Aufruf zur Masernimpfung

In Hagen breiten sich unter  Einwanderern aus Südosteuropa die Masern aus. Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen ergreift alle notwendigen Maßnahmen, um der Ausbreitung der Masern zu begegnen. Insbesondere führt es neben Sperrungen der Kontaktpersonen von Gemeinschaftseinrichtungen umfangreiche Riegelungsimpfungen (= Impfung nach Krankheitskontakt, die den Ausbruch der Erkrankung noch verhindern soll) durch. Das Gesundheitsamt fordert auch die heimische Bevölkerung dringend auf, den eigenen Schutz gegen Masern zu überprüfen.
Wer Masern durchgemacht hat oder zweimal gegen Masern geimpft ist (in der Regel als MMR= Masern-Mumps-Röteln-Impfung) ist ausreichend gegen Masern geschützt.
Die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt eine Erstimpfung gegen Masern im Alter von elfbis 14 Monaten. Die 2. Impfung kann bereits vier Wochen später erfolgen.  Impfungen bei noch jüngeren Kindern sind in Ausbruchssituationen möglich, sollten im Einzelfall mit dem eigenen Kinderarzt besprochen werden.
Alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind, sollten dringend eine einmalige  Masern-Mumps-Röteln-Standardimpfung bekommen, wenn sie in der Kindheit nur einmal oder gar nicht geimpft sind.
Das Gesundheitsamt fordert alle Bürger, die Masern nicht sicher durchgemacht haben, auf,  ihren Impfausweis zu überprüfen und bei Fragen den Hausarzt oder Kinderarzt aufzusuchen.
Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Masern sind eine gefährliche Krankheit. Sie verlaufen sehr häufig mit schweren Akutkomplikationen (Bronchitis, Lungenentzündung, Mittelohrentzündung), und es gibt in seltenen Fällen sehr gefährliche Masernfolgekrankheiten wie eine Gehirnentzündung oder auch die SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis:  langsame, entzündliche Zerstörung des Gehirns), die sechs bis acht Jahre als Spätkomplikation nach der Maserninfektion auftritt und tödlich endet.
Kontaktpersonen ohne ausreichenden Impfschutz wird der Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung (Schule oder Kindertagesstätte) für  mindestens zwei Wochen untersagt.
Für Fragen zu Masern oder zum Masernimpfschutz hat das Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet. Diese ist zu den üblichen Dienstzeiten der Stadtverwaltung unter der Telefonnummer 02331-2073934 erreichbar.

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