UPDATE | Großeinsatz bei Industriebrand

15:40 Uhr: Brandursache geklärt

Ennepetal. Am Montag, um 20:55 Uhr, geriet eine 700
Tonnen Schrottschere auf einem Firmengelände an der Kölner Straße in
Ennepetal in Brand. Neben ausgiebigen Löschmaßnahmen mussten
zwischenzeitlich angrenzende Gebäude von der Feuerwehr geräumt
werden. Die Kölner Straße wurde für die Zeit des Einsatzes in diesem
Bereich gesperrt. Heute konnte durch Brandermittler der Polizei, nach
ausgiebiger Sichtung und Auswertung des Brandortes und der
vorhandenen Spuren, die Brandursache festgestellt werden. Ursächlich
für das Feuer ist ein technischer Defekt der Schrottschere, welcher
durch einen Kabelbrand oder einen Kurzschluss entstanden sein kann.
Ausgang des Feuers ist der Motorbereich des Gerätes, von wo sich das
Feuer auf das Führerhaus ausgebreitet hat. Diesel als Treibstoff der
Maschine und Hydrauliköl sorgten dafür, dass die Schere in vollem
Maße brannte. Durch die Flammen wurden anliegende leere
Überseecontainer äußerlich beschädigt. Die in der Nähe befindlichen
Acetylengasflaschen waren nicht befüllt und von dem Feuer unberührt,
so dass hiervon zu keiner Zeit eine Gefahr ausging. Ein
Fremdverschulden kann ausgeschlossen werden.


Ennepetal um 20:58 Uhr mit allen Einheiten zu einem Industriebrand in
einem Betrieb an der Kölner Straße gerufen. Die erste Erkundung
ergab, dass 18 übereinander gestapelte Überseecontainer und eine 700
Tonnen Metallschere im Vollbrand standen. Der Brand hatte sich
bereits auf einem ca. 200 qm großen Schrotthaufen ausgebreitet. In
einem der Überseecontainer waren 500 Liter Diesel gelagert, die
bereits wärmebeaufschlagt waren. Ein angrenzender Container, mit ca.
20 Druckgasbehälter beladen, darunter auch Acetylengasflaschen, war
ebenfalls wärmebeaufschlagt. Aufgrund der Druckgasbehälter mussten
zwischenzeitlich angrenzende Gebäude in der Straße „an der Kehr“
geräumt werden. Trupps unter schwerem Atemschutz kühlten aus der
Deckung die Gasflaschen und die Dieselcontainer massiv mit Wasser.
Unbemannte Wasserwerfer wurden in Stellung gebracht und kühlten bzw.
löschten den Brand ebenfalls. Aufgrund des massiven Wasserbedarfs
wurden mehrere Wasserversorgungen aufgebaut. Feuerwehren aus den
Nachbargemeinden unterstützten die Feuerwehr Ennepetal mit
Wasserwerfern und Löschmitteln. Im Bereich der Stahlschere kam es im
weiteren Verlauf zum Brand eines weiteren 500 Liter Dieseltanks. Es
konnte verhindert werden, dass der Brand auf angrenzende, weitere
5000 Litern Hydrauliköl übergreifen konnte. Da Diesel im Löschwasser
festgestellt wurde, wurde durch einen ABC-Zug der Feuerwehr Witten
und der Feuerwehr Gevelsberg eine Ölsperre auf der angrenzenden
Ennepe verlegt. Eine Versorgungseinheit des DRK sicherte während der
Einsatzmaßnahmen die Versorgung der Einsatzkräfte mit kalten und
warmen Getränke und Speisen.

Während der Einsatzmaßnahmen wurde der Grundschutz durch die
Löschgruppe Külchen sichergestellt. Die Kölner Straße war
zwischenzeitlich gesperrt. Der Einsatz endete um 04:35 Uhr.

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