Großes „Reinemachen“ in Hagener Schulen

Sechs Wochen herrschte Stillstand während der Sommerferien in Hagens Schulen: Kein Unterricht, keine Kinder. Leere Räume, die bei den Reinigungskräften und Objektbetreuern alles andere als für Stillstand sorgten. Die Mitarbeiter der Gebäudewirtschaft arbeiteten in den großen Ferien auf Hochtouren und sorgten dafür, dass die Lehrer und Schüler blitzblanke Böden, saubere Toiletten und staub- und schmierfreie Tische und Stühle vorfanden.

In diesem Jahr fiel das „Reinemachen“ der Hagener Schulen noch „klein“ aus: Rund 150.000 Euro kostete die Stadt Hagen die bisherige Form der Grundreinigung. Denn nicht nur der offene Ganztag, sondern auch problematische Reinigungszustände an Hagener Schulen führten dazu, dass der Rat der Stadt Hagen vor der Sommerpause beschloss, die Grundreinigung von zehn auf 20 Tage für 2018 zu erhöhen.

Wie aufwendig sich die Reinigungsaktion gestaltet – vor allem wenn die Schule eine Ganztagsbetreuung anbietet – bestätigt eine der 155 Reinigungskräfte, die im Schulbereich für den Fachbereich Gebäudewirtschaft tätig ist. Fatma Sözlü hat in den vergangenen Wochen die Grundreinigung an der Friedrich-Harkort-Schule mitbetreut: „Die Grundreinigung ist ein echter Knochenjob. Jeden Tisch muss ich einzeln umdrehen, hartgewordene Kaugummis abkratzen und Schmierereien abschrubben.“ Bei rund 20 Minuten Reinigungszeit je Raum kann dies im Normalbetrieb nicht geleistet werden.

Hausmeister Mark Kirchhoff bestätigt den großen Reinigungsaufwand. „Wir haben hier 250 Schüler in zehn Klassen. Dazu kommen noch die Räume für die Ganztagsbetreuung. Da müssen die Reinigungskräfte sich im Alltag um die wichtigen Sachen, wie die Reinigung der Toiletten oder auch der Küche, kümmern.“ Vor allem das Aufräumen von Spielsachen und Kleidung vor der eigentlichen Reinigung kostet viel Zeit. „Ich habe alleine fünf blaue Säcke voll mit liegengebliebenen Schuhen, Turnbeuteln und Jacken von den ehemaligen Viertklässlern.“ Zudem hat Kirchhoff mit den Aufräumarbeiten und der Neubestückung der Klassenzimmer mit Tischen und Stühlen alle Hände voll zu tun: „Bei uns behält jede Klasse ihren Klassenraum. Da das Mobiliar an die Körpergröße der Kinder angepasst wird, müssen dann Tische und Stühle den Raum wechseln.“

Zwei Wochen lang bereiteten die Reinigungskräfte mit der Vorarbeit von Mark Kirchhoff die Klassenräume und das gesamte Schulgebäude für die Grundschüler vor. Zusätzlich organisieren die Schüler jeder Klasse nach den Ferien einen Tafel- und Fegedienst. Das ist nicht nur wichtig, damit der saubere Zustand der Räume erhalten bleibt. „Ist ein Raum nicht gefegt, kann ich nicht richtig wischen, da ich sonst den Dreck nur verschmiere und zum Fegen die Zeit fehlt“, sagt Sözlü. Kirchhoff unterstreicht dies: „Helfen die Schüler nur ein wenig mit, schaffen wir es gemeinsam, die Schule langfristig sauber zu halten.“

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