Verleihung des Prädikats Familienfreundliches Unternehmen 2017

Sieben kleine und mittelständische Unternehmen aus Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Märkischen Kreis wurden am Donnerstag, 13.07.2017, in Iserlohn-Lössel vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf der agentur mark GmbH erstmalig mit dem „Prädikat Familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet. Sie alle setzen auf familienfreundliche Maßnahmen, um ihren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu erleichtern und um sich neuen Fach- und Führungskräften als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren. Denn im Wettbewerb um guten Nachwuchs, müssen die Unternehmen dem Wandel der Geschlechterrollen Rechnung tragen: Immer mehr gut ausgebildete (junge) Frauen planen ihre Karrieren und setzen hierbei auch auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die entsprechenden betrieblichen Rahmenbedingungen. Bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet wurden Unternehmen, die das Prädikat im Durchlauf 2015 erhalten hatten und sich nun erfolgreich rezertifizieren konnten.

Unterstützungsangebote für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind ein klarer Standortvorteil für Unternehmen, gerade auch angesichts des demografischen Wandels und einer sich verändernden Arbeitskultur. Vor diesem Hintergrund vergibt das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region seit 2014 das Prädikat Familienfreundliches Unternehmen. Premiumpartner 2017 sind neben der agentur mark GmbH die Wirtschaftsförderungsagentur des EN-Kreises, der Märkische Arbeitgeberverband sowie die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer. Weitere Partner aus der Region, wie Arbeitsagenturen, Gewerkschaften, Verbände, die Kreishandwerkerschaften und Handwerkskammern sowie das Jobcenter EN, unterstützen die Initiative.

Vor mehr als 60 Gästen aus größtenteils regionalen Unternehmen zeigte sich Landrat Thomas Gemke in seinem Grußwort zur Prädikatsverleihung im Romantikhotel Neuhaus erfreut, dass die Feierlichkeiten nach dem Auftakt in 2014 nun zum zweiten Mal im Märkischen Kreis stattfanden. Dass das Thema Vereinbarkeit auch für die Gewerbliche Wirtschaft im Märkischen Kreis ein wichtiges sei, zeige die Zahl der beteiligten Betriebe. 21 Unternehmen aus dem Kreis hätten sich bereits erfolgreich um das Prädikat beworben. Der Landrat hob hervor, dass die Lebenswirklichkeit von den Unternehmen eine ständige Anpassung erfordere. Gemke: „Und aktuell erleben wir spannende Zeiten, in denen das Thema Familienfreundlichkeit für die Wirtschaft immer wichtiger wird. Eine Win-Win-Situation für Beschäftigte und Arbeitgeber muss hier das erklärte Ziel sein und es braucht Unternehmen wie Sie, die die entsprechenden Rahmenbedingungen gestalten.“

Andreas Lux, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen und hier Repräsentant der Partnerschaft, ergänzte: „Die Demografie bekommt uns voll zu fassen, doch mit dem Prädikat Familienfreundlichkeit zeigen wir hier immer wieder, dass die Mittelständler diejenigen sind, die sich um ihre Beschäftigten kümmern und damit einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Region leisten.“

Zum Standard in den zertifizierten Unternehmen gehören verschiedenste Modelle flexibler Arbeitszeiten oder Home Office-Lösungen, die den Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Familienarbeit erleichtern. Hinzu kommen eine Vielzahl zusätzlicher Leistungen wie Kinderferienbetreuung oder psychosoziale Beratungsangebote. Mütter und Väter werden während der Elternzeit systematisch eingebunden und bleiben so über die betrieblichen Entwicklungen auf dem Laufenden. Der sukzessive Wiedereinstieg nach der Elternzeit oder einer Angehörigenpflege ist in fast allen Fällen möglich.

Unternehmen, die sich für das Prädikat 2018 interessieren (Start: Spätherbst 2017), können sich direkt wenden an: Bettina Schneider, Tel. 02331-488 78 40, competentia.schneider@agenturmark.de

 

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union und Beiträgen der Stadt Hagen, des Ennepe-Ruhr-Kreises und des Märkischen Kreises. Mehr Infos unter www.agenturmark.de

 

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