Grüne-Linke-Hagen sind ein Netzwerk des Kreisverbands

Stellungnahme der Grünen-Linken-Hagen, verfasst von Sebastian Kayser

>>„Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus“ (nach Enno Bunger)

Die Situation bei den Hagener Grünen ist ähnlich verheerend schlecht, wie sie Enno Bunger in seinem Song „Regen“ für zwei Menschen beschreibt. Kreissprecherin Christa Stiller-Ludwig und Kreissprecher Rolf Willaredt handeln offensichtlich aus Angst vor der eigenen Courage. Eingeladen wird zu einer Mitgliederversammlung zur Aussprache über die Landtagswahl, angeboten wird ein Workshop, den man eigentlich nur dann macht, wenn das oft besagte Kind nicht schon gerade im Brunnen ertrunken ist.

Der Umgang mit dem Landtagswahlergebnis unter den Motto „Wir haben doch alles richtig gemacht“ ist ein Verarschen der Wählerinnen und Wähler, die sich am letzten Sonntag dankenswerter Weise noch für Grüne entschieden haben. Sicherlich sind auch inhaltliche Fehler beim Landesvorstand zu finden und klar zu benennen. Dennoch gehört es sich für einen Kreisverband gerade auch einmal die inneren Strukturen und Konflikte zu hinterfragen, die sicherlich ebenfalls zu den hohen Verlusten gerade in Hagen geführt haben. Immerhin liegt das Ergebnis noch einmal 2 Prozentpunkte hinter dem landesweiten Wahlergebnis zurück: Die Grünen haben in Hagen also ein Drittel weniger Stimmen erhalten als in der NRW-Durchschnittskommune. Das Wolzenburg’sche Mantra „Wir liegen immer 2 Prozentpunkte hinter dem Landestrend“ mag ein häufig vorkommendes Faktum sein, ist allerdings nicht dazu geeignet eine Lösung aus diesem Dilemma aufzuzeigen.

Diese Lösung sollte nun durch einen Workshop, zu dem noch nicht einmal eingeladen wurde, herbeigeführt werden. Wieder einmal hat es der gesamte Vorstand um Rolf Willaredt geschafft mit pädagogischen Tricksereien das so nötig gewordene Streiten um Struktur, gegenseitigen Respekt und politische Ausrichtung grüner Funktionsträgerinnen und -träger in Kreispartei und Stadtratsfraktion zu verhindern.

Zuvor sind bereits der innerparteiliche Debattenverteiler abgeschaltet, die 10 Jahre lang bestehende Webseite mit dem Parteigedächtnis ins elektronische Nirwana verbannt und der Landtagskandidatin die Unterstützung für wichtige Anträge auf dem Bundesdelegiertenkonferenz (Bundesparteitag) vom 16.06. bis 18.06. versagt worden. Die Stadtratsfraktion berichtet der Partei gegenüber nur noch schriftlich und glänzt bei Nachfragen mit Abwesenheit.

In Anbetracht solch schlechter Ergebnisse vom letzten Wochenende ist über dieses abschätzige Verhalten Parteimitgliedern gegenüber ab sofort das Schweigen zu brechen. Mehr als drei Jahre haben sich Parteimitglieder demütigen, beleidigen und von für die politische Arbeit wichtigen Informationen abschneiden lassen. Höhepunkte dieses Konflikts sind sicherlich der Fraktionsausschluss von Barbara Hanning (vormals Richter) und die in der Presse veröffentlichten Lügen des Fraktionssprechers Joachim Riechel mit den daraufhin erfolgten weiteren Ausschlüssen von  Jürgen Klippert und meiner Person von der Fraktionsarbeit, um auf diese Weise die letzten Kritiker los zu werden.

Für die Menschen, denen es noch etwas bedeutet den Grünen in Hagen anzugehören oder nahezustehen haben wir nun das innerparteiliche Netzwerk Grüne-Linke-Hagen gegründet. Wir lügen nicht und heucheln keine Herzlichkeit vor, dafür sind wir offen und ehrlich und für uns bleiben nach wie vor die tragenden Säulen unserer Partei: basisdemokratisch, ökologisch, sozial und gewaltfrei!<<

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