Diverse unwetterbedingte Einsätze für die Feuerwehr Ennepetal

Am 15.06.2017 wurde die Feuerwehr Ennepetal in der Zeit zwischen 18:04 Uhr und 19:41 zu insgesamt 10 Einsätzen im Stadtgebiet alarmiert. Aufgrund der Wetterlage mussten Gefahrenbäume beseitigt sowie diverse Gullydeckel eingesetzt werden. Zudem musste
in der Königsbergerstraße eine Tanne, welche nach Blitzeinschlag
brannte, gelöscht werden. Hierzu waren insgesamt 14 Einsatzkräfte
der hauptberuflichen Feuer- und Rettungswache Ennepetal sowie Kräfte
der freiwilligen Feuerwehr Ennepetal (Löschzug 1 Milspe/Altenvoerde
und der Löscheinheit Voerde) vor Ort tätig. Zusätzlich wurde die
Löscheinheit Rüggeberg zur Sicherung des Grundschutzes bzw. für
weitere Einsätze im Stadtgebiet in Bereitstellung in ihrem Gerätehaus
versetzt, musste jedoch nicht eingesetzt werden.

 

Rettungshubschrauber landet

Gevelsberg. Am Donnerstag gegen 16:55 Ur, rückte die
Hauptwache mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug zur Alten Geer aus.
Dort musste eine Hubschrauberlandung abgesichert werden. Da kein
Notarzt für einen internen Notfall abkömmlich war, wurde Christoph
Dortmund mit einem Notarzt angefordert. Dieser landete auf einem
Firmengelände an der alten Geer. Der Einsatz endete um 17:30 Uhr.
Wegen des Starkregens, rückte die Hauptwache wiederum mit dem
Hilfeleistungslöschfahrzeug um 18:00 Uhr zur Mittelstraße und zur
Hagener Straße aus. Dort waren in verschiedenen Bereichen die
Fahrbahnen unter Wasser. Hier wurden jeweils die Gullis geöffnet, die
Einsätze gereinigt. Das Regenwasser konnte anschließend ungehindert
abfließen. Einsatzende war gegen 18:50 Uhr.

Schwerer Verkehrsunfall mit zwei Motorrädern

Hattingen. Am heutigen Donnerstag ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall
im Wodantal. Die beiden beteiligten Motorradfahrer wurden dabei
schwer verletzt. Die alarmierte Feuerwehr unterstützte zunächst bei
der Versorgung der Verletzten.

Im weiteren Verlauf streuten die Einsatzkräfte die auslaufenden Betriebsmittel ab. Zum Transport eines Verletzten wurde der Rettungshubschrauber Christoph 8 angefordert.
Hier übernahm die Feuerwehr die Landeplatzsicherung. Nachdem beide
Patienten durch Rettungswagen bzw. Rettungshubschrauber in umliegende
Krankenhäuser verbracht wurden, konnten die verunfallten Zweiräder
abgeschleppt und die Straße gereinigt werden. Noch während des
laufenden Einsatzes kam es vor der Einsatzstelle zu einem weiteren
Unfall.

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Hier verletzte sich eine Motorradfahrerin leicht. Die Erstversorgung übernahmen die Einsatzkräfte der Feuerwehr bis zum Eintreffen des angeforderten Rettungswagens. Im Einsatz waren hier der Löschzug Elfringhausen sowie die Hauptwache. Der Löschzug Mitte unterstütze beim Transport weiteren Materials zur Einsatzstelle.

Vor diesem Einsatz waren die hauptamtlichen Kräfte bereits zur
Landeplatzsicherung des Rettungshubschraubers Christoph 9 alarmiert
worden. In der Innenstadt kam es zu einem medizinischen Notfall. Da
der bodengebundene Notarzt sich bereits in einem Paralleleinsatz
befand, wurde der Notarzt aus der Luft angefordert.

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Der Rettungshubschrauber landete auf einer Wiese an der Blankensteiner
Straße. Von dort transportierte die Feuerwehr den Notarzt zur
Einsatzstelle und sicherte auch dort den Landeplatz ab. Einen
weiteren Einsatz für den Löschzug Elfringhausen gab es am Nachmittag.
Hier rückte die First-Responder-Einheit zur Felderbachstraße aus.
Hier gab es einen medizinischen Notfall. Die speziell ausgebildeten
Einsatzkräfte betreuten die erkrankte Person bis zum Eintreffen des
Rettungsdienstes.

Betrunken gefahren und geflüchtet

Am Donnerstag, 15.05.2017, gegen 03.25 Uhr, überfuhr
der Fahrer eines Seat Ibiza die bepflanzte Fahrstreifenbegrenzung auf
der Becheltestraße, Höhe Firma Staples, auf einer Länge von ca. 25
Metern und beschädigte diese. Obwohl der Fahrer den Unfall bemerkt
haben musste setzte er seine Fahrt fort. Ein Zeuge hatte das
Unfallgeschehen beobachtet und die Polizei verständigt. Im Rahmen von
Fahndungsmaßnahmen konnten Fahrzeug und Fahrer angetroffen werden.
Das Fahrzeug wies Unfallschäden auf, in den Radkästen befanden sich
Reste der Bepflanzung. Die Überprüfung des 34-jährigen Hageners
ergab, dass dieser erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Ihm wurde
eine Blutprobe entnommen, der Führerschein sichergestellt und ein
Strafverfahren wegen Verkehrsunfallflucht eingeleitet. An der
Bepflanzung und dem PKW entstand geringer Sachschaden.

Internationaler Austausch zu Brandschutz-Vorschriften

DFV: „Verpflichtende Einrichtungen tragen in Deutschland zu Sicherheit bei“

Berlin. „Die Vorschriften für den Vorbeugenden Brandschutz an Hochhäusern in Deutschland sind vorbildlich – und sie haben sich bewährt“, erklärt Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) mit Blick auf den tragischen Hochhausbrand in London. „Verpflichtende Einrichtungen wie Sicherheitstreppenhäuser, Brandmeldeanlagen, Rauch- und Brandschutztüren sowie Steigleitungen tragen zum sicheren Leben der Bewohnerinnen und Bewohner bei“, erläutert der Experte. Die konsequente Umsetzung der geltenden Vorschriften sei eine wesentliche Voraussetzung dafür.

„Um zukünftig den fachlichen Austausch auf europäischer Ebene zu intensivieren, ist es wichtig, in Brüssel auch als Verband ständig personell vertreten zu sein“, blickt Ziebs über die Landesgrenzen hinaus. Der Deutsche Feuerwehrverband hat seit 2008 eine Vertretung der deutschen Feuerwehren bei der Europäischen Union in Brüssel, die bislang nicht permanent besetzt ist. Hier werden künftig verstärkt die Vernetzung der internationalen Akteure sowie die Information über die Besonderheiten des deutschen Feuerwehrsystems betrieben.

„Der Vorbeugende Brandschutz ist in der Geschichte der Feuerwehren ein wichtiges Thema, bei dem der internationale Vergleich Ideengeber für mehr Sicherheit sein kann“, resümiert der DFV-Präsident. Daher böte sich diese Thematik etwa für eine Internationale Sicherheitskonferenz der Feuerwehren und des Zivilschutzes an. In der durch den DFV initiierten „Konferenz der europäischen Feuerwehrorganisationen“ tauschten sich bislang bereits Vertreter aus rund 20 europäischen Nationen zu Rahmenbedingungen des Feuerwehrwesens aus.

Stadt der Zukunft

Smarte Objekte sollen mehr Lebensqualität im Alter bieten

Mensch-Technik-Interaktion in der Stadtplanung ermöglicht selbstbestimmte Mobilität für Senioren / Universität Hohenheim koordiniert Forschungsprojekt                                                                                   

Straßenlampen passen ihre Helligkeit an, Bänke verändern ihre Sitzhöhe und -neigung, Hinweisschilder informieren die Passanten bedarfsgerecht – smarte städtebauliche Objekte bieten viel Komfort. Für ältere Menschen kann diese Vernetzung von Mensch und Technik entscheidend zur Mobilität beitragen. Sie unterstützt Senioren dabei, sich sicher in der Stadt zu bewegen. Unter Federführung der Universität Hohenheim in Stuttgart erprobt ein Forscherteam diese Möglichkeiten derzeit in Mönchengladbach in der Praxis. Das Verbundprojekt UrbanLife+ hat ein Fördervolumen von 4,8 Mio. Euro, wovon über 1,5 Mio. Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf die Universität Hohenheim entfallen. Damit zählt es zu den Schwergewichten der Forschung an der Universität Hohenheim.

Mal eben den nächsten Bus schnappen oder im Dunkeln zu Fuß unterwegs sein: Was für die meisten jüngeren Menschen kein Thema ist, kann für ältere zum echten Problem werden. Altersbedingte Einschränkungen physischer und psychischer Art können Senioren zum Rückzug in die eigenen vier Wände zwingen. Abhilfe versprechen smarte städtebauliche Objekte.

„Objekte im öffentlichen Raum, also zum Beispiel Bänke, Straßenlampen oder Hinweisschilder, werden smart, indem wir sie mit IT ausstatten“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Stefan Kirn vom Fachgebiet Wirtschaftsinformatik 2 an der Universität Hohenheim das Grundprinzip. „Die Objekte sind miteinander vernetzt, die Menschen interagieren mit ihnen – und erhalten so technische Unterstützung bei ihrem Weg durch die Stadt.“

Die Möglichkeiten dazu loten die Forscher zurzeit im Projekt UrbanLife+ aus, in dem sich Wirtschaftsinformatik, Informatik, Gesundheits- und Pflegewissenschaften und Stadtplanung zusammengeschlossen haben. Alle Praxiserprobungen finden in Mönchengladbach statt und werden von der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach, einem kommunalen Dienstleister in der Altenhilfe, koordiniert. Neben dem Beratungsunternehmen Drees & Sommer, der Universität Leipzig und der Universität der Bundeswehr München sind mehrere Umsetzungspartner aus Mönchengladbach beteiligt.

Um die Mobilitätsbedürfnisse der Zielgruppe besser zu verstehen, hat die Sozial-Holding kürzlich eine Befragung von Senioren in zwei ausgewählten Stadtteilen durchgeführt. „Wir fragen unter anderem nach Einstellungen zu IT und deren Nutzung“, berichtet Projektkoordinator Dr. Jörg Leukel von der Universität Hohenheim. „So wollen wir mehr über die Menschen erfahren, um die Technologieentwicklung auf ihre Bedürfnisse auszurichten.“

Adaptive Wegbeleuchtung und Bänke

Eine solche Technologie könnte zum Beispiel eine Wegbeleuchtung sein, die sich dem Sehvermögen der Passanten anpasst. „Die Wege werden dort, wo jemand geht, heller beleuchtet. Ausgelöst etwa durch ein Armband mit einem Chip“, beschreibt Dr. Leukel. Das Projektteam will die Technik auf dem Gelände eines Altenheims testen, das derzeit im Bau und im August 2017 bezugsfertig ist.

Ebenfalls ein Problem: „Ältere Menschen müssen öfter Pause machen. Nach einer Faustregel sollte im Umkreis von 800 Metern immer eine Sitzgelegenheit erreichbar sein“, erklärt Doktorand Marvin Hubl. Doch Bank sei nicht gleich Bank: „Für Senioren sollte die Bank eine höhere Sitzfläche haben und das Hinsetzen bzw. Aufstehen unterstützen.“ Die Lösung könnte eine adaptive Bank darstellen, die sich auf ein elektronisches Signal hin anpasst.

Bushaltestellen mit Info-Knopf

Auch Busfahren stellt oft ein Hindernis dar. Nicht jeder Bus ist auf die von Senioren genutzten Hilfsmittel eingestellt. „Ein Lösungsansatz ist, Busfahrer vorab darüber zu informieren, ob und wie viele Senioren zum Beispiel mit Rollstuhl oder Rollator an der nächsten Bushaltestelle warten. Dann kann der Fahrer sich darauf einstellen und das länger dauernde Einsteigen ermöglichen“, legt Dr. Leukel dar.

Für die praktische Umsetzung dieser Ideen plant das Projektteam Felduntersuchungen, und Probanden testen die Möglichkeiten anschließend aus. Ein Mobilitätstraining mit Senioren hat das Projektteam bereits durchgeführt, um die Schwierigkeiten und Bedürfnisse zu analysieren.

Safety-Atlas als neues Instrument der Stadtplanung

Wichtig bei allen Ideen sind dem Projektteam die Benutzerfreundlichkeit und die Akzeptanz durch die Senioren. „Das ermitteln wir über Befragungen und Beobachtungen“, erklärt Doktorandin Barbara Schehl. Und die Forscher betrachten ganze Szenarien – etwa den Weg vom Altenheim über die Bushaltestelle bis zum Arzt: „Was gibt es auf diesem Weg für individuelle Bedürfnisse und Barrieren? Gibt es genügend Sitzbänke, sind die Haltestellen gut ausgestattet? “

Ziel dieser Betrachtungen ist ein sogenannter Safety-Atlas, den federführend der Projektpartner Drees & Sommer entwickelt. „Dieser Atlas enthält nicht nur smarte, sondern alle relevanten, städtebaulichen Objekte. Bänke und Haltestellen, aber auch zum Beispiel Bordsteine, Fahrradwege, den Wegbelag und die Neigung der Wege“, zeigt Schehl auf.

„Die Frage ist zum Beispiel, in welchem Umkreis man sich mit Gehstock oder Rollator, Rollstuhl oder E-Scooter jeweils bewegen kann.“ Die Informationen seien ein wertvolles Instrument für die Stadtplanung, betont Hubl. „Sie helfen bei künftigen Planungen und zeigen auf, wo gezielt nachgebessert werden muss, damit ältere Menschen auch künftig am öffentlichen Leben teilhaben können.“

HINTERGRUND: „Safety-Konzepte für die Mensch-Technik-Interaktion in seniorengerechten Stadtquartieren“ im Rahmen des Verbundprojektes „UrbanLife+“

Das gesamte Verbundprojekt UrbanLife+ „Teilhabe am städtischen Leben Mönchengladbachs durch Mensch-Technik Interaktion mit smarten städtebaulichen Objekten“ unter Koordination der Universität Hohenheim weist eine Fördersumme von insgesamt 4,83 Mio. Euro auf, davon 78 Prozent Förderanteil durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Das Teilvorhaben der Universität Hohenheim fokussiert auf „Safety-Konzepte für die Mensch-Technik-Interaktion in seniorengerechten Stadtquartieren“. Es läuft vom 1.11.2015 bis zum 31.10.2020, gefördert von BMBF und der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH mit 1.528.729 Euro.

Projektpartner der Hohenheimer Forscher sind die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH, die die Koordination vor Ort innehat, die Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH in Stuttgart, die Universität Leipzig, die Universität der Bundeswehr München, die NEW AG in Mönchengladbach, die Städtische Kliniken Mönchengladbach GmbH, die EWMG – Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach mbH, die Ernst Kreuder GmbH & Co. KG in Mönchengladbach, der Handelsverband NRW – Rheinland e.V. in Düsseldorf und die Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach / Krefeld.

Verkehrsunfall mit einer verletzten Person

Am 14.06.2017 gegen 07:25 Uhr befährt eine 18 jährige Fahrzeugführerin aus Breckerfeld mit ihrem PKW Renault die Straße Sonnenschein, in Fahrtrichtung L 528. Zur gleichen Zeit befährt eine 39 jährige Hagenerin mit ihrem PKW Ford die Straße
Sonnenschein, in Fahrtrichtung Langscheid. In einem Kurvenbereich
kommt es aus noch ungeklärter Ursache zum Zusammenstoß beider
Fahrzeuge. Die 18 jährige Fahrzeugführerin wird durch den Unfall
leicht verletzt und vorsorglich einem Krankenhaus zugeführt.