Vor Obdachlosen nicht die Augen verschließen

 

Hagen. „Nicht nur in den kalten Monaten ist der Verlust der Wohnung die extremste Form der Armut“, sagt Heidrun Schulz-Rabenschlag, Fachbereichsleitung der Sozialen Dienste der Diakonie Mark-Ruhr. Gemeinsam mit Christine Wienstroth, Leiterin der Wohnungslosenhilfe Hagen, weist sie gegenwärtig auf die Gefahren von Erfrierungen und Unterkühlungen von Menschen ganz ohne Unterkunft hin.

Das Leben auf der Straße setzt die Betroffenen neben allen gesundheitlichen Risiken auch dem schonungslosen Blick der Öffentlichkeit und in einigen Fällen auch der schonungslosen Übergriffe von Gewalttätern aus.“ Deshalb schließt sich die Diakonie Mark-Ruhr auch der aktuellen Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Wohnungslosenhilfe (BAG W) unter dem Titel „Kältetod wohnungsloser Menschen verhindern“ an. „Seit 1991 sind mindestens 289 wohnungslose Menschen in Deutschland an Unterkühlung verstorben. Sie erfroren im Freien, unter Brücken, auf Parkbänken, in Hauseingängen, in Abrisshäusern, in scheinbar sicheren Gartenlauben und in sonstigen Unterständen“, heißt es darin.

Wir möchten Bewusstsein für diese Thematik schaffen“, betont Christine Wienstroth und appelliert an die Bevölkerung: „Verschließen Sie nicht die Augen, wenn Sie obdachlose Menschen entdecken. Alarmieren Sie die Ordnungsbehörde oder den Notruf der Polizei und setzen Sie die zuständigen Behörden von Ihren Beobachtungen in Kenntnis!“.

Der Polizeibericht

Zusammenstoß zwischen Pkw und Roller – Verletzter
Zweiradfahrer ohne Führerschein

Hagen (ots) – Eine 30-jährige Seat-Fahrerin fuhr am
Dienstagnachmittag gegen 16.45 Uhr von der untergeordneten
Gerichtsstraße auf die Bülowstraße. Dabei kollidierte sie mit dem
Motorroller eines jungen Mannes, der mit dem Roller in Richtung
Landgericht unterwegs war. Der 18-Jährige und sein gleichaltriger
Sozius kamen zu Fall und verletzten sich leicht. Ein Rettungswagen
brachte sie zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Hier stellte
sich im Rahmen der Personalienüberprüfung heraus, dass der
Leichtverletzte keinen Führerschein hat. Der Gesamtschaden an den
beiden beteiligten Fahrzeugen liegt bei ca. 3000 Euro.

Zeuge beobachtet drei Einbrecher

Hagen (ots) – Am Dienstag vernahm ein 44-jähriger Hagener gegen
18.30 Uhr verdächtige Geräusche vom Balkon seines Nachbarn in der
Straße Märkischer Ring. Der Zeuge schaute nach und sah, dass sich
drei Männer auf dem Balkon befanden. Die Männer versuchten, eine
Balkontür aufzuhebeln. Nachdem die Einbrecher den Zeugen bemerkt
hatten, kletterten sie von dem Balkon nach unten. Einer der
Einbrecher stürzte ab und verletzte sich am linken Bein. Seine
Mittäter halfen ihm auf. Gemeinsam flüchteten die Einbrecher in
Richtung Wittekindstraße. Der 44-Jährige nahm die Verfolgung auf. Als
einer der Einbrecher ein Messer in seine Richtung hielt, brach er die
Verfolgung ab. Die anschließenden Ermittlungen der Kripo ergaben,
dass die Einbrecher über eine Tanne auf den Balkon im Obergeschoss
gelangten. Dort versuchten sie, mit einem Hebelwerkzeug die Balkontür
aufzubrechen. Die drei Männer können wie folgt beschrieben werden:
Sie sind 25 bis 33 Jahre alt und haben eine normale Statur. Alle
Männer hatten dunkle Kopfbedeckungen. Zwei von ihnen waren zur
Tatzeit dunkel gekleidet. Der dritte Einbrecher trug eine helle
Jacke. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer
02331/986-2066 zu melden.

Zwei Leichtverletzte bei Verkehrsunfall in Hohenlimburg

Hagen (ots) – Zwei junge Frauen verletzten sich am Dienstagmittag
bei einem Verkehrsunfall in Hohenlimburg leicht, sie wollten nach der
Unfallaufnahme einen Arzt aufsuchen. Eine 20-jährige VW-Fahrerin
hatte am Fahrbahnrand der Iserlohner Straße geparkt und wollte nun in
Richtung Innenstadt fahren. Dabei übersah sie einen Mercedes, der
sich von hinten bevorrechtigt näherte und kollidierte mit dem von
einem 51 Jahre alten Mann gesteuertem Wagen. Durch den Anstoß prallte
der VW zurück zum rechten Fahrbahnrand und stieß gegen einen
parkenden Citroen. Während dieses Fahrzeug nur leicht beschädigt
wurde, waren der Mercedes und der Volkswagen nicht mehr fahrbereit
und mussten abgeschleppt werden.

Handtaschenräuber von Zeugen gestellt

Hagen (ots) – Am Dienstagmorgen beging ein 35 Jahre alter Mann in
der Innenstadt innerhalb weniger Minuten zwei Raubdelikte. Gegen
09.00 Uhr verließ eine 27-jährige Frau einen Discounter in der
Elberfelder Straße, als ihr unvermittelt ein Mann den Rucksack vom
Rücken riss und weglief. Die junge Frau verfolgte den Täter, konnte
nach wenigen Metern ihr Eigentum greifen und festhalten. Der Täter
schlug ihr dabei gegen die Schuler und trat sie gegen den
Oberschenkel, ließ dann aber von seinem Opfer ab und flüchtete ohne
Beute in die Bergstraße. Hier erfolgte nur wenige Minuten später die
zweite Attacke, als der Räuber einer 24-Jährigen Frau die Handtasche
von der Schulter riss und trotz Gegenwehr der Geschädigten damit
flüchten konnte. Auch hier kam der Täter mit der Beute nur wenige
Meter weit. Ein ebenfalls 35 Jahre alter Zeuge hatte aus seinem
parkenden Auto heraus den Vorfall beobachtet, den Räuber schnell
eingeholt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Der
erfolglose Räuber ist bereits etliche Male durch Eigentumsdelikte in
Erscheinung getreten und gegen ihn lag wegen Schwarzfahrens noch
einen Haftbefehl über 77 Tage vor. Nach den beiden aktuellen Taten
erfolgte nun seine Festnahme, er kam nach seiner Vernehmung ins
Gefängnis, die weiteren Ermittlungen dauern an.

Fahndern geht dicker Fisch ins Netz – Mann wurde mit drei Haftbefehlen gesucht

Hagen. Am Dienstag ging den Zivilfahndern der Kripo ein
ganz dicker Fisch ins Netz. Die Beamten des Einsatztrupps zur
Bekämpfung der Straßenkriminalität führten gegen 14.20 Uhr
Personenkontrollen auf der Schwerter Straße durch. Die Überprüfung
eines 33-jährigen Mannes ergab, dass er mit drei Haftbefehlen zur
Festnahme ausgeschrieben war. Die Staatsanwaltschaft Dortmund suchte
den Mann, da er wegen eines Betrugs noch 87 Tage Restfreiheitsstrafe
zu verbüßen hatte. Mit gleich zwei Haftbefehlen fahndete die
Staatsanwaltschaft Hagen nach dem Gesuchten. In einer Sache hatte der
Mann wegen eines schweren Diebstahls noch 10 Monate
Restfreiheitsstrafe zu verbüßen. In einem anderen Fall, ebenfalls
wegen Diebstahl, ordnete ein Richter die Untersuchungshaft an. Die
Fahnder führten den 33-Jährigen unmittelbar der Justizvollzugsanstalt
Hagen zu.