DIE DEUTSCHLAND-REISEN VON CHARLES-EDOUARD JEANNERET

Le Corbusier war einer der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts, dessen Ideen noch bis heute diskutiert werden. Seit 2016 gehören 17 seiner Bauten zum UNESCO-Welterbe. 
 
Die Henry van de Velde-Gesellschaft e.V. und der Karl Ernst Osthaus-Bund e.V./Hagener Kunstverein veranstalten einen Vortrag über den berühmten Künstler-Architekten. Le Corbusier reiste im Mai 1911, noch am Beginn seiner Laufbahn, auch nach Hagen, um dort Karl Ernst Osthaus zu treffen und die damals revolutionären Bauten von Peter Behrens und Henry van de Velde zu besichtigen. Während seines Besuchs im Hohenhof von Henry van de Velde begegnete ihm auch der niederländische Architekt J.L.M. Lauweriks, dessen Siedlung damals gerade ebenfalls in Hagen gebaut wurde. Le Corbusier fand während dieses Besuchs zahlreiche Anregungen für seine spätere eigene Arbeit.
 
Für den Vortrag am Dienstag, dem 20. Juni 2017, um 18.00 Uhr im Auditorium des Emil Schumacher Museums im Kunstquartier konnte Elise Koering (Paris/Straßburg) gewonnen werden. Die Architekturhistorikerin am L.A.C.T.H. (Laboratoire Conception Territoire Histoire) in Lille stellt ihre aktuelle Forschung vor und spricht über den Einfluss u.a. des Hagener Impulses auf den jungen Le Corbusier unter dem Titel:
 
DIE DEUTSCHLAND-REISEN VON CHARLES-EDOUARD JEANNERET –
 
Der Einfluss des deutschen Kunstgewerbes auf das künstlerische und theoretische Werk Le Corbusiers der 1910er- und 1920er-Jahre.
 
In der ersten Hälfte der 1910er-Jahre unternahm Charles-Edouard Jeanneret mehrere Studien-reisen durch Frankreich und Deutschland. Der junge Architekt besuchte Kunstgewerbemuseen, Ausstellungen und Geschäfte für Industrie-Mobiliar oder Innendekoration. Daraus entstand eine eigene Produktion, die teilweise als deutsch-französische Synthese verstanden werden kann, stilistisch wie philosophisch.
 
Mit ihrer Studie des doppelten Einflusses von Frankreich und Deutschland auf Werk und Denken des frühen Le Corbusiers erforscht Elise Koering den bisher wenig untersuchten Werkkomplex der Innenausstattung und die bei ihm bisher kaum beachteten 1910er-Schaffensjahre. Dabei tritt augenscheinlich zu Tage, dass das deutsche Kunstgewerbe einen entscheidenden und anhaltenden Einfluss auf das künstlerische Schaffen des jungen Jeannerets bzw. des späteren Le Corbusiers der 1920er-Jahre hatte. Der Austausch mit dem Gründer des Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe, Karl Ernst Osthaus, spielte dabei eine wichtige Rolle.

 Die Architekturhistorikerin Priska Schmückle von Minckwitz (Paris) wird das französische Referat in einer zuvor ins Deutsche übersetzten Fassung vortragen und ein anschließendes Podiumsgespräch mit Elise Koering führen.
 

Wer:        Elise Koering und Priska Schmückle von Minckwitz

Was:        Vortrag: LE CORBUSIER

DIE DEUTSCHLAND-REISEN VON CHARLES-EDOUARD JEANNERET –
Der Einfluss des deutschen Kunstgewerbes auf das künstlerische und theoretische Werk Le Corbusiers

Wann:      Dienstag, 20. Juni 2017, 18 Uhr 

Wo:          Kunstquartier Hagen

Eintritt:    frei

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