Gemeinde und Stiftung würdigen Franz Arndt

Wetter (Ruhr). Vor 100 Jahren, genau am 19. Juli 1917, starb der Volmarsteiner Gemeindepfarrer Franz Arndt.
An diesen außergewöhnlichen Mann, der als Gründer der Evangelischen Stiftung Volmarstein gilt,
haben Stiftung und Gemeinde erinnert. „Die Not ist groß, aber sie muss zerschellen an der Liebe, die noch viel größer ist!“
Diesen Leitspruch Arndts hoben Gemeindepfarrer Martin Streppel und
Pfarrer Jürgen Dittrich, Vorstandssprecher der Ev. Stiftung Volmarstein,
hervor.
Nach einer kurzen Andacht an Arndts Grab auf dem Volmarsteiner Friedhof legten Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick, Vorsitzender des Stiftungsrats,
sowie Markus Bachmann, Kaufmännischer Vorstand der Stiftung,
einen Kranz nieder. Anschließend feierten alle in der Martinkirche
einen Gottesdienst, unterstützt vom CVJM- Posaunenchor Volmarstein und dem Projekt
chor und Singekreis der Evangelischen Kirchengemeinde Volmarstein. Den Gottesdienst besuchten viele Menschen mit Behinderungen aus Einrichtungen der Stiftung. Zu den Ehrengästen gehörte u.a. Landrat Olaf Schade.
Franz Arndt engagierte sich 41 Jahre lang in Volmarstein, und zwar vor allem für behinderte Menschen. Als er 1904 auf dem heutigen Stiftungs-
Zentralgelände mit Hilfe von Spenden das Johanna-Helenen-Heim errichtete, galt dies als
erstes sogenanntes „Krüppelheim“ in Westfalen.
Das Wort „Krüppel“ war damals gängige Bezeichnung für Menschen mit Behinderungen.
Ihnen bot das Johanna-Helenen-Heim Unterkunft, Beschäftigung und medizinische Versorgung –alles beengt unter einem Dach.
Das Haus ist die Keimzelle der heutigen Evangelischen Stiftung Volmarstein, die
zu einem modernen diakonischen Unternehmen mit rund 3200 Mitarbeitenden gewachsen ist.
Pfarrer Jürgen Dittrich appellierte in seiner Predigt, die Haltung Franz
Arndts zu bewahren: „Die Not wird da zerschellen, wo Menschen nicht wegschauen, sondern aus Nächstenliebe und einem Verantwortungsgefühl
heraus zu helfen beginnen“, betonte er. Und weiter: „Das ist heute noch so
wie in allen Zeiten.“
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