Mahnwache am Friedenszeichen

 

 Vor 72 Jahren explodierten am 6. und 9. August Atombomben über Hiroshima und Nagasaki und töteten in wenigen Augenblicken Hunderttausende von Menschen. Seit diesen Tagen kennt die Welt den Begriff Massenvernichtungswaffen. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN lädt am Samstag, den 5. August, ab 11 Uhr zu einer Mahnwache am Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße ein. Mit dem Gedenken an die unfassbaren Leiden der Menschen, die bis heute andauern, verbindet der Verein die Forderung an die Bundesregierung, sich dem Beschluss von 122 UN-Staaten für die weltweite Abschaffung der Atomwaffen anzuschließen. Ein erster Schritt wäre der Abzug von 20 Atomraketen, die immer noch in Büchel in der Eifel lagern.

Scheinbar ist die Gefahr der atomaren Hochrüstung aus dem Blickfeld vieler Menschen verschwunden. Dabei ist die Bedrohung nach wie vor groß. Weltweit lagern 16.000 Atomwaffen, davon befinden sich 1.800 Atomwaffen in höchster Einsatzbereitschaft. Darüber hinaus steht ein neues atomares Wettrüsten vor der Tür: „Modernisierung“ und „Lebenszeitverlängerung“ sind die verharmlosenden Tarnbegriffe für diese mörderische Politik. Das Risiko von Unfällen, Cyberattacken, menschlichem Versagen und fehlerhaften Warnsystemen ist untragbar. Jede Initiative zur Abschaffung von Atomwaffen muss unterstützt werden.

Die Stadt Hagen ist Teil einer weltweiten Bewegung für atomare Abrüstung. 1984 hat der Rat Hagen zur atomwaffenfreien Zone erklärt. Im gleichen Jahr trat Hagen dem internationalen Städtebündnis „Bürgermeister für den Frieden“ bei. Seit 2015 wird am 8. Juli – wie in vielen Städten weltweit – die grüne Flagge des Städtebündnisses gehisst  – eine Mahnung zur atomaren Abrüstung. Die Bewegung wird getragen von der Erkenntnis, dass gerade Städte die Ziele möglicher Atomwaffenabwürfe sein werden. Bis zum 7. August ist in der Johanniskirche die Ausstellung „Die Atombombe und der Mensch“ zu sehen.

Am 29. Juli nahmen vier Menschen aus Hagen und Umgebung an der Blockade des Fliegerhorstes in Büchel teil. Dort lagern 20 US-Atomwaffen, die im Ernstfall von deutschen Piloten an ihren Zielort gebracht werden. 20 Wochen im Jahr finden dort Aktionen der Friedensbewegung statt. Auch eine Delegation aus vielen Städten des Bündnisses „Bürgermeister für den Frieden“ war in diesem Jahr dabei.

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