Erneut polizeiliche Schwerpunktkontrolle in der Nordstadt

Dortmund. Maßnahmen zeigen immer deutlicher Wirkung

Die Dortmunder Polizei hat gestern (6.6.) erneut
Schwerpunktkontrollen in der Nordstadt erfolgreich durchgeführt.

In der Zeit von 13-21 Uhr kontrollierte der Schwerpunktdienst der
Wache Nord mit Unterstützung von Einsatzhundertschaftsbeamten
Personen und Fahrzeuge im gesamten Wachbereich. Der Fokus der
Präsenz- und Kontrollmaßnahmen lag insbesondere im Bereich der
Schützenstraße, im Münsterstraßenviertel und rund um das
Dietrich-Keuninghaus.

Um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Dortmunder
Nordstadt zu stärken, fanden die Kontrollen auch in den
ortsansässigen Cafés und Lokalitäten statt.

Insgesamt erteilten die Polizeibeamten 11 Platzverweise. Zwei
Personen wurden wegen eines Haftbefehls und nach einem
Taschendiebstahl festgenommen. Bei den festgestellten Delikten und
Verstößen handelte es sich überwiegend um Straftaten gegen das
Betäubungsmittelgesetz, Eigentumsdelikte und Verkehrsvergehen.

„Wir als Polizei werden zwar die soziale Schieflage, in der sich
Teile der Bevölkerung in der Dortmunder Nordstadt befinden, nicht
ändern, aber wir leisten intensiv unseren Beitrag zur Verbesserung
der Sicherheit in der Nordstadt.“ Polizeipräsident Gregor Lange
machte deutlich: „Unsere anhaltenden personal- und zeitintensiven
Maßnahmen zeigen immer deutlicher ihre Wirkung. In Zusammenarbeit mit
den Ordnungspartnern kommen wir durch gemeinsames, hohes Engagement
Stück für Stück voran. Daran werden wir mit langem Atem festhalten.“

Eine Bilanz der letzten Monate bestätigte den Aufwärtstrend im
Dortmunder Norden: Die Gesamtfallzahlen der Polizeiwache Nord sind im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Januar bis Mai) erneut deutlich im
Sinkflug und haben sich noch einmal um 764 Fälle (11,52%) auf 5244
reduziert. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote noch einmal um 7,89%
angestiegen und erreicht mit 63,98% ebenfalls einen neuen Spitzenwert
der insgesamt letzten 5 Jahre.

Die Gewaltkriminalität ist mit 300 Taten um 52 Fälle (-12,50%)
gesunken, die Aufklärungsquote hier liegt bei 63% und damit auf dem
gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Die Straßenkriminalität, in der auch Raubdelikte verzeichnet sind,
liegt mit -412 Fällen (-21,79%) weiterhin auf einem Tiefstand seit 3
Jahren. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote hier um 4,66% auf 24,3%
gestiegen.

Ähnlich sieht es bei den folgenden Delikten aus: Taschendiebstahl:
204 Delikte (-48 Fälle und somit -12,28%) bei einer Aufklärungsquote
von 17,65% (+4,15% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Diebstahl in
/ aus Kraftfahrzeugen: 370 Delikte (-340 Fälle und somit -42,98%) bei
einer Aufklärungsquote von 21,49% (+10,19% im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum). Wohnungseinbruchsdiebstahl: 84 Delikte (-81 Fälle
und somit -51,92%). Hier ist die Aufklärungsquote gesunken, um -6,9%
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf insgesamt 12,1%.

Der Anstieg der Fallzahlen bei der Rauschgiftkriminalität um
weitere 105 Fälle auf 637 (+21,97%) zeigt die hohe Kontrollaktivität
der Polizei in diesem Bereich. Es handelt sich hier um ein
sogenanntes Kontrolldelikt: Je mehr polizeiliche Maßnahmen in diesem
Bereich getroffen werden können, desto mehr Fälle werden entdeckt und
strafrechtlich verfolgt.

Zeitgleich hat es einen Anstieg um 106 Fälle bei den Festnahmen
gegeben – das sind durchschnittlich drei am Tag seit Jahresbeginn –
ein deutliches Zeichen für den intensiven und lang anhaltenden
Kontrolldruck der Polizei.

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