Wildgeflügelpest: Neue Verdachtssperrgebiete in Hagen sowie weiterhin Stallpflicht im gesamten Stadtgebiet

Bei einer am Harkortsee in Wetter (Ruhr) am Strandweg totaufgefundenen Wildente wurde das Geflügel-Influenza-Virus vom Typ N5 nachgewiesen. Während ein Labor des Friedrich-Löffler-Institutes aktuell noch abklärt, ob es sich bei dem Erreger um ein hochansteckendes Geflügelpestvirus handelt, hat das Veterinäramt des Ennepe-Ruhr-Kreises für Teile der Stadt Wetter bereits einen Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Auch für das Stadtgebiet Hagen mussten aufgrund des Verdachtsfalles entsprechende Restriktionsgebiete festgelegt werden, da die Fundstelle in der Nähe der Stadtgrenze liegt.

Sie bestehen nun zusätzlich zu den mit Allgemeinverfügung  vom 18. November dieses Jahres festgelegten Hagener Restriktionsgebieten, die aufgrund einer am Hengsteysee tot aufgefunden, mit dem H5N8 infizierten Wildente bereits eingerichtet wurden. Mit der Allgemeinverfügung wurde auch schon die Stallpflicht für das komplette Stadtgebiet Hagen angeordnet.

Damit wurden alle Hagener Geflügelhalter angehalten, ihre Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse aus den Ausläufen zu nehmen. Alternativ zum geschlossenen Stall können die Tiere nach wie vor auch in Volieren untergebracht sein. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass diese so abgesichert sind, dass von oben und der Seite keine Einträge von Vogelkot möglich sind und Wildvögel nicht eindringen können.

Bei Vorliegen eines Geflügelpest-Verdachtes bei Wildvögeln werden  im Radius von 1 und 3 km um die Fundstelle Kreisgebietsübergreifend ein  Sperrbezirk  und  ein  Beobachtungsgebiet eingerichtet. Dies soll dazu beitragen, zu verhindern, dass sich die Geflügelpest weiter ausbreitet. Das Veterinäramt der Stadt Hagen hat betroffene Geflügelhalter über die Regelungen bereits informiert. Die wichtigste ist ein Transportverbot.

Darüber hinaus sollten Geflügelhalter folgendes beachten: Alle Geflügelhalter, die ihre Tiere bislang nicht bei der Tierseuchenkasse gemeldet haben, werden aufgefordert, dies unverzüglich beim Veterinäramt nachzuholen. Aufgrund der allgemeinen Seuchenlage sind Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art in ganz Nordrhein-Westfalen verboten. Außerdem sollten sie die Hygieneregeln besonders sorgfältig beachten. Die Ställe sollten nur mit Schutzkleidung betreten werden, Besucherkontakt gilt es ganz zu vermeiden oder auf das unerlässliche Maß zu beschränken. Die Auflagen sind aufgrund der Seuchenlage nötig, schützen die Tiere und bewahren gewerbliche Betriebe vor erheblichen wirtschaftlichen Verlusten. Nach allen derzeit bekannten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist das Virus für Menschen nicht gefährlich. Weltweit sind keine Erkrankungsfälle bekannt.

Traditionelles Adventssingen der Bahnhofsmission Hagen

SAMSUNG CSC

Auch in diesem Jahr hat das Team der Bahnhofsmission Hagen wieder den Advent musikalisch eingeläutet. Am Tag vor dem ersten Advent kamen neben haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Diakonie Mark-Ruhr weitere musikalische Unterstützer zusammen, um für Adventsstimmung im Hagener Bahnhof zu sorgen. Selbstverständlich gab es dabei auch wieder die selbst gebackenen Waffeln der Bahnhofsmission.

Boxen: Fisnik Haziri unterliegt im Halbfinale

fullsizerender

Bei den Kreismeisterschaften des Bezirk Arnsberg musste sich der Athlet Fisnik Haziri vom Box Sport Club Hagen Haspe 1949/97 eV gegen Ciedozje Nwosu vom PSV Bochum knapp nach Punkten geschlagen geben. Der Schwergewichtler Fisnik Haziri war in den ersten beiden Runden zu passiv. Die dritte Runde sicherte er sich ganz klar durch deutliche Treffer und die spürbare Aktivität. Trotzdem reichte es für einen Sieg nicht aus. Der sympathische Hasper Schwergewichtsboxer wird nun mit seinen Trainern die Niederlage analysieren und entsprechend trainieren. Er steht mit 21 Jahren noch am Anfang seiner Karriere.

Die Elektroinnung und das Cuno-Berufskolleg I investieren in die Ausbildung

IMG_3.jpg

In einer Feierstunde übergab die Elektroinnung Hagen dem Cuno-Berufskolleg I Produkte für die intelligente und vernetzte Gebäudesystemtechnik sowie Geräte und Software zum Aufbau und zur Prüfung hochmoderner IT-Verkabelungssysteme im Wert von fast 20.000,- €.

„Das duale Ausbildungssystem, bestehend aus Berufsschule und betrieblicher Ausbildung, ist ein wichtiger Standortfaktor zur Deckung des Fachkräftebedarfs in der Region“, sagt der Obermeister Jochen Beinhold in dieser Feierstunde. Das Cuno-Berufskolleg I in Hagen und die Elektroinnung Hagen pflegen deshalb seit vielen Jahren eine intensive Partnerschaft und Kooperation auf verschiedenen Ebenen. So werden z.B. seit vielen Jahren in den Räumen des Berufskollegs die Abschlussprüfungen für den Ausbildungsberuf des Elektronikers für Energie und Gebäudetechnik abgenommen oder man unterstützt sich gegenseitig beim Hagener Berufsschultag und sowie bei den Ausbildungsmessen der Kreishandwerkerschaft.

„Dieser sehr guten Zusammenarbeit ist es zu verdanken, dass das Cuno-Berufskolleg I am vergangenen gestrigen Tag eine großzügige Sachspende in Höhe von fast 20.000,- Euro entgegen nehmen durfte“, bestätigte der Lehrlingswart Matthias Rapp.

Als Vertreter der Kreishandwerkerschaft Hagen übergaben Geschäftsführer Dr. Michael Plohmann, Innungs-Obermeister Joachim Beinhold, der stellv. Obermeister Oliver Böhme, Lehrlingswart Matthias Rapp und der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses Walter Sander symbolisch die Spende an das Cuno-Berufskollegs I.

Schulleiter Thomas Luig und die Fachlehrer Björn Sander und Holger Altenbrandt freuten sich über die Zuwendungen, die in großen Teilen in die Modernisierung des Labors für intelligente und vernetzte Gebäudesystemtechnik fliessen. Ergänzend dazu wurden Geräte zum Aufbau und zur Prüfung hochmoderner IT-Verkabelungssysteme sowie eine neue CAD-Software für die Auszubildenden angeschafft.

„So wird auch in Zukunft sichergestellt, dass die schulische Ausbildung auf einem qualitativ hohen Niveau erhalten bleibt“, freut sich Thomas Luig über diese Investition.

Großbrand in Herdecke – Feuer aus

img_7583

Herdecke. Seit ca. 14 Uhr am Samstag ist der Großbrand
einer Villa in Herdecke endgültig gelöscht. Um auch letzte Glutnester
zu bekämpfen, musste ein Schaumteppich über das ausgebrannte Gebäude
gelegt werden. Zuvor wurde noch versucht, mit einem Spezialfahrzeug
die Glutnester zu erreichen. Doch auch die Reichweite von diesem
Fahrzeug genügte nicht, um an alle Brandherde zu kommen.

Die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr rücken im Moment von der
Einsatzstelle ab und stellen die vollständige Einsatzbereitschaft der
zum Schluss noch eingesetzten Fahrzeuge wieder her. Die Brandruine
wurde von der Polizei beschlagnahmt. Aufgrund des massiven Einsatzes
von Löschschaum war auch die untere Wasserbehörde vor Ort.

Alle Menschen sowie die beiden Katzen, die sich zum Zeitpunkt des
Brandausbruches im Gebäude aufhielten, konnten gerettet werden.
Leider wurden insgesamt zehn Menschen verletzt. Sie sind mittlerweile
jedoch alle wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Der Sachschaden
beläuft sich nach Vermutungen der Feuerwehr auf rund eine Millionen
Euro.

Der Einsatz dauerte insgesamt fast 31 Stunden. An den
Löschmaßnahmen waren die Feuerwehren aus Herdecke, Wetter, Witten,
Sprockhövel und Dortmund sowie Einheiten des Ennepe-Ruhr-Kreises. Sie
wurden vom DRK, der JUH, dem THW sowie dem Rettungsdienst des Kreises
unterstützt. Die Polizei war zusammen mit dem Ordnungsamt und den
Technischen Betrieben der Stadt im Einsatz, um die Brandort
abzusperren. Herdeckes Bürgermeisterin Dr. Strauss-Köster informierte
sich vor Ort über die Löschmaßnahmen und dankte den Einsatzkräften.

Auch Bürger und Einzelhändler zeigten Engagement. Sie versorgten
die Brandschützer vor Ort mit vielen Kleinigkeiten und boten
Verpflegung an. Die Feuerwehr bedankte sich auf diesem Wege bei den
Mitbürgern für die Hilfsbereitschaft.

Während der Erstphase des Einsatzes am Freitag wurde der
Brandschutz für das Herdecker Stadtgebiet von überörtlichen
Feuerwehrkräften an der Herdecker Wache sichergestellt. Diese mussten
mehrfach zu Kleineinsätzen und Fehlalarmen ausrücken.

Betriebs- und Personalräte im Ruhrgebiet fordern Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft

 

dsc_0251

Auf gemeinsame Einladung des Regionalverbands Ruhr (RVR) und des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) kamen erstmals Betriebs- und Personalräte aus dem gesamten Ruhrgebiet zusammen, um über die wirtschaftlichen Perspektiven des Reviers zu beraten. Am Ende beschlossen die rund 100 anwesenden Arbeitnehmervertreter eine Resolution zur Stärkung des Sozialstaats.

Guntram Schneider, ehemaliger Arbeitsminister des Landes NRW, erinnerte in seinem Impulsreferat daran, dass die Mitbestimmung der Beschäftigten als Schutzmechanismus vor Nationalsozialismus und rechtsextremen Bewegungen gesetzlich verankert wurde. „Betriebs- und Personalräte und die Gewerkschaften sollten verhindern, dass soziale Spaltung um sich greift und den Nährboden für Rechtsextreme bietet. Dafür braucht es Betriebs- und Personalräte, gelebte Mitbestimmung und Belegschaften, die mitziehen“, verdeutlichte Schneider.

Die Teilnehmer der Konferenz sahen einhellig große Herausforderungen gerade im Ruhrgebiet. Der Strukturwandel mit dem großen Verlust an industriellen Arbeitsplätzen und die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit habe viele Menschen um ihre Perspektiven und soziale Sicherheit gebracht. „Sie zweifeln an der Gerechtigkeit des Systems und haben das Vertrauen in die Politik verloren. Wir müssen deshalb zurück zur sozialen Marktwirtschaft für alle, wenn wir keine bösen Überraschungen wie die Briten mit dem Brexit oder die Amerikaner mit Trump erleben wollen“, erklärte Josef Hülsdünker, Geschäftsführer des DGB Emscher-Lippe in seinem Schlusswort zur Konferenz.

Die Teilnehmer dieser ersten gewerkschaftlichen Ruhrkonferenz forderten mit ihrer Resolution mehr Mitbestimmung auf Augenhöhe, den Abbau des Niedriglohnsektors und ein gerechteres Steuersystem. Es gehe darum, das Erbe der Begründer von Sozialstaat und sozialer Markwirtschaft zu sichern als „Zukunftsversprechen, das Aufstieg und Wohlstand für alle in Aussicht stellt“, wie es in der Resolution heißt.