und auch nur bestimmte Waren anbieten. ver.di hat nun in einem Schreiben an die Einzelhandelsgeschäfte und an die Ordnungsbehörden auf die genaue Gesetzeslage hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, dass bei Zuwiderhandlungen Unterlassungsverfügungen verlangt und gegebenenfalls auch Klagen erwogen werden.

Die stellvertretende Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Südwestfalen Bettina Schwerdt erklärt hierzu: „Seit elf Jahren müssen die Beschäftigten im Einzelhandel ohnehin arbeiten, weil der Heiligabend auf einen ganz normalen Werktag im Handel fällt. Nun hätten die Beschäftigten endlich mal die Chance den Heiligabend mit ihrer Familie zu verbringen. Um deutlich zu machen, dass für diejenigen Geschäfte, die trotzdem öffnen wollen, ganz klare Bedingungen vorgegeben sind, haben wir in einem Schreiben darauf hingewiesen, dass ausschließlich Geschäfte geöffnet werden dürfen, die bezogen auf die Verkaufsfläche überwiegend Lebens- und Genussmittel anbieten und auch nur Lebens- und Genussmittel verkauft werden dürfen. Dies ergibt sich aus dem Gesetzestext in Verbindung mit dem vor Gesetzesverabschiedung erstellten Bericht aus dem Landtag über den Sinn und Zweck des Gesetzes.

Wir gehen daher davon aus, dass die Einzelhandelsgeschäfte, die eine Öffnung am 24. Dezember planen, ausschließlich Lebens- und Genussmittel verkaufen. Anderenfalls erwarten wir von den Ordnungsbehörden, dass sie die Vorgaben überwachen und bei Zuwiderhandlungen einschreiten.““

LEBENSGEFAHR! – 56-Jähriger will auf anfahrenden Zug springen

Dortmund.  Erneut versuchte ein Reisender im Dortmunder
Hauptbahnhof auf einen anfahrenden Zug aufzuspringen. Ein
Bahnmitarbeiter hinderte ihn daran und bewahrte den Mann vermutlich
so vor schlimmen Verletzungen. Bereits im September ereignete sich
ein ähnlicher Fall. Dabei wurde ein Bahnmitarbeiter erheblich
verletzt.

   Gestern Morgen versuchte ein 56-Jähriger
schwedischer Staatsangehöriger auf den anfahrenden Eurocity 9
(Dortmund – Zürich) aufzuspringen. Dabei ignorierte er die
Anweisungen des 31-jährigen Zugbegleiters, der in der noch geöffneten
Tür des Zuges stand.

Um zu verhindern, dass der 56-Jährige zwischen Zug und
Bahnsteigkante stürzte, stieß er den Mann vom Zug weg und betätigte
die Notbremse. Vermutlich durch das besonnene Handeln des
31-Jährigen, blieb der 56-Jährige unverletzt.

Einsatzkräfte der Bundespolizei belehrten den uneinsichtigen Mann.
Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in
den Bahnverkehr eingeleitet.

Frauen Union Hagen: „Schul-Sozialarbeiter wichtiger Bestandteil des schulischen Alltags“

„Schulsozialarbeiter sind heute wichtiger Bestandteil des schulischen Alltags. Im Zusammenwirken mit den Lehrerinnen und Lehrern tragen sie zu einem gelingenden Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen sowie zu einer Stärkung familiärer Strukturen bei. Die CDU-geführte Landesregierung stellt die Weichen für Anschluss: bis 2021 werden pro Jahr 47,7 Millionen Euro für die Weiterbeschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der sozialen Arbeit im Rahmen von Bildung- und Teilhabe zur Verfügung gestellt werden“, so Cemile Giousouf, Vorsitzende der Frauen Union in Hagen.

Die Frauen Union Hagen hat sich damit erfolgreich auf Landesebene für die Fortsetzung der Schulsozialarbeit eingesetzt: „Die CDU steht zu ihrer Verantwortung für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen: Das haben wir immer getan. Auf der kommunalen Ebene genauso wie auf der Landes- und Bundesebene. Die Bildungs- und Teilhabeberater fungieren als wichtige Informationsquelle: Damit erreicht die soziale Beratung in Schulen viele Familien, deren Kinder und Jugendliche. Gerade der Unterstützungsbedarf bei der Beantragung der Lernförderung ist besonders groß.“, so Giousouf weiter.

Wenn der Landtag Mitte Januar 2018 den Landeshaushalt für 2018 beschließt, sind die Weichen für die Weiterbeschäftigung gestellt. Die bisherige kommunale Mitfinanzierung von 19,8 Millionen Euro wird dabei fester Bestandteil des künftigen Förderprogramms „Zielgruppenorientierte Jugendarbeit für Bildung und Teilhabe“ bleiben.

Giousouf: „Die Zielgruppe des Förderprogrammes sind Kinder und Jugendliche, bei denen soziale Benachteiligungen ausgeglichen und gleiche Chancen auf Bildung und Teilhabe hergestellt werden sollen. Mit der mehrjährigen Finanzierungsperspektive bis 2021 wird Verlässlichkeit für Familien, Kinder und Jugendlichen von der CDU-geführten Landesregierung hergestellt.“

GRÜNE fassungslos: „Hagen verweigert Anträge für Fördermittel zur Luftreinhaltung“

Entsetzt und ungläubig reagieren die Hagener Grünen auf die schnoddrige Erklärung des städtischen Pressesprechers auf der Titelseite der heutigen Westfalenpost, man könne sich ja nicht um jeden Fördertopf kümmern. Gemeint sind die zusätzlichen Bundesmittel aus dem „Dieselgipfel“, mit denen in besonders belasteten Städten die Gesundheitsgefahr durch hohe Luftschadstoffwerte bekämpft werden sollen.

„Noch vor zwei Wochen hat der Hagener Umweltausschuss auf Dringlichkeitsantrag der Grünen einstimmig die Stadt beauftragt, sich umgehend um diese Fördermittel zu bemühen“, berichtet der Ausschussvorsitzende Hans-Georg Panzer. „Die Verwaltung hat behauptet, daran bereits zu arbeiten und wieder auf die politischen Gremien zuzukommen. Stattdessen wurde offenbar  direkt nach Beschlussfassung der Betrieb eingestellt und das Thema unter Verweis auf den Personalmangel  behördlich beerdigt, – trotz eines klaren Auftrags.“

Fraktionssprecherin Nicole Pfefferer bewertet den Vorgang als eklatantes Organisationsversagen: „Hier äußert sich eine auch von uns mitgetragene Stadtführung so, als sei Luftreinhaltung und Gesundheitsschutz der Bürger eine beliebige Aufgabe, für die man sich je nach Tagesform um Fördertöpfe bemühen oder es bleibenlassen kann. Ich kann nur hoffen, dass sich hier bloß die fachliche Unbedarftheit einer Pressestelle niederschlägt und nicht die Prioritäten der Stadtspitze. Bei einem derart wichtigen Thema erwarten wir größere Sensibilität. Mal ganz abgesehen von der Selbstverständlichkeit, Gremienbeschlüsse auch abzuarbeiten. Denn der politische Auftrag besteht weiter: Der OB muss dringend aktiv werden und klären, ob es noch Möglichkeiten gibt, an diese Mittel zu gelangen. Sonst drohen neben der fortgesetzten Luftbelastung  irgendwann auch noch Klagen oder Dieselfahrverbote.“

A45: Sperrung bei Lüdenscheid nach LKW-Unfall

(straßen.nrw). Die A45 wird am heutigen Donnerstag (21.12.) in der Zeit von 22 bis circa 3 Uhr zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid-Süd und Lüdenscheid in Fahrtrichtung Dortmund voll gesperrt. Grund hierfür ist die Bergung eines verunfallten LKW.

Der LKW ist am Donnerstagmorgen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, hat die Schutzplanke durchbrochen und liegt nun in der Böschung. Zur Bergung des LKW müssen zwei Autokräne aufgestellt werden.

4.000 Euro Weihnachtsspende der Märkischen Bank an Luthers Waschsalon

 

Hagen. Seit vielen Jahren spendet die Märkische Bank zur Weihnachts-zeit Geld an soziale Einrichtungen in der Region. Luthers Waschsalon wurde bereits in den vergangenen Jahren mit der Weihnachtsspende der Märkischen Bank in Hagen bedacht. Im Jahr 2017 erhält die Einrichtung der Diakonie Mark-Ruhr erneut 4.000 Euro!

„Wir stehen für Nachhaltigkeit, deswegen unterstützen wir Luthers Waschsalon bereits seit vielen Jahren und werden dies auch in Zukunft tun“, sagt Hermann Backhaus, Vorstandsvorsitzender der Märkischen Bank. „Die Arbeit von Luthers Waschsalon ist nach wie vor ungemein wichtig. Gerade die Weihnachtsspende ist zur Unterstützung von Initiati-ven gedacht, die sich der Not in direkter Nachbarschaft annehmen. Da diese leider nicht geringer wird, haben wir uns dazu entschlossen, die Spende erneut auf 4.000 Euro aufzustocken.“

So bestätigte Einrichtungsleiterin Ilona Ladwig-Henning, dass Luthers Waschsalon konstant hohe Besucherzahlen verzeichne. Für das große Frühstück an Heiligabend haben sich aktuell 135 Personen angemeldet. Zu den Öffnungstagen kommen bis zu 150 Gäste. „Wir möchten die Ge-legenheit nutzen, uns bei allen Förderern und Spendern für die tolle Un-terstützung, die Luthers Waschsalon im Jahr 2017 zu Teil wurde, zu be-danken“, so Pfr. Martin Wehn, Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr.

Bildquelle: Diakonie Mark-Ruhr

 

Zwei Parfüms geklaut

Am Mittwoch begab sich ein 31-jähriger Mann gegen 10.50 Uhr in ein Kaufhaus auf der Elberfelder Straße. Er ließ zwei Parfüms im Wert von 150 Euro in einer Tragetasche verschwinden. Als der Dieb sich unbeobachtet fühlte, packte er die Parfüms aus und
steckte sie in seine Jackentasche. Ein 42-jähriger Ladendetektiv
hatte die Situation beobachtet und hielt den Tatverdächtigen am
Ausgang fest. Die Polizei hat gegen den 31-Jährigen eine Anzeige
wegen Ladendiebstahl eingeleitet.

Ladendiebinnen entwenden Bekleidung im Wert von knapp 1800 Euro

Am Mittwoch beobachtete ein 39-jähriger Ladendetektiv in einem Kaufhaus auf der Elberfelder Straße gegen 17.40 Uhr zwei Frauen, die mit einer Vielzahl von Bekleidungsstücken in Umkleidekabinen verschwanden. Nach kurzer Zeit verließen die
Frauen die Umkleidekabinen wieder und gingen Richtung Ausgang. Da sie
die Bekleidungsgegenstände weder sichtbar mit sich führten noch an
den Ursprungsort zurückgelegt hatten, hielten der 39-Jährige und zwei
Kollegen die beiden Damen am Ausgang auf. Eine anschließende
Überprüfung ergab, dass die Frauen im Alter von 28 und 40 Jahren eine
Vielzahl von Bekleidungsstücken im Gesamtwert von knapp 1800 Euro
unter ihrer Oberbekleidung versteckt hatten. Die beiden Ladendiebinnen erwartet nun eine Anzeige wegen Diebstahls.

Renitenter Gast versprüht Reizgas und schlägt mit Flasche

Am Mittwoch forderte eine 28-jährige Gastwirtin gegen 18.50 Uhr einen Mann auf, ihr Bistro in der Straße Am Hauptbahnhof zu verlassen. Der ungebetene Gast kam der Aufforderung  jedoch nicht nach. Ein anderer 23-jähriger Gast bot der
Bistro-Betreiberin seine Hilfe an und forderte den unbekannten Mann
ebenfalls auf, die Gaststätte zu verlassen. Plötzlich zog der
ungebetene Gast ein Reizstoffsprühgerät und setzte es gegen den
23-Jährigen ein. Außerdem schlug er mit einer Bierflasche gegen
dessen Kopf. Dann flüchtete der Tatverdächtige in unbekannte
Richtung. Das 23-jährige Opfer erlitt eine Wunde am Kopf und wurde
vorsorglich einem Krankenhaus zugeführt. Der Täter kann wie folgt
beschrieben werden: Der Mann ist ca. 28 Jahre alt und 170 cm groß. Er
war zur Tatzeit mit einer weißen Jogginghose und einem dunklen
Oberteil bekleidet. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der
Rufnummer 02331/986-2066 zu melden.

51-Jähriger Hagener vemisst

Am 19.12.2017 verließ der 51-jährige Olaf S. ohne Angabe von Gründen seine Wohnung im Bereich Altenhagen und ist seither verschwunden. Es gelingt seinen Angehörigen seitdem nicht mehr, Kontakt zu ihm aufzunehmen, daher es ist nicht auszuschließen, dass er sich in hilfloser Lage befindet. Olaf S. ist ca. 175 cm groß und schlank, hat kurzes schwarz/graues Haar mit beginnender Stirnglatze und ist Brillenträger, Angaben zur Bekleidung liegen nicht vor. Er führt möglicherweise einen silbergrauen PKW Hyundai i30 und hat einen Rucksack dabei.

Ein Foto des Vermissten finden sie heir (klick!).

Hinweise bitte an die Polizei Hagen unter Tel.: 02331-986 2066.

Wetter: Motive verschönern Stromkästen

Wetter (Ruhr). Der Harkortsee, Klettern am Harkortberg, die Burgruine Volmarstein, Segeln und Kanuwandern, der Spielplatz am Seeplatz, das Viadukt in Wengern: das sind einige der Vorschläge, die Bürger aus Wetter für den gemeinsamen Gestaltungswettbewerb „Mein Wetter“ von AVU, Citymanagement und Stadtmarketing eingereicht hatten. Ziel des Wettbewerbes war es, die häufig grauen und unansehnlichen Strom- und Verteilerkästen der AVU Netz GmbH in Alt-Wetter farbig zu gestalten und zu echten Hinguckern zu entwickeln.

Die Jury hat sich schließlich für zehn Motive entschieden, die demnächst die Verteilerkästen schmücken werden. „Entstanden ist eine Kombination aus Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten in Wetter“, erklärt Markus Drüke, Vorsitzender des Vereins Stadtmarketing. Bürgermeister Frank Hasenberg freute sich über die vielen eingereichten Vorschläge: „Das sind tolle Ideen, das wird schön aussehen, wenn das auf den Verteilerkästen ungesetzt wird.“ Mehrere dieser tollen Vorschläge wurden dann auch mit Geschenken ausgezeichnet: Familie Hock, die allein drei Ideen formulierte, Helge Duscha und Thore Jürgensen konnten sich über Gutscheine des Vereins Stadtmarketings freuen, die für Führungen, Stadtrundfahrten oder auch für das Neujahrskonzert eingelöst werden können. Die Schule am See, die sich mit ihren kleinen Künstlern beteiligte, darf sich über einen Ausflug in den Kletterpark am Harkortberg freuen. „Das ist super, da freuen sich die Kinder riesig drüber“, so der stellv. Schulleiter Torsten Peters.

Ausführen wird die Gestaltung die Firma „More than words“ aus Dortmund“, allerdings erst in einigen Wochen, wenn Temperatur und Luftfeuchtigkeit das zulassen. „Bei der aktuellen Witterung würde sich die Farbe lösen“, so Markus Happe von „More than words“, der bereits in anderen Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises mit der AVU bei der Gestaltung von Verteilerkästen zusammen gearbeitet hat.

Bildquelle: Stadt Wetter (Ruhr)

 

„Gira Weihnachtswunder“

245 Päckchen für Seniorinnen und Senioren in Radevormwald

171221_Gira_Wunschbaum_02Radevormwald. „Weihnachten ist für die meisten von uns die Zeit des Miteinanders, in der man sich gegenseitig mit kleinen und großen Geschenken eine Freude macht“, erzählt Saranda Tairi, seit dem Sommer 2016 Auszubildende zur Industriekauffrau bei der Gira Giersiepen GmbH & Co. KG (www.gira.de) in Radevormwald. „Doch es gibt auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft zahlreiche Menschen, für die solch ein schönes Weihnachtsfest im Kreis der Familie keine Selbstverständlichkeit ist. Ihnen eine kleine Freude zu bescheren ist Ziel des ‚Gira Weihnachtswunders’.“ Bereits zum vierten Mal in Folge findet diese Mitmach-Aktion in diesem Jahr statt. Geplant und umgesetzt wird sie ausschließlich von Auszubildenden des Gebäudetechnikspezialisten. Nachdem in den letzten Jahren vor allem Kinder aus Familien, die aus unterschiedlichen Gründen in Not geraten waren, im Mittelpunkt des „Gira Weihnachtswunders“ gestanden hatten, hat sich der Nachwuchs des Technologie-Mittelständlers in Absprache mit der Stadt Radevormwald dieses Mal dazu entschieden, ältere Menschen ohne Angehörige zu beschenken.

Wunschbaum“ in der Unternehmenszentrale

171221_Gira_Wunschbaum_03Seit November hat das dreizehnköpfige Team von Gira Auszubildenden zu diesem Zweck in den drei Seniorenzentren der Stadt namentlich gekennzeichnete Wunschzettel eingesammelt und an einem Weihnachtsbaum in der Unternehmenszentrale aufgehängt. Gleichzeitig haben die „Azubis“ mit vielfältigen Aktionen ihre Kolleginnen und Kollegen dazu motiviert, möglichst viele der eingereichten Wünsche zu erfüllen und Weihnachtspäckchen für die Seniorinnen und Senioren zu packen. „Die Resonanz, die die diesjährige Aktion in der Gira Belegschaft gefunden hat, war wirklich überwältigend“, berichten Carolin Biesenbach und Selina Genuit vom Projetteam. „Wir haben daher Anfang Dezember noch einmal zusätzliche 80 Wunschzettel an den Gira Weihnachtsbaum gehängt.“ Insgesamt 245 Päckchen konnten die Auszubildenden des Familienunternehmens Mitte Dezember übergeben. Dabei zeugten die leuchtenden Augen der Beschenkten davon, dass der Hauptzweck der Aktion erreicht war: Alleinstehenden Menschen zum Weihnachtsfest eine kleine Freude zu bereiten.

„Der Wert unserer Arbeit liegt im Zuhören“

Ich bin das Volk!Das Team der TelefonSeelsorge hat auch rund um die Feiertage immer Zeit für die Nöte der Menschen.

„Sie wünschte sich für den Advent nicht mehr als eine warme Heizung und jeden Tag ein Stückchen Kuchen“ – das Gespräch, was Gudrun Redlich mit der 93-jährigen Dame geführt hat, ist haften geblieben. „Es sind nicht immer existenzielle Krisen, die Menschen bei uns anrufen lassen“, sagt die Ehrenamtliche der TelefonSeelsorge. „Nicht immer, aber auch.“ In den Wintermonaten mit der Advents- und Weihnachtszeit würden die Brüche im Leben der Menschen besonders schwer wiegen, weiß Birgit Knatz, die Leiterin der TelefonSeelsorge. „Viele Menschen rufen schon vorher an, um zu fragen, ob wir da sind an Weihnachten“, so die studierte Sozialarbeiterin. Im Interview sprechen die beiden Frauen über Mitgefühl, Motivation und Methoden in der täglichen Arbeit.

Mit welchen Themen haben Sie es in der Weihnachtszeit vor allem zu tun? Gudrun Redlich: In dieser Jahreszeit wird für viele Menschen vor allem ihre Einsamkeit unerträglich. Einigen wird mit Blick auf das große Familienfest Weihnachten klar, wie einsam sie sind. Aber auch Trennungen oder Todesfällt schmerzen in dieser Zeit besonders. Armut ist ein Thema, wenn Menschen das Fest nicht so gestalten können, wie sich möchten.

 

Birgit Knatz: Die Erwartungen an Weihnachten und die Wochen rundherum sind hoch. Es sind die Sehnsucht nach Harmonie und Gemeinschaft und das Gefühl, dass andere das Fest als glückliche Familie verbringen – beides kann erdrücken sein. Statistisch ist die Suizidrate in Deutschland an Heiligabend am höchsten.

Was sagen Sie den Menschen? Wie können Sie helfen? Gudrun Redlich: Der Wert unserer Arbeit liegt im Zuhören. Es geht darum, Zeit für die Gefühle der Menschen zu haben, sie ernst zu nehmen und ihnen so Raum zu geben, ihrem Seelenschmerz Ausdruck zu verleihen. Ich versuche oft, schöne Erinnerungen zu aktvieren. Das hilft manchen, den Mut aufzubringen, zum Beispiel frühere Kontakte wieder herzustellen. Vielen Menschen hilft es schon, ihre Gedanken einmal aussprechen und teilen zu können. Tatsächlich bekommen wir vor allem nach den Feiertagen manchmal auch Rückmeldung, dass es besser war als gedacht.

Birgit Knatz: Bei unserer Arbeit geht es nicht um Aktivismus. Wir können keine zerbrochenen Beziehungen flicken oder Geldnot beseitigen. Aber wir können über ein bewusstes Zuhören vielleicht erspüren, wie die Menschen sich selbst helfen können. Ich habe mal mit einer Anruferin überlegt, wie sie sich die Weihnachtstage mit sich selbst schön machen kann. Dahinter steckt der Ansatz, mit sich selbst befreundet zu sein und eine gute Zeit allein haben zu können. Diese Frau hat dann im Gespräch eine Lösung mit sich selbst gefunden.

Auch ihre Ehrenamtlichen feiern Weihnachten. Ist es schwierig, die Feiertage abzudecken? Birgit Knatz: Es ist immer ein hoher Kraftaufwand nötig, um alle Dienste zu besetzten – ja! Bisher konnten wir unsere Erreichbarkeit immer gewährleisten. Meistens fügt es sich. Viele Alleinstehende machen Dienst. Und warum sich viele dann doch für einen Einsatz in diesen Tag entscheiden, hat sicher auch etwas mit ihrer grundsätzlichen Motivation für ihr Engagement zu tun. Viele Ehrenamtliche haben selbst persönliche Krisen durchlebt. Sie kennen die Not und wissen zugleich, wie gut es tut, mit jemandem darüber sprechen zu können.   

Wie verarbeiten denn Sie das, was Sie hören? Gudrun Redlich: Wir lernen in unserer Ausbildung, dass wir das Leben der Menschen nicht retten können und dass es vielmehr wichtig ist, von den Menschen eine Rückmeldung zu bekommen, die einen positiven Gedanken hat. Auch die Erfahrung hilft natürlich, die Geschichten loslassen zu können. Und da Supervision und Weiterbildung zu diesem ehramtlichen Einsatz gehören, ist gewährleistet, dass wir mit den Themen nicht alleine bleiben.

Birgit Knatz: Ich weiß, wie gut es für viele Menschen ist, dass es uns gibt. Und ich weiß, dass der Wert unserer Arbeit im Zuhören liegt. Das habe ich verinnerlicht und das hilft mir.

Hat Sie Ihre Arbeit bei der TelefonSeelsorge verändert? Gudrun Redlich: Ich selbst habe nach einer schweren Krankheit den Weg zu TelefonSeelsorge gefunden. Mich hier zu engagieren, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Die Arbeit hat mich verändert, und sie bereichert mich. Auch durch die kontinuierliche Aufarbeitung in der Supervision verstehe immer mehr über mich selbst. Ich habe gelernt, gut zuzuhören und dabei nicht wertend zu sein, den Menschen keinen Stempel aufzudrücken. Das ist auch für die persönliche Kommunikation ein enormer Zugewinn.

Birgit Knatz: Ich denke, dass wir alle durch unsere Arbeit bei der TelefonSeelsorge genauer hinschauen, was die Menschen um uns herum machen und wie es ihnen geht. Die Gewissheit, dass wir mit unserer Zeit für das Zuhören helfen können, das macht auch persönlich ein gutes Gefühl.  

Infobox: Ob Beziehungsstress, Liebeskummer, Gewalt, berufliche Perspektivlosigkeit, Mobbing, Krankheit, Tod und Trauer, Angst, Krankheit oder Suizidgedanken: Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TelefonSeelsorge in Hagen sind rund um die Uhr mit Geduld und Verständnis für Menschen in Not da (https://www.telefonseelsorge-hagen-mark.de/). 80 Ehrenamtliche ermöglichen eine rund um die Uhr Präsenz an jedem Tag im Jahr. Ergänzend zur Telefonberatung gibt es seit mehr als zwanzig Jahren auch Kontaktmöglichkeiten per Mail und Chat – ideal für den vertrauensvollen Austausch mit ein und derselben Ansprechpartnerin über einen längeren Zeitraum hinweg. Themen am Telefon, per Mail und Chat sind u.a. depressive Stimmungen (20 Prozent), Krankheiten (17 Prozent), Einsamkeit (15 Prozent), Ängste (14 Prozent) und Beziehungen (11 Prozent). Suizidabsichten oder Pläne hören und lesen die Mitarbeitenden mehr als dreimal täglich.

Die Kunst des Zuhörens, ob mündlich oder schriftlich wird in einer 16 Monate langen Ausbildung, an einem Abend pro Woche, vermittelt. Die Ausbildung hat drei Schwerpunkte: Methoden der Gesprächsführung, die Entwicklung einer beraterischen und seelsorglichen Kompetenz und das Reflektieren der eigenen Werte. Die kostenlose Ausbildung bindet an eine dreijährige ehrenamtliche Mitarbeit, mit einem jährlichen Einsatz von 120 Stunden in der Beratungsarbeit am Telefon, per Mail und Chat, plus Supervision und Fortbildungen. Die Ausbildung wird am Ende der dreijährigen Mitarbeit zertifiziert und gilt als fachlich angesehene Qualifizierung in Kommunikation und Gesprächsführung.

Bildquelle: Ev. Kirchenkreis Hagen

 

„RuheForst Philippshöhe“ – Letzte Ruhestätte im Herzen der Natur

An einer amerikanischen Roteiche oder Buche im Hagener Wald die letzte Ruhe finden – das geht auf dem „RuheForst Philippshöhe“ an der Kuhlestraße. Als Träger der kommunalen Friedhöfe bietet der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) auf dem RuheForst Naturliebhabern eine alternative Bestattungsmöglichkeit.

An jedem Baum gibt es bis zu zehn Ruheplätze für jeweils 30 Jahre. Bei Bedarf kann das Nutzungsrecht verlängert werden. Ähnlich wie bei einem Familiengrab gibt es auch die Möglichkeit, einen kompletten Baum für Familien oder Freunde zu nutzen. Auf Wunsch bringen die Mitarbeiter des WBH an dem ausgewählten Baum auch ein dezentes Namensschild mit persönlichen Daten an. Damit Angehörige die Ruhestätte im Wald leicht finden können, erhalten sie die Koordinaten. So können sie entweder mit Hilfe eines Waldplanes oder Geocaching die Ruhestätte des Verstorbenen auffinden. Die Beisetzung erfolgt in Urnen aus unbehandeltem Holz, die zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind und aus Buche, Ahorn, Pappel oder Kiefer bestehen. Zudem ermöglichen die zwei Andachtsplätze „Unter den Eichen“ und „In den Rotbuchen“ Trauerfeiern mit kirchlichen und freien Rednern.

Bestattungen im Einklang mit der Natur
Auf dem „RuheForst Philippshöhe“ legen die Friedhofsmitarbeiter besonderen Wert auf den Naturschutz. Die Vitalität, die Qualität und die Verteilung der Bäume sind besonders wichtig. Daher dürfen die Ruhestätten nicht bepflanzt oder geschmückt werden.

Auf einer Fläche von 8,5 Hektar befinden sich im „RuheForst Philippshöhe“ zurzeit noch 50 Bäume, an denen keine Grabstätte vorhanden ist. Zudem können Interessierte noch Teilbelegungen an rund 150 Bäumen erwerben. Für weitere Fragen stehen die Mitarbeiter des WBHs unter Telefon 02331/3677320 zur Verfügung. Bei Interesse bietet der Wirtschaftsbetrieb Hagen auch kostenlose Führungen an.

Foto: Esther Schöttke

11 neue Feuerwehrangehörige für die Feuerwehren

Herdecke. Die Feuerwehren Herdecke und Breckerfeld haben 11 neue ausgebildete ehrenamtliche Feuerwehrangehörige. Diese haben vor kurzem erfolgreich die theoretische und praktische Abschlussprüfung bestanden.

Nach über 100 Stunden Theorie und Praxis stand am Wochenende die Abschlussprüfung an. Zunächst musste am Freitag eine schriftliche Arbeit beantwortet werden. Am Samstag standen dann zwei praktische Einsatzübungen an. Drei Prüfer bewerteten die Durchführung. Su musste ein Löschangriff nach der Feuerwehrdienstvorschrift 3 aufgebaut werden. An der Realschule musste der Brand einer Klimaanlage auf dem Dach bekämpft werden. Dazu musste eine tragbare Leiter in Stellung gebracht werden.

Seit September haben die ehrenamtlichen Ausbilder der Freiw. Feuerwehr Herdecke die Teilnehmer auf die Grundlagen der Feuerwehrarbeit vorbereitet. So standen Rechtsgrundlagen, Erste Hilfe, Psychosoziale Unterstützung, Fahren mit Sonderrechten, Brand- und Löschlehre, Knoten und Stiche, Fahrzeug- und Gerätekunde, Gefahren der Einsatzstelle, Löschangriffe in unterschiedlichen Formen sowie tragbare Leitern auf dem Stundenplan. Der Unterricht wurde Donnerstagabend und samstags durchgeführt.

Alle haben die Prüfung erfolgreich und mit guten Ergebnissen bestanden. Die Teilnehmer bedankten sich für die sehr fundierte Ausbildung. Diese habe ihnen einiges abverlangt aber immer Spaß gemacht. Der Lehrgangsleiter Bernd Elberfeld zog ebenfalls eine positive Resonanz. Die Kooperation mit der Feuerwehr Breckerfeld, die seit 2008 besteht, hat sich wieder bewährt“.

Abschließend wurden alle Herdecker Kameraden mit einem Funkmeldeempfänger ausgestattet. Sie stehen nun für Einsätze zur Verfügung. Der zweite Teil der Ausbildung mit dem Schwerpunkt „Technische Hilfeleistung“ startet im kommenden Februar. Die Freiwillige Feuerwehr Herdecke sucht auch weiterhin Bürger für den ehrenamtlichen Dienst. Wer Interesse hat, kann sich über die Homepage www.feuerwehr-herdecke.de oder telefonisch unter 02330-303-1 melden.

Bildquelle: Lars Pflanzer, Feuerwehr Breckerfeld.

Zehn Weihnachtsbäume geklaut

 

Hagen. Am Mittwoch bemerkte eine 38-jährige Zeugin, dass
fünf Nordmanntannen aus ihrem Verkaufsstand an der Berliner Straße
fehlten. Die 38-Jährige hatte den Stand am Tag zuvor gegen 17.30 Uhr
geschlossen. Als sie am Mittwoch um 10.00 Uhr zurückkehrte, waren die
Bäume weg. Bereits in der Nacht zum Dienstag hatten unbekannte Diebe
fünf Weihnachtsbäume mitgehen lassen. Die Nordmanntannen haben einen
Gesamtwert von rund 360 Euro. Die Polizei erbittet Zeugenhinweise
unter der Rufnummer 02331/986-2066.