Rechtsextremistische Gewalt- und Straftaten in Dortmund zurückgedrängt

Dortmund. Entgegen dem Trend für ganz Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der
rechtsextremistisch motivierten Gewalt- und Straftaten im
Zuständigkeitsbereich der Polizei Dortmund im vergangenen Jahr
zurückgegangen.

Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Anzahl rechtsextremistischer
Straftaten insgesamt um rund 27,5 Prozent ab – von 441 auf 320. Im
Vorjahr waren die Zahlen um rund 56 Prozent angestiegen (von 282 auf
441). Auch die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten
ist rückläufig: Waren es im Jahr 2015 noch 50, sank die Zahl um 14
auf 36. Den größten Anteil der Straftaten machen hingegen Verstöße
gegen die Paragraphen 86 und 86a StGB (Rückgang von 185 auf 144).

Für die beiden Städte im Zuständigkeitsbereich sehen die
Entwicklungen wie folgt aus: Die Gesamtzahl der Straftaten ging in
Dortmund um knapp 28 Prozent von 424 auf 306 zurück (2014: 269). In
Lünen betrug der Rückgang rund 17,5 Prozent (von 17 auf 14, 2014:
13). Ein Rückgang von 26,5 Prozent steht in Dortmund für die
Gewaltstraftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund in der
Statistik (von 49 auf 36, 2014: 47). In Lünen gab es nach einer
Gewaltstraftat in 2015 in 2016 keine (2014: 0).

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange sieht die
zurückgegangenen Zahlen als Bestätigung für die nicht nachlassende
Arbeit seiner Behörde: „Unser personeller Aufwand im Kampf gegen
Rechtsextremismus hat in den vergangenen Jahren nicht nachgelassen.
So konnten wir – auch durch intensive Präsenzmaßnahmen – den
Kontroll- und Strafverfolgungsdruck für Rechtsextremisten dauerhaft
hoch halten. Mit der SoKo Rechts kann ich auf erfahrene Beamtinnen
und Beamte setzen, die jede Straftat mit Akribie verfolgen. In
Dortmund kann die Polizei in ihren Bemühungen zudem auf eine breite
Unterstützung aus der Bevölkerung setzen. Ich bin sicher, dass das
gute Zusammenspiel aus konsequenten Maßnahmen der Polizei, der
bewährten Ordnungspartnerschaft mit der Stadt Dortmund und starkem
ehrenamtlichem Engagement bei diesem Rückgang der Zahlen eine
wichtige Rolle gespielt hat.“

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