Glück im Unglück: Kollision zwischen Zug und Pkw

Sundern.  Am Samstag, um 21:15 Uhr, befuhr ein 39-jähriger
Pkw-Fahrer aus Sundern die innerstädtische Bahnhofstraße in Richtung
B229 und beabsichtigte, mit langsamer Fahrt den unbeschrankten und
ohne Lichtsignale versehenen Bahnübergang der in Privatbesitz
stehenden Röhrtalbahn zu queren. Gleichzeitig befuhr ein Sonderzug
der Deutschen Bahn mit ca. 80 Insassen die Gleise von Arnsberg in
Richtung Sundern. Trotzdem der Zug ebenfalls äußerst langsam fuhr,
kam es auf dem Gleiskörper zu einem Zusammenstoß beider Fahrzeuge.
Der Pkw wurde ca. 10 Meter durch das Gleisbett geschoben. Hierdurch
wurden der 39-Jährige und seine 38-jährige Ehefrau in dem Pkw leicht
verletzt. Sämtliche Passagiere des Zuges blieben unverletzt. Sie
konnten nach Betreuung mit Bussen den Weg fortsetzen. Der Zug ist
rollfähig. Der Pkw musste abgeschleppt werden. Die Höhe des
Sachschadens beträgt nach ersten Schätzungen mehrere tausend Euro.

Phoenix verpasst bei Dietmar Günthers Abschiedsspiel den Sieg

Gerne hätte sich Dietmar Günther mit einem Sieg verabschiedet, doch das war dem scheidenden Interimscoach von Phoenix Hagen am Samstagabend nicht vergönnt. Die 70:80-Niederlage gegen die MLP Academics Heidelberg fiel am Ende deutlich aus, auch wenn Phoenix sich nach dem 33:42-Halbzeitrückstand im dritten Viertel noch herankämpfte. Die 2.012 Zuschauer in der Arena am Ischeland sahen damit am 14. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA die zweite Hagener Heimspielniederlage in drei Tagen – allerdings mit Vechta und Heidelberg gegen zwei Playoff-Anwärter.

Das Personal:

Vor dem Sprungball wurde es emotional: Manfred Grothe, Vater des Ende Oktober verstorbenen Phoenix-Headcoachs Matthias Grothe, kam mit dessen Witwe Maja aufs Spielfeld und bedankte sich bei Phoenix Hagen und allen Fans für die Unterstützung in den vergangenen Wochen und Monaten. Insbesondere dankte er dem scheidenden Interimstrainer Dietmar Günther, der zuvor offiziell verabschiedet worden war. In seinem letzten Spiel blieb Günther seiner stets aufgebotenen Starting Five aus Jonas Grof, James Reid, Derreck Brooks, Dominik Spohr und Alex Herrera treu. Heidelberg begann mit Niklas Würzner, Eric Palm, Shyron Ely, Evan McGaughey und Niklas Ney.

Der Spielverlauf:

Die lebhafte Anfangsphase verlief ausgeglichen mit einem 6:6 (3.). Dann nutzten die Gäste einen kurzen Höhenflug innerhalb von 15 Sekunden zum 6:11. Phoenix legte jetzt aber einen 11:0-Lauf bis zum 17:11 hin. In der Defense kontrollierten die Feuervögel ihren Gegner derart, dass dieser ganze fünf Minuten lang ohne einen Treffer blieb – bis zu zwei Freiwürfen von Martin Seiferth (8.). Beim Viertelende lag Phoenix noch mit 21:18 vorn.

Im hart umkämpften zweiten Viertel baute Phoenix den Vorsprung zunächst auf 26:20 aus (13.). Die Gäste glichen zweimal aus und gingen mit dem 28:31 (15.) zum ersten Mal seit elf Minuten in Führung. Bei Phoenix musste Spielmacher Grof verletzt raus (17.). Jetzt deutlich treffsicherer, mit Palm und Albert Kuppe auch aus der Distanz, setzte sich Heidelberg bis auf 30:41 (19.) ab. Phoenix traute sich nur drei Dreierversuche, von denen keiner ins Netz ging. 33:42 hieß es zur Halbzeit.

Die Academics entkamen bis auf 38:53 (23.). Für die Feuervögel wurde es Zeit, eine Aufholjagd zu starten. Und das mit spektakulären Aktionen: Nach Block von Baumann traf Aminu aus der Distanz zum 46:55 (25.). Eine knappe Minute zuvor hatte er den ersten Hagener Dreier seit der 5. Minute erzielt. Sehenswert war auch Baumanns Dunk zum 54:58 (28.). In rund fünf Minuten konnte Phoenix elf Punkte aufholen und ging so mit 56:61 ins Schlussviertel.

Beim Stand von 61:69 (35.) humpelte Aminu, nach einem Sprungwurf falsch aufgekommen, gestützt von Physio David Lopez und Co-Trainer Alex Nolte vom Court und konnte nicht weiterspielen. Mit jetzt sehr kleiner Rotation kämpfte Phoenix weiter leidenschaftlich und hielt das Spiel bis zum 67:74 (38.) offen. Eine echte Crunchtime ließ Heidelberg nicht zu und mit der Zeit war der Rückstand nicht mehr aufzuholen. Das Spiel endete 70:80.

Das Fazit:

Dass es im insgesamt dritten Heimspiel in Folge und dann auch noch bei Dietmar Günthers Abschied nicht für einen Sieg reichte, war bitter für Phoenix Hagen. Eine Dreierquote von 21 Prozent spricht für sich. Mit Jonas Grof und Joel Aminu mussten im Laufe des Spiels gleich zwei Guards verletzungsbedingt passen. Von der Phoenix-Bank kam viel Energie, die auch dringend nötig war. Marco Hollersbacher verzeichnete mit 15:16 Minuten und fünf Punkten Saison-Bestwerte. Herreras Double-double mit 20 Zählern und zehn Rebounds war am Ende nur etwas für Statistik-Liebhaber.

Die Trainerstimmen:

Dietmar Günther (Phoenix Hagen): „Glückwunsch an Branislav – oder Frenkie, wenn ich das sagen darf – für eine sehr reife und erwachsene Leistung. Wir wirkten manchmal müder als sonst, aber darauf will ich es nicht schieben. In der entscheidenden Phase haben wir wichtige Offensiv-Rebounds zugelassen. Die Mannschaft ist nach dem harten Spiel gegen Vechta als Team aufgetreten und hat sich nach einem kleinen Durchhänger dann zurückgekämpft. Meinen Ausstand habe ich mir natürlich mit einem Sieg vorgestellt, aber so viel Wärme und Herzlichkeit empfunden, dass ich die Aufgabe hier mit einem sehr guten Gefühl beende. Bei Jonas und Joel sieht es nicht ganz dramatisch aus. Ob sie beim nächsten Spiel spielen können, weiß ich nicht. Die anderen haben es gut gemacht. Ob es mit den beiden anders ausgegangen wäre, ist spekulativ.“

Branislav Ignjatovic (MLP Academics Heidelberg): „Ich habe oft in Hagen gespielt und viele Freunde hier, aber einer von meinen Freunden hat heute gefehlt. Es war sehr komisch, nach Hagen zu kommen, ohne das Gesicht von Matthias zu sehen. Das ist wichtiger als das, was auf dem Spielfeld passiert. Wir haben darauf spekuliert, dass Hagen Kräfte verloren hat gegen Vechta. Das war am Donnerstag ein sehr starkes Spiel gegen das stärkste Team der Liga. Aber darauf zu spekulieren, wäre zu wenig, um zu gewinnen. Der Gameplan ist zu 85 Prozent gut gegangen. Die gefährlichsten Schützen Reid, Brooks und Spohr haben wir unter zehn Punkten gehalten. Das ging auf Kosten des Inside-Spiels, Herrera und Baumann haben sehr viel Energie gebracht. Wir haben das Spiel zum Schluss fast noch unnötig abgegeben. Aber insgesamt bin ich zufrieden, es war eine sehr gute Teamleistung.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – MLP Academics Heidelberg 70:80 (33:42)

Phoenix Hagen: Herrera (20, 10 Reb.), Aminu (10), Reid (9/1, 6 Ass.), Baumann (8), Grof (7/1), Spohr (6), Brooks (5/1), Hollersbacher (5), Lodders (7 Ass.), Günther.

MLP Academics Heidelberg: Ney (16), Kuppe (15/5), Ely (14/1, 6 Ass.), Palm (12/2), McGaughey (10/2), Würzner (6, 8 Reb., 7 Ass.), Seiferth (5), Steffen (2), Smith.

Stationen: 15:11 (5.), 21:18 (10.), 28:31 (15.), 33:42 (20.), 46:55 (25.), 56:61 (30.), 63:69 (35.), 70:80 (40.).

Zuschauer: 2.012

Mehrere Veranstaltungen in der Hagener Innenstadt

Heute fanden in der Hagener Innenstadt  mehrere Veranstaltungen statt, die teilweise auch zu Verkehrsbeeinträchtigungen führten. Die Polizei war mit annähernd 100 Beamtinnen und Beamten im Einsatz. In der Spitze rund 1000 Personen führten ab 13.00 Uhr bis 14.50 Uhr einen Aufzug vom Bahnhofsvorplatz
ausgehend über den Graf-von-Galen-Ring, die Elberfelder Straße, den
Adolf-Nassau-Platz, die Bahnhofstraße und über die Hindenburgstraße
sowie die Körnerstraße zurück zum Ausgangspunkt mit einer
Abschlusskundgebung durch. Das Thema der Demonstration lautete
„Jerusalem den Palästinensern – Gegen den einseitigen Ausruf von
Jerusalem als Hauptstadt Israels“. Ab ca. 12.00 Uhr versammelten sich
rund 30 Personen zu einer Gegenveranstaltung an der Marienstraße und
40 Teilnehmer zu einer Mahnwache am Dr.-Ferdinand-David-Park. Das
Thema der Demonstrationen in der Marienstraße lautete „Solidarität
mit Israel – Gegen jeden Antisemitismus“. Die Mahnwache mit dem Thema
„Gegen Antisemitismus – Absolute Solidarität mit den jüdischen
Bürgern Hagens und Umgebung“ wurde um 13.30 Uhr beendet. Die
Veranstaltung aus der Marienstraße endete gegen 14.15 Uhr. Alle
Veranstaltungen verliefen weitestgehend störungsfrei. Lediglich im
Bereich der Karl-Marx-Straße kam es aufgrund der hohen
Emotionalisierung zwischenzeitlich zu lautstarken verbalen
Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der Demonstration vom
Bahnhofsvorplatz und Teilnehmern der Veranstaltung aus der
Marienstraße. Die Polizei hatte die Lage jedoch unter Kontrolle und
konnte eine unmittelbare Konfrontation verhindern.

Rat verabschiedet Haushaltssatzung 2018

Wetter (Ruhr). Mit einer breiten Mehrheit (29 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen) hat der Rat in seiner letzten Sitzung die Haushaltssatzung 2018, den Stellenplan 2018 und das Haushaltssicherungskonzept 2018-2022 verabschiedet. Die Eckdaten des Haushaltes 2018: Die Erträge belaufen sich auf 63,5 Millionen Euro, die Aufwendungen summieren sich auf 72,7 Millionen Euro. Der Haushaltsausgleich wird laut Haushaltssicherungskonzept im Jahr 2022 hergestellt sein. Der Haushaltssatzung stimmten die Fraktionen der SPD, der CDU der FDP  und der Bürger für Wetter sowie Udo Picksak als fraktionsloses Mitglied zu. Dagegen stimmten die Grünen und die CSR. 1,6 Millionen Euro sind für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Wengern in den Haushalt 2018 eingestellt. Diesen Beschluss nahm eine große Delegation der Feuerwehr unter den Zuschauern freudig zur Kenntnis. Darüber hinaus hatte Bürgermeister Frank Hasenberg noch eine gute Nachricht aus Arnsberg: Die Bezirksregierung hat der Stadt erneut die Genehmigung erteilt, den Brandschutz in Wetter auch für die nächsten fünf Jahre mit einer Freiwilligen Feuerwehr zu unterhalten. Hasenberg dankte den Kameradinnen und Kameraden der Wehr für ihre engagierte Mitarbeit am Brandschutzbedarfsplan sowie ihre kompetente Arbeit zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger in Wetter.

Einstimmig beschloss der Rat zudem die Änderung der Hebesteuersatzung (Erhöhung der Grundsteuer B von 500 auf 540 v.H.) Einstimmig bei einer Enthaltung wurde auch die Änderung der Hundesteuersatzung beschlossen.

Schwerer Notfall am Sonnenstein – 91- jährige wurde gerettet

Herdecke. Der Rettungsdienst und die Freiw. Feuerwehr Herdecke wurden um 12:33 Uhr zu einem Notfall in den Ortsteil Sonnenstein gerufen. Ein 91- jähriger schwerverletzter Patient musste mit einem Polytrauma massiv versorgt werden. Ein Passant sowie die Feuerwehr unterstützten die Rettungsmaßnahmen. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst leisteten sechs Einsatzkräfte der Feuerwehr Unterstützung und retteten den Patienten aus dem unwegsamen Garten.

Aufgrund der schweren Verletzungen wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Auf dem Schotterparkplatz am Bleichstein landete kurz darauf der Christoph Dortmund. Ein weiteres Fahrzeug der Feuerwehr sicherte hier die Landestelle ab. Während der Landung herrschte hier wegen dem Schulende viel Personenverkehr.

Der Patient wurde mit dem Rettungswagen dem Hubschrauber zugeführt und umgelagert. Anschließend wurde er mit dem Christoph Dortmund in ein Dortmunder Krankenhaus geflogen.

Ein Löschzug war insgesamt 60 Minuten im Einsatz.

Navigationssysteme gestohlen

Sprockhövel. In der Zeit vom 10.12. bis zum 14.12.17 langten Diebe zwei Mal in Sprockhövel zu. In der Friedrichstraße schlugen sie die Seitenscheibe eines weißen BMW 335i ein und stahlen das festeingebaute Navigationssystem. Auch in der
Gustav-Düsterloh-Straße gelangten sie auf gleiche Weise in einen
grauen BMW X5 und stahlen auch hier das Navigationssystem. In beiden
Fällen blieben die Diebe unerkannt.

A45: Baustellen bei Siegen und Freudenberg gehen in die Winterpause

Hamm (straßen.nrw). Ab Mittwoch (20.12.) läuft der Verkehr in den beiden A45-Baustellen bei Siegen und Freudenberg in Fahrtrichtung Frankfurt wieder in den normalen Fahrspuren. In Fahrtrichtung Dortmund steht noch eine Schutzwand, die im Laufe des Januars abgebaut wird.

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten aber noch nicht. Anfang Mai müssen noch in den beiden Bauabschnitten, im Bereich der Anschlussstelle Freudenberg und Siegen, jeweils drei Kilometer Schutzplanken montiert werden. Dafür wird für circa sechs Wochen eine Verkehrsführung eingerichtet. Der Verkehr wird dann jeweils zweistreifig nach außen, unter Mitbenutzung des neuen Standstreifens, geführt. Danach ist die Sanierung der zehn Kilometer langen Strecke abgeschlossen. Straßen.NRW investiert dort 15 Millionen Euro aus Bundesmitteln.

Weihnachtliches Schoßkinderprogramm

Ein besonderes Weihnachtsprogramm erwartet die Schoßkinder am Dienstag, 19. Dezember, um 10 Uhr und noch einmal um 16 Uhr in der Stadtbücherei auf der Springe. Unter dem Motto „Weihnachtsduft liegt in der Luft“ können die Kinder Leckereien probieren, Bilderbücher anschauen, Geschichten hören und viele Lieder singen und so den Geist von Weihnachten nachempfinden. Auch Kinder, die nicht Weihnachten feiern, sind herzlich willkommen. Die 45-minütige Veranstaltung ist kostenlos und für Kinder ab dem Krabbelalter geeignet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 02331/207-3591 oder im Internet unter www.hagen-medien.de.

A45: Engpass bei Dortmund-Süd

Hamm (straßen.nrw). Ab Montag (18.12.) um 9 Uhr wird es eng auf der A45 im Bereich der Anschlussstelle Dortmund-Süd in Fahrtrichtung Dortmund. Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm muss aufgrund eines Schadens an der Fahrbahnübergangkonstruktion der Talbrücke „Rombergholz“ die rechte Spur in Fahrtrichtung Dortmund für eine Notreparatur sperren. In den Nachtstunden ab 19 Uhr bis zum darauffolgenden Morgen um 6 Uhr wird auch die mittlere Spur gesperrt. Diese Konstruktionen zwischen Fahrbahn und Brücke sind Metallkonstruktionen, die das Ausdehnen der Brücke je nach Umgebungstemperatur gewährleisten. Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm wird die Reparaturen am Mittwoch (20.12.) abschließen.

Audi rammt Rettungwagen im Einsatz

Hagen. Am Samstag, um 22.25 Uhr, kam es im Kreuzungsbereich
Märkischer Ring / Heinitzstr. / Badstraße zu einem Verkehrsunfall
unter Beteiligung eines Rettungswagens, der mit Blaulicht und
Martinshorn unterwegs war. Das Fahrzeug der Hagener Feuerwehr befuhr
den Märkischen Ring aus Richtung Rembergstraße kommend in
Fahrtrichtung Eckeseyer Straße. Der Rettungswagen fuhr bei Rotlicht,
jedoch mit eingeschaltetem Blaulicht und Einsatzhorn, in den
Kreuzungsbereich ein. Ein 28-jähriger fuhr mit seinem Audi A3 von der
Heinitzstraße aus bei Grünlicht zeigender Lichtzeichenanlage in die
Kreuzung ein und übersah augenscheinlich den von links kommenden
Rettungswagen, sodass es zum Zusammenstoß kam, kurz bevor der
Rettungswagen den Kreuzungsbereich passiert hatte. Bei dem
Zusammenstoß wurde die gesamte Front des Audi stark deformiert. Der
Rettungswagen wurde im Bereich der hinteren rechten Felge und des
dortigen Radkastens beschädigt. Beide Fahrzeuge waren nach dem
Zusammenstoß nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Der Sachschaden wird auf etwa 10000 Euro geschätzt. Zeugen des
Unfalls werden gebeten, sich bei der Polizei Hagen, 02331/986-2066,
zu melden.

Junger Hund aus Volme gerettet

Hagen. Am Samstag, gegen 23.45 Uhr, lief ein
Hund auf der Dahler Straße / Stahlstraße, gegen ein Auto. Beim
Versuch des Fahrers, das offensichtlich junge Tier einzufangen, lief
dieses einen steilen Hang zur Volme hinab. Aus Angst, es könne im
Wasser der Volme davontreiben ging er selber im Dunkeln den steilen
nassen Hang hinab. Der Hund kauerte auf einem Ufervorsprung in der
Volme, kam allein dort nicht mehr herunter und fing an zu bellen,
wenn man sich ihm näherte. Eine Streifenwagenbesatzung wurde
entsandt. Einer Polizeibeamtin und dem Melder gelang es, ein Handtuch
über den Kopf des Tieres zu legen. Am Halsband konnte eine
mitgebrachte Hundeleine befestigt und der Hund den Hang hinauf
gezogen werden. Der Kleine wurde zunehmend zutraulicher und ließ sich
im weiteren sogar streicheln. Zufällig kam ein Bekannter der
Hundehalterin vorbei, der „Caspar“ wiedererkannte. Er hatte sich vor
zwei Tagen losgerissen und war seitdem vermisst. Erst vor drei Tagen
sei er aus einem rumänischen Tierheim nach Hagen geholt worden. Kurz
darauf erschien Frauchen von „Caspar“ und nahm ihn unter
Freudentränen an sich.

Dortmunder Polizei ermittelt nach angeblicher Hausbesetzung

 

Dortmund (ots) – Lfd. Nr.: 1399

Die Dortmunder Polizei hat nach einer angeblichen Hausbesetzung
am Freitag Abend die Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs
aufgenommen.

Nach ersten Hinweisen um kurz nach 20 Uhr, suchten Polizeibeamte
die Anschrift an der Wittener Straße in Dortmund-Dorstfeld auf.

Hier stellten die Beamten ein rechtswidriges Eindringen
unbekannter Personen in ein leerstehendes Haus fest. Bei einer
Durchsuchung des Hauses konnten keine Personen mehr angetroffen
werden.

Die Polizei erteilte Platzverweise gegen umherstehende
Rechtsextremisten.

Sichergestellt wurden Fahnen und Transparente sowie Leuchten aus
dem Inneren des Hauses.

Die Ermittlungen dauern an.

NGG appelliert: 70.000 Beschäftigte in Hagen erwarten Umsteuern am Arbeitsmarkt

Für die rund 70.000 Beschäftigten in Hagen hängt viel davon ab, wie die politischen Weichen in Berlin gestellt werden: Wie viel ist künftig in der Lohntüte? Wird Arbeiten in der Nacht oder am Wochenende zur Normalität? Was passiert mit der Rente? Mit Blick auf eine mögliche Neuauflage der Großen Koalition hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt eine „Arbeits- und Sozial-Agenda“ gefordert. Die NGG Südwestfalen richtet einen eindringlichen Appell an die heimischen Bundestagsabgeordneten: „Es muss klar sein, dass die Interessen der Beschäftigten nicht unter die Räder kommen.“

Die Arbeitszeit ist der NGG dabei besonders wichtig: 18.500 Menschen in Hagen haben nach aktuellen Angaben der Arbeitsagentur eine Teilzeit-Stelle – trotz Hochkonjunktur. Das sind 11 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Dabei werden 81 Prozent aller Teilzeit-Jobs von Frauen erledigt. Gewerkschafterin Isabell Mura sieht in den Zahlen einen klaren Auftrag an eine neue Bundesregierung: Nötig sei ein verbrieftes Rückkehrrecht auf Vollzeit.

„Wer seine Arbeitszeit für die Erziehung der Kinder oder die Pflege der Angehörigen runterfährt, der muss danach auch wieder voll in den Job zurückkehren können.“ Genau dafür habe bereits ein Gesetz auf dem Tisch gelegen, das jedoch am Widerstand der Union gescheitert sei. Sollte es wieder zur Koalition von CDU/CSU und SPD kommen, dürfe diese „Von-Teilzeit-zu-Vollzeit-Garantie“ nicht noch einmal verschleppt werden.

Auch die Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes, wie sie Arbeitgeberverbände fordern, lehnt die NGG Südwestfalen strikt ab. „13-Stunden-Tage und Dauer-Verfügbarkeit per Smartphone können nicht die Arbeitswelt von morgen sein. Wer flexible Arbeitszeiten braucht, kann sie per Tarifvertrag regeln“, sagt Mura.

Genauso wenig dürfe an den Aufzeichnungspflichten beim Mindestlohn gerüttelt werden: „Nur wenn die Arbeitgeber die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten aufschreiben, können sie die Stunden auch korrekt bezahlen. Darauf ist jeder ehrliche Unternehmer angewiesen. Wer an die Dokumentationspflicht will, der öffnet dem Lohnbetrug Tür und Tor“, betont die Gewerkschafterin.

Nötig sei zudem ein kräftiger Nachschlag beim Mindestlohn. „Wir brauchen einen zweistelligen Euro-Betrag als unterste Lohngrenze. Das geht nur, wenn dahinter auch ein deutlicher politischer Wille steht. Genau das erwarten Mindestlohn-Empfänger von der neuen Bundesregierung“, macht Mura deutlich.

Ganz oben auf die Agenda gehöre auch ein Plan, um die Krankenversicherung auf neue Füße zu stellen. In einem Land, dem es wirtschaftlich so gut gehe, müsse die „Zwei-Klassen-Medizin“ ein Ende haben. Es könne nicht sein, dass der mit dem dickeren Geldbeutel schneller und besser behandelt werde. Nötig sei eine solidarische Bürgerversicherung, in die alle – auch Beamte und Selbstständige – einzahlten. Für ein solches Modell hatte sich zuletzt die SPD starkgemacht.

Mura: „Die nächste Bundesregierung hat die Chance zum Umsteuern. Gut gefüllte Haushaltskassen bieten den Spielraum für Reformen, von denen die Beschäftigten heute, aber auch die der nächsten Generation etwas haben.“

SPD Hagen: „Sportler werden ab 2018 von der Allianz der Unvernunft zur Kasse gebeten“

Die Unvernunft hat leider gesiegt. Obwohl der Sportausschussvorsitzende Dietmar
Thieser am Donnerstag in der Ratssitzung zahlreiche Argumente gegen die Einführung
der Sportstättengebühr für Vereine aufzählte, traf die Allianz aus CDU, FDP, Grünen –
und neuerdings auch Hagen aktiv – eine katastrophale Entscheidung für den Hagener
Sport. Ab 2018 müssen alle Sportler in die Tasche greifen, damit der Kämmerer im Jahr
180 000 Euro plus Mehrwertsteuer mehr auf seinem städtischen Konto verbuchen kann.
Der Sportausschuss hatte diese Gebühr zwei Tage zuvor abgelehnt. Aus gutem Grund,
denn viele Fragen, die das bürokratische Monstrum aufwirft, sind noch gar nicht geklärt.
Vor allem die Frage, mit welchem – auch finanziellem – Aufwand die Stadt Hagen das
Geld von den Vereinen eintreiben wird. Fest steht, dass zunächst einmal allein mit über
140 Vereinen Verträge geschlossen werden müssen. Fraglich ist auch, ob die im
Frühjahr erhobenen Sportstätten-Belegungszahlen für 2018 und die Folgejahre
überhaupt noch gelten. So machte Dietmar Thieser deutlich, dass es zahlreiche
Widersprüche geben wird, die ebenfalls bearbeitet werden müssen. Auch ein
Mahnverfahren ist nicht auszuschließen. Was dann für den Kämmerer unterm Strich
noch übrig bleibt, steht nach wie vor in den Sternen.
Doch der Vorschlag der SPD-Ratsfraktion, die Sportstättengebühr in dieser Form in der
letzten Ratssitzung des Jahres nicht zu beschließen um sie im Januar und Februar in
den anstehenden Haushaltsberatungen unter Vernunftsaspekten erneut zu diskutieren,
wurde von Kämmerer Christoph Gerbersmann brüsk zurückgewiesen. Hagens oberster
Buchhalter drohte wie gewohnt mit der Arnsberger Aufsichtsbehörde und spielte erneut
den Sport gegen die Kultur und soziale Einrichtungen aus, in dem er weitere
Sparmaßnahmen in diesen Bereichen ankündigte, wenn die Gebühr nicht beschlossen
wird.
Die SPD-Fraktion lehnt die Gebühr nach wie vor ab und wird nun mit Argusaugen auf die Umsetzung und die nicht zu vermeidenden Auseinandersetzungen zwischen
Sportvereinen und der Stadt schauen um immer wieder den Finger in die Wunde zu
legen, die durch die „Allianz der Unvernunft“ ohne Not aufgerissen wurde.