ha.ge.we blickt auf erfolgreiches Jahr 2016 zurück

Die Hagener Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft ha.ge.we konnte das vergangene Jahr sehr erfolgreich abschließen. Eine Leerstandsquote unter fünf Prozent bedeutet das beste Vermietungsergebnis seit mehr als 20 Jahren. Auch zukünftig will die ha.ge.we weiter in die Modernisierung ihrer Immobilien investieren.

Hagen. Mit einem deutlich positiven Ergebnis hat die Hagener GemeinnützigeWohnungsgesellschaft ha.ge.we das Geschäftsjahr 2016 abgeschlossen. Die Leerstandsquote von 4,7 Prozent bedeutet das beste Vermietungsergebnis seit mehr als 20 Jahren und einen Rückgang des Leerstandes um mehr als 50 Prozent binnen fünf Jahren. 2012 war noch mehr als jede zehnte Immobilie der ha.ge.we nicht vermietet. Insgesamt bewirtschaftet die ha.ge.we im Stadtgebiet mehr als 5.100 vermietete Wohnungen, Häuser und gewerbliche Einheiten.

Erfolgskonzept: Moderne Immobilien zu bezahlbaren Preisen
„Wir haben in den vergangenen Jahren konsequent in die Modernisierung unserer Immobilien investiert“, so Geschäftsführer Dr. Marco Boksteen. „Gleichzeitig haben wir die durchschnittlichen Mietpreise moderat angehoben, sodass wir den Menschen in Hagen weiterhin für jede Einkommenssituation bezahlbare und attraktive Immobilien anbieten können. Diese Konstellation aus modernisiertem Lebensraum zu fairen Mietpreisen führt dazu, dass wir trotz eines Überangebots auf dem lokalen Immobilienmarkt unser Vermietungsergebnis erneut verbessern konnten.“

Hohe Liquidität erleichtert weitere Investitionen in Wohn- und Lebensraum
Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Gewinn in Höhe von € 1.1 Mio. Für 2017 ist eine Steigerung des Gewinns auf rund € 2 Mio. geplant. Der profitable Geschäftsbetrieb ist erforderlich, um die erfolgreiche Unternehmensstrategie der letzten Jahre fortzusetzen. „Wir sind froh mit der ha.ge.we eine kommunale Wohnungsgesellschaft zu haben, die leistungsfähig ist und nachhaltig im Sinne der Hagener Bürger wirtschaftet“ sagt Mark Krippner, Aufsichtsratsvorsitzender
der ha.ge.we.

Aus der jahrelangen positiven Entwicklung resultiert auch die im Branchenvergleich hoheInvestitionstätigkeit de ha.ge.we. „Die Tatsache, dass wir im Jahr rund 12 Millionen Euro in den Wohnungsbestand investiert haben, gibt uns großen Spielraum in der weiteren Entwicklung unserer Immobilien, aber auch des angrenzenden Lebensraumes“, so Boksteen. So können beispielsweise neue Kindertagesstätten errichtet und die Grünanlagen in den Quartieren aufgewertet werden. „Wir werden unsere Philosophie, attraktiven und bezahlbaren Wohnraum in Hagen zu bieten, auch inZukunft fortsetzen. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass Menschen hier gerne langfristig wohnen und damit die Zukunft Hagens als lebende und lebenswerte Stadt mitgestalten.“

Das positive Jahresergebnis ist zudem auf ein hohes Engagement der Belegschaft bei der Vermietung der Wohnungen und der Betreuung der vorhandenen Mieter zurückzuführen. Jörg Schledorn, Betriebsratsvorsitzender der ha.ge.we sagt dazu: „Die Kolleginnen und Kollegen haben einen tollen Job gemacht. Individueller Einsatz und eine große Motivation unserer Leute ist sicher ein Hauptgrund, warum wir heute so gut dastehen.“

Fakten zur ha.ge.we:
Die ha.ge.we ist Eigentümerin von 5.106 Wohnungen, 31 Gewerbeeinheiten sowie 814 Garagen und Stellplätzen in Hagen. Insgesamt managed die ha.ge.we Wohn-und Nutzflächen i.H.v. 344.000 m². Das Unternehmen ist eine städtische Tochter und beschäftigt aktuell 42 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von über 25,7 Mio. € erwirtschaften. Als eine der wenigen städtischen Gesellschaften erzielt die ha.ge.we jährlich Gewinne in Millionenhöhe.

Bundestagswahl 2017: 4 828 Wahlbewerberinnen und -bewerber nehmen teil

Zur Bundestagswahl am 24. September 2017 treten insgesamt 4 828 Wahlbewerberinnen und -bewerber, darunter 1 400 Frauen (29,0 %) an. Dies gab Bundeswahlleiter Dieter Sarreither heute anlässlich einer Pressekonferenz in Berlin bekannt. Bei der letzten Wahl im September 2013 hatten sich 4 451 Kandidatinnen und Kandidaten beworben. Nur bei der Bundestagswahl 1998 hatte die Zahl der Bewerbungen mit 5 062 noch höher gelegen. Bei der kommenden Bundestagswahl bewerben sich 885 Personen nur in einem Wahlkreis sowie 2 269 Kandidatinnen und Kandidaten ausschließlich auf einer Landesliste. 1 674 Personen kandidieren sowohl in einem Wahlkreis als auch auf einer Landesliste.

Auf den 272 Landeslisten der 34 Parteien (2013: 233 Landeslisten von 30 Parteien), die in den Ländern mit Landeslisten für die Bundestagswahl 2017 zugelassen wurden, treten insgesamt 3 943 (2013: 3 446) Personen an. Davon sind 1 249 oder 31,7 % Frauen (2013: 1 027 beziehungsweise 29,8 %).

Wahlkreisbewerberinnen und -bewerber der CDU beziehungsweise CSU, der SPD und der FDP kandidieren in allen 299 Wahlkreisen. Für DIE LINKE und die GRÜNEN sind jeweils 298 Kreiswahlvorschläge zugelassen worden. Die Gesamtzahl der Direktkandidatinnen und -kandidaten in den Wahlkreisen unter Berücksichtigung aller Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerberinnen und -bewerber beläuft sich auf 2 559 (2013: 2 705), darunter 640 oder 25,0 % Frauen (2013: 607 beziehungsweise 22,4 %). Je Wahlkreis bewerben sich durchschnittlich 9 Personen.

Der jüngste Bewerber bei der Bundestagswahl 2017 ist 18 Jahre alt und kandidiert in einem Wahlkreis in Brandenburg. Die mit 89 Jahren älteste Bewerberin kandidiert für eine Landesliste in Bayern. Das Durchschnittsalter der 4 828 Bewerberinnen und Bewerber liegt bei der Bundestagswahl 2017 bei 46,9 Jahren.


Klinik Haspe wurde als Adipositas-Zentrum zertifiziert

Das Evangelische Krankenhaus Hagen-Haspe wurde zum „Kompetenzzentrum für Adipositaschirurgie“ zertifiziert. Dr. Claas Brockschmidt, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Mops, freute sich mit seinem Team über die Auszeichnung.

„Die interdisziplinäre Beratung und Behandlung unserer Patientinnen und Patienten ist uns sehr wichtig. Mit dieser erfolgreichen externen Überprüfung zeigen wir deutlich, dass wir mit unserer großen Erfahrung für alle Patienten dauerhaft eine gleiche hohe Qualität der Versorgung gewährleisten“, so Chefarzt Dr. Brockschmidt. „Das schafft niemals eine Person allein. Deshalb bin ich stolz, dass bei uns im Mops von der Geschäftsführung bis zum Transportdienst alle Hand in Hand so gut und engagiert zusammengearbeitet haben, um dieses Ziel zu erreichen.“

Mit „Adipositaschirurgie“ sind chirurgische Eingriffe zur Bekämpfung der krankhaften Fettleibigkeit gemeint. „Eine Operation reduziert nicht automatisch das Gewicht“, betont Dr. Brockschmidt. „Es geht nicht darum, ein Stück des Fettgewebes wegzuoperieren oder abzusaugen, sondern um eine Veränderung des Magen-Darm-Traktes, die einen Gewichtsverlust und nachfolgend Gewichtsstabilität ermöglicht. Deshalb kann die Operation nur eingebettet in ein Gesamtkonzept von Diättherapie, Bewegungstherapie, psychologische Beratung und Teilnahme an einer Adipositas-Selbsthilfegruppe erfolgen.“

Seit vier Jahren baut der Chefarzt mit einem interdisziplinären Team das Adipositas-Zentrum Hagen aus. Inzwischen suchten mehr als 2000 Patienten den Rat am Mops. „Wir haben an der Gründung von 18 Selbsthilfegruppen mitgewirkt  – nicht nur in Hagen, sondern in der gesamten Region“, berichtet Dr. Brockschmidt. Das mache den hohen Bedarf deutlich. Hinzu kommen Aqua-Fit-Kurse für adipöse Menschen im Therapiezentrum am Mops sowie eine spezielle Sprechstunde. Um stark übergewichtige Menschen auch besonders schonend, d.h. minimalinvasiv operieren zu können, wurden OP-Instrumente für übergewichtige Menschen angeschafft, die besondere Längen und Größen haben. Außerdem gibt es jetzt zwei mobile OP-Tische, die bis zu 370 kg Gewicht tragen können. Hinzu kamen übergroße Möbel auf der Station und in der Ambulanz.

„Krankhaft fettleibige Menschen haben ein sehr langen Leidensweg hinter sich“, weiß der Experte. „Zahlreiche Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Gelenkverschleiß machen zusätzlich Probleme. Nicht nur die OP bei Außenminister Sigmar Gabriel unterstreiche, dass eine interdisziplinäre Therapie und eine Verkleinerung des Magens die Gesundheit der Patienten nachhaltig verbessern.“ Übrigens: Nach einer Magenverkleinerung bleiben die Patienten lebenslang zur jährlichen Kontrolle ins Adipositas-Zentrum.

ICE mit 160 Km/h – Unbekannter hatte großes Glück

In Lebensgefahr brachte sich gestern Abend (21. August) ein unbekannter Gleisüberquerer am Bahnhof in Kamen.

Der Mann überquerte die Gleisanlagen von einem Bahnsteig zum
Anderen. Den herannahenden ICE, der sich mit einer Geschwindigkeit
von 160 Km/h näherte, bemerkte er offensichtlich nicht. Um ein
Überfahren der Person zu verhindern leitete der 40-jährige
Triebfahrzeugführer des Zuges eine Schnellbremsung ein und
informierte die Bundespolizei.

Einsatzkräfte untersuchten den Zug nach Aufprallspuren. Trotz
intensiver Suche entlang der Bahnstrecke konnte keine verunfallte
Person gefunden werden. Durch den Vorfall erlitt der
Triebfahrzeugführer einen Schock und musste abgelöst werden.

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen
Eingriffs in den Bahnverkehr ein.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor den tödlichen
Gefahren des Bahnverkehrs!

Seien Sie stets achtsam, wenn Sie sich an Orten aufhalten, wo sich
Züge bewegen. Denn Züge:

– durchfahren Bahnhöfe mit Geschwindigkeiten von bis zu 160
Stundenkilometern. Durch den entstehenden Luftsog können
unmittelbar an der Bahnsteigkante befindliche Gegenstände in
Bewegung geraten.
– können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen
Bremsweg.
– nähern sich fast lautlos. Ein elektrisch betriebener Zug –
selbst mit über 200 Stundenkilometern – ist für das menschliche
Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt!
– fahren auch außerhalb des ausgehängten Fahrplanes und können ein
Gleis in beide Richtungen befahren.

Autofahrer bei Auffahrunfall leicht verletzt

 

Hagen. Bei einem Auffahrunfall auf der Eckeseyer Straße zog
sich ein Autofahrer am Montagmittag leichte Verletzungen zu. Gegen
11.15 Uhr kam es beim Fahrstreifenwechsel einer 68-jährigen
Skoda-Fahrerin zunächst zur seitlichen Berührung mit einem 52 Jahre
alten Renault-Fahrer. Der bremste zunächst stark ab und leitete dann
ein Ausweichmanöver ein. Als er dann allerdings einen verkehrsbedingt
stehenden Opel vor sich sah, verwechselte er nach eigenen Angaben
Bremse und Gas, fuhr auf den stehenden Pkw auf und schob den einige
Meter vor. Dabei verletzte sich der 59-jährige Opel-Fahrer leicht und
ein Rettungswagen brachte ihn vorsorglich in ein Krankenhaus. Der
Schaden an den drei beteiligten Fahrzeugen liegt bei etwa 4000 Euro.

Unverbesserlicher Fahrradfahrer

 

Hagen. In der Nacht zu Dienstag trafen Polizeibeamte einen
40-jährigen Mann auf der Mittelinsel des Graf-von-Galen-Rings an. Er
stand dort gegen 00.10 Uhr neben seinem Fahrrad, war augenscheinlich
alkoholisiert und die Beamten ermahnten ihn, auf seinen weiteren Weg
nach Hause nicht zu fahren. Etwa eine halbe Stunde später fiel den
Beamten der Mann erneut auf, als er in starken Schlangenlinien in die
Körnerstraße einbog. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,6
Promille und aufgrund weiterer Ausfallerscheinungen kam zusätzlich
Drogenmissbrauch in Frage. Dies stritt der 40-Jährige zwar ab,
allerdings erhärtete sich der Verdacht, als bei seiner Durchsuchung
Betäubungsmittel aufgefunden wurden. Während der nachfolgenden
Maßnahmen und der Blutprobe wurde das Verhalten des Mannes zunehmend
aggressiver und er beleidigte die Beamten. Nach Abschluss der
Blutprobe konnte er seinen Rausch in einer Zelle ausschlafen.

Trickbetrug im letzten Augenblick gestoppt

Hagen. Ein Trickbetrug ging am Montagmorgen für eine
Hohenlimburgerin noch einmal glimpflich aus. Gegen 10.00 Uhr
klingelte bei der 75-Jährigen das Telefon, ein Mann gab sich ihr
gegenüber als Mitarbeiter ihrer Bank aus und wollte vorab schon
einmal mitteilen, dass aus der Teilnahme an einem Jahre
zurückliegenden Gewinnspiel ein fünfstelliger Geldbetrag über die zu
zahlenden Monatsgebühren aufgelaufen sei. Weiterhin würde sich gleich
ein anderer Mitarbeiter der Bank melden, der in Verhandlungen mit dem
Glückspielunternehmen steht und versucht, die Forderung zu
reduzieren. Tatsächlich hatte die 75-Jährige vor langer Zeit an einem
Glückspiel teilgenommen und war nun verunsichert. Tatsächlich rief
wenig später der namentlich angekündigte Mitarbeiter der Bank an und
teilte mit, dass es ihm gelungen sei, den geforderten Betrag auf 2.300
Euro zu reduzieren. Die Summe sollte per Bareinzahlung in einem
Lüdenscheider Call-Shop überwiesen werden und der freundliche Anrufer
teilte detailliert die weitere Vorgehensweise mit. Ein Taxifahrer
brachte die Frau nun zu dem Shop, allerdings kam der Transfer mittels
eines internationalen Anbieter weltweiter Geldüberweisungen nicht
zustande, möglicherweise weil der Taxifahrer mit in den Laden
gegangen war. Im Anschluss brachte er die 75-Jährige zur
Polizeiwache, wo sie auf Anraten des Fahrers eine Anzeige erstattete.
Damit blieb der Schaden in Höhe der Taxi-Rechnung vergleichsweise
gering. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen und rät: Legen Sie
ein gesundes Misstrauen an den Tag.

Reizgas im Essener Hauptbahnhof?

Essen. Reizhusten und brennende Augen bei Reisenden
meldeten gestern Abend (21. August) Bahnmitarbeiter im Essener
Hauptbahnhof der Bundespolizei.

Einsatzkräfte konnten im Personentunnel gegen 18:00 Uhr ebenfalls
die beschriebenen Symptome bei sich feststellen. Trotz sofortiger
Ermittlungen im Bahnhof konnte der oder die Verursacher nicht
festgestellt werden.

Daraufhin wurden Aufzeichnungen der Videoüberwachungsanlage
gesichert. Diese werden nun ausgewertet um zu überprüfen, ob darauf
der oder die Verursacher festgestellt werden können.

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Reizgas/ Pfefferspray
versprüht wurde, fertigte die Bundespolizei eine Strafanzeige wegen
gefährlicher Körperverletzung.

NGG lehnt längere Arbeitszeiten im Hagener Gastgewerbe ab

13 Stunden täglich arbeiten an bis zu sechs Tagen pro Woche? Wenn es nach dem Willen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) geht, könnte das in Hagen für rund 2.800 Beschäftigte der Branche bald Alltag werden. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Schon heute arbeiten in der gesamten Region Bochum/Hagen rund 70.000 Menschen an Sonntagen – 43.000 sogar nachts. Und 116.000 Beschäftigte sind zwischen 18 und 23 Uhr im Job aktiv. Das geht aus dem aktuellen Mikrozensus hervor.

„Die Zahlen zeigen, dass Arbeitszeitgesetz und Tarifverträge den Arbeitnehmern bereits jetzt eine hohe Flexibilität abverlangen. Den Betrieben geben sie die Freiheit, ihre Beschäftigten weitgehend so einzusetzen, wie sie es brauchen“, sagt Isabell Mura. Die Geschäftsführerin der NGG Südwestfalen hält jede Aufweichung dieser Regeln für unnötig. Insbesondere der Einführung einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit müsse eine klare Absage erteilt werden, so Mura. Dies sei ein Angriff auf Tausende Beschäftigte in der Region – besonders im Gastgewerbe.

Dort gehörten lange Arbeitszeiten an jedem Tag der Woche schon immer zum Beruf. So gaben bei der Befragung durch den Mikrozensus rund 67.000 Beschäftigte in nordrhein-westfälischen Hotels, Gaststätten und Pensionen an, regelmäßig nach 18 Uhr zu arbeiten. 80.000 arbeiten demnach häufig an Samstagen, 70.000 an Sonntagen. Mura: „Die Behauptung des Dehoga, ein zu strenges Arbeitszeitgesetz belaste die Branche über alle Maßen, ist nicht zu halten. Wenn zum Beispiel eine Hochzeit länger dauert als geplant, dann schieben Küchen-Team und Kellner Überstunden, statt einfach nach Hause zu gehen. Und diese Überstunden werden dann noch nicht einmal immer bezahlt.“

Harte Arbeitsbedingungen in der Gastronomie und Beherbergung führten schon heute zu großen Problemen, noch Fachkräfte zu finden, betont die Gewerkschafterin. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage stellt auch die Bundesregierung fest: „Die Zahl der Auszubildenden im Hotel- und Gaststättengewerbe hält nicht mit dem Bedarf an Fachkräften Schritt“ (Deutscher Bundestag, Drucksache 18/11735). Danach bildet in Nordrhein-Westfalen nur noch jeder zehnte Gastro-Betrieb aus.

„Die Arbeitgeber sollten wieder auf bessere Ausbildung setzen und einen wirklichen Richtungswechsel hin zu besseren Arbeitsbedingungen einleiten. Dazu zählen die Stärkung der Tarifverträge und damit deutliche Einkommenszuwächse, aber genauso gesunde Arbeitszeiten“, so Mura weiter. Das Gastgewerbe sei dazu in der Lage, eine „Qualitätsoffensive“ zu machen. Am Geld jedenfalls, so die NGG Südwestfalen, sollte es nicht hapern. Der Jahresumsatz der Branche ist nach Angaben des Dehoga zum siebten Mal in Folge auf zuletzt bundesweit 81 Milliarden Euro gestiegen.

Alkoholisierter Mann schlägt seinen Kontrahenten mit Glasflasche

Hagen. Am Montag machten mehrere Passanten gegen 19.15 Uhr
eine Streifenwagenbesatzung auf einen Mann aufmerksam, der am
Bodelschwinghplatz mit einer blutenden Kopfwunde auf dem Boden saß.
Andere Zeugen wiesen auf einen 54-jährigen Mann hin und deuteten mit
Gesten an, dass er die Verletzung der anderen Person hervorgerufen
habe. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der 54-Jährige und das
55-jährige Opfer wegen einer Frau in einen Streit geraten waren.
Hierbei habe der Beschuldigte dem 55-Jährigen mit einer Glasflasche
auf den Kopf geschlagen. Das Opfer erlitt eine Platzwunde und wurde
einer Klinik zugeführt. Der 54-Jährige war stark alkoholisiert und
weigerte sich zunächst, die Polizei zur Wache zu begleiten. Nachdem
der Beschuldigte in Richtung eines Beamten einen Kopfstoß ausgeführt
hatte, wurde er gefesselt und dem Polizeigewahrsam zur Ausnüchterung
zugeführt.

Grillfest der Boelerheider AWO

Zum Ende der Sommerferien wird die Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Boelerheider Familienzentrum die schönste Jahreszeit feiern.

Am Samstag, 26.08.2017, bittet der Ortsvereinsvorsitzende Dieter Löffler und sein Team zu einem kulinarischen Tanznachmittag. Zur musikalischen Unterhaltung spielt Wolfgang Kraus. Schon am Nachmittag wird ein reichhaltigen Kuchenbüffet angeboten und ab 17:00 h kommen herzhafte Grillgerichte und Salate hinzu. Willkommen sind neben den Mitgliedern der Arbeiterwohlfahrt auch alle anderen Tänzerinnen und Tänzer, die sich in einer geselligen Runde wohlfühlen und einen sommerlichen Nachmittag verleben wollen.

FÜHRUNG DURCH DIE ANDACHTSHALLE DES KREMATORIUMS

Die erste Anlage für Feuerbestattung in Preußen wurde in Hagen gebaut – erst Jahre später konnte sie in Betrieb genommen werden, denn die Rechtslage sah eine solche Einrichtung noch gar nicht vor. Dass das Hagener Krematorium zudem durch den später als AEG-Gestalter zu Weltruhm gelangten Peter Behrens gebaut wurde, ist dem Kunstförderer und Museumsgründer Karl Ernst Osthaus zu verdanken. Dessen Leidenschaft für vorbildliche Gestaltung auch und gerade in Alltagsbereichen verdankt die Stadt Hagen eine ganze Reihe interessanter Bauwerke. Verbindliche Anmeldungen zur Führung am Sonntag, den 27. August, um 15.00 Uhr werden unter der Telefonnummer 207 2740 entgegen genommen. Für die Führung wird eine Teilnahmegebühr von 7 € erhoben, zehn Teilnehmer sind erforderlich.

FÜHRUNG IM HOHENHOF UND AM STIRNBAND

Am Mittwoch, den 30. August, findet um 16 Uhr eine öffentliche Führung im Hohenhof und am Stirnband statt. Frau Dr. Elisabeth May erläutert die Besonderheiten der Jugendstil-Villa und informiert über Bewohner, Erbauer und bedeutende Künstler wie Ferdinand Hodler und Henri Matisse, die ihre Werke teilweise speziell für das als Gesamtkunstwerk geplante Gebäude schufen. Ein Rundgang am Stirnband zu den Lauweriks-Häusern und der Villa Cuno von Peter Behrens schließt sich an.
Der Eintritt in Höhe von 3 € sowie die Teilnahmegebühr von 6 € sind an der Kasse des Treffpunkts, dem Hohenhof am Stirnband 10, zu entrichten. Eine verbindliche telefonische Anmeldung unter der Nummer 02331 207 2740 ist erforderlich, die Veranstaltung findet ab einer Teilnehmerzahl von zehn Personen statt.

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG IM OSTHAUS MUSEUM

Am Sonntag, den 27. August findet um 11.15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung „ARMIN MUELLER-STAHL – MENSCHENBILDER“ statt.
Armin Mueller-Stahl ist einer der bedeutendsten Schauspieler unserer Zeit. Sein malerisches Oeuvre ist dagegen bisher wenig bekannt. In den letzten zwei Jahrzehnten sind beachtliche Werke entstanden, die das Osthaus Museum dazu bewogen haben, Armin Mueller-Stahl eine große Einzelpräsentation zu widmen. Gezeigt werden ca. 150 Werke: großformatige Ölbilder, Unikate auf Papier, Serigrafien, Radierungen und Lithografien.
Seine Vielseitigkeit hat Armin Mueller-Stahl einmal so beschrieben: „Das Malen, Schreiben, Musizieren und die Schauspielerei gehören für mich einfach zusammen.“ 1952 entstand sein erstes Bild. Eine erste Präsentation seiner Malerei fand im Jahr 2000 in Potsdam statt. Die Ausstellung konzentriert sich auf Porträts von Persönlichkeiten aus der Kunst- und Kulturszene, unter ihnen auch viele Freunde, die sich vom Maler Mueller-Stahl sehr gerne in Szene gesetzt haben lassen. Allen Werken ist ein dynamischer Strich und eine aufregende Behandlung der Farbe eigen. Gefragt nach seiner heutigen Passion erfahren wir: „In der Malerei bin ich frei und nicht gebunden an Drehbuchtexte und Regieanweisungen.“ Für den einstündigen Rundgang durch die Ausstellung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine verbindliche telefonische Anmeldung unter der Nummer 207 2740 ist erforderlich.