Zugunfall in Hohenlimburg: Die bisherigen Erkenntnisse

Hagen – Dortmund.- Am Montagabend (17. Juni) kam es am
Bahnübergang an der Oegerstraße in Hagen zu einem Bahnbetriebsunfall
mit vier entgleisten Waggons, sowie einem beschädigten Kraftfahrzeug.

Im Rahmen der bisherigen Ermittlungen seitens der
Bundespolizeiinspektion Dortmund konnte festgestellt werden, dass zum
Unfallzeitpunkt die Funktionsfähigkeit des Bahnübergangs nicht
beeinträchtigt war. Weiterhin kann ein äußerliches Einwirken auf den
Bahnverkehr durch das Kraftfahrzeug ausgeschlossen werden.

Der Güterzug 93590 bestand aus einer ziehenden Lokomotive, 25
Waggons sowie einer schiebenden Lokomotive.

Aus, noch zu ermittelnden Gründen, wurde der Güterzug zwischen den
Waggons 15 und 16 getrennt. Als der erste Teil des Güterzuges den
Bahnübergang überfahren hatte, löste die letzte Achse, über einen
elektronischen Kontakt, die Freigabe für die Öffnung des Bahnübergang
aus, welche automatisiert und reibungslos beendet wurde. Dabei
handelt es sich um einen normalisierten Betriebsablauf.

Bei nun geöffneten Schranken überfuhr das Kraftfahrzeug den
Bahnübergang. Während des Passiervorgangs wurde das Kraftfahrzeug
durch die abgetrennte, zweite Zugeinheit erfasst.

Diese fuhr im weiteren Verlauf auf die erste, stehende Zugeinheit
auf und brachte vier Waggon zum Entgleisen.

Der Fokus der Ermittlungen richtet sich nun auf den Vorgang der
Zugzusammen- und Zugbereitstellung.

Ein menschliches und/oder technisches Versagen kann seitens der
ermittelnden Beamten nicht ausgeschlossen werden.

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