Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie

Ev. Krankenhaus Haspe lädt ein zum Patientenforum. Es passiert beim Tragen, Husten und sogar auf der Toilette. Und es trifft nicht nur ältere oder untrainierte Menschen. Auch ein Waschbrettbauch kann einen Bruch in der Bauchwand bekommen. Wann ein Bruch gefährlich werden kann wie er durch moderne OP-Verfahren beseitigt wird erklärt Dr. Claas Brockschmidt beim Patientenforum im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe, Brusebrinkstraße 20. Der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie startet seinen Vortrag am Dienstag, 17. Oktober, um 18.00 Uhr.

Die Chirurgische Klinik am Mops ist „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“. Jährlich werden im Evangelischen Krankenhaus Haspe rund 550 sogenannte Hernien operiert. „Ist ein Bruch aufgetreten, wird eine Operation aus Angst oder Unkenntnis über die potentielle Gefahr häufig verschleppt“, weiß Dr. Brockschmidt. „Aber das kann lebensgefährlich werden.“ Der Chefarzt und Leiter des Kompetenzzentrums am Mops erklärt: „Es gibt keine nachhaltig bessere Lösung als eine rasche und schonende Operation.“ Denn wer zu lange wartet, hat ein wachsendes Problem und lebt gefährlich: Der Bruch vergrößert sich in der Folge, die Gefahr einer Einklemmungssituation steigt. Wird eine nach außen durchgebrochene Darmschlinge abgeklemmt und mit ihr die Durchblutung, besteht sogar Lebensgefahr.

In den rund 2000 deutschen Krankenhäusern werden jedes Jahr rund 350.000 Hernien-Operationen durchgeführt. In den zertifizierten Kompetenzzentren, zu denen die Chirurgische Abteilung am Mops auch gehört, wird die Patientensicherheit und Versorgungsqualität in der Hernienchirurgie stetig kontrolliert und verbessert. Um „Kompetenzzentrum Hernienchirurgie“ zu werden, musste das Krankenhaus in Haspe hohe Voraussetzungen erfüllen: Eine hohe Anzahl von Operationen, Qualitätsmanagement, die Durchführung aller modernen OP-Verfahren, spezielle Sprechstunden, perioperatives Schmerzmanagement, hohe Kompetenz bei Ultraschalluntersuchungen und den laparoskopischen Operationen sowie geringe Gesamtkomplikationsraten.

„Nur, wenn wir unsere Qualität überprüfen, können wir die Behandlung stetig verbessern“, sagte Dr. Brockschmidt. „Für Patienten unterstreicht diese Zertifizierung den hohen Stellenwert und die herausragende Qualität der Behandlung von Brüchen in unserem Krankenhaus.“

 

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