Tödlicher Motorradunfall bei Sundern

Sundern. Am Mittwochnachmittag kam es um 15:45 Uhr auf der
Landstraße 687 zu einem schweren Verkehrsunfall. Nach bisherigen
Erkenntnissen befuhr ein 19-jähriger Motorradfahrer aus Worms die L
687 von Sundern-Hagen in Fahrtrichtung Sundern-Allendorf. Im Bereich
einer Kurve, in Höhe eines Steinbruchs, stieß er mit einem
entgegenkommenden Pkw eines 49-Jährigen aus Hemer zusammen. Der
Motorradfahrer erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch am
Unfallort verstarb. Der Pkw-Fahrer erlitt einen Schock. Die Maßnahmen
der Polizei am Unfallort dauern an. Die Landstraße 687 ist derzeit
komplett gesperrt. (st)

Hagener Delegation in Jamaika zu Gast

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit sind Hagens Umweltdezernent Thomas Huyeng und Umweltamtsleiter Dr. Ralf-Rainer Braun zusammen mit Markus Vetter, Mitarbeiter der Firma Kostal, zurzeit in Jamaika zu Gast, um sich im Rahmen der Kommunalen Klimapartnerschaft unter anderem mit dem deutschen Botschafter auszutauschen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Fortschritt der Klimaschutzprojekte und mögliche Perspektiven der Ansiedlung deutscher Unternehmen in Jamaika und in der Karibik.

Dr. Andrew Wheatley, jamaikanischer Minister für Wissenschaft, Energie und Technologie, begrüßte zusammen mit Leon Thomas, Bürgermeister von Portmore, die Hagener Delegation. In einem intensiven Gespräch unterstrich Wheatley die Bedeutung der seit 2012 bestehenden Klimapartnerschaft zwischen den beiden Städten. Er dankte der Bundesrepublik Deutschland und im Besonderen der Stadt Hagen für ihr Engagement. Wheatley interessierte sich auch für das internationale Engagement der Lüdenscheider Firma Kostal, die unter anderem eine Niederlassung mit rund 350 Mitarbeitern in Hagen hat.

A45: Engpass wegen Brückenbauarbeiten

Lüdenscheid/Hamm. Ab Montag (29.5.) bis Ende Juli wird auf der Schlittenbach-Talbrücke zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid-Süd und Lüdenscheid in Fahrtrichtung Dortmund eine neue Betonschutzwand als Absturzsicherung gebaut. Der Verkehr wird in der Zeit auf zwei eingeengten Fahrspuren an der Baustelle vorbeigeführt. Straßen.NRW investiert dort 230.000 Euro aus Bundesmitteln.

Zum Hintergrund:
Die sogenannte Bewehrung in der vorhandenen Betonschutzwand ist durchgerostet und sie kann bei einem möglichen Unfall die auftretenden Kräfte nicht mehr aufnehmen. Die neue 400 Meter lange Betonschutzwand wird „in einem Guss“ gefertigt und eine rostfreie Bewehrung haben.

Märkischer Ring nur einspurig befahrbar

Hagen. Der Märkische Ring ist aufgrund einer Baustelle auf Höhe des Finanzamtes in Fahrtrichtung Emilienplatz von Montag, 29. Mai, bis Mittwoch, 31. Mai, zwischen 9 und 15 Uhr nur einspurig befahrbar. Fußgänger können den Gehweg während der Bauarbeiten nicht benutzen und werden mit entsprechender Beschilderung auf die andere Gehwegseite geführt. Ursache für die Baustelle ist ein Schaden an einer Gasleitung.

Bundesweiter DGB-Aktionstag auch in Hagen

„Mit deiner Stimme den Renten-Sinkflug stoppen!“

(DGB Hagen) >>Die DGB-Gewerkschaften wollen den politisch verordneten Renten-Sinkflug stoppen. Deshalb haben sie im Herbst mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 die Kampagne „Rente muss reichen“ gestartet. Mit dem Aktionstag am 31. Mai, an dem insgesamt 270 Aktionen in ganz Deutschland durchgeführt werden, erreicht sie ihren nächsten Höhepunkt.

Auch im Hagener Hauptbahnhof werden von 6:30 bis 8:00 Uhr Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter informieren und für eine starke gesetzliche Rente werben. „Wir brauchen wieder eine gesetzliche Rente, von der man menschenwürdig im Alter leben kann!“, so Ruth Schäfer, stellv. DGB-Vorsitzende in Hagen. „Und im Wahljahr haben wir alle gemeinsam die Chance, viel zu bewegen. Wir fordern die im Bundestag vertretenen Parteien auf, die gesetzliche Rente in den nächsten vier Jahren wieder stark zu machen. Jede Stimme zählt!“

Hintergrund:

Um die Beitragssätze niedrig zu halten, hatte der Gesetzgeber Anfang des Jahrtausends entschieden, das Niveau der gesetzlichen Rente kontinuierlich sinken zu lassen. Die Beschäftigten sollten stattdessen privat vorsorgen (Riester-Rente), die Arbeitgeber wurden entlastet. Aber die Erwartungen an die private Altersvorsorge haben sich nicht erfüllt.

Ohne Kurswechsel droht den Beschäftigten sozialer Abstieg im Alter: Sinkt das Rentenniveau weiter von 48 Prozent (heute) auf unter 42 Prozent (2045), müssen alle für die gleiche Rente wesentlich länger arbeiten – bei einem Lohn von 2500 Euro wären es z. B. 42 statt 37 Jahre. Und selbst dann läge die Rente nur gerade in Höhe der Grundsicherung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will das Rentenniveau sofort auf dem heutigen Stand stabilisieren und im weiteren Schritt anheben, etwa auf 50 Prozent.

Mehr Informationen unter www.rente-muss-reichen.de<<

Ärztetag fordert angemessene Personalausstattung in den Kliniken

Berlin. Der 120. Deutsche Ärztetag in Freiburg hat die von der Bundesregierung geplanten Personaluntergrenzen in der Pflege begrüßt. Stellenabbau und Fachkräftemangel führten zu unzumutbaren Arbeitsbedingungen und verursachten immer häufiger Krisen in der Patientenversorgung. Verbindliche Personalvorgaben seien deshalb auch für Ärztinnen und Ärzte und andere am Patienten tätige Berufsgruppen notwendig.

Bei der Erarbeitung der Vorgaben und Sanktionen solle die Fachkompetenz der Ärzteschaft, der Pflegenden und der Therapeuten einbezogen werden. Finanzielle Abschläge bei Nichteinhaltung der Untergrenzen lehnten die Delegierten ab. Damit wäre weder Patienten noch Kliniken geholfen.

Konkret sprachen sich die Delegierten für eine automatische Anpassung des ärztlichen Stellenkontingents aus, sobald die ärztlichen Überstunden in einem Beobachtungszeitraum von jeweils sechs Monaten regelmäßig die tarifliche Regelarbeitszeit einer ärztlichen Vollkraft überschreiten. Nicht besetzte oder nicht besetzbare Stellen sollten tagesaktuell auf der Website der Klinik veröffentlicht werden. Außerdem sollten die Bundesländer die Akutkliniken dazu verpflichten, die Relation von Pflegekräften zu Patienten für jede Schicht und jede einzelne Station zu dokumentieren. Es sei ein „Gebot der Fairness“ den Patienten gegenüber, die entsprechenden Zahlen in den Qualitätsberichten der Kliniken offenzulegen. Die Delegierten verwiesen auf entsprechende Regelungen im Ausland. In einer weiteren Entschließung rief der Ärztetag Städte, Kreise und Kommunen auf, ihren Auftrag zur Daseinsvorsorge in der Notfall-und Intensivtherapie ernst zu nehmen. Hintergrund der Forderung ist, dass Kapazitäten zur Notfall- und Intensivtherapie nicht ausreichend vorgehalten oder durch einen Mangel an Fachkräften nicht genutzt werden können. „In der Folge warten Rettungskräfte auf der Straße, bis eine aufnahmefähige Klinik gefunden ist, Operationen müssen verschoben oder Patienten früher von Intensivstationen verlegt werden, als ihrem Heilungsprozess zuträglich ist“, warnte der Ärztetag.

Die 250 Delegierten des Deutschen Ärztetages beraten bis Freitag gesundheits-, berufs- und sozialpolitische Themen.