Phoenix Hagen strebt weiter ProA-Teilnahme an

Der Lizenzligaausschuss der easyCredit Basketball Bundesliga hat der Basketball Hagen GmbH & Co. KGaA als Träger von Phoenix Hagen mit sofortiger Wirkung die Lizenz entzogen. Die Entscheidung wird begründet mit der fehlenden wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit für die verbleibende Spielzeit 2016/2017 sowie mit dem fehlenden Nachweis, dass die anstehenden Begegnungen bei den MHP RIESEN Ludwigsburg (4. Dezember) und zuhause gegen die Basketball Löwen Braunschweig (10. Dezember) definitiv ausgetragen werden können. Die Teilnahme an der 2. Bundesliga ProA in der Saison 2017/2018 bleibt aber weiter das Ziel des Klubs.

Phoenix Hagen stellt demnach mit sofortiger Wirkung den Spielbetrieb ein. Bereits am Sonntag in Ludwigsburg wird das Team nicht mehr antreten. Gemäß BBL-Spielordnung wird der Klub in der Tabelle nicht mehr geführt. Die bisher ausgetragenen Spiele werden aus der Wertung genommen. Nach den Regularien der BBL-Ausschreibung nimmt Phoenix Hagen in der offiziellen Abschlusstabelle, die nach Ende der Hauptrunde erstellt wird, den letzten Tabellenplatz ohne Wertung ein und steht damit als erster Absteiger der Saison 2016/2017 fest.

Patrick Seidel, Geschäftsführer von Phoenix Hagen, erklärt: „Die aktuelle Entwicklung ändert nichts an dem Vorhaben, über den Weg der Insolvenz in Eigenverwaltung und als erster sportlicher Absteiger geltend, zum 31.03.2017 einen Lizenzantrag für die 2.Basketball Bundesliga ProA stellen zu dürfen. Unser Ziel bleibt unverändert: Es gilt weiterhin, die Summe von 250.000 Euro heute bis Mitternacht zu akquirieren und damit dem Sachwalter vor dessen Gang zum Amtsgericht Hagen am Donnerstag präsentieren zu können.“

Der Geschäftsführer der easyCredit BBL, Dr. Stefan Holz, äußerte sich wie folgt über die Entscheidung des Lizenzligaausschusses: „Uns war es wichtig sicherzustellen, dass die beiden kommenden Gegner von Phoenix Hagen, Ludwigsburg und Braunschweig, Planungssicherheit hinsichtlich der Austragung haben. Schließlich geht es auf Seiten dieser Mannschaften um nicht unerhebliche Einnahmen und Ausgaben. Insofern ist die Entscheidung des Lizenzligaausschusses, die Lizenz mit sofortiger Wirkung zu entziehen, konsequent und richtig. Der Lizenzentzug als solcher ist ohnehin unvermeidlich.“

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