„Kleiner Beitrag zur Integration“

 

Radevormwald. „Dieser Tag war für alle ein besonderes Erlebnis. Für die Hospitanten war es sehr lehrreich, und alle waren voll des Lobes.

Am liebsten hätten sie gleich angefangen bei Gira zu arbeiten“, berichten Anke Schröder, Leiterin des Sozialamts der Stadt Radevormwald, und ihre Mitarbeiterin Heike Steigerwald begeistert. „Es war ein gelungener Tag“, resümiert auch Diana Traub vom Personalmanagement der Gira Giersiepen GmbH & Co. KG (www.gira.de). Die Resonanz auf den ersten Hospitationstag für in Radevormwald lebende Asylbewerberinnen und Asylbewerber, den das Familienunternehmen zusammen mit dem Sozialamt der Stadt am gestrigen Dienstag veranstaltet hat, fiel durchweg positiv aus. 

Einblicke in die Arbeitswelt

Insgesamt zehn Asylsuchende mit Aussicht auf Anerkennung haben durch den „Schnuppertag“ erste Einblicke in die hiesige Arbeitswelt und einen deutsches Unternehmen erhalten. Betreut haben die Hospitanten aus acht Ländern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gebäudetechnik-Spezialisten aus den Bereichen Kunststofffertigung, Montage, Versand, Markenentwicklung und Marketing sowie aus der Lehrwerkstatt. Sie hatten sich freiwillig als „Paten“ gemeldet, um den „Schnupper-Praktikanten“ die Aufgaben und Tätigkeiten ihrer jeweiligen Abteilung zu zeigen und zu erläutern. Schließlich ging es neben den Eindrücken von der Arbeit in einem Industriebetrieb auch darum, das Miteinander und das gegenseitige Kennenlernen zu fördern. „Dies ist ein kleiner Beitrag, um Schutzsuchende, die in Deutschland eine berechtigte Bleibeperspektive haben, in das Leben hierzulande – Arbeits- und Wirtschaftsleben eingeschlossen – besser zu integrieren“, sind sich Alexandra Ptock, Leiterin des Bereichs Personal bei Gira, und der Betriebsratsvorsitzende Lutz Fassbender einig. „Sich hierfür zu engagieren, ist für unser Unternehmen selbstverständlicher Teil seiner gesellschaftlichen Verantwortung.“

Weitere Hospitationstage sollen folgen

Die Auswahl der Hospitanten für die Teilnahme am „Schnuppertag“ bei Gira erfolgte auf Grundlage der Qualifikationen und Fähigkeiten, die die Asylbewerber durch Ausbildung oder Berufstätigkeit mitbringen. Alle hatten bereits mindestens einen Deutsch-Kurs absolviert, sodass eine grundlegende Verständigung problemlos möglich war. „Für uns war dies ein Pilot-Projekt, um zunächst einmal Erfahrungen zu sammeln“, erläutern Alexandra Ptock und Lutz Fassbender. „Nach dem guten Verlauf des Hospitationstags sind wir aber gern bereit, das Projekt mit der Stadt Radevormwald fortzusetzen und gemeinsam zu überlegen, inwieweit weitergehende Programme sinnvoll sein können.“

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