Vorträge zum Lungentag-Vorbeugen ist besser als Behandeln

Vielen Atemwegs- und Lungenkrankheiten kann durch Impfungen und Maßnahmen zur Raucherentwöhnung aktiv vorgebeugt werden. Dies machen die Facharztvorträge zum Lungentag 2017 am Dienstag, 14. November, um 16 Uhr im Sparkassen-Karree deutlich.

Investitionen in Rauchentwöhnungsmaßnahmen sind sinnvoller als Ausgaben für die Bekämpfung der Rauchfolgen. Zur Prävention gehören auch die Früherkennung und die Verhinderung des Fortschreitens einer Erkrankung. Prävention ist ein wirkungsvolles Feld, das hilft, Leid zu mildern oder ganz zu vermeiden.

Unter der Schirmherrschaft der Stadt Hagen, Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz, werden unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. Georg Nilius in verschiedenen Vorträgen die Themen „Vorbeugung von Allergien und Asthma“ (Chefarzt Dr. Gerhard Koch, Akaplesion AKH), „Vorbeugen und Früherkennung von Lungenkrebs“ (Chefarzt PD Dr. Servet Bolükbas, HELIOS Klinik Wuppertal), „Vorbeugen durch Impfungen“ und „Vorbeugen durch Kur und Rehabilitation bei COPD“ (Chefarzt PD Dr. Georg Nilius, HELIOS Klinik Hagen-Ambrock) erläutert. Es wird neben den Vorträgen der Experten ausreichend Zeit für Diskussionen und Nachfragen geben. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Neuer Jugendamtselternbeirat gewählt

Die Elternratsvertreter der Hagener Kindertageseinrichtungen haben den neuen Jugendamtselternbeirat für das Kitajahr 2017/18 gewählt. Den Vorsitz übernimmt zukünftig Mathias Schrader, als zweiter Vorsitzender wurde Christian Schuss gewählt. Mehrere Beisitzer runden das Gremium ab.

Der Jugendamtselternbeirat ist ein Zusammenschluss der Elternbeiräte der Kindertageseinrichtungen auf örtlicher Ebene und eine Interessenvertretung gegenüber den Trägern der Jugendhilfe wie Jugendamt, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und Elterninitiativen.  Die Aufgaben des Jugendamtselternbeirates orientieren sich nicht an  Einzelfällen  und persönlichen  Interessen, sondern an Interessen von Eltern insgesamt. Der Fokus liegt auf dem Mitwirkungsrecht aber nicht auf dem Mitentscheidungsrecht.

Die Entscheidungskompetenz über Finanzen, Personalangelegenheiten und konzeptionelle Fragen obliegen sowohl beim Jugendamt als auch bei den Trägern den nach ihren jeweiligen Rechtsgrundlagen dafür vorgesehenen Gremien. Somit sind die Tätigkeiten des Jugendamtselternbeirates insbesondere dann zu beachten, wenn es um die Betreuungsbedarfe und Wünsche zum Angebot gegenüber den Jugendämtern und den Trägern der Kindertageseinrichtung geht.

Boxclub Haspe absolviert erfolgreiches Trainingslager

Der Box-Sport-Club Hagen Haspe 1949/97 e.V. absolvierte bereits zum dritten mal ein 10-tägiges Trainingslager in Antalya (Türkei) – fast schon unter Profibedingungen.

Zusammen mit den Trainern Mahmut Kurukafa, Nedzad Saljic und Esat Kösemihaloglu führte es 20 Athleten ins Trainingslager in einem 5-Sterne Sporthotel in Antalya.

Die unberührte Natur und die saubere Meeresluft dieser Region diente als idealer Trainingsort.

Neben dem täglichen zweimaligen Boxtraining unter heißen Temperaturen standen Aktivitäten wie Frühjoggen, Schwimmen, Wandern und eine Jeep-Safari auf dem Freizeitplan.

Vor allem im Bereich Technik, Taktik und Kondition wurde auf dem Trainingscamp intensiv gearbeitet.

Höhepunkt des Trainingscamps war jedoch der Besuch der U19 Box-Europameisterschaften, welche dieses Jahr in Antalya ausgetragen wurde.

Hier traf sich die Elite aus ganz Europa um den Meister in allen Gewichtsklassen auszuboxen – ein großes Ereignis für alle Boxfans. Die mitgereisten Verantwortlichen vom Boxclub Haspe kamen auf der Europameisterschaft

mit ranghohen Funktionären der AIBA (Weltverband olympisches Boxen) und dem türkischen Boxverband in Kontakt. Es wurde über einen möglichen internationalen Clubkampf in Haspe gesprochen.

Erfahrungen in diesem Bereich kann der Traditionsverein bereits vorzeigen, schließlich trug er bereits in naher Vergangenheit einen Clubkampf gegen die Partnerstadt Smolensk (Russland) und Sarajevo (Bosnien Herzegovina) aus.

Ein weiteres Highlight war das gemeinsame Boxtraining mit dem städtischen Boxverein in Alanya. Die Hasper konnten neue Trainingsmethoden kennenlernen und Freundschaften knüpfen.

Neben dem Boxtraining diente das Camp auch dazu um das Teamgeist und den Zusammenhalt zu stärken.

Auch in 2018 ist ein Trainingscamp im Ausland geplant. Jetzt erstmal führt es die Boxer aus Haspe jedoch zu den Kreismeisterschaften, welche am 02. Und 03. Dezember in Schwerte statt finden.

 

Gedenkveranstaltungen am Volkstrauertag in Wetter

Wetter (Ruhr). Der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wird am Volkstrauertag, 19. November, in Wetter in drei Gedenkveranstaltungen gedacht. Los geht es um 11.30 Uhr am Ehrenmal „Am Loh“ in Volmarstein (Veranstalter: Stadt Wetter). Bürgermeister Frank Hasenberg hält die Gedenkrede. Anschließend spricht Pfarrer Martin Streppel von der Ev. Gemeinde Volmarstein ein Gebet. Der MGV Volmarstein und der Posaunenchor des CVJM gestalten die musikalischen Beiträge, die Kranzniederlegung übernimmt die Löschgruppe Grundschöttel der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Schützenverein Volmarstein 1930 als Gast. Das abschließende Gedenken spricht Bürgermeister Hasenberg.

Am Ehrenmal Gartenstraße im Park der Ruhe (Veranstalter: Stadt Wetter) beginnt das Gedenken um 11.30 Uhr. Nach der Ansprache der stellv. Bürgermeisterin Kirsten Stich spricht Pfarrer Karsten Mal von der Ev. Luth. Gemeinde ein Gebet. Die musikalische Umrahmung übernehmen der Schöntaler Männerchor und Thorsten Mühlhoff (Trompete), die Kranzniederlegung erfolgt durch die Reservistenkameradschaft Wetter und den Löschzug Alt-Wetter der Freiwilligen Feuerwehr. Mit dabei sind die Ortsverbände von DRK und THW. Kirsten Stich spricht das abschließende Gedenken.

Der VdK Ortsverband Wengern lädt am Sonntag um 11.30 Uhr zu einer Feierstunde in die Elbschehalle. Die Gedenkrede hält Diakon Erich Reinke. Der Ev. Posaunenchor Wengern, der MGV 1864 Wengern, der VdK Ortsverband und der Vereinsring gestalten diese Gedenkveranstaltung. Die Löschgruppe Wengern der Freiwilligen Feuerwehr legt am Ehrenmal den Kranz nieder.

Die Stadt Wetter (Ruhr) bedankt sich bei allen Mitwirkenden für ihr Engagement. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an den Feierstunden zum Volkstrauertag teilzunehmen.  

Bildquelle: Stadt Wetter (Ruhr)

Audifahrer auf dem Weg ins Fahrverbot

 

Hagen. Am Sonntag führten die Beamten des
Verkehrsdienstes eine stationäre Radarkontrolle auf der Eckeseyer
Straße durch. Zwischen 11.00 Uhr und 17.00 Uhr erfassten sie dabei
zirka 2.300 Fahrzeuge. Zu schnell fuhren davon 150
Verkehrsteilnehmer. Der Fahrer eines Audi darf in den nächsten Wochen
mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Die Polizisten zeichneten ihn
gegen 12.40 Uhr mit einer Geschwindigkeit von 140 km/h auf. Erlaubt
ist auf der Eckeseyer Straße eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
Ihn erwarten jetzt eine Strafe von 680 Euro, drei Monate Fahrverbot
und 2 Punkte in Flensburg.

ver.di ehrt langjährige Mitglieder

Der ver.di-Bezirk Südwestfalen hat in diesem Jahr insgesamt 169 Jubilare für 70-, 65-, 60- und 50-jährige Gewerkschaftszugehörigkeit geehrt.

Insgesamt waren zur Feier am 09.11.2017 im Kegel-Casino 57 Jubilarinnen und Jubilare aus ganz Südwestfalen angereist.

In seiner Festrede zeigte der Kollege Andreas Mayer-Lauber, DGB-Vorsitzender NRW, anschaulich die sich veränderten Arbeits- und Lebensbedingungen in den letzten Jahrzehnten auf.

 

Tödlicher Arbeitsunfall in Arnsberg

 

Arnsberg. Zu einem tödlichen Arbeitsunfall auf der
Borkshagenstraße mussten die Rettungskräfte am Montagvormittag
ausrücken. Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebes fanden
den leblosen Mann gegen 10.50 Uhr eingeklemmt auf einer Hebebühne.
Sie befreiten ihren Kollegen und leiteten die ersten
Rettungsmaßnahmen ein. Trotz Reanimationsversuche verstarb der
36-jährige Mann aus Arnsberg noch an der Unfallstelle. Die
Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Das Dezernat für den
betrieblichen Arbeitsschutz der Bezirksregierung Arnsberg wurde
informiert.

Einbrüche mit „schwerem Gerät“ – Gullydeckel

Hagen. Am Sonntagmorgen meldeten die Inhaber eines Blumengeschäfts am
Mopsweg, dass in der zurückliegenden Nacht Unbekannte einen
Gullydeckel in die Fensterfront des dortigen Blumengeschäfts geworfen
hatten. Ob etwas aus dem Geschäft entwendet wurde, steht noch nicht
fest. Eine erste Absuche im Tatortbereich ergab, dass der oder die
Unbekannten den schweren Schachtdeckel in etwa 200 Metern Entfernung
ausgehoben hatten. In der Nacht zu Montag ereignete sich an einem
Kiosk in der Salzburger Straße ein ähnlicher Vorfall. Wiederum warf
ein Unbekannter einen Gullydeckel, diesmal allerdings gegen die Tür
eins Kiosks. Ein Zeuge sah zur Tatzeit um 01.30 Uhr direkt nach dem
lauten Knall eine schwarz gekleidete Person über einen Fußweg in
Richtung Spielbrinkstraße weglaufen. Eine Nahbereichsfahndung verlief
ohne Erfolg. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang
mit einem der beiden Vorfälle gemacht haben, melden sich bitte unter
der 986 2066.

Diebe entwenden an Auto alle Räder

Am Sonntag stellte ein 30-jähriger Autofahrer seinen schwarzen
Peugeot 4007 gegen 01.00 Uhr auf einem Parkplatz unterhalb einer
Kleingartenanlage in der Leopoldstraße ab. Als er gegen 10.00 Uhr zu
dem Auto zurückkehrte, fehlten die vier Räder. Bislang unbekannte
Diebe hatten sich im Verlaufe der Nacht an dem Fahrzeug zu schaffen
gemacht und die Räder entwendet. Das Auto ließen sie, ohne es
aufzubocken, auf dem Parkplatz zurück. Zum Zeitpunkt der
Anzeigenaufnahme stand die Höhe des Gesamtschadens noch nicht fest.
Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer 02331/986-2066 zu
melden.

Taxifahrer ausgeraubt und verletzt

 

Hattingen. Am Samstag, gegen 04.00 Uhr, stiegen drei
männliche Personen am Bahnhof Barmen in Wuppertal in ein Taxi ein.
Sie ließen sich von dem 50-jährigen Fahrer aus Wuppertal zunächst bis
zur Ludwigstraße im Stadtteil Elberfeld fahren, wo einer seiner
Fahrgäste ausstieg und sich in ein Wohnhaus begab. Nach etwa fünf
Minuten kehrte die Person zurück und setzte mit seinen beiden
Begleitern seine Fahrt in Richtung Hattingen fort. In Höhe der
Bushaltestelle Zur Blume an der Felderbachstraße, baten sie den
Fahrer zum Anhalten. Einer der Männer zog ein Messer und bedrohte den
Fahrer damit. Unter Vorhalt des Messers nahm einer der Täter die
Geldbörse des Taxifahrers an sich. Als diese im Begriff waren
Auszusteigen, versuchte der Geschädigte zu entkommen und startete
sein Fahrzeug. Dies versuchten die Männer zu verhindern und es kam zu
einem Kampf, wobei das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn abkam
und gegen ein Verkehrsschild und eine Leitplanke prallte. Die
Angreifer sprangen aus dem verunfallten Fahrzeug heraus und
flüchteten zu Fuß durch ein angrenzendes Waldgebiet. Der leicht
verletzte Taxifahrer verständigte die Polizei. Eine sofort
eingeleitete Fahndung nach den Tätern verlief erfolglos. Laut Angaben
des Geschädigten sprachen die Täter akzentfrei Deutsch. Bis auf eine
Person waren sie mit dunklen Kapuzenjacken bekleidet, einer der
Männer trug eine weiße Jacke. Die Polizei sucht nun Zeugen, denen die
Täter oder das Taxi am Bahnhof Barmen oder in der Ludwigstraße
aufgefallen sind und gegebenenfalls weitere Hinweise zu dem
Sachverhalt geben können. Hinweise nimmt die Polizei unter der
Telefonnummer 02324/9166-6000 entgegen.

Polizeikontrolle: Ohne Pfefferspray ging es offensichtlich nicht

Hagen. Am Samstag kontrollierten Polizisten
einen Peugeot mit schwedischem Kennzeichen auf der Volmetalstraße.
Der 31-jährige Fahrer konnte keinen Führerschein nachweisen. Als er
aus dem Auto stieg, vergaß er die Handbremse anzuziehen, sodass der
Peugeot mitsamt seiner zwei verbliebenen Insassen zunächst wegrollte.
Erst als die zwei Männer (33, 34) zu rufen begannen, stieg der Fahrer
schnell zurück ins Auto und sicherte es. Ein Alkoholtest ergab wenig
später einen Wert von über einem Promille. Da der 31-Jährige weder
Führerschein, noch einen festen Wohnsitz, nachweisen und auch keine
Sicherheitsleistung aufbringen konnte, nahmen ihn die Beamten
vorläufig fest. Der Peugeot sollte abgeschleppt werden. Dabei
weigerte sich einer der Insassen, das Auto zu verlassen. Erst durch
den Einsatz von Pfefferspray gelang es den Polizisten, den
alkoholisierten 33-Jährigen aus dem Fahrzeug zu ziehen und ihn in
Gewahrsam zu nehmen. Das Verkehrskommissariat nahm die Ermittlung
auf.

Ladendieb bei erneuter Tat erwischt

 

Hagen. Beim zweiten Mal ging es schief. Bereits am Freitag
hatte ein junger Mann in einem Geschäft an der Elberfelder Straße
eine Jacke vom Ständer genommen, hatte sie anprobiert und war damit
abgehauen, ohne zu bezahlen. Der Ladendetektiv hatte den Diebstahl
beobachtet, konnte aber nicht mehr rechtzeitig eingreifen. Am Samstag
in der Mittagszeit sah der Detektiv den Täter erneut in dem Geschäft.
Zu diesem Zeitpunkt hatte er erneut eine Jacke angezogen und zuvor
die Diebstahlssicherung entfernt. Bevor er nun abhauen konnte, hielt
ihn der Zeuge fest und nahm ihn mit ins Büro. Bei den alarmierten
Polizeibeamten war der 25-Jährige kein Unbekannter. Gegen ihn wird
nun erneut wegen Diebstahls ermittelt.

Alkoholbedingter Verkehrsunfall

 

Hagen. Bei einem leichten Auffahrunfall in der Herdecker
Straße stellten Polizeibeamte am Sonntagabend Alkoholgeruch in der
Atemluft des Verursachers fest und es wurde für den Fiat-Fahrer
teuer. Gegen 19.30 Uhr war der 46 Jahre alte Mann an der
Baustellenampel in Fahrtrichtung Hagen auf einen bereits stehenden
Volkswagen einer 24-jährigen Frau aufgefahren. Der Sachschaden war
nicht übermäßig hoch, allerdings zeigte ein Atemtest bei dem
Fiat-Fahrer einen Wert von etwa 1,2 Promille. Der Mann musste mit zur
Blutprobe und ist nun seinen Führerschein los. Die
Unfallsachbearbeitung hat den Fall übernommen.

Einbruch in Wohnung

 

Hagen. Als ein 72-jähriger Hagener am Samstag gegen 20.45
Uhr zu seiner Wohnung in der Mozartstraße zurückkehrte, erlebte er
eine böse Überraschung. Die Balkontür der Erdgeschosswohnung war
aufgehebelt. Bislang unbekannte Einbrecher hatten die Abwesenheit des
72-Jährigen ab 13.30 Uhr genutzt und drangen durch die Balkontür in
die Wohnung ein. Hier durchwühlten sie alle Räume. Zum Zeitpunkt der
Anzeigenaufnahme stand noch nicht fest, was die Einbrecher mitgehen
ließen. Die Polizei erbittet sachdienliche Hinweise unter der
Rufnummer 02331/986-2066.

Rollerunfall unter Alkoholeinfluss

 

Hagen.Am Samstagabend gegen 20.20 Uhr meldeten Zeugen eine
leichtverletzte Rollerfahrerin, die im Einmündungsbereich der
Eugen-Richter-Straße in den Konrad-Adenauer-Ring gestürzt war. Die
17-jährige Fahrerin war augenscheinlich leicht verletzt und lehnte
eine sofortige medizinische Betreuung ab. Da sie allerdings erheblich
alkoholisiert war, kam die junge Frau um einen Arztbesuch nicht
herum. Gemeinsam mit den Beamten musste sie zu einer Blutprobe ins
Krankenhaus. Während der polizeilichen Maßnahmen zeigte sie sich
wenig kooperativ, beschimpfte und beleidigte die Polizisten und die
übergaben sie im Anschluss einem Erziehungsberechtigten.

Supermarktfiliale in Dortmund-Körne überfallen

Dortmund. Am späten Samstagabend hat ein bislang Unbekannter
eine Supermarktfiliale am Körner Hellweg überfallen. Der mutmaßliche
Räuber bedrohte Angestellte und Zeugen mit einer Schusswaffe und
flüchtete nach der Tat zu Fuß.

Ersten Ermittlungen zufolge stand der, zu diesem Zeitpunkt noch
unauffällige, Tatverdächtige gegen 21.45 Uhr mit weiteren Kunden im
Kassenbereich des Supermarkts. Als er an der Reihe war, forderte er
von einer Angestellten das Kassengeld. Um seiner Forderung Nachdruck
zu verleihen, hob er seinen Pullover hoch und zeigte auf eine
Schusswaffe in seinem Hosenbund.

Anschließend forderte er Kunden und Angestellte auf, einen
Büroraum innerhalb der Filiale aufzusuchen. Hier zwang er alle
Anwesenden, sich gegenseitig mit Kabelbindern zu fesseln. Mit seiner
Beute flüchtete der Mann danach zu Fuß in Richtung Berliner Straße.

Der Tatverdächtige war etwa 25 Jahre alt und 1,70 m groß. Er war
schlank, hatte kurze dunkle Haare und sprach gebrochenes Deutsch. Zur
Tatzeit war er mit einer ausgewaschenen Jeanshose und einer
dunkelgrauen Winterjacke bekleidet.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalwache der Dortmunder
Polizei unter der Rufnummer 0231-132/7441 zu melden.

Langer Premierenapplaus für „König Drosselbart“

HL Bremen 2017 2
Beitrag: Hans Leicher.

direktdran.TV | HL. | Spätestens dann, wenn es im Theater Hagen das Märchen zur Weihnachtszeit gibt, wird mir wieder bewusst, dass Märchen nicht nur etwas für Kinder sind. Das zeigt schon das Premieren-Publikum: ein (fast) ausverkauftes Theater Hagen, alle Generationen sind vertreten. Und wenn man genau hinsieht, dann sind die „reiferen“ Generationen nicht durchweg die Begleitpersonen derjenigen jungen Menschen, die das Märchen „König Drosselbart“ vorrangig ansprechen soll. Menschen aus der gesamten Region, die sich auf das Erlebnis Märchen und Theater freuen, viele der jungen Theatergäste von ihnen erleben das Theater-Flair leider nur einmal im Jahr oder sogar erstmals. 30.000 Menschen werden auch in diesem Jahr wieder in das Theater Hagen kommen um das jährliche Event „Märchen zur Weihnachtszeit“ zu erleben. Inclusive einer Pause rund zwei Stunden lang zu sehen, dass Schauspiel und Musik live im Theater, auf der Bühne stattfinden. Von Schaupielerinnen und Schauspielern, die gerade nicht im Fernsehen für ein Millionen-Publikum agieren. Sondern hier und jetzt alles geben, damit sie rund 800 erwartungsvolle Gesichter mit leuchtenden Augen mit auf die Reise in eine andere Welt, diesmal in die Märchenwelt, mitnehmen können. Wenn ich nicht nur auf die farblich harmonisch und träumerisch ausgeleuchtete Bühne schaue und die Augen im Theater herum wandern lasse, dann sehe ich: alles richtig gemacht – gerade die jungen Gäste haben „Märchenaugen“ – die, die keine „Märchenaugen“ haben, schauen sehr gespannt.

IMG_4413_bAls „Eisbrecher“ gegen die Spannung, setzt Regisseur Jan Friedrich Eggers als Einstieg gleich eine unerwartet pfiffige Szene ein, auf die einige Kinder sofort anspringen und mit den Protagonisten kommunizieren. Die ersten Lacher gleich zu Anfang im Saal – die Barrieren zwischen Bühne und Gästen sind in den ersten zwei Minuten spontan gebrochen.

IMG_7503Seit vielen Jahren bildet die Musik von Andres Reukauf die Seele für das Hagener Märchen zu Weihnachtszeit. Bereits bevor die Vorstellung startet, spürt man seine Freude und Begeisterung. Er ist froh, dass jetzt endlich seine Musik, seine Balladen, bis Weihnachten im Theater Hagen in vielen Vorstellungen, den Ton angeben. In diesem Jahr hat die Musik einen Mittelalter-Touch. Zwischendurch hastig, hektisch, dann wieder ruhig, ganz an die Szenen angepasst. Angenehm ist aber die ruhige, melodische Begleitung vieler Szenen, die es einem leicht macht, in das Märchen-Traumland zu gleiten. Die wunderbaren Balladen aus der Hand von Andres Reukauf sind für mein Gefühl beim „König Drosselbart“ etwas rar. Die erste Ballade kommt etwas spät. Dafür gibt es im Finale einen Song zum Mitgehen und mit der Prognose „ohrwurmverdächtig“. Insgesamt vermittelt die Combo um Andres Reukauf ein warmes, harmonisches Musikerlebnis, das man jedem zum Abschalten und zum Hineintauchen in das Märchen-Erlebnis gönnen kann.

IMG_4801Das Ensemble auf der Bühne mit Jan Schuba, Carolina Walker, Tobias Rusnak, Daniel Heck, Kristina Günther-Vieweg und Emanuelle Pazienza überzeugt in jeder Hinsicht. Auch in den Choreographien von Ricardo Viviani. Und gerade im Finale fällt mir die immense Begeisterung, Überzeugung und der mitreißende Ausdruck der Protagonisten auf. Sie alle sind in ihrem Fach Profis, die auf dem Theaterboden geblieben sind. Die sichtlich und berechtigt stolz auf ihre Premierenvorstellung sind und (wenn mir auch immer wieder ein Szenenapplaus gefehlt hat) stolz auf den großen und langen Applaus nach dem Finale. Das Publikum zeigt seine Begeisterung. Vielleicht plant man ja bei den folgenden Vorsellungen noch eine kleine Zugabe mit ein. Erwähnt sei aber unbedingt die gesangliche Leistung von Carolina Walker als „Philine“.

IMG_4441_bDas Ensemble agiert in einer Bühnenausstattung aus der Idee von Jeremias H. Vondrlik. Seine Ideen der Bühnengestaltung sind eher aus dem vergangenen Jahren im Jugendtheater LUTZ bekannt. Phantasievoll und phantasieanregend sind auch diesmal seine interessanten Ideen für das Bühnenbild von „König Drosselbart“. Da werden z.B. Gitterboxen ganz individuell zu Möbeln, Wagen oder sogar zum Spinnrad. Wie bereits erwähnt: farblich hervorragend mit Beleuchtung und Effekten abgestimmt.

IMG_4751_bSeit den vielen Jahren, in denen Werner Hahn die Texte für das Hagener Märchen zur Weihnachtszeit geschrieben hat, stammen die Texte für „König Drosselbart“ diesmal von Petra Grube. Werner Hahns Texte galten immer als frech. Petra Grube bringt den „Frech-Faktor“ vorwiegend über eine Figur ins Spiel: die Katze „Charlie“, auf der Bühne verkörpert von Kristina Günther-Vieweg. Es ist ein Genuss und ein Erlebnis, wie es die Schauspielerin über das ganze Stück hinweg schafft, immer wieder spontan frischen Wind in die Inszenierung zu bringen. Die Katze „Charlie“ wird damit zu einer der Hauptrollen. Das Premieren-Publikum quittiert es mit immer wieder folgendem Lachen.

IMG_4845_bNicht vergessen sind die vielen guten Geister, die nicht auf der Bühne erscheinen, die aber seit langer Zeit daran gearbeitet haben, dass „König Drosselbart“ in der beeindruckenden Form auf die Hagener Bühne gekommen ist. Die aber auch in den vielen folgenden Vorstellungen dafür sorgen, dass alles auf die Sekunde passt, ohne dass es das Publikum mitbekommt wer da alles im Hintergrund agiert.

Zur Handlung:

IMG_4405_b(Theater Hagen) >>Wie soll der perfekte Mann für Philine aussehen? – Das weiß sie auch nicht so genau, aber wie er NICHT aussehen soll, das weiß sie dafür umso besser. Und einen Bart wie eine Drossel soll er schon mal gar nicht haben. Ein »König Drosselbart« hat bei ihr keine Chance! Was ist schon dabei, wenn alle anderen sie für oberflächlich halten, schließlich ist sie eine richtige Prinzessin – und die dürfen zickig sein. Oder lohnt es sich doch, seine Mitmenschen nicht nur nach dem Äußeren zu beurteilen? Diese und noch viel mehr Fragen führen die Prinzessin zusammen mit ihrem treuen Hund Karlo mitten hinein ins Abenteuer. Ob es ein Happy End gibt?<<

Fazit

IMG_4676_bDas Hagener Märchen zur Weihnachszeit ist auch in diesem Jahr ein tolles Theater-Erlebnis und einen Besuch im Theater Hagen wert. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass man sich schnell um Tickets bemühen sollte.

Es gibt insgesamt 36 Vorstellungen. Derzeit sind noch Karten vorhanden für folgende Aufführungen: 12.11. (Premiere, 18 Uhr), 13.11. (10 Uhr), 14.11. (10 Uhr), 15.11. (10 Uhr), 19.11. (11 Uhr); 3.12. (11 Uhr, 14 Uhr, 17 Uhr), 4.12. (9 Uhr, Restkarten), 5.12. (9 Uhr (Restkarten), 11.30 Uhr), 6.12. (11.30 Uhr), 8.12. (10 Uhr), 9.12. (11 Uhr), 10.12. (17 Uhr), 11.12. (9 Uhr (Restkarten), 11.30 Uhr), 12.12. (11.30 Uhr), 13.12. (9 Uhr (Restkarten), 11.30 Uhr), 16.12. (11 Uhr), 17.12. (11 Uhr), 18.12. (9 Uhr (Restkarten), 11.30 Uhr), 20.12. (9 Uhr), 25.12. (16 Uhr)

Freiverkauf: 5-10 Euro (Mo-Fr), 6-12 Euro (Sa, So)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

_______________________________

Auch dieses Mal wurde wieder eine CD mit den Songs zu „König Drosselbart“ produziert, die ab dem 12. November 2017 an der Theaterkasse zum Preis von 8 Euro erhältlich ist.

Alle Theaterfotos: Klaus Lefebvre