Phoenix gewinnt als Team in Chemnitz

Für die Feuervögel ging es nach dem fulminanten Heim-Comeback gegen die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau wieder auf weite Reise. Mit den NINERS Chemnitz wurden sie vom bis dahin Tabellensechsten empfangen. Angereist waren die Hagener jedoch ohne Headcoach Dietmar Günther, der an diesem Tag von Co-Trainer und Assistent Alex Nolte vertreten wurde. Und das würdig: Nachdem es nach hinten raus noch einmal knapp wurde, siegte Phoenix Hagen dank einer starken Teamleistung und einem Kapitän, der in den richtigen Momenten wahre Größe bewies, 84:73.

Das Personal: 

Bei der Starting-Five blieben sich die Phoenix Coaches auch am 11. Spieltag treu. Auf dem Parkett standen somit Kapitän Dominik Spohr, Jonas Grof, James Reid, Alex Herrera und Derreck Brooks. Die NINERS Chemnitz starteten mit Malte Ziegenhagen, Jonas Richter, Bradley Tinsley, Joseph Lawson und Samuel Parker

Der Spielverlauf: 

Die ersten Punkte der Begegnung zwischen den NINERS Chemnitz und Phoenix Hagen gingen durch einen verwandelten Freiwurf von Dominik Spohr auf das Konto der Gäste. Den ersten Hagener Feldkorb erzielte Alex Herrera jedoch erst bei 6:21 Minuten zum 5:9. So erwischten die Gastgeber zwar den besseren Start, doch der bärenstarke Herrera glich wenig später bereits zum 8:8 aus und brachte sein Team auf Kurs. Drei Minuten vor Ende des ersten Viertels wechselte das Gespann Schulze/Nolte den jungen Jasper Günther ein, der sich dafür direkt mit einem Steal und einem Assist an Kapitän Spohr bedankte und somit maßgeblich an der 13:11-Führung der Hagener beteiligt war. Nach zehn gespielten Minuten lagen die Feuervögel 20:13 vorn. Kleiner Wermutstropfen war der Zusammenstoß zwischen James Reid und Malte Ziegenhagen, die sich beide einen Cut zuzogen, jedoch weiterspielen konnten.

In den zweiten Spielabschnitt gingen bei Phoenix Hagen Grof, Aminu, Lodders, Hollersbacher und Baumann. Zwar startete Jonas Grof mit einem Sprungwurf direkt zum 22:13 durch, danach hatten jedoch die Gastgeber die Nase vorn und kämpften sich bis zum 22:21 heran, bevor James Reid durch einen Korbleger für Phoenix Hagen auf 24:21 erhöhte. Nach guten fünf Minuten hatten es die NINERS bei einem Spielstand von 27:25 für die Feuervögel zwar fast geschafft auszugleichen, schafften es aber erst wenig später durch Malte Ziegenhagen die Phoenixe zu überholen. Bis zur Halbzeit blieb es eng, die Chemnitzer entschieden das zweite Viertel 20:16 für sich, zur Halbzeit führte Phoenix Hagen dennoch 36:33.

Mit nur einem kleinen Polster von drei Punkten kamen die Feuervögel aus der Halbzeit zurück. Alex Herrera eröffnete die zweite Spielhälfte mit einem Korbleger, wirklich absetzen konnte Phoenix Hagen sicher aber das gesamte dritte Viertel über nicht. Auf Gastgeber Seite war es immer wieder der übermächtige Andrzej Piotr Mazurczak, der es den Hagenern nicht nur offensiv schwer machte, die Führung auszubauen. So endete das dritte Viertel 19:17 für Phoenix Hagen, die somit mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung (55:50) in die Crunchtime starteten.

Der letzte Spielabschnitt gestaltete sich bis  vier Minuten vor Schluss  zu Gunsten von Phoenix Hagen, bis der Chemnitzer Jonas Richter durch zwei verwandelte Freiwürfe die NINERS 67:66 in Führung brachte. Doch Feuervögel-Kapitän Spohr antwortete schnell mit einem Dreier und James Reid erhöhte durch wiederrum zwei Freiwürfe auf 71:67. Der bärenstarke Alex Herrera legte noch einmal nach und stellte das 74:67 her. Nach einem Timeout der Gastgeber verübte Ziegenhagen zwei Fouls an Dominik Spohr und James Reid, die das 79:69 knappe zwei Minuten vor Schluss ermöglichten. Die letzten Phoenix-Punkte gingen via Freiwurf auf das Konto von Reid, bevor der Chemnitzer Jonas Richter 22 Sekunden vor Schluss den 84:73-Endstand herstellte.

Das Fazit:

Der Flug des Phoenix hat heute in einer sehr guten Teamleistung an Höhe gewonnen. Gegen die NINERS Chemnitz haben die Feuervögel als Team gewonnen, das Kapitän Spohr in den wichtigen Momenten durch seine Dreier auf Kurs gehalten hat. Gut hat sich außerdem Joel Aminu präsentiert und seine Mannschaft mit 14 Punkten unterstützt. Das Bruder-Duell Lodders/Lodders ging an Feuervogel Jannik, der vor allem defensiv einen guten Job gemacht hat.

Phoenix-Co-Trainer Kai Schulze: 

„In der ersten Halbzeit haben wir viel zu wenig attackiert und sind nicht so richtig ins Spiel gekommen. Nach der Pause haben wir aber den Schalter umlegen können und haben besser auf die Gegenspieler reagiert. In der zweiten Halbzeit haben wirklich alle Jungs gut gespielt, zudem haben wir viele Fouls gezogen. “

Die Statistik:

NINERS Chemnitz – Phoenix Hagen 84:73 (33:36)

Phoenix Hagen: Spohr (23), Herrera (19),  Aminu (14), Reid (8), Grof (6), Brooks (4) , Günther (4), Baumann (4), Lodders (2), Hollersbacher.

NINERS Chemnitz: Mazurczak (25), Ziegenhagen (15), Lawson (13), Richter (8), Parker (4), Tinsley (4), Fleischmann (2), Mixich (2), Lodders , Albrecht, Wendler, Kayser.

Revierderby – Polizei setzte Schalker Problemfanszene fest

Dortmund. Wieder einmal hatte die Dortmunder Polizei am
heutigen Tag die Aufgabe, das Revierderby zwischen dem BvB 09 und
Schalke 04 als Großeinsatz zu begleiten. Deutlich mehr als 1500
Beamte aus ganz Nordrhein-Westfalen sorgten für sichere
Rahmenbedingungen für die tausenden Besucher des Stadions, der
Dortmunder Innenstadt und des Weihnachtsmarktes.

Die Dortmunder Polizei setzte in ihrer Einsatzstrategie erneut auf
eine klare Fantrennung und, um dieses zu gewährleisten, erneut auf
das „Neue-Wege“-Konzept, welches im Bereich des Nordausganges des
Hauptbahnhofes in diesem Jahr verbessert wurde.

Eine große Mehrheit der Fußballanhänger nutzte die vorher
festgelegten Wege, das traf jedoch nicht auf eine Gruppe von Schalker
Anhängern zu.

So setzte die Polizei im Vorfeld des Spiels eine Gruppe von über
650 Anhängern der Gelsenkirchener Problemfanszene in der
Kuithanstraße / Metzerstraße fest. Augenscheinlich sollte das
Anreisekonzept bewusst umgangen werden. Die gewaltbereite Gruppe
führte eine größere Menge Passivbewaffnung, darunter Gebissschutze,
Sturmhauben und auch Quarzhandschuhe, mit sich. (Siehe angehängtes
Foto)

Die Einsatzkräfte stellten mehrere hundert Beweismittel sicher,
die Personalien der Beteiligten wurden vor Ort überprüft. Für die
Dauer dieser Maßnahmen musste die Kuithanstraße für mehrere Stunden
gesperrt werden.

Angesichts der erheblichen Besucherströme in die Dortmunder
Innenstadt sind wir zufrieden, dass ein Verkehrschaos in unserer
Stadt verhindert werden konnte.

Starke polizeiliche Kräfte führten die Gelsenkirchener Problemfans
nach Abschluss der Maßnahmen zum Hauptbahnhof. Ein Entlastungszug
brachte die Gruppe zurück nach Gelsenkirchen.

Ebenfalls vor dem Spiel setzten Einsatzkräfte eine Gruppe von über
50 Gelsenkirchener Problemfans auf der Rheinischen Straße fest. Auch
hier stellten die Einsatzkräfte Passivbewaffnung sicher. Vier
Personen der konspirativ angereisten Gruppe wurden in Gewahrsam
genommen. Der Rest erhielt einen Platzverweis, zur Durchsetzung
desselben stellte die Polizei die Eintrittskarten für das Derby
sicher.

Gegen 13.05 Uhr liefen circa 1000 Anhänger des BvB gemeinsam auf
der Hohen Straße in Richtung Stadion. Es kam zu erheblichen
Verkehrsbeeinträchtigungen. Vereinzelt wurden Rauchtöpfe und
Pyrotechnik gezündet. Darüber hinaus kam es zu erheblichen
Verschmutzungen auf der Straße durch Glasbruch.

Im Bereich der Kreuzstraße versuchten einige BVB Anhänger durch
die absichernden Polizeikräfte durchzubrechen. Eine
Auseinandersetzung zwischen diesen Personen und der an der
Kuithanstraße kontrollierten Schalker Problemfangruppen verhinderten
die Beamten jedoch konsequent.

Beim Anpfiff zündeten Unbekannte auf der Südtribüne mehrere
Rauchtöpfe. Eine Person wurde dadurch verletzt.

Nach dem Spiel versuchten einige Dutzend Anhänger des BvB durch
ein geöffnetes Tor von der Tribüne auf das Spielfeld zu gelangen.
Einsatzkräfte und Ordner konnten dies verhindern. Beim Aufdrücken des
Tores verletzte sich eine Person.

Während der Abmarschphase versuchten circa 20 Dortmunder Ultras im
Bereich des Wirtschaftsweges/Strobelallee Schalker Fans anzugreifen.
Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray gegen die
Gewalttäter ein und ermittelt wegen Landfriedensbruchs.

Ebenfalls in der Abmarschphase griffen Dortmunder Fußballanhänger
einen Schalker Fan an. Dieser musste vor Ort ärztlich behandelt
werden.

Der Polizeiführer, der Leitende Polizeidirektor Dieter Keil, dankt
den polizeilichen Unterstützungskräften aus ganz NRW. Maßgeblich am
Erfolg des heutigen Einsatzes beteiligt sind insbesondere aber auch
die Kräfte der Bundespolizei, die DSW 21, die Deutsche Bahn und die
Kräfte der Feuerwehr gewesen.

Leserbrief zum Thema Sozialticket

Die Landesregierung plant, das Sozialticket anzuschaffen. Die SozialAG von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Hagen gibt dazu folgende Erklärung ab:

>>Jetzt ist es heraus: Die schwarz-gelbe Landesregierung hat beschlossen, dass das Sozialticket ein Auslaufmodell ist. Das Sozialticket wurde unter der rot-grünen Landesregierung eingeführt und ermöglichte Hartz-IV-Empfängern, Aufstockern, Rentnern in Grundsicherung, Beziehern von Wohngeld und Flüchtlingen eine preisgünstige Möglichkeit, am öffentlichen Nahverkehr teilzuhaben. Die Zuschüsse der Landesregierung haben schon in den letzten Jahren kaum ausgereicht, um die Finanzierungslücke in den Verkehrsverbünden – für Hagen den VRR – auszugleichen. Jetzt will Verkehrsminister Wüst die Zuschüsse in zwei Schritten weiter kürzen.

In Hagen sind, vorsichtig gerechnet, 32 400 Menschen anspruchsberechtigt. Etwa 4 200 machen inzwischen von der Möglichkeit Gebrauch. Hartz-IV-Empfänger müssen das Jobcenter aufsuchen, Rentnerinnen zum Arzt oder Einkaufen fahren, Aufstocker müssen ihren Arbeitsplatz erreichen. Sie alle mussten am 1. Oktober bereits eine Preiserhöhung von 6,3 Prozent (auf 37,80 €) verkraften. Jetzt drohen ihnen in der nächsten Zeit weitere finanzielle Belastungen – gerade denjenigen, bei denen jeder Cent zählt.

Minister Wüst will das Geld, das einkommensschwachen Menschen genommen wird, in den Ausbau des Straßennetzes stecken, ist zu vernehmen – noch nicht einmal zweckgebunden in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Die SozialAG von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Hagen verurteilt diese Politik, die Menschen von ihrem Recht auf Mobilität ausschließt. Sie ist unsozial und setzt in Zeiten des Klimawandels falsche Signale für noch mehr Individualverkehr, von dem die Anspruchsberechtigten für ein Sozialticket ausgeschlossen sind. Wir fordern die Hagener Landtagsabgeordneten und den Oberbürgermeister auf, sich dem Protest gegen das Aus für das Sozialticket anzuschließen.<<

ÖPNV Positionspapier von SPD und GRÜNE in Hagen

Hagen. Um die Debatte um den ÖPNV in Hagen weiter voran zu bringen und gemeinsame Wege zu finden, haben sich SPD und GRÜNE wie folgt an die anderen Hagener Parteien gewandt.

>> … die Attraktivität des ÖPNV in Hagen hat seit Jahren leider permanent abgenommen und das Angebot gerade für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist völlig indiskutabel. Linienführungen und Taktfolgen vor allem außerhalb des Zeitraums von 7 bis 18 Uhr sind kaum noch vertretbar und berücksichtigten nicht den Wandel der Lebensverhältnisse. Ebenso entsprechen die Fahrzeuge hinsichtlich Komfort (z.B. bei der Klimatisierung) und Kapazität (in Bezug auf Rollatoren und Kinderwagen) überwiegend nicht mehr dem heute notwendigen Standard.

Wir sind uns als SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN darin einig, dass wir den ÖPNV in Hagen dringend zu einem Schwerpunkt der politischen Arbeit machen müssen. Die Attraktivität unserer Stadt hängt entscheidend davon ab, wie gut unser Nahverkehrssystem funktioniert. Eine Alternative zum Individualverkehr ist das Busnetz nicht. Auch angesichts der Umweltbelastungen – insbesondere aufgrund der Tallage Hagens – ist es jedoch notwendig, ein attraktives Nahverkehrsangebot zu schaffen.

Mit unserem gemeinsam erarbeiteten und jeweils einstimmig beschlossenen ÖPNV-Konzept bieten wir konkrete inhaltliche Lösungsvorschläge an. Wir wollen diese Diskussion gemeinsam führen. Dies ist dringend nötig und daher laden wir Sie und Ihre Partei dazu ein, sich daran konstruktiv und zum Wohle unserer Stadt zu beteiligen.

Treten Sie mit uns in den Dialog – für die Zukunftsfähigkeit unseres ÖPNV in Hagen! Lassen Sie uns gemeinsam an den dort formulierten Zielen arbeiten und an die Fraktionen des Stadtrats herantreten, um eine breite Mehrheit dafür zu erreichen. Wir freuen uns Vorschläge und Diskussionsbeiträge Ihrerseits.

Mit hagenfreundlichen Grüßen

Timo Schisanowski Christa Stiller-Ludwig Rolf L. Willaredt<<

In dem Positionspapier heißt es:

>>Öffentlicher Personennahverkehr in Hagen

Vorbemerkung

Das Busnetz der Hagener Straßenbahn, die Linienführung und die Taktfolge werden seit vielen Jahren überwiegend von dem Bemühen geprägt, das Defizit so gering wie möglich zu halten. Ausgehend von der Finanzkrise der Stadt Hagen, dem Verlust des steuerlichen Querverbundes und den wegbrechenden Erträgen der Mark E / Enervie wurden drastische Einschnitte in dem Angebot der Hagener Straßenbahn vorgenommen. Die dazu erforderlichen Entscheidungen wurden vom Rat der Stadt Hagen getroffen.

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs in Hagen in den letzten Jahren permanent abgenommen hat.

Es muss festgehalten werden, dass das Angebot für Arbeitnehmer außerhalb der Innenstadt mit nicht regelmäßiger Tagesarbeitszeit völlig indiskutabel ist. Die Arbeitnehmer in dieser Stadt haben weitgehend ihren Arbeitsweg ohne Nahverkehr organisiert und sind auf den Individualverkehr ausgewichen. Formal werden die Gewerbegebiete zwar bedient, allerdings sind Taktfolge und Fahrtzeiten völlig unakzeptabel.


Negativ betroffen sind z.B. die Arbeitnehmer, die aufgrund ihrer sozialen Situation und der Arbeitszeiten eigentlich auf ein funktionierendes Nahverkehrssystem angewiesen sind. Dies gilt insbesondere für die Mitarbeiterinnen des Einzelhandels und der Pflegeberufe.

Montags bis freitags sind außerhalb des Zeitraums von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr vertretbare Linienführungen und Taktfolgen nicht gegeben. Dies schränkt auch im erheblichen Umfang die Bewegungsmöglichkeiten der älteren Bevölkerungsteile ein. Verschärft wird diese Situation noch an den Wochenenden.

Insgesamt berücksichtigt die Planung nicht den Wandel der Lebensverhältnisse. Das Geschäftsleben in der Innenstadt endet nicht mehr wie vor vielen Jahren um 18.30 Uhr, an Samstagen sind nicht mehr ab 14.00 Uhr die Geschäfte geschlossen.

Deutlich weniger als 50 % der eingesetzten Fahrzeuge entsprechen dem notwendigen Komfort für Fahrgäste und Fahrer hinsichtlich der Klimatisierung der Fahrzeuge.

Die zunehmende Zahl der Fahrgäste, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind oder Kinderwagen mitführen, übersteigt die Kapazität der Busse bei weitem.

Die Bevölkerung kann ohne Nutzen des Individualverkehrs nicht mehr an dem gesellschaftlichen Leben in der Stadt in den Abendstunden und an den Wochenenden teilnehmen. Der demografische Wandel macht diese Entwicklung noch dramatischer, Ältere sind bis ins hohe Alter darauf angewiesen, mit dem PKW zu fahren.

Eine Alternative ist das Busnetz nicht.

Die Notwendigkeit dem Individualverkehr angesichts der Umweltbelastungen – insbesondere aufgrund der Tallage Hagens – ein attraktives Nahverkehrsangebot gegenüber zu stellen, wird in keiner Weise erreicht.

Konsequenz

Es ist dringend geboten, dass der öffentliche Personennahverkehr ein Schwerpunkt der politischen Arbeit in Hagen wird.

Dabei ist zunächst festzustellen, dass die Schwachstellen keine Kritik an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hagener Straßenbahn bedeuten. Die Vorgaben des Rates und deren Vertreter im Aufsichtsrat der Hagener Straßenbahn haben diese Situation herbeigeführt. Es gilt gemeinsam trotz der angespannten Haushaltslage der Stadt Verbesserungen und Optimierungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Die viel diskutierte Attraktivität Hagens hängt nicht zuletzt und entscheidend auch von einem gut funktionierenden Nahverkehrssystem ab.

Dies umso mehr, da durch den dringend notwendigen Umstieg vom Individualverkehr auf den ÖPNV sich die Immissionsbelastungen mit Feinstaub und Stickoxiden senken lassen. Das ist ein wichtiger Baustein, die Menschen an den vielbefahrenen Straßen vor erheblichen Gesundheitsgefahren zu bewahren und gleichzeitig drohende Strafzahlungen der EU wegen Nichteinhaltung der Grenzwerte zu vermeiden.

Maßnahmen

Nahverkehrsplan

Die vom Rat beschlossene Neufassung des Nahverkehrsplans für Hagen bietet die Chance, die notwendigen Änderungen umzusetzen.

Dabei sind folgende Ziele umzusetzen

  • Verstärkung des Angebots in den Abend- / Nachtstunden und an den Wochenenden, dies schließt auch individuelle Lösungen mit ein (z. B. Anrufsammeltaxen, oder Busse per App http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/duisburg-bus-app-bestellen100.html )
  • Optimierung der Linienführung mit dem Ziel, die Reisezeiten zu verkürzen,

  • verbindliche Umsteigebeziehungen in den Nebenzentren um abseits gelegene Wohngebiete zu erschließen,

  • Anbindung der Nebenzentren in einem 15 Minuten-Takt, Linien mit dem selben Endziel müssen dieses Ziel zu unterschiedlichen Zeiten im Rahmen der Taktvorgabe erreichen,

  • Vermeiden von Parallelfahrten

  • Verlässlichkeit (Pünktlichkeit) der Verbindungen, Zusatzmaßnahmen aufgrund von langfristigen Verkehrsstörungen z. B. durch Straßenbauarbeiten,

  • Anbindung des Schienenverkehrs an die Innenstadt verbessern, z. B. durch
    • Schaffung eines Haltepunktes für die DB in Eilpe im Bereich des Einkaufscentrums schaffen, dafür könnte der Haltepunkt Oberhagen aufgegeben werden.
    • Die Aktivierung des Bahnhofs Vorhalle. Abstimmen des Fahrplans und des Angebots mit überörtlichen Anbietern (z. B. DB)
  • Verpflichtende Ausstattung aller Fahrzeuge mit Klimaanlagen, Neuanschaffung von Bussen nur noch mit emissionsarmer Antriebstechnik (ab 2025?)

  • Verstärkte Berücksichtigung der Transportnotwendigkeit für Menschen mit Handicaps.

  • Sicherung der vorhandenen Sozialstandards für die Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen als zwingende Vorgabe im Rahmen des Nahverkehrsplans

Stadtplanung

Bei der anstehenden Neuausrichtung der Verkehrsplanung aufgrund des Zustandes der Hagener Brücken ist darauf zu achten, dass eine Vorrangstellung für den ÖPNV sichergestellt wird,

Mögliche Maßnahmen sind

  • Vorrangschaltungen bei den Ampelanlagen, separate Busspuren für Busse, Taxen und Radfahrer,

  • Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsmittel durch

    • Schaffung von Park-and-Ride Möglichkeiten (z.B. Höing, Eilpe, Haspe, Vorhalle),

    • Einbinden des Radnetzes in den ÖPNV durch zentrale Umsteigmöglichkeiten mit sicheren Abstellmöglichkeiten für die Räder.

    • Öffnung des Bahnhofstunnels nach Fertigstellung der Bahnhofshinterfahrung (dadurch kann eine Anbindung sowohl des Radverkehrs als auch der Fußgänger ermöglicht werden

  • Konsequente Vorrangpolitik für den ÖPNV durch Einschränkung des Individualverkehrs.

Neue und alternative Mobilitätskonzepte

Langfristig bzw. mittelfristig wird das ÖPNV-Angebot durch alternative Verkehrsmittel und –angebote sich verändern. Die Hagener Straßenbahn AG ist daher durch den Rat damit zu beauftragen, diese Konzepte für Hagen mit zu entwickeln und auch umzusetzen (Car Sharing, selbstfahrende kleinere Transporteinheiten, usw.).

Sicherheitsaspekt

Die Situation an der zentralen Haltestelle am Hauptbahnhof ist für viele Fahrgäste mehr als besorgniserregend, Belästigungen, Pöbeleien, Bedrohungen, Betteleien verunsichern die Fahrgäste. Dies gilt insbesondere in den Abendstunden, dann auch an der Haltestelle im Innenstadtbereich. Ältere Personen trauen sich häufig nicht mehr, bei Dunkelheit diese Bereiche zu nutzen.

Es sind daher zusätzliche Sicherheitskräfte in diesen Bereichen einzusetzen. Dabei ist auch zu prüfen, ob in den Abend- und Nachtstunden zur Sicherheit der Fahrer und der Fahrgäste Fahrbegleiter eingesetzt werden.

Weiteres Vorgehen

Es ist dringend geboten, dass die dargestellten Probleme, Maßnahmen und Anregungen in die öffentliche Diskussion intensiv einfließen. Im Gegensatz zu anderen Interessengruppen verfügen die Nutzer des ÖPNV über keine öffentliche Lobby.

Hier sind die Parteien von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gefordert, sich massiv zu engagieren.

Die Diskussion und die Ergebnisse werden nicht losgelöst von der Hagener Finanzsituation zu diskutieren und zu erzielen sein, dennoch ist es erforderlich, dass der öffentliche Personennahverkehr in den Mittelpunkt der Diskussion gestellt wird.

Finanzielle Entscheidungen über die Konsequenzen des neuen Nahverkehrsplans sind im Gegensatz zum derzeitigen Ratsbeschluss am Ende des Diskussionsprozesses zu treffen.

Unabhängig von der aktuellen Diskussion zur Neufassung des Nahverkehrsplanes für Hagen besteht Einigkeit, dass gesellschaftspolitisch die Förderung des öffentlichen Personenverkehrs auf allen Ebenen die einzige Alternative zu dem zum drohenden Verkehrskollaps ist und der Senkung der Schadstoffe eine wirksame Maßnahme zur Verbesserung der teilweise gesundheitsgefährdenden Immissionsbelastung darstellt.

Von daher müssen sowohl der Bund als auch die Länder die dafür erforderlichen Maßnahmen und Mittel zur Verfügung stellen, z.B.

  • durch verbesserte Zuschüsse bei der Anschaffung von Bussen mit emissionsarmen Antrieben

  • ……

Es gilt diese Position stärker in den Schwerpunkt der öffentlichen Diskussion zu stellen.<<

Zimmerbrand – Eine verletzte Person

Hattingen. Passanten haben am frühen Samstagmorgen in der
Straße „Pottacker“ einen ausgelösten Heimrauchmelder und Brandrauch
aus einem Mehrfamilienhaus wahrgenommen.

Sie alarmierten richtigerweise die Feuerwehr. Diese war um kurz
nach 2 Uhr mit den ersten Kräften an der Einsatzstelle. Zu diesem
Zeitpunkt war das Feuer im Wohnzimmer bereits gelöscht und der
Bewohner aus seiner Wohnung verbracht.

Durch das besonnene Handeln der Passanten konnte hier Schlimmeres
verhindert werden. Die Tätigkeit der Feuerwehr beschränkte sich daher
auf die Kontrolle und Belüftung der Wohnung. Diese wurde abschließend
an die Polizei übergeben. Ein Rettungswagen brachte den Bewohner in
ein Hattinger Krankenhaus.

Wegen des vermuteten Zimmerbrands wurden, neben der Hauptwache,
die freiwillige Einheit aus Mitte sowie die
Schutzzielergänzungseinheiten aus Welper, Oberbredenscheid und
Niederwenigern alarmiert.

Wissensoffensive 2017: Auf dem Weg zur digitalen Wirtschaft

digi
Setzen sich für die Digitalisierung im Mittelstand ein: Bo Bäckström, Vorstand wisnet e. V., Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Dr. Erich Behrendt, Vorstand wisnet e. V., Bettina Bartz, Geschäftsstellenleiterin Kompetenzzentrum eStandards, Köln, Michael Ellinghaus, Geschäftsführer HAGENagentur und Jörg Siegmann, Projektleiter Kompetenzzentrum eStandards, Hagen (v.l.n.r.).

Hagen. „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ sind in aller Munde, aber den mittelständischen Unternehmen in der Region fehlen verlässliche Informationen. Deshalb hatte die diesjährige „Wissensoffensive“ des Vereins wisnet e. V. ausschließlich diese Themen im Fokus. Unter der Schirmherrschaft von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart und in enger Kooperation mit dem neu gegründeten Kompetenzzentrum eStandards beleuchteten Experten, Wissenschaftler und Unternehmer einen ganzen Tag lang Chancen, Risiken und Hindernisse.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der engen Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Hochschulen und Unternehmen für den Wirtschaftsstandort Hagen.

Nach einem Kurzvortrag von Jörg Heier, Digital Transformation Advisor bei Microsoft, zum Einsatz von Open-Source-Schnittstellen diskutierten die Teilnehmer in 8 Arbeitsgruppen Detailaspekte der Digitalisierung in der Praxis. Jörg Siegmann, Projektleiter des Kompetenzzentrums eStandards in Hagen, zog ein positives Fazit: „Die große Teilnehmerzahl belegt, wie wichtig es ist, sich praxisnah mit dem Thema zu beschäftigen. Das war ein guter Tag mit wertvollen Informationen, sowohl für die Unternehmer, als auch für unsere weitere Arbeit.“

Tanztee im Emster Kulturhof

„Adventstanz“, so lautet das Motto beim monatlichen Tanztee in der Emster Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Am morgigen Samstag, 25.11.2017, werden die ehrenamtlichen Kräfte des Hauses wieder für einen vergnüglichen Nachmittag sorgen – mit frischem Kaffee und Kuchen und einem herzhaften Abendessen.

Die musikalische Unterhaltung liegt beim Tanznachmittag im November in den Händen des Stimmungsduos De Entertainer, die ab 14:00 h zum Tanz aufspielen werden.

Um das Tanzbein schwingen zu dürfen muss man natürlich kein AWO-Mitglied sein – eingeladen sind alle tanzbegeisterten Hagenerinnen und Hagener.

Tanztee

Sa., 25.11.2017

14:00 h

AWO Begegnungsstätte

Kulturhof Emst

Auf dem Kämpchen 16

58093 Hagen

 

Falken-Kultur-Fest

Am Sonntag findet ab 14:00 Uhr im ev. Gemeindezentrum in der Vorhaller Str.27 in Hagen das alljährliche Falken-Kultur-Fest statt. Das Fest wird veranstalten von SJD (Sozialistische Jugend Deutschlands)-Die Falken UB Hagen. Im Rahmen der Veranstaltung werden verschiedene Workshops für Kinder angeboten ( Zirkus, Tanzen, Tischleuchten bauen, Kerzen gießen, Fingerfußball spiel bauen, Kochen), sowie kulturelle Beiträge verschiedener Falken Einrichtungen (Jugendzentrum Altenhagen, Jugendzentrum Vorhalle, Mobile Spielangebote Brockhausen) und Auftritte der Tanzgruppen „Time Out“ und  „Street 97“ auf der Bühne dargeboten. Zudem haben teilnehmende Kinder die Gelegenheit beim Kinderrechte-Bingo spielerisch ihre Rechte kennenzulernen und mit etwas Glück Preise zu gewinnen. Ein Eltern Kind Café bietet den Eltern während der Veranstaltung die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen (Über Kuchenspenden würden sich die Veranstalter sehr freuen).

Der Eintritt ist frei und für leibliches Wohlist  gegen ein geringes Entgelt gesorgt (Hot Dogs, Getränke, Kaffee und Kuchen).

 

Nächtliche Verbindungssperrung im Kreuz Westhofen

Schwerte/Hamm (straßen.nrw). Montagnacht (27./28.11.) wird im Autobahnkreuz Westhofen von 20 bis 5 Uhr die Verbindung von der A45 aus Dortmund auf die A1 nach Köln gesperrt. Der Verkehr wird über die Anschlussstelle Schwerte-Ergste umgeleitet. In der Nacht wird die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm dort einen Fahrbahnschaden sanieren und investiert dafür 30.000 Euro aus Bundesmitteln.

SPD Nikolausfeier

Wie in jedem Jahr hat sich der Nikolaus in der AWO Hohenlimburg angemeldet um die Genossen zu besuchen und die Kinder zu beschenken.

Die Veranstaltung findet am 10.12. um 15:00 Uhr statt. Jedes angemeldete Kind bis 12 Jahre erhält vom Nikolaus ein Geschenk. Aus diesem Grund, ist es wichtig, die Kinder unter Angabe des Namens und Alters bis zum 4.12.2017 unter folgende Nummer anzumelden 0176 475 488 06 (Frau Schäfer) oder regi130251@aol.com 

Selbstverständlich können sich auch Nichtmitglieder anmelden.

Es wird ein schönes Rahmenprogramm sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Unter anderem wird der 2. Bürgermeister der Stadt Hagen Horst Wisotzki den Kindern eine schöne Geschichte vorlesen.