Hagener SPD-Ratsfraktion sagt AIDS-Hilfe Unterstützung zu

Hagen. Die haupt- und ehrenamtliche Arbeit, die die Hagener AIDS-Hilfe leistet, ist fachlich professionell, im Umgang mit den Hilfesuchenden sensibel und einfühlsam und politisch aufrüttelnd. Arbeitet der Verein doch seit seiner Gründung vor 30 Jahren aufklärend gegen Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen. Davon konnten sich die Mitglieder der SPDRatsfraktion bei einem „vor Ort-Termin“ und einer Diskussion mit den Vorstandsmitgliedern und dem Geschäftsführer Andreas Rau kürzlich überzeugen.

„Die AIDS-Hilfe ist in unserer Stadt ein fester Bestandteil im Rahmen der Gesundheitsprävention und der Beratung und Betreuung von Menschen mit HIV und AIDS sowie zu sexueller Gesundheit. Hauptamtliche und Ehrenamtler arbeiten hier Hand in Hand und schaffen damit ein ganz besonderes Vertrauensklima gegenüber ihren Klienten. Das muss auch in Zukunft so bleiben“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Rudel der Selbsthilfeorganisation die
Unterstützung seiner Fraktion zu.

Dass die Stadtverwaltung im Rahmen von Finanzierungsfragen des Vereins immer wieder damit droht, dass die Arbeit der AIDS-Hilfe auch vom Gesundheitsamt geleistet werden könne, hält Vorstandsmitglied Dagmar Pröhl für unfair. „Damit soll erreicht werden, dass wir möglichst keine Forderungen mehr an die Stadt stellen. Aber so geht das nicht. Schon gar nicht, wenn man sich die Zahlen vor Augen hält, um die es hier geht.“

Geschäftsführer Andreas Rau erläuterte den Fraktionsmitgliedern, dass der Verein personelle und arbeitstechnische Konsequenzen ziehen musste, um weiterhin überleben zu können. Dazu gehörte auch, dass eine Bürokraft entlassen werden musste. „Meine Kollegin und ich führen jetzt neben der Betreuungs- und Beratungstätigkeit auch noch unser Büro“, machte Rau die Konsequenzen aus der strikten Verweigerungshaltung der Kommune deutlich. So erhalte der Verein jährlich 76 000 Euro aus der Landesförderung, 7000 Euro Eigenmittel bringe die Kommune zurzeit auf. „Wir hatten im vergangenen Jahr um einen Zuschuss von 10 000 Euro gebeten. Diese Summe war zudem noch verhandelbar“, so Rau.

Immerhin arbeite der Verein insgesamt mit einem Umsatz von rund 150 000 Euro jährlich. Nur dank dieser Spenden und Zuschüsse aus unterschiedlichen Projekten könne die umfangreiche Aufklärungsarbeit auf verschiedensten gesellschaftlichen Ebenen auch geleistet werden.

Für die Mitglieder der SPD-Fraktion wurde bei diesem Treffen deutlich, dass ein städtisches Amt die vorgestellte Bandbreite der Beratung und Betreuung nicht leisten kann und eine Verlagerung hin zur Stadt auch aus finanzieller Hinsicht nicht in Frage kommen kann.

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