Klaus Beyer geht in Ruhestand

28 Jahre lang das Altenwohnheim Dahl geprägt

20171219_Verabschiedung Klaus Beyer
28 Jahre lang hat Klaus Beyer das Ev. Altenwohnheim Dahl mit viel
Herzblut und Engagement geleitet. Am Dienstag wurde er im Beisein
seiner Ehefrau Brigitte von Jürgen Kafczyk (links) und Pfr. Martin Wehn,
theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, in den Ruhestand
verabschiedet. Zahlreiche Wegbegleiter lobten dabei die Arbeit
vom „bekennenden Volmetaler“ Klaus Beyer.

Hagen-Dahl. Mit viel Herzblut, ungemein großem Engagement und persönlicher
Identifikation hat Klaus Beyer in den zurückliegenden 28 Jahren
das Ev. Altenwohnheim Dahl geleitet. Ende Dezember verabschiedet
sich der bekennende „Volmetaler“ in seinen wohl verdienten Ruhestand,
am Dienstag (19. Dezember) hat ihn Pfr. Martin Wehn, Geschäftsführer
der Diakonie Mark-Ruhr, im Beisein zahlreicher Wegbegleiter offiziell
verabschiedet. Dabei wurde einmal mehr das besonders herzliche Verhältnis deutlich,
das Klaus Beyer stets zu „seinen“ Bewohnern gepflegt hat. „Ich hatte
einen echten Traumjob inne“, betont er. „Mich hat immer die Vielseitigkeit
dieses Berufs besonders gereizt. Jeder Tag hat seinen ganz eigenen
Charakter. Ein Altenheim ist für mich wie eine kleine Stadt, bei der ich
eine Art Bürgermeister bin. So jedenfalls habe ich meine Arbeit verstanden.“
Und so war Klaus Beyer für Mitarbeiter und Bewohner jederzeit
ansprechbar und hatte stets ein offenes Ohr.

Das Altenwohnheim Dahl zeichnet sich durch seine familiäre Struktur
aus, „ich bin unseren Mitarbeitenden sehr dankbar, dass wir gemeinsam
stets das Gefühl des zu Hauses seins vermittelt haben. Unser Haus ist
absolut eingebettet in die Region. Vereine, Kirchengemeinde, Politik –
alle stehen hinter unseren Altenwohnheim Dahl“, freut sich Klaus Beyer,
der am 1. Januar 1990 seinen Dienst antrat. Zuvor hatte er 12 Jahre lang
als Jugendreferent im Kirchenkreis Dortmund-Nordwest gearbeitet.
„Während meines Studiums habe ich als Pflegehelfer gejobbt und seitdem
hat mich der Wunsch nicht los gelassen, eines Tages einmal selbst
ein Altenheim zu leiten.“ Diese verantwortungsvolle Aufgabe hatte der
Diplom-Sozialarbeiter nun 28 Jahre inne.
Was hat sich in den fast drei Jahrzehnten verändert? „Die große Nähe,
die ich noch in der 90er Jahren zu Bewohnern hatte, ist weniger geworden.
Die rechtlichen und administrativen Herausforderungen sind stetig
gewachsen. Dazu kommt, dass die Verweildauer der Bewohner in Altenheimen
grundsätzlich gesunken ist und der Grad der Pflegebedürftigkeit
im Verhältnis gestiegen ist.“ Zurückzuführen sei dies auf die gewachsenen
ambulanten Versorgungsstrukturen. „Für mich war es immer eine
Erholung, wenn ich die Bewohner besuchen konnte oder ihnen bei Festen
ganz nah sein konnte.“ Und so zeichnet sich das Altenwohnheim
Dahl nach wie vor durch sein bemerkenswertes Angebot an Veranstaltungen,
Projekten und Festen aus – die nicht zuletzt durch Klas Beyer
geprägt wurden.
Für die Menschen da zu sein und ihnen zu helfen, sei stets der Antrieb
von Klaus Beyer gewesen. „Deswegen kann ich einen Beruf in der Pflege
auch empfehlen, er prägt die Menschen für das Leben in positivem Sinne.
Jeden Tag kann man mit einem guten Gefühl nach Hause gehen,
weil man den Tag über Menschen geholfen hat. Das ist ein sehr anstrengender,
aber überaus erfüllender Job. Pflege ist ein Beruf der Zukunft,
Arbeitslosigkeit ist für examinierte Altenpfleger quasi ausgeschlossen“,
blickt er in die Zukunft. Apropos Zukunft, hierfür hat Klaus Beyer auch
schon einen konkreten Plan. Mit Beginn seines Renteneintritts am 1.
Januar wird er sich unter anderem im Senioren-Theaterensemble des
Stadttheaters Hagen engagieren. „Das war immer mein Wunsch, jetzt
habe ich die Zeit dazu.“

 

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