Heißes Eisen drohte auszulaufen

Gevelsberg. Am Dienstag wurde die Feuerwehr Gevelsberg um 10:02 zu einem
Gießereibetrieb an der Oststraße alarmiert. Dort hatte die
Brandmeldeanlage an einem Schmelzofen ausgelöst. Bereits auf der
Anfahrt wurden die Einsatzkräfte von der Leitstelle informiert, dass
es bei Umfüllarbeiten zu einem Unfall gekommen sei. Die erste
Erkundung bestätigte die Meldung. Heißes Gußeisen hatte Teile des
Ofens beschädigt, wodurch er sich nicht mehr entleeren ließ. Der Ofen
war zu diesem Zeitpunkt mit 12 Tonnen des auf ca. 1.500°C erhitzten
Material befüllt. Ein Durchbrennen war nicht ausgeschlossen.

Mit zwei Trupps unter schwerem Atemschutz wurden gefährdete
Bereiche gekühlt und mittels Wärmebildkamera überprüft. Mitarbeiter
des Betriebs setzten die hydraulische Steuerung wieder in Gang.
Dadurch konnte der Schmelztiegel gefahrlos entleert werden.

Vier Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom
Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ein großes Lob
spricht der Einsatzleiter Rüdiger Kaiser den Mitarbeitern und der
Werksleitung des betroffenen Betriebs aus: „Die Gebäude waren bei
unserem Eintreffen bereits vorbildlich geräumt. Auch die
Zusammenarbeit hat reibungslos funktioniert.“

Insgesamt waren 24 Einsatzkräfte mit neun Feuerwehrfahrzeuge, drei
Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatz. Um 12:19
wurde die Einsatzstelle an die Betriebsleitung übergeben und die
Feuerwehr konnte mit den Aufräumarbeiten beginnen.

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