Schlag gegen organisierte Drogenkriminalität

Dortmund. Im Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität ist der Polizei
die Festnahme von zwei Männern gelungen, die im Verdacht stehen,
kiloweise Drogen verschickt zu haben – und das nicht nur in
Deutschland, sondern weltweit.

Durch Hinweise von Behörden in Bayern und weitere umfangreiche
Ermittlungen waren die Beamten auf die beiden gebürtigen Niederländer
gestoßen. Am 18. Juli erfolgte die Festnahme des 34-Jährigen
(mittlerweile in Dortmund wohnhaft) und des 20-Jährigen in der
Dortmunder Innenstadt. Beide befinden sich mittlerweile in
Untersuchungshaft.

Die Männer stehen im Verdacht, in den Wochen zuvor von Dortmund
aus kiloweise Drogen – darunter Amphetamine, Ecstasy und Kokain –
verschickt zu haben. Abgewickelt wurde der Handel den ersten
Ermittlungen zufolge offenbar über das Darknet. Demnach erfolgte der
Versand hauptsächlich innerhalb Deutschlands, aber auch ins
angrenzende Ausland sowie außerhalb Europas. Alleine am Tag der
Festnahme konnten die Beamten noch mehr als 200 Briefsendungen sowie
sieben Pakete sicherstellen, die die Männer verschicken wollten.
Darin enthalten: unter anderem mehrere Kilogramm Amphetamine und mehr
als 3.000 Ecstasy-Tabletten.

Die weiteren Ermittlungen führten das Dortmunder Kommissariat für
Rauschgiftkriminalität zu einer Wohnung an der Rheinischen Straße,
die offenbar als Bunker, „Versandzentrum“ und teils auch
Produktionsort von konsumfähigen Amphetaminen genutzt wurde. Bei
ihrer Durchsuchung brachten die Beamten unter anderem mehr als 20.000
Ecstasy-Tabletten, mehrere Kilogramm Amphetamine und Grundstoff für
die Herstellung von Amphetaminen zutage.

Ausgehend von all diesen Funden ist anzunehmen, dass die beiden
Tatverdächtigen in den vergangenen Wochen mehrere 100 Kilogramm vor
allem an Amphetaminen verschickt haben.

Die umfangreichen Ermittlungen dauern weiterhin an. Die Polizei
hat hierfür eine Ermittlungskommission eingesetzt.

Polizeipräsident Gregor Lange zeigt sich über den Erfolg der
Kriminalpolizei erfreut: „Es ist immer wieder erschreckend zu sehen,
wie Straftäter sich im Darknet bewegen und dort ihre Geschäfte
abwickeln. Es ist der professionellen Ermittlungsarbeit meiner
Kripo-Beamten und der guten Kooperation mit anderen Behörden zu
verdenken, dass wir nun zwei dieser Straftäter aus dem Verkehr ziehen

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