Ehrenamtliche Elternlotsen geehrt

Hagen. Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer hat gestern engagierte Mitglieder lokaler Migrantenorganisationen für ihr bürgerschaftliches Engagement geehrt. Bei einer Feier in der agentur mark überreichte er ihnen Zertifikate, die sie als ehrenamtliche Elternlotsen im Bereich Schule – Ausbildung – Beruf ausweisen. Die rund 30 Mitglieder verschiedener Vereine hatten von November 2016 bis März 2017 an einer Qualifizierungsreihe der KAUSA Servicestelle Hagen der agentur mark GmbH teilgenommen. Themen der vier Module waren das deutsche Schulsystem, Bildungsgänge an den Berufskollegs, die duale Ausbildung und die Möglichkeiten im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit. Die Qualifizierungsreihe fand mit Unterstützung zahlreicher Partner aus der Wirtschaft statt. Die Elternlotsen werden nun in ihren Vereinen als ehrenamtliche Ansprechpartner für Fragen rund um den Übergang Schule – Beruf und Ausbildung zur Verfügung stehen. Sie wollen insbesondere die Eltern unterstützen, die das Bildungs- und Ausbildungssystem in Deutschland nicht selbst durchlaufen und aufgrund der Sprachbarriere Schwierigkeiten haben, an die nötigen Informationen zu kommen. Ziel ist es, diese Eltern so zu beraten, dass sie ihre Kinder effektiv bei der Berufswahl unterstützen können, denn Statistiken belegen, dass es Bewerber mit Zuwanderungsgeschichte schwerer haben, eine Ausbildungsstelle zu erhalten, als ihre deutschen Altersgenossen. In seinem Grußwort ging Fischer kurz auf die derzeitige, teils kontroverse Diskussion über Einwanderung und Integration in vielen Ländern der Welt ein. Mit Bezug auf Hagen sagte er, dass Hagen mit einem Anteil von rund 35% an Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund eine multinationale und multikulturelle Stadt sei. Für ein gutes Zusammenleben brauche es einen gemeinsamen Nenner, der nur durch Integration zu schaffen sei. Fischer: „Die Bereitschaft sich als Elternlotse zu engagieren, ist gelebte Integration, denn diese entsteht im Alltag der Menschen miteinander.“ Für dieses Engagement bedankte sich Fischer ausdrücklich im Namen der Bürgerinnen und Bürger, des Rates und des Oberbürgermeisters der Stadt Hagen. Die KAUSA Servicestelle Hagen arbeitet seit Anfang Juni 2016 daran, die Chancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern und strukturelle Benachteiligungen abzubauen. Hierzu streben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Servicestelle enge Kooperationen mit allen relevanten Partnern aus der Stadt, der Wirtschaft und mit lokalen Migrantenorganisationen an. Gemeinsam sollen nicht nur Jugendliche mit Migrationshintergrund im Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt werden, es soll vielmehr auch ein aktiver Beitrag zur Fachkräftesicherung für Unternehmen und Betriebe in der Region geleistet werden. Betriebe unterstützen, Ausbildung gestalten, Fachkräfte gewinnen: Mit dem Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER plus fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bundesweit die Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen. Die JOBSTARTER plus-Projekte unterstützen mit konkreten Dienstleistungen kleine und mittlere Unternehmen in allen Fragen der Berufsausbildung und tragen so zur Fachkräftesicherung bei. Durchgeführt wird das Programm von der Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

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