Austausch zu weiblichem Nachwuchs in MINT-Berufen

Lüdenscheid / Hagen. Einen kollegialen Austausch zum Thema „Weiblichen Nachwuchs für naturwissenschaftlich-technische Berufe begeistern“ gab es am 28.06.2017 bei einem MINT-Fachgespräch im Technikzentrum Lüdenscheid.

Die Firmen Metoba Metalloberflächenbearbeitung GmbH aus Lüdenscheid und die Schnöring GmbH aus Schalksmühle präsentierten Beispiele aus ihrem Betriebsalltag und eröffneten damit einen lebhaften Erfahrungsaustausch. Vertreter und Vertreterinnen aus 10 Unternehmen, der Fachhochschule Südwestfalen, dem Geschwister-Scholl Gymnasium aus Lüdenscheid sowie der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) erörterten den aktuellen Stand in den Unternehmen und Möglichkeiten der besseren Zusammenarbeit, um mehr junge Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen.

Weibliche MINT-Auszubildende wurden von den anwesenden Unternehmen als große Bereicherung gesehen, da sie als zielstrebig, teamorientiert, fleißig und sehr verlässlich beschrieben werden. Die z.T. bei Führungskräften noch vorhandenen Vorurteile wegen mangelnder Belastbarkeit und vermehrten Ausfallzeiten von Frauen mit Familienpflichten ließen die beiden Vortragenden Sigrid Wendland von Metoba Metalloberflächenbearbeitung GmbH und Olaf Baum von der Schnöring GmbH nicht gelten. Sie waren sich einig, dass für Anforderungen, die sich z.B. aufgrund von Elternzeit oder Wiedereinstieg nach Familienphasen stellen, gute betriebliche Lösungen finden lassen. „Wenn der Betrieb das möchte und sich hier flexibel zeigt, ist das alles kein wirkliches Problem“, so Wendland. „Außerdem“, ergänzte Martin Eilbrecht, Leiter der Technischen Ausbildung bei Lumberg Connect GmbH „gibt es auch zunehmend männliche Beschäftigte, die Familienaufgaben übernehmen und auch in Elternzeit gehen, und das wird bei uns im Betrieb und von der Geschäftsführung auch unterstützt“.

Ein Schlüsselfaktor bei der Förderung weiblicher Nachwuchskräfte in diesem Bereich ist, da waren sich in der Diskussion alle einig, die Unternehmenskultur. Einige Unternehmen zeigen sich hier schon sehr offen, während andere erst langsam für sich entdecken, dass gut qualifizierte Frauen eine echte Bereicherung bei zunehmend knapper werdenden Bewerbungen sind.

Um die Unternehmen dabei zu unterstützen, das Interesse junger Frauen für Berufsbilder im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu wecken, gibt es bereits zahlreiche Ideen von einem MINT-Preis für Mädchen bis hin zu einer engeren Zusammenarbeit mit ansässigen Schulen und der Fachhochschule Südwestfalen.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf der agentur mark GmbH in Kooperation mit dem zdi-Netzwerk technik_mark des Vereins Technikförderung Südwestfalen e.V.

Die agentur mark GmbH unterstützt mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) des Ennepe-Ruhr-Kreises (Süd), des Märkischen Kreises und der Stadt Hagen bei der Umsetzung einer frauenfördernden und familienfreundlichen Personalpolitik. Denn wollen sich Unternehmen heute attraktiv für Fachkräfte präsentieren, müssen sie dem Wandel der Geschlechterrollen Rechnung tragen: Immer mehr gut ausgebildete (junge) Frauen planen ihre Karrieren und setzen hierbei auch auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die entsprechenden Rahmenbedingungen in den Unternehmen.

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf wird gefördert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen, des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union und aus Beiträgen der Stadt Hagen, des Ennepe-Ruhr-Kreises und des Märkischen Kreises.

 

 

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