Polizeibeirat tagt im Dortmunder Polizeipräsidium

Dortmund. Der Dortmunder Polizeipräsident hat in der Sitzung des
Polizeibeirats am Donnerstag (6. April) die Kriminalitätsentwicklung
in Dortmund und Lünen für 2016 vorgestellt. Gleichzeitig gab er einen ersten Ausblick auf die aktuellen Trends für das laufende Jahr 2017.

Viermal im Jahr tagt der Polizeibeirat, ein Gremium, das nach dem
Polizeiorganisationsgesetz ein Bindeglied darstellen soll zwischen
Bevölkerung, Selbstverwaltung und Polizei. Elf gewählte
Ratsmitglieder (SPD: 5, CDU: 3, Bündnis 90/Die Grünen: 2, Die
Linke/Piratenpartei: 1) aus den Städten Dortmund und Lünen bzw. ihre
Stellvertreter bilden den Polizeibeirat und sind für die Dauer ihrer
Wahlperiode ehrenamtlich in dieser Funktion tätig. An den nicht
öffentlichen Sitzungen nehmen zudem der Polizeipräsident sowie sein
Stellvertreter, Vertreter der Ordnungsbehörden der Städte Dortmund
und Lünen und anlassbezogen auch Leiter der Polizeidirektionen und
Vertreter des Personalrats teil.

Ziel des Polizeibeirates ist es, das vertrauensvolle Verhältnis
zwischen Bürgern und Polizei zu fördern und die Tätigkeit der Polizei
zu unterstützen. Anregungen und Themen, die von breitem öffentlichem
Interesse sind, können hier an die Polizei herangetragen und beraten
werden. Ebenso wird der Polizeibeirat zum Beispiel gehört, wenn es um
Planungen von baulichen Maßnahmen der Polizei, strukturelle
Veränderungen in der Behörde oder die Besetzung der Stelle als
Behördenleiter oder -leiterin geht.

Thematisch werden die Sitzungen durch die Polizeibehörde
vorbereitet. So ging es in der gestrigen Sitzung unter anderem um die
Kriminalitätsentwicklung in den beiden Städten im
Zuständigkeitsbereich der Dortmunder Polizei. Eine in vielen
Bereichen positive Entwicklung mit Rückgängen unter anderem bei der
Gesamtanzahl an Straftaten, bei der Straßenkriminalität, dem
Wohnungseinbruch und der Kriminalität in der Nordstadt.

Und die gute Botschaft, die Polizeipräsident Gregor Lange zu
verkünden hatte: In den ersten beiden Monaten 2017 hat sich dieser
Trend fortgesetzt. Rückläufige Zahlen zeichnen sich, im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum, unter anderem in den wichtigen Bereichen
Wohnungseinbruch (712 im Vergleich zu 1.021, dies ist gleichbedeutend
ein Rückgang um 30,26 %), Straßenraub (73 im Vergleich zu 92,
-20,65%) und Taschendiebstahl (536 zu 952, -38,74%) ab. Dieser Trend
zeigt sich auch im Bereich der Dortmunder Nordstadt. In den ersten
beiden Monaten des Jahres 2017 ging die Zahl der Straftaten im
Bereich der Polizeiwache Nord um gut 25% zurück (2.156 zu 2.904 im
Vorjahreszeitraum).

„Eine Motivation für uns“, sagte Lange im Anschluss an die
Sitzung. „Eine Motivation, auch mit Hilfe unserer Partner in den
Städten und mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger unser hohes
Engagement für die Sicherheit in Dortmund und Lünen weiterzuführen.
In keiner anderen Metropole an Rhein und Ruhr gehen die Straftaten
schon seit zwei Jahren so stark zurück wie in Dortmund.“ Dies
verdeutlichen auch die aktuellen Prozentzahlen: Das PP Dortmund
verzeichnete für das Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr (2015) einen
Rückgang um 8,21%; danach folgen die Behörden Düsseldorf mit -7,51%,
Essen mit -6,72%, Köln mit -6,15% und schließlich Duisburg mit
-2,84%. Für die ersten beiden Monate des Jahres 2017 setzt sich diese
erfreuliche Entwicklung auch in dem Bereich aller bekannt gewordenen
Straftaten fort – mit einem prozentualen Rückgang im niedrigen
zweistelligen Bereich.

Weiterhin standen der Verkehrsbericht für das Jahr 2016, das Thema
Extremismus sowie die Umsetzung des Maßnahmenpakets der
Landesregierung für mehr Innere Sicherheit auf der Tagesordnung. Zu
letzterem wusste Polizeipräsident Lange zu berichten, dass die
Behörde bereits 34 von den in diesem Rahmen geschaffenen 35 Stellen
für Tarifbeschäftigte besetzt hat. Ziel dieser Maßnahme ist es,
Polizeivollzugsbeamte von Verwaltungstätigkeiten zu entlasten und
somit die Präsenz auf der Straße zu stärken.

Der Vorsitzende des Polizeibeirates, Dirk Goosmann (SPD), betonte
zum  Abschluss der ersten Sitzung im Jahr 2017 noch einmal den
Stellenwert des Gremiums Polizeibeirat: „Er stellt einen sehr
wichtigen und vertrauensvollen Austausch zwischen den verschiedenen
Partnern dar.“

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