UPDATE | Neues Sirenensignal zur Warnung der Bevölkerung – Donnerstag im gesamten Stadtgebiet erstmals Testbetrieb

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Hagen. Bei Großeinsatzlagen, Katastrophen und solchen Ereignissen, bei denen die Hagener Bürgerinnen und Bürger über eine Störung der Infrastruktur (zum Beispiel großflächiger Stromausfall, Störung der Wasserversorgung) informiert werden müssen, kann die Feuerwehr Hagen auf zwei Systeme zurückgreifen. Zum einen das lokale Sirenennetz und zum anderen die Warnapp „NINA“, über die Texte zur Warnung der Bevölkerung direkt auf Mobiltelefone gesendet werden. Über diese App wird am kommenden Donnerstag, 1. Dezember, auch auf den Testbetrieb des neuen Sirenensignals um 12 Uhr im gesamten Stadtgebiet hingewiesen. Bei dem Warnton für Gefahrenlagen sind die besondere Aufmerksamkeit und Verhaltensweisen des Bürgers gefordert. Vielen ist der auf- und abschwellende Warnton noch als Luftschutzalarm in Erinnerung. Um zu testen, ob alle 60 Sirenen im Stadtgebiet reibungslos auslösen und von der Bevölkerung wahrgenommen werden, findet der Testbetrieb erstmals statt. Künftig sollen zweimal im Jahr solche Testbetriebe stattfinden. Einmal im Winter ohne Laub an den Bäumen und unter der Woche sowie einmal im Sommer am Wochenende. Die Hagener Feuerwehr erhofft sich auch Rückmeldungen von der Bevölkerung, ob die Warntöne gut gehört werden. Im Vergleich zu anderen Städten verfügt Hagen über ein flächendeckendes Sirenensystem, so dass auch gezielt nur Sirenen in einzelnen Stadtteilen angesteuert werden können.

Hier finden Sie die derzeitigen Sirenenstandorte in Hagen:

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Sirenentöne haben einen hohen Erreichungsgrad
Das Sirenenwarnsystem, welches früher zur Warnung im Verteidigungsfall vorgesehen war und noch heute in Hagen zur Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr genutzt wird, wurde von der Stadt Hagen ausgebaut und stets modernisiert. Somit steht ein Warnmittel zur Verfügung, um Personen auf einfache Weise auf eine Gefahrenlage in ihrer Umgebung aufmerksam zu machen.

Bei besonderen Schadenslagen wird die Feuerwehr künftig über zwei spezielle Sirenensignale die Hagener Bürgerinnen und Bürger aufmerksam machen. Die Sirenensignale können sowohl einzeln in bestimmten Stadtteilen als auch für das gesamte Stadtgebiet ausgelöst werden. Solche Ereignisse könnten zum Beispiel Großbrände und Gefahrgutunfälle sein. Ziel einer Warnung über die Sirenen ist es, das die Bürger zunächst möglichst rasch geschlossene Räume aufsuchen, Fenster und Türen schließen und das Radio einschalten. Dort werden erste Hinweise und Verhaltensempfehlungen ausgegeben.

Im Folgenden werden die drei Sirenensignale erläutert, die von der Leitstelle der Feuerwehr Hagen ausgelöst werden können.

1) Sirenensignal Feueralarm
Ein Sirenenton, den viele bereits kennen. Er dient seit Jahren zur Alarmierung von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr für einen Einsatz. Es handelt sich um einen Dauerton von einer Minute Länge, der zweimal unterbrochen wird. Es besteht keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung.

2) Sirenensignal Warnung der Bevölkerung
Neu hingegen ist der Warnton für Gefahrenlagen, bei denen die besondere Aufmerksamkeit und Verhaltensweisen des Bürgers gefordert sind. Vielen ist der Warnton noch als Luftschutzalarm in Erinnerung. Auch dieser Ton hat eine Länge von einer Minute, jedoch handelt es sich um einen auf- und abschwellenden Heulton.

Die Feuerwehr Hagen empfiehlt erste Verhaltensweisen für die Hagener Bürger, falls dieser Warnton wahrgenommen wird:

•       Ruhe bewahren.

•       Zunächst geschlossene Gebäude aufsuchen, Fenster und Türen schließen. Eventuell betriebene Belüftungsgeräte mit Frischluftzufuhr im Gebäude abschalten.

•       Radio Hagen (107,7 MHz Antennenempfang / 92,15 MHz Kabelempfang) einschalten und die Anweisungen beachten. Bei Stromausfall hilft ein batteriebetriebenes Radio.

•       Hilfsbedürftige Personen und Nachbarn im Gebäude über die Warnung informieren und unterstützen. Gegebenenfalls schutzbedürftige Passanten aufnehmen.

•       Nicht die Kinder aus dem Kindergarten oder der Schule abholen. Diese werden vor Ort betreut.

•       Auch auf Durchsagen von Polizei- und Feuerwehrfahrzeugen achten.

•       Die Notrufnummern 112 (Feuerwehr / Rettungsdienst) und 110 (Polizei) nur im Notfall nutzen, um die Leitstellen nicht zu überlasten. Im Rundfunk werden gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt Telefonnummern zur Bürgerinformation bekannt gegeben. Dort können Fragen gestellt werden.

•       Mobiltelefone nur sehr spärlich verwenden, um Überlastungen und Ausfälle des Mobilfunknetzes zu verhindern.

3) Sirenensignal Entwarnung
Falls die Gefahr nicht mehr besteht, wird ein Sirenensignal zur Entwarnung ausgegeben. Es handelt sich um einen einminütigen Dauerton ohne Unterbrechung.

Alle Sirenensignale können auf der Internetseite der Feuerwehr angehört werden: www.hagen.de/web/de/fachbereiche/fb_37/fb_37_09/informationen.html

Die Feuerwehr Hagen plant, die Sirenensignale zur Warnung und Entwarnung zweimal jährlich zu testen. Die Termine werden über die Medien und die Warnapp „NINA“ angekündigt.

Modulares Warnsystem MoWaS / Warnapp NINA
Seit Ende August 2016 nutzt die Feuerwehr Hagen ein hochmodernes Warnsystem des Bundes. Das so genannte „MoWaS-System“ (Modulares Warn System) des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) ermöglicht es den angebundenen Leitstellen der Feuerwehren, die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen, Informationen über verschiedene Medien zu verbreiten und selbst bei Zusammenbruch der üblichen Kommunikationswege (Telefon, Internet) in beschränkten Maße mit anderen Leitstellen sowie den Lagezentren der Länder und des Bundes über eine Satellitenverbindung zu kommunizieren.

Das System besteht aus einer rechnergestützten Anwendung mit Satellitenanbindung und nutzt als zweiten Übertragungsweg eine gesicherte Verbindung über terrestrische Netze, falls die Satellitenverbindung ausfällt. In der Anwendung können die Leitstellen der Feuerwehren Warntexte und dazu passende Verhaltensweisen auf die Warnapp „NINA“ und an verschiedene Plattformen zur Bevölkerungsinformation übertragen.
Zurzeit sind bereits zahlreiche Medien und Dienste an das MoWaS-System angeschlossen. Die Warnapp „NINA“, lokale und überregionale Rundfunk- und TV-Sender, die Deutsche Bahn sowie einige Internetdienste. Je nach ausgewählter Warnstufe durch die Leitstelle der Feuerwehr werden Fernseh- und Radiosendungen unmittelbar unterbrochen oder zum Beispiel ausschließlich die Warnapp „NINA“ im Stadtgebiet angesprochen.

Die Feuerwehr Hagen empfiehlt Besitzern von Smartphones, die Warnapp „NINA“ zu installieren, um lokale Warnungen und Hinweise der Feuerwehr Hagen empfangen zu können. In der App können aber auch beliebige Orte in Deutschland und auch der aktuelle Standort hinterlegt werden, um Warnungen zu empfangen. Zusätzlich können auf Wunsch Unwetterwarnungen und Hochwassermeldungen angezeigt werden.

Die App kann von den üblichen Plattformen für die Betriebssysteme iOS und Android kostenlos herunter geladen werden. Eine Nutzung der Warnapp „Katwarn“, die vereinzelt außerhalb von NRW genutzt wird, ist zurzeit bei der Feuerwehr Hagen nicht vorgesehen.

Die erste „Feuerprobe“ bestand die Warnapp „NINA“ bereits in Hagen. Bei dem Großbrand im Umspannwerk Haßley und dem anschließenden großflächigen Stromausfall erfolgten erste Meldungen und Verhaltenshinweise der Feuerwehr über die App.

Weitere interessante Infos über die Warnapp NINA und Verhaltensweisen für die Bevölkerung bietet die Internetseite des BBK unter www.bbk.bund.de.

Zwei Verletzte nach Frontalzusammenstoß beim Abbiegen

Dortmund. Bei einem Frontalzusammenstoß beim Abbiegen verletzten sich heute
Mittag (29.11.) zwei Pkw Insassen. Eine Frau musste in ein
Krankenhaus eingeliefert werden.

Zur Unfallzeit (12.10 Uhr), fuhr der 70-jährige Fahrer eines
Toyotas auf der Hagener Straße in Richtung Norden. An der Posener
Straße bog der Dortmunder nach links ein. Nach eigenen Angaben
schätzte er die Lücke des entgegenkommenden Verkehrs falsch ein. Eine
20-jährige Audi-Fahrerin aus Hagen konnte den Zusammenstoß nicht mehr
vermeiden.

Bei dem Unfall verletzten sich eine 90-jährige Beifahrerin aus
Dortmund im Toyota schwer und ein 23-jähriger Dortmunder im Audi
leicht. Die Frau wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus
eingeliefert.

Es entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 15.000,- Euro.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und Räumung der Unfallstelle
blieb die Hagener Straße zwischen Zillestraße und Stargader Weg voll
gesperrt.

Großkontrollen in Hagen

Hagen. Beamte aller Direktionen der Hagener Polizei,
unterstützt von Bereitschaftspolizeibeamten aus Bochum, haben am
Dienstag einen gemeinsamen Einsatz zur Bekämpfung der
Eigentumskriminalität und der Bekämpfung der Hauptunfallursachen
durchgeführt. Unter der Leitung des Polizeioberrats Michael Hoffmann
führten die Polizisten in Uniform wechselnde Kontrollen an den
Hauptzufahrtsstraße durch und Kripobeamte in Zivil waren in den
Wohngebieten und in der Innenstadt unterwegs. Ziel war es, sowohl den
Fahndungs- und Kontrolldruck auf die mobilen Täter zu erhöhen und
Erkenntnisse über ihre Bewegungen zu erlangen, als auch konsequent
Verkehrsverstöße im zulassungs- und fahrerlaubnisrechtlichen Bereich
zu verfolgen. Insgesamt kontrollierten die über 100 eingesetzten
Polizistinnen und Polizisten zahlreiche Fahrzeuge und Personen. Die
Auswertungen der Maßnahmen dauern an. „Zur erfolgreichen Bekämpfung
der Eigentumsdelikte sind wir auch auf die Hilfe der Hagener
Bürgerinnen und Bürger angewiesen“ betonte Einsatzleiter Michael
Hoffmann, „Rufen Sie an, wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen!
Nutzen Sie aber auch zur Sicherung von Haus oder Wohnung die
kostenlose Beratung der Kriminalprävention und vereinbaren einen
Termin unter der Rufnummer 986 1530.“