Grußwort von Oberbürgermeister Erik O. Schulz

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
nicht allein der Blick auf den Kalender, auch die Betriebsamkeit auf den Straßen und
in den Geschäften verraten uns, dass das Jahr 2017 in Windeseile seinem Ende
entgegen sieht. Wie es seit vielen Jahren guter Brauch in unserer Stadt ist, will ich an
dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, Ihnen für die bevorstehenden Feiertage und
den sich anschließenden Jahreswechsel meine besten Wünsche mit auf den Weg zu
geben. Und da bekanntlich insbesondere das Jahresende dazu einlädt, einen
Moment inne zu halten und die wichtigsten Ereignisse der zurückliegenden Monate
noch einmal kurz Revue passieren zu lassen, will ich auch dies mit einem
Augenmerk auf unsere lebendige Stadtentwicklung gerne tun.
Wenig überraschend, hat sich auch 2017 wieder einmal als ein spannendes und
bisweilen ebenso auf- wie anregendes Jahr in unserer Stadtgeschichte präsentiert –
mit vielen Herausforderungen und Erfolgen, aber leider auch einigen Hoffnungen, die
sich am Ende nicht erfüllen ließen.
Die richtig gute Botschaft für das jetzt ausklingende Jahr kam bekanntlich schon
ganz kurz vor dem letzten Jahreswechsel: Hagen hat seit 25 Jahren erstmals wieder
einen ausgeglichenen Haushalt! Das hat unsere kommunale Selbständigkeit gestärkt
und dank der weiteren Entwicklung im Jahreslauf dem Kämmerer unserer Stadt die
Möglichkeit eröffnet, Ende November einen Doppelhaushalt für 2018 und 2019 im
Rat unserer Stadt einzubringen, der weitgehend ohne neuerliche Einschränkungen
für die Bürgerinnen und Bürger bleibt. Mit der vorgesehenen Verabschiedung dieses
Haushaltes im kommenden Frühjahr bleibt gleichwohl die Verpflichtung für Politik und
Verwaltung bestehen, den uns nachfolgenden Generationen eine gute Zukunft in
unserer Stadt zu sichern. Auch wenn eine dauerhafte Entschuldung unserer Stadt
ohne ein aktives Zutun von Land und Bund in den kommenden Jahren und
Jahrzehnten realistisch betrachtet kaum zu bewältigen sein dürfte.
Unter großer medialer Begleitung ist Anfang Oktober der offizielle Startschuss für die
Aufstellung eines „Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes“ (ISEK) für die Stadt
Hagen erfolgt. Im Wissen um die vielfältigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen,
sozialen und klimatischen Herausforderungen in unserer Stadt, hatte der Rat auf
Vorschlag der Verwaltung bereits im vorigen Jahr einen entsprechenden Beschluss
gefasst. Im ISEK werden die strategischen Leitlinien und Ziele der städtischen
Entwicklung für die kommenden Jahre und Jahrzehnte klar formuliert. Dabei werden
weitere Konzepte – etwa zum Bereich Wohnen oder Radfahren – intensiv
berücksichtigt. Und was ganz besonders wichtig ist: die Bürgerinnen und Bürger,
Vereine, Verbände und Organisationen werden auf vielfältige Weise aktiv am
Aufstellungsprozess beteiligt. Gewährleistet wird dies unter anderem durch
Workshops, Fachforen, Konferenzen in den Stadtteilen und eine intensive Nutzung
der Möglichkeiten des Internets. Die enge Einbindung der Politik erfolgt parallel über
ein eigens eingerichtetes Begleitgremium. Anfang 2018 wird es mit den ersten
Beteiligungsformaten losgehen, damit das ISEK – wie geplant – Ende 2018/Anfang
2019 fertig ist. Dann werden wir einen gemeinschaftlich erarbeiteten roten Faden, ein
Leitkonzept haben, an dem sich die zukünftige Hagener Entwicklung strategisch
ausrichten soll. Aber kein starres Korsett, so dass auch auf Unvorhergesehenes und
neue Trends und Herausforderungen reagiert werden kann.
Mit viel Begeisterung ist zudem ein weiteres, breitaufgestelltes Beteiligungsprojekt in
unserer Stadt aufgenommen worden, das im Frühjahr unter dem Titel „Natur und
Freizeit“ seine Premiere erleben durfte: die „1. Hagener Zukunftsschmiede“!
Organisiert und begleitet vom Unternehmerverein, der HAGENagentur und der
Stadtkanzlei im Rathaus geht es hier um Projekte, Impulse und Kooperationen, die
es sich zum Ziel gesetzt haben, Alleinstellungsmerkmale und Stärken der Stadt zu
benennen und – zum Beispiel im Rahmen von besonderen Veranstaltungsformaten –
auch erlebbar zu machen. Mit dem „Tag am See“ Anfang Juli, mehreren Weinfesten
am Rathaus an der Volme und einer ganzen Reihe weiterer, gut besuchter
Veranstaltungen ist dies sofort mit Bravour gelungen. All den vielen fleißigen Helfern,
die zum Gelingen beigetragen haben, sage ich auf diesem Wege noch einmal
meinen ganz herzlichen Dank für ihr Engagement. Und schon jetzt dürfen wir uns auf
die 2. Zukunftsschmiede freuen, die am 19. Februar 2018 zum Thema „Wirtschaft
und Bildung“ im ARCADEON, Haus der Wissenschaft und Weiterbildung, in Halden
stattfinden wird.

Viel Positives gibt es mittlerweile auch wieder rund um die Entwicklungen an
unserem Theater zu vermelden. Nachdem schon im letzten Jahr mit Joseph Trafton
ein neuer Generalmusikdirektor für den scheidenden Florian Ludwig gefunden
werden konnte, hat das renommierte Hagener Haus nun auch wieder einen neuen
Intendanten. Mit Francis Hüsers konnte in der Nachfolge von Norbert Hilchenbach
eine herausragende Persönlichkeit gewonnen werden, die auf eine beeindruckende
künstlerische Biografie verweisen kann und seit August mit viel Energie die neue
Herausforderung an unserem Theater angenommen hat. Zusammen mit dem neuen
Ballettdirektor Alfonso Palencia und der neuen „Lutz“-Leiterin Anja Schöne stehen
Francis Hüsers und Joseph Trafton für einen fulminanten und mit Spannung
erwarteten Neuanfang. Und auch die lang und leidenschaftlich geführten
Auseinandersetzungen rund um weitere notwendige Sparmaßnahmen konnten
endlich zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Der gemeinsam mit der
Theaterspitze und dem Aufsichtsrat gefundene Weg sichert dabei unser Theater als
beliebtes und gefeiertes Vier-Sparten-Haus ab.
Auch im sportlichen Bereich entwickelte sich die Erfolgskurve nach herben
Nackenschlägen im Vorjahr wieder deutlich nach oben. Nach Insolvenz und dem
damit verbundenen Rückzug aus der Basketball-Bundesliga, erhielt Phoenix Hagen
im Mai die sehnlichst erhoffte Lizenz für die 2. Liga „Pro A“. Dort hat sich das Team –
sehr zur Freude der Fans – mittlerweile fest im oberen Tabellendrittel etabliert. Und
auch die Handballer des VfL Eintracht Hagen konnten sich nach einem Jahr
Abstinenz sportlich erneut für die 2. Bundesliga qualifizieren. Dank mehrerer
gefeierter Siege in den letzten Wochen richtet sich der Blick mittlerweile auf einen
Platz jenseits der unteren Tabellenregion.
Für große Aufmerksamkeit sorgte daneben der Vorstoß eines Investors, der in
absehbarer Zukunft in Hagen eine Mehrzweckhalle für etwa 5.000 Besucher
errichten möchte. Seitens Politik und Verwaltungsspitze ist dieses Ansinnen
verständlicherweise mit großer Freude zur Kenntnis genommen worden. Auch wenn
sich ein Neubau im Bereich der sogenannten Westside hinter dem Hagener
Hauptbahnhof nicht realisieren lassen wird, wird derzeit mit Hochdruck nach einem
alternativen Standort im Stadtgebiet gesucht. Wohlwissend, dass bei einer Halle
dieser Größe die sportlichen Entwicklungsperspektiven sowohl für Phoenix als auch
für VfL Eintracht Hagen mit Blickrichtung 1. Bundesliga ausgezeichnet wären.
Für ganz viel sportliche Furore und ein buntes Treiben in unserer Stadt haben
schließlich auch die „Ruhr Games“ gesorgt. Mitte Juni war Hagen – neben Dortmund
und Hamm – Austragungsort für spannende Wettbewerbe in insgesamt fünf
Disziplinen. Dabei gingen rund um den Ischeland-Sportpark etwa 1.900 junge Aktive
aus acht Nationen an den Start und kämpften um Platz und Sieg. Eine tolle Hagener
Sportnacht mit Showeinlagen und vielen Ehrungen rundeten das Programm ab und
bewies einmal mehr, dass Hagen ein großartiger Gastgeber für Gäste aus nah und
fern sein kann!
Neben aller Freude, hat die Hagener Sportfamilie in diesem Jahr aber auch tiefe
Trauer getragen. Matthias Grothe, Trainer von Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen,
ehemaliger Jugend-Nationalspieler und langjähriger Hagener Leistungsträger,
verstarb am 31. Oktober nach schwerer Krankheit im Alter von nur 39 Jahren. Nicht
nur in den Herzen der vielen Basketball-Fans in unserer Stadt wird er immer einen
Platz haben.
Wie erwartet, hat sich auch im Jahr 2017 die vielschichtige Auseinandersetzung mit
dem Komplex Zuwanderung als eine der großen Herausforderungen für unsere Stadt
erwiesen. Dabei ist noch einmal deutlich geworden, dass das Thema Integration viel
weitreichendere Maßnahmen erforderlich macht, als dies in den Jahren 2015/2016
der Fall war, als es galt, für die große Zahl der Flüchtlinge zunächst einmal eine
Notversorgung auf die Beine zu stellen. Eine hohe Fluktuation, die wir insbesondere
bei der steigenden Zahl von Zuwanderern aus Südosteuropa registriert haben,
unterschiedlich lange Verweildauern in unserer Stadt – und damit zugleich in
unseren Kindergärten und Schulen – macht es bei oft nur mangelnden
Deutschkenntnissen nicht eben leicht, ein kontinuierliches Erlernen von Alltagsregeln
zu ermöglichen. Was folgte, waren beinahe zwangsläufig Konflikte, die zum Beispiel
in den Bereichen Wohnen und Stadtsauberkeit an verschiedenen Stellen offen zu
Tage getreten sind. Mit der Einrichtung einer Koordinierungsstelle für
Problemimmobilien haben wir zeitnah reagiert und nach umfangreichen Kontrollen
auch schon einige Objekte in Hagen – unter anderem aus hygienischen und
bauordnungsrechtlichen Gründen – für unbewohnbar erklären müssen. Auch das
Thema Stadtsauberkeit wird uns in diesem Zusammenhang weiter intensiv
beschäftigen. Neben Überlegungen etwa zu einer versuchsweisen Einführung einer
kostenlosen Sperrmüllabfuhr, wird es auch in diesem Bereich zwingend erforderlich
sein, Sicherheit und Ordnung durch eine höhere Kontrolldichte sicherzustellen. Dass
es neben all diesen Problemen eine ganze Reihe von Beispielen für eine gute und
gelungene Integration in unserer Stadtgesellschaft gibt, macht gleichzeitig viel Mut!
In diesem Zusammenhang geht einmal mehr mein ausdrücklicher und herzlicher
Dank an all die vielen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt,
die sich auch über die Ersthilfeaktionen für die Flüchtlinge hinaus noch immer mit
großem persönlichen und zeitlichen Einsatz einbringen. Machen wir uns nichts vor:
Integration ist mindestens eine Generationenaufgabe, der wir uns alle
verantwortungsbewusst stellen müssen. Eine Alternative dazu gibt es nicht; allein
eine Integration kann dauerhaft ein friedvolles Miteinander der unterschiedlichen
Kulturen in unserer Stadt gewährleisten.

Für manche Geduldsprobe im Hagener Stadtgebiet hat im jetzt auslaufenden Jahr
2017 die aktuelle Verkehrssituation gesorgt. Dabei waren – und sind – die
Problemlagen vielfältig. So sorgten insbesondere die Arbeiten an den
Autobahnbrücken und den Autobahnen im Umfeld immer wieder für innerstädtische
Stausituationen. Und die Aussicht, dass im kommenden Jahr die Autobahnauffahrt
„Volmarstein“ für einen längeren Zeitraum gesperrt werden wird, lässt schon heute
wenig Gutes erahnen. Auch der Zustand der Brücken in Hagen selbst wird uns in der
Zukunft noch vor große Herausforderungen stellen. Für eine notwendige Erneuerung
der Brückenachse von Delstern bis zum Hagener Hauptbahnhof wurden in diesem
Spätsommer bereits erste Überlegungen vorgestellt. Ein Mammutprojekt, das bis zur
Fertigstellung mehr als zwei Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird. Auch das Thema
Luftreinhalteplan wird uns noch lange begleiten, wie die von außen herangetragene
Diskussion um ein mögliches Diesel-Fahrverbot für die Innenstadt. Umso dringender
wird es sein, sehr zeitnah zukunftsfähige Verkehrskonzepte für unsere Stadt zu
erarbeiten, zu diskutieren und dann auf den Weg zu bringen. Dabei müssen auch
alle Möglichkeiten zur Steigerung der E-Mobilität, denkbare Anpassungen im Bereich
des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie das aktuell in Arbeit befindliche
Radwegekonzept mitbedacht werden. Insgesamt ein elementar wichtiger Baustein
zur Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.
Intensiv gerungen wurde in den letzten zwölf Monaten auch weiterhin um die Trasse
für die Höchstspannungsleitung in Hohenlimburg. Hier hat „Amprion“ bei der Suche
nach Alternativen den Austausch mit den Bürgerinitiativen intensiviert und wird nach
abschließender Prüfung wohl im kommenden Frühjahr mit einem Vorschlag zur
künftigen Trassenführung ins weitere Verfahren gehen. Und auch das Thema
Windkraft wird im neuen Jahr erneut die Gemüter bewegen. Durch ein Moratorium,
das der Rat im Sommer verabschiedet hatte, waren die Planungen seitens der
Verwaltung für die Suche nach Standorten für neue Windkraftanlagen für ein halbes
Jahr ausgesetzt worden. Mit Spannung werden Kritiker wie Befürworter nun wieder
Richtung Düsseldorf blicken und abwarten, ob – und wenn ja welche – Regelungen
seitens der Landesregierung zum Beispiel für den Abstand von Windkraftanlagen zur
nächstgelegenen Bebauung rechtssicher festgelegt werden.
Beendet ist dagegen die im Jahreslauf mit großer Vehemenz geführte öffentliche
Diskussion um eine Erweiterung der AWO-Klinik im Deerth. Mit Mehrheit sprach sich
der Rat in seiner Sitzung Ende November gegen eine Realisierung der Pläne an
diesem Standort aus und erteilte dem Ansinnen der AWO damit eine Absage.
Während die vorgelegten Gutachten eine Klinikerweiterung durchaus positiv bewertet
hatten, verwiesen die Kritiker vor allem auf die schützenswerten Belange der Natur in
diesem Bereich.
Eine echte Enttäuschung stellte im März die Entscheidung der Landesregierung dar,
die gemeinsame Bewerbung der Stadt Hagen, des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Städte
Schwerte und Fröndenberg, des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sowie der
Kooperationspartner Dortmund und Bochum für die Regionale 2022/2025 nicht mit
einem Zuschlag zu honorieren. Unter dem Motto „Region im Fluss _ Mittendrin in
NRW“ war von den Partnern in kürzester Zeit ein ausgewogenes Konzept erarbeitet
worden, das die Möglichkeiten für künftige Fördermaßnahmen eröffnen sollte, um
das Ruhrtal als attraktiven Wirtschafts- und Lebensraum im Süden der Metropole
Ruhr weiterzuentwickeln. Ein Ziel, das es für die Beteiligten auch jenseits dieser
Absage weiter zu verfolgen gilt. Als ausgesprochen positiv hat sich in diesem
Zusammenhang die wirklich gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem RVR
dargestellt. So übernimmt der Verband die Kosten für eine neue Fuß- und
Radwegebrücke über die Volmemündung und erst vor wenigen Tagen wurde seitens
des RVR ein 20 Hektar großes Gelände von der Bahn am Hengsteyseeufer gekauft,
das zukünftig als Freizeitareal entwickelt und genutzt werden soll. Unsere
detaillierten Überlegungen für die weitere Freizeitentwicklung sowie erste Planungen
für die Beteiligung unserer Stadt an der Internationalen Gartenausstellung (IGA)
2027 unterstreichen zudem, dass es nach Jahrzehnten des Stillstandes an Harkortund
Hengsteysee absehbar eine spannende Fortentwicklung geben wird.
Was hat uns noch in den zurückliegenden Wochen und Monaten des jetzt bald
endenden Jahres 2017 bewegt? Wir haben zwei Wahlen erlebt – zum Landtag in
Düsseldorf und zum Bundestag in Berlin. Die Direktmandate für den Landtag
sicherten sich erneut die beiden SPD-Kandidaten Wolfgang Jörg und Hubertus
Kramer. Dem 19. Deutschen Bundestag gehört abermals René Röspel (SPD) an, der
das Direktmandat gewann, sowie Katrin Helling-Plahr, die über ihren Listenplatz für
die FDP an die Spree wechselte.
Wir haben viele Millionen Euro an Fördergeldern von Land und Bund in Aussicht
gestellt bekommen, die wir nun in den kommenden Jahren vor allem in unsere
Schulen und Kindergärten investieren werden – unter anderem für eine
fortschreitende Digitalisierung. Und auch für den weiteren Breitbandausbau in
unserer Stadt haben wir noch kurz vor dem Jahresende die stolze Summe von 21,4
Millionen Euro als Förderung von Bund und Land avisiert bekommen.
Wir haben auch in Hagen mit diversen stimmungsvollen Veranstaltungen den 500.
Jahrestag der Reformation begangen und wir haben Jubiläen gefeiert wie das 125-
jährige Bestehen von Haus- und Grund Hagen und Umgebung oder des DRK
Hohenlimburg, den 100. Geburtstag des Lions Clubs International, den 50. unserer
Müllverbrennungsanlage sowie unseres beliebten Weihnachtsmarktes, das
Zehnjährige des Kunst- und Atelierhauses an der Hochstraße oder das 5.
Kurzfilmfestival „Eat my shorts“. Wir haben eine faszinierende Ausstellung mit
Werken des große Schauspielers Armin Müller-Stahl im Osthaus-Museum erlebt und
hatten viel Spaß bei der Einweihung der neuen Freizeitanlage „Bohne“ nebst
Pumptrack in Wehringhausen.
Aber es galt auch Abschied zu nehmen von verdienten Frauen und Männern, die die
Geschichte unserer Stadt zum Teil über eine lange Zeit mit geprägt haben:
Magdalene Hoff, die unter anderem als Vizepräsidentin des Europäischen
Parlaments wirkte, die langjährige Bezirksvorsteherin von Hohenlimburg, Marie
Schumann, die ehemaligen Landtags- bzw. Bundestagsabgeordneten Wilfried
Kramps und Hans-Günther Toetemeyer, der ehemalige SIHK Hauptgeschäftsführer
Runar Enwald sowie die Unternehmer Erich Berlet und Carl-Jürgen Brandt.
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
soweit mein kurzer, alles andere als vollständiger Rückblick auf eine Reihe von
Entwicklungen und Entscheidungen, die uns ganz sicherlich in den zurückliegenden
knapp zwölf Monaten auf die eine oder andere Weise berührt oder bewegt haben.
Viele positive Ansätze sind darunter, die uns optimistisch in Richtung Zukunft unserer
Stadt schauen lassen. Eine Zukunft, an der wir im neuen Jahr insbesondere im
Rahmen des ISEK-Prozesses noch intensiver gemeinsam mit den Bürgerinnen und
Bürgern planen und arbeiten werden. Ich freue mich darauf!
Unsere Stadt hat großes Potential; in ihr leben und arbeiten großartige Menschen.
Diese Tatsache müssen wir uns immer wieder neu bewusst machen. Wir wissen um
unsere Stärken, sehen aber auch, wo Verbesserungen notwendig sind. Wichtig ist
und bleibt, dass wir stets eine positive Haltung gegenüber unserer Stadt an den Tag
legen und diese auch selbstbewusst vertreten. Diese Wertschätzung hat unsere
Stadt verdient.
Mir bleibt es, Ihnen allen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer
Familien, Partnerinnen und Partnern, Freunde und Bekannten zu wünschen sowie
einen stimmungsvollen Übergang ins neue Jahr. Zugleich wünsche ich Ihnen und
uns allen für das vor uns liegende Jahr 2018 ganz persönlichen viel Erfolg, vor allem
aber Frieden, Gesundheit und Wohlergehen.
Hagen, im Dezember 2017
Erik O. Schulz

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